Jon Krakauer – In eisige Höhen: Das Drama am Mount Everest

Beschreibung
Von der amerikanischen Zeitschrift „Outside“ beantragt, nahm Jon Krakauer an einer Mount Everest Expedition teil, um über die Auswüchse des kommerziellen Bergsteigens zu berichten. Auf dieser Expedition im Frühjahr 1996 ereignete sich die schlimmste Katastrophe, die je auf dem „Dach der Welt“ geschah: 12 Menschen aus einer Gruppe von 33, zum Teil „Grenzgänger“ auf der Suche nach dem ultimativen Abenteuer und dem absoluten Kick, fanden dabei ihren Tod.

Sprecher
Christian Brückner

Länge
648 Minuten

Meine Meinung
Dieses Hörbuch hat mich sehr schockiert, denn es ist ein Tatsachenbericht und 12 Menschen starben. Obwohl sich diese Tragödie 1996 ereignete, habe ich damals nichts davon mitbekommen. Hm. Und jetzt, beim Hören dieses Hörbuches, habe ich mich wirklich gefragt: wie kann man denn als Otto-Normal-Wanderer auf die Idee kommen, den Mount Everst erklimmen zu wollen? Ich meine, nur weil ich  Auto fahren kann, kann ich noch lange keine Autos bauen. Aber gut, das kommerzielle Bergsteigen am Mount Everest scheint ja wirklich sehr populär zu sein.

Jon Krakauer, der zwar durchaus ein recht erfahrener Bergsteiger ist, nahm an dieser Tour mit einem Journalistenauftrag in der Tasche teil und erlebte das ganze Drama mit. Und er leidet höchstwahrscheinlich noch heute, ob des tragischen Ausgangs dieser Besteigung. Denn deshalb schrieb er ja auch dieses Buch – um alles besser verarbeiten zu können.

Jon Krakauer beschreibt äußerst intensiv die geistige Verwirrung durch Sauerstoffmangel in solchen Höhen und dass das menschliche Gehirn dann schlichtweg nicht mehr in der Lage ist, klar zu denken und logisch zu handeln. Das fand ich sehr interessant. Denn in diesem Ausmaß war mir das nicht bewusst. Und dadurch entstanden auch sehr viele unterschiedliche Ansichten, wie sich etwas zugetragen hatte. Nur durch ganz viele anschließende Interviews der Überlebenden konnte er einigermaßen rekonstruieren, wie sich alles zugetragen hatte. Und das Bild, das dadurch entsteht, ist erschreckend.

Diese Geschichte ist von Anfang bis zum Ende einfach spannend und schockierend. Aber trotzdem hat mich das Hörbuch nicht so fesseln können, wie es z. B. 635 Tage im Eis – Die Shackleton-Expedition geschafft hat. Die Story ist zwar sehr interessant, spannend, auch entsetzlich (klar) und Christian Brückner hat super gut gelesen. Aber mir war es ca. 3 Stunden zu lang. Viele Sachen wiederholten sich sehr oft und das störte mich ein wenig.

Aber trotzdem ist es ein sehr gutes Hörbuch, von einem Mann, der wirklich etwas zu erzählen hat.

Fazit: empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: In eisige Höhen: Das Drama am Mount Everest