Allen Carr – Endlich Nichtraucher

Beschreibung
Mit „Endlich Nichtraucher!“ schrieb Allen Carr das weltweit erfolgreichste Buch zur Überwindung der Nikotinsucht. Der ehemalige Kettenraucher hat aufgrund eigener Erfahrungen eine Methode entwickelt, mit der es selbst langjährigen Rauchern gelingt, sich von ihrem Zwang zu lösen. Dieses Hörbuch vermittelt eine geradlinige Schritt-für-Schritt-Anleitung bis zur letzten Zigarette.

Sprecher
Bert Cöll

Länge
2 CDs

Meine Meinung
Ja. Also dieses Hörbuch habe ich vor ca. 12 Jahren schon einmal als Buch gelesen. Damals hatte es mich schwer beeindruckt. Allerdings kam immer wieder die Anweisung, dass man weiter rauchen sollte, bis man das Buch zu Ende gelesen hätte. Die letzte Seite habe ich nie gelesen.

Vor ca. 2 Jahren sah ich, dass es das Buch nun als Hörbuch gibt. Also kaufte ich es. Aber ich hörte es nicht. Erst heute. Und ich denke, ja, es gibt einem gute Denkanstöße, die man sich immer wieder vor Augen halten sollte und die einem durchaus helfen können, endlich Nichtraucher zu werden.

Ich für meinen Teil gehe dieses Mal aber auf Nummer super-sicher. Vor 5 Monaten vereinbarte ich bei Markus Gross – Naturheilpraxis – in Uchtelfangen bei Saarlouis einen Termin. Herr Gross hat sich darauf spezialisiert, Rauchern das Aufhören zu erleichtern. Ich hörte von sehr vielen Erfolgen in meinem Bekanntenkreis. Es ist wirklich erstaunlich, wieviele Leute es gibt, die schon dort waren, wenn man erst einmal das Thema anspricht. Jedenfalls war die Erfolgsquote verdammt hoch und somit beschloss ich, mit Hilfe dieser Methode (homöopatische Spritze ins Ohr) zum Nichtraucher zu werden.

Nach 33 Jahren Raucherkarriere kann ich von unzähligen misslungenen Versuchen berichten, vom Nikotin endlich wegzukommen. Aber so richtig mit Herz und Seele war ich im Nachhinein betrachtet auch nie dabei gewesen. Die Vernunft sagte zwar klar, musst Du machen, aber so richtig trennen wollte ich mich eigentlich – ganz ehrlich gesagt – nie davon. Die Panik war immer ziemlich heftig.

Heute – einen Tag vor meinem Termin in der Praxis – fühle ich mich bereits wie ein Nichtraucher und ich war noch so sehr selbst davon überzeugt, dass ich es dieses Mal schaffen werde. Und ich habe mich auch noch nie so konsequent darauf vorbereitet! Ich habe bei meinen unzähligen gescheiterten Versuchen immer wieder festgestellt, dass in dem Moment, in dem ich meinte, ich könne die Entzugserscheinungen nicht mehr ertragen, mir kein einziger Grund mehr einfiel, warum ich eigentlich aufhören wollte! Dem habe ich nun vorgebeugt. Ich habe mir – jetzt noch als Raucher – eine Liste erstellt, die sage und schreibe 24 driftige Gründe enthält, warum ich das Rauchen einstellen will/werde. Eigentlich ist jeder für sich genommen schon Grund genug. Aber egal. Jedenfalls habe ich mir diese Liste ausgedruckt und an die Wand gepint. Direkt neben den Platz, an dem ich mich am meisten aufhalte – sprich neben dem PC 😉

Aber damit nicht genug. Weitere Listen habe ich erstellt, die folgende Titel tragen:
„Welche Ziggis ich wirklich vermissen werde und geplante Gegenmaßnahmen“
„Maßnahmen vor dem 03.03.2010 und nach dem 03.03.2010“
„Es kann nur besser werden! – Was tun bei Entzugserscheinungen – Gegenmaßnahmen/Ablenkungsmanöver“

Diese Listen habe ich ebenfalls an meine Wand gepint. Dort werden sie auch verdammt lange hänge bleiben, bis ich den Eindruck habe, dass ich sie gar nicht mehr wahr nehme und nicht mehr brauche.

