J. K. Rowling – Ein plötzlicher Todesfall

TodesfallBeschreibung
Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?

J.K. Rowlings erster Roman für Erwachsene ist getragen von britischem schwarzen Humor, stimmt nachdenklich und steckt voller Überraschungen.

Sprecher
Christian Berkel

Länge
19 h 06 m

Meine Meinung
Dies war mein erstes Buch von J. K. Rowling, denn die ganzen Harry-Potter-Geschichten habe ich weder gehört noch gelesen. Doch auf dieses Buch war ich gespannt. Keine Fantasy-Geschichte von einer Meisterin der Erzählkunst.

Am Anfang sollte man ungemein aufpassen, da man gleich mit einer ganzen Reihe von Personen konfrontiert wird, die auch wirklich alle eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen. Doch schon nach kurzer Zeit hatte ich die verwandschaftlichen, die freund- oder auch feindschaftlichen Verbindungen verstanden und kannte somit eine Reihe von Menschen mehr. Denn dieser Eindruck entstand bei mir sehr schnell, dass ich die Personen kenne. Spricht für die sehr gute Beschreibung der Personen und natürlich auch für die Glaubwürdigkeit der Charaktere.

„Ein plötzlicher Todesfall“ könnte überall in der westlichen Welt spielen. Denn es geht um Macht, um Neid, um Rache, um Intrigen, um „Gutmenschen“, die es aber ganz und gar nicht sind, sich aber gut zu tarnen verstehen. Durch den plötzlichen Todesfall eines Politikers gerät die Kleinstadt aus ihren Fugen. Alles wird auf den Kopf gestellt und keiner hält sich mehr zurück, um seine eigenen Ziele durchzusetzen, egal mit welchen Mitteln und ohne Rücksicht auf Verluste. Und in eben diesem Kampf werden diverse Leichen aus Kellern gezogen, die dort schon lange vergraben lagen und – nun offen dargelegt – alles verändern.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da J. K. Rowling unserer Gesellschaft und unserem Kleinbürgerdenken gnadenlos einen Spiegel vorhält. Ich glaube, in jeder Kleinstadt findet man die beschriebenen Charaktere wieder. Und eben das machte für mich – die ich auch in einer solchen Kleinstadt wohne – dieses Buch so lebensecht, so glaubhaft und so verdammt gut.

Christian Berkel hat diese Geschichte hervorragend gelassen und zurückhaltend gesprochen. Das passte sehr gut zu der Geschichte, in der so viel passierte.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: J. K. Rowling – Ein plötzlicher Todesfall