Katie Kacvinsky – Die Rebellion der Maddie Freemann

Beschreibung
Das Leben ist zu kurz, um „vielleicht“ zu sagen. Eine Stadt in den USA, wenige Jahre in der Zukunft: Maddie, 17, lebt wie alle um sie herum ein digitales Leben. Schule und Verabredungen – das alles findet im Netz statt. Doch dann verliebt sie sich in Justin – für den nur das wahre Leben offline zählt. Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Welt der sozialen Netzwerke, in der alles künstlich ist. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben – und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zu einer Schlüsselfigur. Und sie muss sich entscheiden: Auf welcher Seite will sie stehen? In welcher Welt wollen wir leben – und uns verlieben?

Sprecher
Marie Bierstedt

Länge
278 Minuten

Meine Meinung
Das Buch »Die Rebellion der Maddie Freemann« wurde sicherlich mit einer guten Absicht verfasst. Aber reicht das für ein wirklich gutes Buch? Sowohl die Geschichte als auch die Personen sind schwarz oder weiß. Entweder sind sie pro oder sie sind contra der digitalen Welt gegenüber eingestellt. Grauzonen gibt es nicht. (Einzige Ausnahme stellt hier die Mutter dar, aber sie steht allein auf weiter Flur.) Realistisch finde ich das nicht.

Auch kann ich nicht glauben, dass sich früher gewalttätige Personen einfach hinter einen Computer sperren lassen und von nun an brav sind. Keiner verlässt mehr das Haus, das gesamte Leben findet in der eigenen Wohnstube statt. So etwas geht nicht. Zumindest nicht im Jahr 2060. Das ist meiner Meinung nach utopisch, dass in solch naher Zukunft ein derart grasser Gesellschaftswandel stattgefunden haben soll und die Technik das bewältigen könnte.

Mal von der Glaubwürdigkeit der dargestellten Gesellschaftsform abgesehen, sind auch die Personen sehr flach beschrieben. Sofort weiß man: hier ist der „Gute“, da ist der „Böse“. Dass die Handlungen dadurch absolut vorhersehbar sind, ist somit logisch und langweilig.

»Die Rebellion der Maddie Freemann« ist ein Jugendbuch. Ich traue unserer heutigen Jugend aber durchaus zu, dass sie auch Grautöne versteht, dass man Inhalte nicht mit der Holzhammermethode auf dem Tablett servieren muss. Ein wenig mehr Vertrauen in unsere zukünftige Bevölkerung hätte ich mir hier sehr gewünscht.

Fazit: naja