Gestern dann  habe ich schon alle Streichhölzer und Feuerzeuge – bis auf eines, dass ich noch bis morgen früh brauche – aus meiner Wohnung verbannt. Ich habe sie zur Aufbewahrung zu meinen nicht rauchenden Eltern gegeben – denn irgendwann will ich ja auch mal wieder Kerzen anmachen. Aber momentan muss das nicht sein – und sicher ist sicher 😉 Meine Aschenbecher (ich hatte ca. 20 Stück) habe ich bis auf einen bereits in den Müllcontainer geworfen – der letzte folgt dorthin morgen früh.

Dann habe ich mir noch eine Excel-Liste erstellt, in der ich ab morgen jeden Tag abhaken werde, den ich dann schon Nichtraucher bin. Und natürlich sehe ich dann auch direkt, wieviele Ziggis ich nicht geraucht habe und wieviel Geld ich dabei gespart habe.

Ach ja, nicht zu vergessen: ich habe mir jetzt eine Woche Urlaub genommen, damit ich mich ganz und gar mir widmen und genug Möglichkeiten schaffen kann, mich von den Entzugserscheinungen abzulenken.

Und als letzten Vorbereitungspunkt habe ich mir heute Abend dieses Hörbuch angehört. Und ja. Ich bin mir sicher: ab morgen nach meinem Termin bin ich Nichtraucher!  Und ich freue mich darauf 🙂

Von Zeit zu Zeit – sagen wir mal einmal die Woche – werde ich diesen Artikel aktualisieren und berichten, wie es mir geht. Sicherlich interessiert es den einen oder anderen Raucher, der sich auch schon lange mit dem Gedanken trägt, endlich Nichtraucher zu werden!

Fazit: stars_4 empfehlenswert

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… eine Woche später: 10.03.2010

Ich bin stolz! Ich habe jetzt seit 8 Tagen keine Zigarette mehr angerührt! Und ich denke, die Mischung aus den verschiedenen „Motivationseinheiten“ machts.

  1. Die homöopathische Spritze, wobei ich sagen muss, dass diese Prozedur ja schon etwas schmerzhaft war: es ist zwar wirklich nur 1 Spritze, aber die bekommt man mit 18 Einstichen am Ohrrand verpasst. Puh, das tut weh! Aber es geht ganz schnell vorüber und: es gibt schlimmeres 😉 Die Wirkung ist bei mir zwar mitnichten so, wie es im Prospekt beschrieben ist, aber doch habe ich den Eindruck, dass die Nebenwirkungen insgesamt ein klein wenig milder ausfallen.
  2. Meine Listen und meine innere Einstellung und
  3. die vielen Denkanstöße aus diesem Buch, z. B. dass man einen Raucher nicht beneidet, sondern dass man ihn eher bemitleidet. So geschehen heute morgen vorm Eingangstor zu meiner Arbeitsstelle. Da standen die armen Schweine im bitterkalten Wind und zogen sich noch schnell eine Zigarette rein. Tja, als Nichtraucher ist man definitiv schneller wieder im Warmen 😉 Fand ich jetzt irgendwie gut 🙂

Ja, wie geht es mir dabei? Gemischt. Meistens ist es ganz gut zu ertragen. Wenn es zu heftig wird, dann hilft nur Ablenkung, Ablenkung und nochmals Ablenkung. Einfach die Gedanken auf eine ganz andere Schiene bringen und schon hat man diese kleine Krise überstanden… und so rettet man sich halt schrittweise über die Tage. Irgendwann wird es ja wohl mal besser werden.

Besonders gespannt war ich auf den heutigen Tag. Mein erster Arbeitstag als Nichtraucher. Das war anfangs schon komisch, da wir (also die Mädels und ich) ja schon so unsere festen Zeiten hatten, wann wir in den Raucherraum gingen. Das war dann schon etwas seltsam. Die Mädels gehen und ich bleibe zurück. Aber auch das geht. Und ich hoffe, dass ich standhaft bleibe. Also hier finde ich es schwerer als daheim, wo ich natürlich mehr Möglichkeiten habe, mich abzulenken. Nichtsdestotrotz bin ich sehr zuversichtlich, dass ich auch das meistern werde!!!

… to be continued.

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… ein Satz mit x,

das war wohl nix. Am 11. Tag wurde ich schwach und habe wieder zur Zigarette gegriffen. Schande über mich – ich weiß. Aber immerhin bleibt es momentan bei einem Päckchen am Tag und ich qualme nicht die vorher üblichen 3 Päckchen. Auch rauche ich nach wie vor nicht in meiner Wohnung. Und das wird auch so bleiben.