Ake Edwardson – Rotes Meer

Beschreibung
Es ist Mittsommer in Göteborg und Kommissar Erik Winter steht vor drei Leichen und einem Meer aus Blut. Der einzige Zeuge der Morde, ein kleiner Junge, versteckt sich vor dem Kommissar. Winter kommt mit seinen Ermittlungen in einem Milieu am Rande der Gesellschaft, in dem der Kampf ums Überleben zusammenschweißt, nur mühsam voran. Seine einzige Hoffnung ist es, den Jungen zu finden.

Einfühlsam, poetisch und mit großer erzählerischer Kraft schreibt Ake Edwardson in seinem achten Roman um Kommissar Winter über die, die im Schatten unserer Gesellschaft leben.

Sprecher
Ulrike Grote und Boris Aljinovic

Länge
4 CDs

Meine Meinung
Ein guter und spannender Krimi. Was aber im Klappentext als „große erzählerische Kraft“ geschildert wird, fand ich stellenweise eintönig. Denn, ok, es ist sicherlich ein ganz eigener Stil, der hier in diesem (Hör-)buch verwendet wird, aber z. B. folgender Wortwechsel – also der Text stimmt jetzt nicht, aber es soll ja nur ein Beispiel sein:

„Hat der Mann eine Pistole in der Hand gehabt?“
Der Junge nickte.
„Hat der Mann die Pistole auf Hassan gerichtet?“
Der Junge nickte.
„Hat der Mann geschossen?“
Der Junge nickte.
„Hat der Mann auf Hassan geschossen?“
Der Junge nickte…

Usw… 10 bis 15 Mal hintereinander „Der Junge nickte“… Zunächst fand ich das ja mal einen etwas anderen Stil, der mir anfangs noch gefiel. Aber solche „Dialoge“ kommen sehr häufig in dem Buch vor und zum Schluss fand ich es einfach nur noch einfallslos und ziemlich nervig.

Aber nichtsdestotrotz ist die Story gut und klug konstruiert. Sie gibt genug Spielraum für eigene Spekulationen und sorgt somit dafür, dass man das Hörbuch nicht aus „den Ohren nehmen“ möchte, bevor man die Auflösung kennt. Schön gemacht fand ich auch die Geschichte des Mädchens (gesprochen von Ulrike Grote) die zwischendurch immer weiter erzählt wird. Erst ganz zum Schluss klärt sich auf, welche Geschichte hier eigentlich erzählt wird.

Fazit: stars_4 empfehlenswert

Siehe auch: