Alfred Lansing – 635 Tage im Eis: Die Shackleton-Expedition

Beschreibung
Am Anfang steht der Plan von der erstmaligen Durchquerung des weißen Kontinents. Doch das gewaltige Naturwunder Antarktis wird im Jahr 1915 für die Crew der „Endurance“ zur Hölle aus Eis. Beharrlich verfolgt Expeditionsleiter Sir Ernest Shackleton bald nur noch ein Ziel: 28 Männer lebend wieder in die Zivilisation zurückzubringen. Die faszinierende Geschichte einer Irrfahrt ans Ende der Welt.

„Gebt mir Scott als wissenschaftlichen Expeditionsleiter, gebt mir Amundsen für eine störungsfreie und effiziente Polar-Expedition, aber wenn sich das Schicksal gegen euch verschworen zu haben scheint, dann fallt auf die Knie und betet um Shackleton.“

Sprecher
Wolfgang Condrus

Länge
701 Minuten

Meine Meinung
Es ist sehr erstaunlich, was Menschen alles aushalten können, wenn es ums blanke Überleben geht. 1914 brachen 28 Männer und Kapitän Shackleton zu einer tollkühnen Expedition mit dem Schiff „Endurance“ in die Antarktis auf. Doch in der Wedell-See werden sie von Packeis eingeschlossen. Ein Fortkommen ist unmöglich.

Drei Wochen bevor das Schiff von den Kräften des Packeises zerdrückt wird und untergeht, verlassen die Männer das Schiff und holen nach und nach alles Brauchbare aus dem Schiff aufs Eis, auf dem sie fortan leben müssen. Sie leben auf dem Packeis, quasi auf einer Eisscholle treiben sie dahin, immer umgeben von Kälte, Nässe, Stürmen. Keine Möglichkeit sich aufzuwärmen.

Als das Eis dann dünner wird und eine nach der anderen Scholle auseinanderbricht, steigen sie um auf selbstgebastelte Boote, mit denen sie versuchen an Land zu kommen. Mehr will ich hier von der Geschichte nicht erzählen.

Ich war völlig gebannt von den unmenschlichen Lebensbedingungen, denen die Männer ausgesetzt waren. Ich meine, das muss man sich mal vorstellen: 635 Tage im Eis! Zu Essen gab es nur Fleisch, wenn sie etwas fangen konnten, lange Zeit ging das natürlich auch nicht, da die Tiere die Antarktis verlassen hatten. Hunger, Kälte, Dunkelheit. Schlimmer geht es doch eigentlich nicht mehr!

Das Hörbuch ist weniger eine Geschichte, es ist mehr eine Art Bericht, basierend auf den Tagebucheinträgen der Männer. Manch einer mag das etwas nüchtern finden – ich fand das für diese Geschichte genau passend. So verlor man nie den Gedanken: das ist eine wahre Geschichte. Das haben diese Leute tatsächlich durchgemacht. Unglaublich bewundernswert.

Weitere Informationen zur Shackleton-Expedition oder auch Endurance-Expedition – wie sie auch genannt wird – gibt es bei Wikipedia.

Nachtrag vom 15.08.2017
: Soeben habe ich bei Amazon Prime folgende Doku entdeckt:
Höllentrip Antarktis – Shackletons Retter
Diese Doku beschreibt sehr detailliert und anschaulich diese Expedition.

Fazit: absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Alfred Lansing – 635 Tage im Eis: Die Shackleton-Expedition