Jay Asher – Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher - Tote Mädchen lügen nichtBeschreibung
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf Play und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon…

Sprecher
Robert Stadlober, Shandra Schadt

Länge
4 h 46 m

Meine Meinung
„Tote Mädchen lügen nicht“ fand ich ein äußerst  beklemmendes Hörbuch. Man hört mit Clay Jensen auf den Kassetten die Stimme eines Mädchens, das sich umgebracht hat. Und was und wie sie erzählt, erzeugte bei mir durchgehend eine Gänsehaut. Alle die sie im Stich gelassen haben oder die sie gemobbt und Unwahrheiten über sie erzählt haben, bekommen „ihr Fett weg“. Ich denke, das ist zum Einen eine Art Rache. Denn wie soll man „als Beschuldigter“ mit dieser direkten Konfrontation weiter glücklich leben? Und zum anderen einfach ein Versuch, den Menschen in ihrer Umgebung klar zu machen, warum sie für sich keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat, als ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Eigentlich eine nette Geste. Denn meist bleibt man ja fassungs- und ahnungslos zurück, wenn jemand Selbstmord begeht. Warum? Wieso? Tausend Fragen fressen einen auf, warum der Mensch das getan hat.

In diesem Buch ist das nicht so. Und trotzdem macht es die Sache kein bisschen besser, leichter oder verständlicher.

Keine leichte Kost, aber trotzdem ein sehr wichtiges Buch, wie ich finde. Und hat man erstmal angefangen zu hören, kann man nicht mehr aufhören. So ging es mir jedenfalls. Ich habe es in einem Stück durchgehört.

Ich weiß nicht, welche Bücher heutzutage in der Schule gelesen und besprochen werden. Aber ich finde, dieses sollte dazu gehören. Vielleicht würde sich dann der/die ein oder andere doch einmal Gedanken darüber machen, was er/sie mit bewussten oder auch unbewussten Äußerungen in einer Seele alles anrichten und zerstören kann.

Robert Stadlober als Sprecher des männlichen Parts fand ich zwar passend, aber er hat mir manchmal zu schnell und zu „schnoddrig“ gesprochen. Die Sprecherin fand ich sehr gut und ebenfalls sehr passend.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jay Asher – Tote Mädchen lügen nicht