Robert Harris – Angst

Beschreibung
Für die Öffentlichkeit ist er ein Unbekannter, aber in den geheimen inneren Zirkeln der Superreichen ist Alex Hoffmann eine lebende Legende – ein visionärer Wissenschaftler, der eine Software entwickelt hat, die an den Börsen der Welt Milliardengewinne erzielt. Nun hat es jemand auf ihn abgesehen, und es beginnt für ihn eine albtraumhafte Zeit aus Angst und Schrecken.

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Sprecher
Hannes Jaenicke

Länge
598 Minuten

Meine Meinung
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, war es doch als „Super-Thriller“ in aller Munde. Lange hatte mich die Auswahl des Sprechers davon abgehalten, mir dieses Hörbuch letztlich wirklich zu holen. Doch irgendwann siegte die Neugier. Ich wollte wissen, was in dem Buch geschrieben steht. Alle sagten: danach weißt du, was ein Hedgefond ist.

Stimmt, das weiß ich jetzt. Aber ich war über den Inhalt leicht enttäuscht. Ich hätte gedacht, dass es viel mehr um die Börsenaktivitäten etc. geht und nicht so viel um private, gesundheitliche Probleme des Protagonisten. Ich habe das Hörbuch zwar sehr schnell durchgehört, sprich, es hat eigentlich kaum Längen, dafür aber „Kürzen“. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass die „Börsensachen“ wesentlich mehr beschrieben werden. Das kam meiner Meinung nach zu kurz, denn das war der Antrieb für mich, dieses Hörbuch zu kaufen. Aber eigentlich war es die Geschichte eines Supergenies, der eine super Software entwickelt hat und mit privaten Problemen kämpft. Letzteres war meinem Empfinden nach der Hauptschauplatz. Jedoch hatte ich erwartet, dass es mehr um den Aktienhandel etc. geht.

Ok, das war die Erwartung, mit der ich an dieses Buch heran ging. Lassen wir diese Erwartung mal außer Acht, so bleibt eine interessante Geschichte, die recht schnell durchschaubar war und die um Weiten besser hätte ausgearbeitet werden können. Vor ein paar Wochen sah ich ein Interview mit Robert Harris über „Angst“. Dort sagte er, dass er sich beeilen musste, da die tatsächlichen Ereignisse seine Schreibe überholten. Anscheinend hat er dann zu viel Tempo hingelegt und sein eigentliches Ziel etwas aus den Augen verloren.

Hannes Jaenicke als Sprecher finde ich – sorry – eine Katastrophe. Er hat mich schon dazu gebracht, wirklich sehr interessante Bücher abzuschalten. Sein gekünstelter amerikanischer Kaugummislang bringt mich regelmäßig zur Weißglut. Ich finde das kaum zu ertragen, wie er sich durch die Bücher nuschelt. Aber ok, in diesem Buch hat er sich ziemlich angestrengt und nur die Namen „amerikanisch“ ausgesprochen – meistens. Zumindest habe ich ihn dieses Mal einigermaßen gut überstanden, ohne meinen Küchenmesserblock komplett durchzuwetzen.

Insgesamt hatte ich wesentlich mehr von diesem Buch erwartet. Den Hype darum werde ich wohl nie ganz nachvollziehen können. Aber letztlich wurde ich über die ganze Zeit recht gut unterhalten.

Fazit: ganz nett

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Robert Harris – Angst

Siehe auch: