Peter Heller – Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte

Big HigBeschreibung
Die Welt ist untergegangen, aber Hig hat überlebt. Ebenso sein einziger Nachbar, ein menschenfeindlicher Waffennarr mit dem Herz auf dem rechten Fleck, der ihn – brutal, aber verlässlich – beschützt. Hig lebt im Hangar eines verwilderten Flughafens und tuckert mit einer alten Cessna übers Gelände, sein Hund Jaspar ist sein treuer Copilot. Man schlägt sich halt so durch. Dann empfängt er plötzlich ein Funksignal. Gibt es doch noch Leben, jenseits seines kleinen Flughafens? Hig beginnt eine abenteuerliche Reise, und was er entdeckt, übertrifft seine schlimmsten Ängste – und seine größte Hoffnung.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher 
Peter Lontzek

Länge
11 h 02 m

Meine Meinung
Den Einstieg in dieses Hörbuch fand ich etwas anstrengend. Ich fand Big Hig zunächst nicht sonderlich sympatisch, fand die Sachen, die er erzählte sehr seltsam und den zweiten Helden, Bangley – ein alter Waffennarr – fand ich furchtbar! Ein absolut unsozialer Typ. Diese beiden lebten auf einem alten Flughafen und fristeten ihr tristes Dasein. Big Hig indem er seine Runden mit einer alten Cessna dreht und Bangley, der seine Waffen poliert. Weitere Menschen gab es zunächst nicht. Aber einen süßen Hund. Den fand ich von Anfang an klasse.

Nach einer Grippe-Pandemie gibt es nicht mehr viele Menschen. Die meisten hat die Pandemie dahingerafft. Und die wenigen, die aus unerklärlichen Gründen immun gegen die Grippe waren, sind nun nur darauf aus, selbst zu überleben. Und dabei gehen sie nicht gerade zimperlich miteinander um.

Big Hig erkundet also tagtäglich die Welt in seinem erreichbaren Umkreis. Es ist noch alles da, Häuser, Straßen etc… aber eben kaum noch Lebewesen. Und jetzt – 10 Jahre nach der Pandemie – ist natürlich alles am Verrotten. Alles geht kaputt, wenn man sich nicht ständig darum kümmert.

Peter Heller hat hier ein Szenario geschaffen, bei dem ich mich stellenweise fragte: Kann man sich wirklich glücklich schätzen, dass man die Pandemie überlebt hat? Oder wäre der Tod nicht die bessere Alternative gewesen? Stellenweise philosophisch, stellenweise witzig, aber irgendwie immer lässig, wird hier von einer Welt berichtet, die einmal unsere uns bekannte Welt war, in der aber nichts mehr so ist, wie wir es kennen.

Im Verlauf der Geschichte wuchsen mir beide Protagonisten dann doch sehr ans Herz. Ich bewunderte, wie sie ihr Leben trotz aller Widrigkeiten meisterten. Und das Ende hat mich dann vollends versöhnt. Anders hätte es nicht ausgehen dürfen – wenn es vielleicht auch eine klitzekleine Spur zu schwülstig ausfiel.

Fazitstars_4 empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Peter Heller – Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte