Paul Torday – Bordeaux – ein Roman in 4 Jahrgängen

Beschreibung
Wilberforce ist ein IT-Genie ohne jede Lebenserfahrung. Dann vererbt ihm der sterbende Francis mehr als hunderttausend erlesene Flaschen Wein und führt ihn in die Amüsements der britischen Upper Class ein. Dass seine neu entdeckte Weinleidenschaft auch Schattenseiten hat, bemerkt Wilberforce erst nach seiner allzu kurzen Ehe mit der bezaubernden Catherine. In vier Jahrgängen erzählt Torday diese traurigskurrile Geschichte einer tiefen Liebe und einer großen Obsession. Ein süffiges Hörvergnügen, das lange nachklingt.

Sprecher
Stephan Benson

Länge
314 Minuten

Meine Meinung
Dies ist ein wirklich toller Roman. Ich selbst trinke keinen Wein – nur Bier, aber selbst als Bierliebhaberin habe ich diesen Roman richtig genossen. Denn es handelt sich hier nicht um einen Roman, der einen in die Geheimnisse des Weines einweihen will, sondern vielmehr um die Geschichte eines einsamen Mannes auf seiner Suche nach Liebe und Glück und der Vergänglichkeit von allem.

Das Buch wird in 4 „Jahrgängen“ (also Kapiteln) von hinten nach vorne (also von 2006 bis 2003) erzählt. Und klar weiß man nach dem ersten Kapitel alles, was passiert ist. Aber trotzdem hört man gebannt zu, wie es denn dazu gekommen ist!  Und durch die Ich-Form wird es einem sehr leicht gemacht, sich in die Gefühle des Wilberforce so richtig hinein versetzen zu können und ihn recht schnell sehr liebenswert zu finden.

Und auch der Sprecher sollte nicht unerwähnt bleiben. Er hat eine tolle Leistung gebracht. Doch, also diesen Roman kann ich guten Gewissens weiter empfehlen – das war genau nach meinem Geschmack 😉 … auch wenn er den Hörer etwas traurig aber berührt zurück lässt.

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