Jodi Picoult – 19 Minuten

Beschreibung
19 Minuten dauert Peters Houghtons Amoklauf, mit dem er sich für sein ganzes Leben rächen will. Er wurde von seinen Mitschülern drangsaliert und verspottet, sie haben ihn gequält und gehänselt – bis er nicht mehr konnte. Jodi Picoult entwirft das packende Psychogramm eines Amokläufers. Eines 17-jährigen Mörders, der sich seiner Schuld bewusst ist, aber keinen anderen Ausweg mehr sieht. Neben Peter selbst, kommen die einzelnen Betroffenen zu Wort: Josie, die das Massaker überlebt hat und sich an nichts erinnern kann. Ihre Mutter Alex, die als Richterin den Fall übernimmt. Und schließlich Peters Mutter Lacy, die fassungslos und voller Entsetzen der Tat ihres Sohnes gegenüber steht. Hätten sie alle die Tat verhindern können?

Sprecher
Tom Schilling, Oliver Brod, Ulrike Hübschmann, Katharina Wackernagel, Bernhard Schütz, Rosalie Thomass

Länge
584 Minuten

Meine Meinung
Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten. Deshalb will ich mich mal anhand von positiven und negativen Aspekten herantasten.

Gut finde ich, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, über dieses heikle Thema ein Buch zu schreiben. Gut finde ich auch die Botschaft, dass man seinen Mitmenschen immer Respekt zollen sollte, egal wie sie sind. Das war es aber auch schon, was ich an diesem Buch gut fand.

Schlecht fand ich, dass dieses Buch aus einer einzigen Aneinanderreihung von Klischees besteht. Jedes, aber wirklich jedes Klischee wurde hier zur Sprache gebracht und ausgeschlachtet. Das fand ich derart nervig, dass ich des öfteren versucht war, das Hörbuch in die ewigen Jagdgründe zu verbannen. Auch hatte ich nicht den Eindruck, dass die Autorin über dieses Thema gut recherchiert hatte. Alles fand man so oder so ähnlich auch schon in diversen Zeitungsberichten in der einschlägigen Tagespresse. Bis auf die Aussage des Psychologen war hier wirklich nichts Neues zu vernehmen! Und das bei so einem Thema! Da hätte ich mir wirklich wesentlich mehr Background erwünscht. Die Sprache des Buches war auch alles andere als ansprechend – sie war einfach nur flach.

Und zu guter Letzt noch meine Meinung zu den Sprechern. Was bitte schön war das denn? Die Idee war zwar gut, für die verschiedenen Personen auch verschiedene Sprecher zu wählen (obwohl es kein Hörspiel sondern ein Hörbuch ist), aber dann doch bitte keine, die keine Ahnung haben, wie man ein Hörbuch spricht! Bis auf Ulrike Hübschmann und den Sprecher, der Peter vertonte (ich weiß leider nicht, wer der Herren das war), fand ich alle durchweg schlecht. Und auch Ulrike Hübschmann hat mich hier nicht so überzeugt, wie sie es schon in zahlreichen anderen Hörbüchern getan hat.

Abschließend kann ich nur sagen: wirklich schade. Dieses brisante Thema hätte wirklich wesentlich mehr Tiefe und Recherche benötigt, als es in „19 Minuten“ der Fall war.

Fazit: stars_2 naja

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de