M. L. Stedman – Das Licht zwischen den Meeren

Licht MeerenBeschreibung
Sie brachen alle Regeln und folgten ihrem Herzen. Was danach passierte, wird das Ihre brechen – 1926, Janus Rock.

Auf einer abgelegenen Insel im Westen Australiens arbeitet Tom Sherbourne als Leuchtturmwärter. Mit seiner Frau Isabel führt er ein erfülltes Leben fern des Trubels einer Welt im Umbruch. Nur eines trübt ihr Glück: Ein Kind bleibt ihnen verwehrt. Bis sie eines Morgens am Strand ein Ruderboot entdecken, in dem die Leiche eines Mannes liegt – und ein neu geborenes Baby. Während Tom die Küstenwache alarmieren will, schließt Isabel das kleine Mädchen in die Arme – und für immer in ihr Herz. Gegen Toms Willen nehmen sie das Kind als ihr eigenes an und nennen es Lucy. Zwei Jahre später kehren sie aufs Festland zurück – und müssen erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat.

Sprecher
Stephan Benson

Länge
12 h 20 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch weckte mein Interesse durch sein Cover. Ein wunderschön gezeichneter Leuchtturm. Dann las ich die Beschreibung und dachte, dass es wohl eher nichts für mich ist, klang es doch nach viel Herzschmerz. Auch die Hörprobe deutete eher auf ein „Herzschmerzbuch“ hin. Aber dieser wunderschöne Leuchtturm hatte es mir angetan. Und da ich gerade wirklich keine Lust auf einen weiteren bluttriefenden Thriller oder Krimi hatte, kaufte ich das Hörbuch. Kaum hatte ich es heruntergeladen und gestartet, war ich auch schon gefesselt.

Tom hat nur mit sehr viel Glück den Krieg überlebt. Doch hat er im Krieg so schlimme Erfahrungen gemacht, dass er – man könnte sagen – traumatisiert und desillusioniert ist. Als er hört, dass der Leuchtturmwärter von Janus verrückt wurde und seinen Dienst nicht mehr länger ausüben kann, bewirbt er sich auf die Stelle. Kurz vor der Abreise auf die kleine einsame Insel lernt er die lebensbejahende und hübsche Isabel kennen, die ihn seit langer Zeit mal wieder zum Lachen bringt. Als er dann die drei Monate als Leuchtturmwärter arbeitet, erhält er durch das Versorgungsschiff einen Brief von Isabel. Beim nächsten Landaufenthalt gesteht sie ihm seine Liebe (was nun kitschig klingt, es aber nicht ist) und sie beschließen, zu heiraten. Tom hat dabei ein ungutes Gefühl, will er doch Isabel nicht solch ein einsames Leben auf der kleinen Insel zumuten. Doch Isabel kann ihn davon überzeugen, dass es ihr nichts ausmacht. Also heiraten sie und leben auf der Insel. Isabel kümmert sich um den Haushalt und Tom um den Leuchtturm.

Die beiden sind sehr glücklich auf ihrem Eiland. Einzig ihr beider inniger Wunsch nach einem Kind bleibt unerfüllt, da Isabel mehrere Fehlgeburten erleidet. Und dann erscheint ein Ruderboot. An Bord ein toter Mann und ein laut schreiendes Baby! Tom will das Festland informieren, doch Isabel bittet ihn, doch noch zu warten und sich erstmal um das Baby zu kümmern. Doch je mehr die Zeit verstreicht, um so unmöglicher wird es, die Küstenwache darüber zu informieren. Tom begräbt den Toten und Isabel kümmert sich liebevoll um Lucy, wie sie das kleine Mädchen nennen. Für die Männer vom Versorgungsschiff, das alle 3 Monate kommt, ist es keine Überraschung, auf Janus nun ein Baby vorzufinden, war Isabel ja schließlich schwanger, als sie zuletzt da waren.

So vergehen zwei glückliche Jahre für Tom, Isabel und Lucy, bis sie ihren Landurlaub antreten. Alle sind begeistert von der bezaubernden Lucy, die sofort alle Herzen erobert. Doch sie erfahren auch von einer Frau, die wahnsinnig wurde, da ihr Mann und ihr Baby seit zwei Jahren spurlos verschwunden sind. Die Frau sei fest davon überzeugt, dass die beiden noch lebten. Tom möchte alles aufklären, war er doch von Anfang an vehement dagegen, Lucy zu behalten. Er hat einzig aus Liebe zu Isabel zugestimmt. Doch jetzt, da er weiß, was sie mit ihrer Entscheidung angerichtet haben, will er es wieder gut machen. Isabel und Tom geraten in Streit. Am nächsten Tag müssen sie wieder zurück auf Janus, ihr Urlaub ist vorüber. Natürlich nehmen sie Lucy mit…

Diese Geschichte ging mir wirklich tief unter die Haut. Ich wusste gar nicht, auf welche Seite ich mich stellen sollte. Denn ich hatte für alle Parteien großes Verständnis. Dadurch, dass Tom und Isabel so isoliert auf der Insel lebten, mussten sie nicht sofort mit den Konsequenzen ihres Tuns rechnen. Und außerdem hätte es ja auch sein können, dass die Mutter zunächst mit im Boot saß und ertrunken war und das Baby somit eine Waise war. Ja, man konnte sich hier wirklich sehr viel ausmalen. Nicht selten fragte ich mich, wie ich wohl entschieden hätte – zu dieser Zeit und unter diesen Umständen.

Wenn man nur die Beschreibung liest, dann sagt man natürlich: das war falsch. Aber wenn man der Geschichte lauscht und all die herben Rückschläge miteinbezieht, na dann möchte ich mir gar kein Urteil mehr erlauben. Und wie die Geschichte ausgeht, werde ich natürlich auch nicht verraten. Nur soviel: das Ende war so, wie ich es mir erhofft hatte – mit einer kleinen Träne im Auge.

Was mir auf den ersten Blick als „Herzschmerzbuch“ schien, entwickelte sich zu einem „Herzensbuch“, das es auf meine Bestenliste geschafft hat.

Stephan Benson gehört schon seit langem zu einem meiner Lieblingssprecher. Und natürlich habe ich ihm auch bei dieser Story gerne über die zwölfeinhalb Stunden zugehört. Ich mag seine weiche, angenehme Stimme und seine Art, die Sätze zu betonen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: M. L. Stedman – Das Licht zwischen den Meeren

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