Stephen King – Menschenjagd

Beschreibung
Die USA im Jahr 2025: Wer Arbeit hat, kann von Glück reden. Für das Heer der Arbeitslosen gibt’s billiges Rauschgift und kostenloses Fernsehen – Free-Vee. Die Regierung und die öffentlichen Fernsehanstalten arbeiten in großen Allianzen zusammen, die Großstädte sind infolge der jahrelangen Misswirtschaft vollkommen verseucht. Ben Richards, Vater einer totkranken Tochter, lebt mit seiner Familie in der verkommenen Wohnsiedlung Co-Op-City. Um Geld für die Medizin seiner Tochter zu bekommen, bewirbt er sich bei Network Games und wird der beliebtesten Game-Show zugeteilt: Menschenjagd – „Running Man“.

Die Regeln sind denkbar einfach. Sie gewinnen für jede Stunde, die Sie in Freiheit verbringen, hundert Neudollar. Wir statten Sie zu Beginn der Jagd mit 4800 Dollar aus, da wir davon ausgehen, dass Sie es schaffen werden, die Jäger 48 Stunden an der Nase herumzuführen. Wenn Sie dreißig Tage durchhalten, gewinnen Sie den Großen Preis. Eine Milliarde Neudollar. Ben Richards will diese Chance nutzen, um seine Tochter zu retten, doch er weiß genau: Diese Show läuft seit sechs Jahren. Bisher hat kein Mensch sie überlebt. Ben Richards will der erste sein…

Dieses Buch entstand 1982 als Roman, den Stephen King zunächst unter dem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlichte.

Sprecher
David Nathan

Länge
522 Minuten

Meine Meinung
Endlich mal ein Stephen-King-Buch, das von der Länge her »normal« ist. Das fand ich schon einmal richtig gut. Die Story ist auch sehr spannend und aufgrund der »Kürze« auch ohne größere Längen. King schafft es immer wieder, dass man mit den Protagonisten mitfiebert, mitzittert und mitleidet. So auch hier. Was dem armen Kerl Ben alles zugemutet wurde, war mal wieder mehr, als ein Normalsterblicher aushalten kann.

Was mich aber wirklich immer furchtbar nervt, ist die maßlose Übertreibung von Grausamkeiten. So hingen bei Ben zum Ende hin seine Gedärme heraus, verfingen sich dann auch mal an einem Fuß eines bereits Toten. Ok, ich bin kein Arzt. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man noch leben kann, wenn sämtliche Innereien nach außen gekehrt sind. Oder dass Hirn spritzt, wenn man jemandem eine Kaffeekanne über den Schädel zieht. Bei einem Schuss kann ich mir das vorstellen, aber nicht bei einem Schlag.

Aber davon abgesehen war »Menschenjagd« eine sehr spannende und unheimlich menschenverachtende Geschichte, wie die Zukunft unserer Menschheit einmal aussehen könnte. Mit den ganzen Fernsehshows, mit den riesig großen Unterschieden zwischen Arm und Reich, war es eine furchtbare Zukunftsvision, die Stephen King entwickelt hat. Wobei wir gar nicht mehr weit davon entfernt sind, spielt es ja doch im Jahre 2025. Nun hat King dieses Buch ja bereits 1982 unter dem Pseudonym Richard Bachmann geschrieben. Kann man nur hoffen, dass sich Bin Laden damals nicht dieses Buch zur Inspiration vorgenommen hatte…

David Nathan war wie gewohnt sehr gut. Er und King passen einfach perfekt zusammen.

Fazit: empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Stephen King – Menschenjagd

Siehe auch:

 

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