Jack London – Wolfsblut

WolfsblutBeschreibung
Der Abenteuerroman, der in der Zeit des Goldrauschs spielt, gilt als eines von Londons besten Werken. Es wird darin eine Beziehung zwischen Mensch und Tier beschrieben, die stärker sein kann als jeder Instinkt.

Wolfsblut, eine Mischung aus Wolf und Hund, verbringt seine ersten Lebensjahre in der Wildnis. Als er von Menschen gefunden wird, lernt er deren Welt von ihrer grausamen Seite kennen: Er wird von einem Hundekampf-Veranstalter gekauft und muss fortan um sein Überleben kämpfen. Doch als der junge Goldgräber Weedon Scott ihn rettet, weicht er nicht mehr von der Seite dieses Menschen.

Sprecher
Johannes Steck

Länge
4 h 55 m

Meine Meinung
„Wolfsblut“ war mir zwar schon lange ein Begriff, aber ich gestehe, ich wusste nicht wirklich, um was es in dieser Geschichte genau geht. Deshalb habe ich mir nun endlich einmal das Hörbuch (wenn auch gekürzt) geholt.

Ich will hier auch gar nicht viel über die Geschichte erzählen, nur soviel: eine bessere Charakterstudie habe ich wohl noch nicht gehört. Jack London beschreibt die Entwicklung des Wolfshundes von seinen Kindesbeinen an. Zunächst wie er lernt, in der Wildnis zu überleben, dann seine ersten Erlebnisse mit Menschen, dann mit einem ganz üblen Menschen, der ihn als Kampfhund hält und dann, dass es nicht nur schlechte Menschen gibt und dass er durchaus in der Lage ist, dies zu unterscheiden.

Während der gesamten Geschichte musste ich oft schwer schlucken. Denn was dem Wolfshund von den Menschen alles angetan wird – nun – da kann man  sich nur schämen, dass man selbst auch ein Mensch ist. Und man braucht auch nicht zu denken, dass diese Geschichte ja schon alt ist und dass das heute nicht mehr geschieht. Oft habe ich den Eindruck, dass wir heute noch viel schlimmer mit den Tieren umgehen und nichts, aber auch gar nichts begriffen haben. Zumindest wenn man sich manche Länder ansieht, wie sie mit Streunen umgehen. Aber das ist ein anderes Thema…

Mich hat „Wolfsblut“ vollends begeistert. So sehr sogar, dass ich den Player anschaltete und erst wieder ausmachte, als das Hörbuch fertig gehört war. Und ich gestehe, ich hatte öfters Tränen in den Augen. Nicht, weil die Geschichte so sehr auf die Tränendrüse drückte, sondern einfach aus Mitgefühl und Verständnis. Jack London hat das Wesen und das Lernen eines Wolfshundes derart toll beschrieben, dass ich einfach nur fasziniert lauschen konnte.

Na und Johannes Steck als Sprecher war dann das i-Tüpfelchen des Ganzen. Somit kann ich jedem – und damit meine ich wirklich jeden! – nur empfehlen, sich diese Geschichte anzuhören. Denn nicht nur Wolfshunde haben ein Herz und eine Seele, auch unsere Straßenhunde und -katzen und, und, und…

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jack London – Wolfsblut

Siehe auch: