Eoin Colfer – Artemis Fowl – Der erste Roman

Beschreibung (von Amazon)
„Wie soll man Artemis Fowl beschreiben? Verschiedene Psychiater haben es versucht und sind gescheitert. Das größte Problem dabei ist Artemis‘ Intelligenz.“
So beginnt das Buch, das von vielen schon als der Nachfolger von Harry Pottergefeiert wird. Autor Eoin Colfer, in seinem Heimatland Irland bereits erfolgreicher Kinderbuchautor, umreißt sein Buch — in Anlehnung an den Bruce Willis Actionkultfilm — mit den treffenden Worten „Stirb Langsam mit Elfen.“

Artemis Fowl der Zweite ist elegant gekleidet, besitzt die noble Blässe eines Adligen, und sein Intelligenzquotient ist weit über dem Normalen. Seine Gegner zittern bei der Nennung seines Namens oder bei Sicht seines hünenhaften Leibwächters namens Butler. Dabei ist Artemis Fowl erst zwölf Jahre alt — und zugleich das größte Verbrecherhirn diesseits des Äquators. Sein Plan, seiner Familie wieder zu ihrem alten Glanz zu verhelfen, ist ebenso verwegen wie genial: die Entführung eines Fabelwesens aus der Unterwelt im Austausch gegen Gold, unendlich viel Gold.

Durch einen Trick gelangt Artemis an das sagenhafte Buch der Elfen, und mittels modernster Computertechnologie gelingt es ihm, das Buch zu übersetzen. Jetzt weiß er, wo und wie er eine Elfe gefangen nehmen kann. Und tatsächlich, die Elfe Holly Short geht ihm in die Falle. Aber Holly hat so gar nichts mit dem herkömmlichen Elfenbild gemein: Sie ist Mitglied einer im Untergrund operierenden Elitepolizeitruppe, die sich durchaus wehren kann — sei es mit Magie oder mit ihrer nuklearbetriebenen Pistole, die drei Einstellungen hat: „angeschmort, gut durch und komplett verkohlt“. Die Pläne des sonst so selbstsicheren Jungen geraten langsam aber sicher ins Wanken, als sich Hollys Polizeikollegen, diverse Kobolde und ein Amok laufender Troll an seine Fersen heften.

Vorsicht — Artemis Fowl ist alles andere als Harry Potter 5: Colfers Elfen sind durchsetzungsfähige, hochgerüstete Wesen, die unter der Erde leben und nicht ohne Grund bisher vor Menschaugen verborgen waren, sei es durch den Einsatz der etwas angestaubten Magie oder technischer Ausrüstung, die jemand wie Daniel Düsentrieb oder James Bonds Waffenausstatter „Q“ erfunden haben könnte. Mit Artemis hat Colfer einen mehr als sympathischen Antiheld geschaffen, dem man beinah wünscht, dass er mit seinem Vorhaben durchkommt.

Sprecher
Rufus Beck

Länge
230 Minuten

Meine Meinung
Artemis Fowl – den Namen hatte ich verschiedentlich schon gehört – konnte mir aber gar nichts darunter vorstellen. Gestern habe ich nun den ersten Roman dieser Reihe gehört. Und was soll ich sagen: es ist eine kurzweilige Unterhaltung. Sehr fantasievoll erwachen hier Wesen zum Leben, die man sich innerhalb kürzester Zeit auch bildlich gut vorstellen kann und die ein tolles Abenteuer durchleben. Sehr aberwitzig kommen einzelne Szenen daher, so dass ich eigentlich ständig grinsen musste.

Und nicht zu vergessen, die perfekte Performance von Rufus Beck. Er hat jedem  Wesen eine eigene Stimme gegeben und hat das ganze Buch äußerst rasant und der Geschichte entsprechend passend vorgetragen.

Insgesamt würde ich sagen ist Artemis Fowl ein sehr schönes Jugendbuch, dass aber auch Erwachsenen durchaus Spaß macht.

Fazit: empfehlenswert