Wulf Dorn – Phobia

PhobiaBeschreibung
Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
9 h 09 m

Meine Meinung
Seltsame Dinge ereignen sich im Haus der Bridgewaters. Sarah wähnt ihren Mann auf Geschäftsreise, als sie nachts Geräusche im Haus hört. Alles klang nach den Gewohnheiten ihres Mannes. Der Schlüssel auf der Kommode, der Koffer, der dort abgestellt wird, der Gang in die Küche und das Öffnen der Kühlschranktür, um noch eine Kleinigkeit zu essen. All das waren die typischen Geräusche, die ihr Mann machte, wenn er von einer Geschäftsreise nach Hause kam. Als sie nach unten geht um ihn zu begrüßen, stellt sie jedoch entsetzt fest, dass es sich bei dem Mann in ihrer Küche nicht um ihren Ehemann handelt. Dieser Mann steckte zwar in dem Anzug ihres Mannes, doch war er ihm zu klein. Denn der Mann war größer. Und natürlich sah er anders aus. Ganz anders! Er sah entsetzlich aus! Sein ganzes Gesicht war voller Narben.  Und doch behauptete er steif und fest, ihre Ehemann Stephen zu sein. Und er wusste auch Dinge, die nur Stephen wissen konnte!

Hui, dachte ich mir, was ist denn da passiert? Also hörte ich gespannt weiter. Dann kam eine andere Szene. Mark Behrendt wurde nun in die Geschichte eingeführt. Was hierzu erzählt wurde, fand ich dann etwas seltsam. Aber ok. Man soll ja nicht vorschnell urteilen. Aber meine Spannung war zunächst etwas weg.

Dann traf Sarah Stephen auf einer Beerdigung. Sie bat ihn um Hilfe. Die Polizei glaubte ihr nicht, ihr Mann war immer noch spurlos verschwunden und der Fremde meldete sich immer wieder als Stephen bei ihr.

Mark, der eigentlich Psychiater war, hatte aber durch den Tod seiner Frau selbst den Boden unter den Füßen verloren, war dem Alkohol verfallen und sah sich nicht in der Lage, ihr zu helfen. Doch er berappelte sich und dachte, wenn er ihr hilft, hilft er sich selbst auch. Mein Interesse an der Geschichte schwand dahin…

Ein anderes Hörbuch musste her… „Unbescholten“ von Alexander Söderberg suchte ich mir aus. Meine Rezi hierzu gibt es hier. Als ich dieses dann fertig hatte, hörte ich „Phobia“ weiter. Denn so ganz aus dem Kopf ging mir das nicht und ich wollte letztlich doch wissen, wie es weiter geht.

Mark und Sarah versuchten nun also gemeinsam, den fremden Mann zu finden. Mehr will ich dazu nicht erzählen.

Das Ende der Geschichte fand ich gut, was Sarah und ihren Mann betrifft, was Mark betrifft fand ich es unverständlich. Ich weiß gar nicht, was mir Wulf Dorn mit diesem Ende sagen wollte? Vielleicht war es ja auch ein Hinweis, dass es eine Fortsetzung zu Marks Geschichte geben wird? Alles andere macht für mich keinen Sinn. Oder habe ich irgendetwas nicht verstanden? Falls dem so ist, bitte klärt mich auf!

„Phobia“ war für mich keine Geschichte, die mich vom Hocker riss oder um den Schlaf brachte. Ich fand zwar die Vorstellung, dass ein geliebter Mensch spurlos verschwunden und vermutlich in den Händen eines „Verrückten“ ist erschreckend! Und auch, dass jemand Fremdes alles über einen wusste, was er eigentlich gar nicht wissen konnte, fand ich fürchterlich. Und doch hat mich die Art und Weise der geschilderten Situationen nicht richtig entsetzt. Ich konnte weder Sarah noch mit Mark wirklich mitfühlen. Ich hörte es, registrierte es, aber eigentlich plätscherte für mich die Story einfach nur dahin. Sie hat mich nicht gepackt. Schade. Echt schade, da ich dieses Hörbuch als „Musst du unbedingt hören“ empfohlen bekommen hatte.

Aber ich will das Hörbuch natürlich auch nicht verteufeln. Vielleicht liegt es ja auch an mir – vielleicht bin ich momentan der vielen Thriller und Krimis einfach überdrüssig.

David Nathan – na, muss ich nix zu sagen. Natürlich war er wieder toll.

s5g3s5g3

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Wulf Dorn – Phobia

Siehe auch: