Hugo Bettauer – Der Frauenmörder

Der FrauenmörderBeschreibung
In diesem Roman der 20er Jahre stürmen Hauswartsfrauen in höchster Erregung die Polizeireviere, denn es verschwinden heiratstolle Mädels zuhauf. Ein blonder Herr mit Kneifer hat sie alle abgeholt – ein Serienmörder!? Die Berliner Bevölkerung steht im Gerichtssaal Kopf – ein verkannter Poet soll der Mörder sein.

Sprecher
Ulrich Tukur

Länge
2 h 47 m

Meine Meinung
Krause – ein „verkappter Sherlock Holmes“ – wird auf einen höchst brisanten Fall angesetzt. Innerhalb kurzer Zeit sind vier junge Frauen im Alter zwischen 22 und 26 Jahren in Berlin spurlos verschwunden. Alle vier Damen hatten bei ihren Hauswartsfrauen angegeben, mit ihrem Geliebten ins Havelland zu fahren, um sich gemeinsam ein Anwesen anzusehen, in das sie in naher Zukunft zusammen zu ziehen gedachten. Sie seien in zwei Tagen wieder zurück, so sagten sie. Bei dem „Geliebten“ handelte es sich – wie Augenzeugen zu berichten wussten – immer um einen blonden schlanken Mann mit einem Zwicker, der gute Manieren hatte. Doch die Damen kehren von ihrem Ausflug nie zurück.

Krause hat Blut geleckt. Das klingt nach einem äußerst interessanten Fall. Haben sie es hier mit einem Serienmörder zu tun? Die Bevölkerung wird durch die Zeitung um Mithilfe gebeten und kaum dass bekannt wird, dass 4 Frauen spurlos verschwunden sind, meldet sich eine weitere Hauswartsfrau, die ebenfalls eine heiratstolle Dame nicht wieder gesehen hat.

Bestens unterhalten hat mich dieser Krimi-Klassiker aus dem Jahr 1922. Ich wusste zwar recht bald, wo der Hase lang läuft, doch das machte gar nichts. Denn die Inszenierung – als Lesung kann man das nun wirklich nicht bezeichnen, was Ulrich Tukur hier hingelegt hat – hat mich derart fasziniert, dass ich die Stöpsel nicht mehr aus den Ohren nahm, bis ich die Geschichte zu Ende gehört hatte.

Dass relativ schnell heraus ist, was hier Sache ist, lag glaub ich durchaus in Bettauers Absicht. Und gerade das macht die Geschichte so charmant. Ich fand diesen Krimi-Klassiker wirklich erste Sahne und hätte gerne noch stundenlang Tukurs Inszenierung gelauscht. Seine Interpretation der Story fand ich einfach einmalig gut.

Von mir gibt es für diese knapp drei Stunden dauernde beste Unterhaltung volle Pingu-Punktzahl.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Hugo Bettauer – Der Frauenmörder