Sara Gruen – Das Affenhaus

Beschreibung
Sam, Bonzi, Lola, Mbongo, Jelani und Makena sind keine gewöhnlichen Affen: Die Bonobos beherrschen die Gebärdensprache, sind in der Lage, mit Menschen zu kommunizieren. Für die scheue Wissenschaftlerin Isabel Duncan sind die Tiere wie eine Familie. Als eine Explosion das Labor zerstört und ihr die Affen entreißt, bricht für sie eine Welt zusammen. Der ehrgeizige Journalist John Thigpen macht sich zusammen mit Isabel auf die Suche nach den verschwundenen Affen. Er ist nicht nur angetan von der attraktiven Forscherin, sondern wittert auch eine große Story. Dabei ahnt er nicht, wie sehr beides sein Leben verändern wird!

Sprecher
Hannes Jaenicke

Länge
434 Minuten

Anbieter
Random House Audio, Deutschland

Meine Meinung
Das war ein Hörbuch, das mir verdammt gut gefallen hat. Aber eins sei vorweg gesagt: Als Tierliebhaber musste ich des Öfteren schlucken, was mit den Affen – hier geht es ja um Bonobos – passierte. Und leider fand ich die Idee auch gar nicht so sonderlich weltfremd – ich glaube, denkbar wäre das schon – gerade in Amerika.

Was ich toll fand ist, dass man hier sehr viel über die Intelligenz, das Verhalten und das Leben der Bonobos erfährt. Ich staunte nicht schlecht, dass sie durchaus in der Lage sind, die amerikanische Gebärdensprache zu sprechen. Ein Affe konnte sogar etwas amerikanisch sprechen! Witzig fand ich, als sich die Affen per Computer alles bestellten, was sie wollten oder brauchten! Ich glaube zwar nicht, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, aber ich glaube, dass das Können der Bonobos sicherlich der Wahrheit entspricht und dass dies die eigentliche Intention von Sara Gruen war, diesen Roman zu schreiben.

Dieses Hörbuch habe ich in jeder freien Minute gehört, so spannend fand ich das. Denn es ist ja kein Sachbuch über Bonobos. Nein, es ist ein äußerst interessanter und sehr rasanter Roman mit einer tollen Story! Die Protagonisten kamen auch sehr sympathisch und lebensecht „rüber“, so dass es mir wirklich schwer fiel, das Hörbuch zu unterbrechen, um so nervigen Sachen wie Schlafen o. ä. nachzugehen.

Und nun zum Sprecher: Hannes Jaenicke mag ich nicht als Sprecher. Ich habe sogar schon einmal ein Hörbuch, das von der Story her echt gut war, abgebrochen, da ich ihm nicht länger zuhören konnte. Somit überlegte ich lange, ob ich das Hörbuch überhaupt kaufen sollte oder ob hier nicht die Buchversion die bessere Wahl wäre. Letztlich entschied ich mich dann doch für die Hörbuchversion. Und ich habe es nicht bereut. Er hat zwar auch hier wieder seinen furchtbar gekünstelten Ami-Kaugummi-Slang an den Tag gelegt (selbst John hat er schrecklich ausgesprochen!), aber insgesamt war es ganz ok. Es war lange nicht so störend wie bei dem Michael Crichton-Hörbuch. Und somit gibt es dieses Mal auch keinen Stern Abzug wg. des Sprechers.

Fazit: absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Sara Gruen – Das Affenhaus

Siehe auch:

Bilder von Bonobos