Jakob Arjouni – Mehr Bier

Beschreibung
Nach einem Sprengstoffanschlag auf eine Chemiefabrik und dem Mord an deren Chef Böllig werden vier Mitglieder einer Umweltorganisation verhaftet. Den Anschlag geben sie zwar zu, das Attentat auf Böllig bestreiten die vier Männer jedoch vehement. Da Zeugen noch eine fünfte Person gesehen haben wollen, beauftragt der Verteidiger der Angeklagten den türkischen Privatdetektiv Kemal Kayankaya mit der Suche nach dem vermeintlichen Mörder. Der Job ist heikel. Als Kayankaya durch seine Ermittlungen selbst in Lebensgefahr gerät, wird ihm der Auftrag entzogen. Doch der Privatdetektiv findet keine Ruhe. Angetrieben von der eigenen Neugierde und dem Ehrgeiz, den Fall zu lösen, führt er die Untersuchungen auf eigene Faust fort …

Sprecher
Rufus Beck

Länge
156 Minuten

Meine Meinung
Ja, was hatten wir denn da? Also zunächst einmal kaufte ich mir vor Jahren schon einmal das Buch, da mich der Klappentext anlockte. Fertig gelesen habe ich es damals allerdings nicht – schon nach recht kurzer Zeit gab ich auf. Jetzt – Jahre später – entdeckte ich die Hörbuchfassung davon. Gelesen von Rufus Beck. Na, wenn das nicht ein Zeichen ist, dachte ich. Doch ganz so war es dann doch nicht. Anscheinend hatte ich durchaus sehr begründet damals das Buch nicht zu Ende gelesen…

Zunächst einmal zum Stil: der sollte wohl unheimlich cool herüber kommen – kam bei mir aber einfach nur als plump an. Dann zum Detektiven Kayankaya: nun, wenig glaubhaft fand ich seine Methoden, wie er diesen Fall löste. Einiges – ok – war absolut genehm, aber wenn sich ein Detektiv in einem mini Kaff aufführt, wie einer aus der Bronx, dann finde ich das reichlich unglaubwürdig.

Die Story an sich war auch nicht neu. Das schon tausende Male durchgekaute Thema musste hier zum x-ten Mal herhalten, um eine Detektivgeschichte daraus zu basteln. Nee, nee, da lobe ich mir doch den guten alten Sherlock Holmes 😉

Ein Wort noch zu Rufus Beck: seine Leistung fand ich hier auch nicht so gut, wie in anderen Büchern, die ich schon von ihm als Sprecher gehört habe. Wenn ein Roman im Frankfurter/Darmstädter Raum spielt, dann sollte man das auch durchgehend erkennen, nicht nur hier und da. Das war einfach nicht strikt durchgezogen. Ok, er hat durchaus den verschiedenen Charakteren verschiedene Stimmen gegeben – aber die passten einfach nicht wirklich – das sage ich jetzt mal so als Südhessin 😉

Fazit: stars_2 naja

Anmerkung:
Das war nun mein 700. Hörbuch! Schade, dass es nicht so gut war.