Walter Moers – Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Beschreibung
Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt.

Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem ‚Unsichtbaren Theater‘. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im ‚Labyrinth der Träumenden Bücher‘, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft.

„Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ ist der erste Teil eines auf zwei Bücher angelegten neuen Abenteuers.

Sprecher
Andreas Fröhlich

Länge
881 Minuten

Meine Meinung
Was bitte schön war das denn? Nach dem tollen Buch „Die Stadt der Träumenden Bücher“ war ich sehr interessiert an der Fortsetzung. Die erste Enttäuschung war, dass Dirk Bach nicht wieder als Sprecher eingesetzt sondern durch Andreas Fröhlich ersetzt wurde. Somit rutsche es zunächst  ein Stück weiter nach unten in meinem SUH. Letzt fiel es mir wieder in die Hände und ich dachte: ok, hörst zumindest mal rein.

Die Stimme von Andreas Fröhlich gefiel mir, er machte seine Arbeit gut und gleich am Anfang kam wieder ein mysteriöser Brief, der wieder vielsprechend klang, was die Abenteuer des lieb gewonnen Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz betrifft. Sogleich machte sich dieser auch wieder auf nach Buchhaim.

Doch was dann folgte ist eigentlich eine Frechheit! Wie kann man ein bald 15-stündiges Buch schreiben ohne jegliche Handlung? Unglaublich wirklich! Ich hörte und hörte und dachte, jetzt müsse doch bald mal was passieren. Aber nichts passiert. Es ist unbegreiflich, war der erste Teil doch voller spannender Abenteuer, rasant und lustig – genau das Gegenteil ist die Fortsetzung. Hier und da eine recht nette Idee – so heißen die Raucherkneipen in Buchhaim z. B. Qualmoires, das fand ich lustig. Auch die Idee mit den lebenden Zeitungen fand ich originell. Das war es aber auch schon. Moers verliert sich hier in nicht enden wollende Aneinanderreihungen von „Wortkreationsversuchen“, die mal mehr mal weniger lustig sind.

Aber das Schlimmste ist wirklich die nicht vorhandene Handlung, wer Einschlafprobleme hat, sollte sich dieses Hörbuch auf die Ohren schnallen – damit klappt das Einschlafen ruckzuck. Naja, und dass das Ganze nun nur der Prolog zu einem weiteren Buch ist, das ist das wohl das i-Tüpfelchen der Zumutbarkeit, denn das konnte man beim Erscheinen des Hörbuchs nirgends erkennen. Mittlerweile hat Audible den Hinweis aber ergänzt. Jedoch bin ich mir sicher, dass ich mir den dritten Teil – wenn er denn dann irgendwann einmal erscheinen mag – garantiert nicht anhören werde. … Herr Moers, auf solch eine Art sollte man seine Fans wirklich nicht verärgern!

Fazit:

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Walter Moers – Das Labyrinth der träumenden Bücher

Siehe auch