Heinrich Böll – Ansichten eines Clowns

Beschreibung
„Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke!“ In einem seiner berühmtesten Romane konfrontiert Heinrich Böll treffsicher die von strenger Regelhaftigkeit geprägte Muffigkeit der 50er Jahre mit der bedingungslosen Liebe eines Außenseiters. Scheinheiliger Katholizismus, Machtgier, Vertrauensbruch werden genauso decouvriert wie Atheismus und Linke. Wohl kaum vorher wurde dem Clown Hans Schnier eine derart glaubwürdige Stimme gegeben wie durch den Autor selbst.
Wer einmal in den Genuss gekommen ist, Bölls weiche Sprache und seinen unverwechselbaren rheinischen Akzent gehört zu haben, wird seine Stimme immer im Hintergrund seiner Romane und Erzählungen hören.

Sprecher
Heinrich Böll

Länge
5 CDs

Meine Meinung
Schön, dass auch Heinrich Böll den Hype um dieses Buch nicht ganz versteht. Ich verstehe den nämlich auch nicht. Ok, ich kenne jetzt die Ansichten dieses speziellen Clowns – absoluter Kirchengegner, bissig, mies gelaunt und schwer verliebt – leider nun wieder Single… also mal so ganz lapidar ausgedrückt. Eben ganz so, wie Heinrich Böll dieses Buch auch liest. Hat ihn irgend jemand dazu gezwungen? Das könnte man nämlich meinen, so gelangweilt und unmotiviert wie er dieses Werk vorträgt.

Ich war sehr versucht, das Ganze nach der zweiten CD abzubrechen. Es ist eigentlich eine Frechheit für die Ohren. Aber das habe ich dann doch nicht übers Herz gebracht. Aber ein Glück geht der Roman „nur“ über 4 CDs – die 5. CD ist eine Diskussion über das Buch.

Bei diesem Roman muss ich von der Hörbuch-Version wirklich absolut abraten. Hier ist der Griff zum Buch ganz sicher die bessere Wahl.

Fazit: stars_2 naja

Siehe auch: