Damien Echols – Mein Leben nach der Todeszelle

TodeszelleBeschreibung
Die ebenso schockierende wie bewegende Geschichte eines Mannes, der 18 Jahre in der Todeszelle saß: Im Jahr 1993 wurden Damien Echols, Jason Baldwin und Jessie Misskelley Jr. – bald bekannt unter dem Namen „The West Memphis Three“ – für schuldig befunden, drei achtjährige Jungen ermordet zu haben. Baldwin und Misskelley erhielten lebenslange Haftstrafen, Echols wurde zum Tode verurteilt. In den folgenden Jahren wurden die „WM3“ weltweit zum Symbol für die Verfehlungen des amerikanischen Justizsystems und erhielten breite Unterstützung. In einer spektakulären Wende der Situation und aufgrund neuerlicher DNA-Tests wurden alle drei Männer im August 2011 entlassen.

In seinem Buch schildert Damien Echols, der stets seine Unschuld beteuerte, was es bedeutet, 18 Jahre lang in der Todeszelle zu sitzen, und er erzählt, wie es ihm gelang, den psychischen wie physischen Terror, dem er ausgesetzt war, zu überleben.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
11 h 37 m

Meine Meinung
Oh mein Gott! Bei dieser wahren Geschichte hatte ich die ganze Zeit über Gänsehaut. Erst, weil Damien in wirklich sehr ärmlichen Verhältnissen aufwächst und dann, weil die Polizei einfach einen Buhmann brauchte und Damien ihnen da gerade gelegen kam. Wen interessiert schon, wer die 3 Kinder wirklich umgebracht wird. Man braucht nur einen Sündenbock und alles ist wieder gut im guten alten Amerika. Man, bei soviel Ungerechtigkeit und dummer Sturheit wurde ich stellenweise richtig wütend. Wie kann man nur so mit Menschen umgehen?

Damien Echols ist für mich ein Held. Ich glaube, die meisten Menschen wären bei so einem Lebenslauf kläglich zu Grunde gegangen und ich hätte vollstes Verständnis dafür. Doch er hat sich nicht unter kriegen lassen. Auch wenn alles aussichtslos schien, so hat er nie aufgegeben. Was er berichtet, wie man mit den Gefangenen – und auch die Gefangenen untereinander – miteinander umgehen, oh Gott, das ist so furchtbar.  Und natürlich darf man auch den seelischen Aspekt nicht vergessen. 18 Jahre in der Todeszelle – unschuldig! Schlimmer geht es wohl nicht. Das Rechtssystem der USA ist so haarsträubend, dass ich nicht fassen kann, dass es heutzutage tatsächlich noch so seine Anwendung findet. Aber so ist es – im ach so fortschrittlichen Amerika. Da kann man nur hoffen, dass man niemals in die Fänge der Justiz gerät. Und das kann – wie in diesem Buch sehr konkret beschrieben wird – leichter passieren als man denkt.

Das Buch ist äußerst spannend geschrieben. Damien Echols erzählt öfters in diesem Buch, dass er Stephen King sehr toll findet. Und was soll ich sagen: das merkt man. Man könnte glatt glauben, King hätte diese Geschichte für ihn geschrieben. Wobei ich mich frage, wer den größeren Horror beschreibt: King mit seinen erfundenen Storys oder Echols mit seiner Lebensgeschichte. Doch eines ist mir jetzt klar geworden. Bei King dachte ich oft, dass hier viele Klischees im Spiel sind. Doch anscheinend geht es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten tatsächlich so zu.

Was den „King-Eindruck“ natürlich noch verstärkte, war der Sprecher David Nathan. Er war wie immer super gut und ich musste mir öfters bewusst machen, dass ich hier einer wahren Geschichte lausche und nicht Kings Fantasien – von Nathan zum Besten gegeben.

Ich kann dieses Hörbuch wirklich jedem absolut empfehlen. Diese Lebensgeschichte muss man einfach kennen.

Fazitstars_5 absolut empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Damien Echols – Mein Leben nach der Todeszelle