Andreas Winkelmann – Deathbook

DeathbookBeschreibung
Andreas kann nicht glauben, dass seine 15-jährige Nichte Kathi sich das Leben genommen hat – und schon gar nicht auf diese Weise. Auch ihre Klassenlehrerin hat ihre Zweifel. Aber sie weiß, dass Kathi sich in ihren letzten Wochen für den Tod interessierte. Sehr sogar. Kathis Freundinnen zeigen Andreas morbide Filmchen, die sie mit ihrem Handy gefilmt hat, und bald findet er heraus, dass Kathi Mitglied in einem Forum war, das sich Deathbook nennt. Darin tummeln sich Tausende, die Videos sehen wollen, in denen Menschen bedroht werden. Sterben. Doch wer Mitglied im Deathbook wird, muss zahlen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
12 h 42 m

Meine Meinung
Eins vorneweg. Dieses Hörbuch ist nix für schwache Nerven!

Auf „Deathbook“ wurde ich über Facebook aufmerksam. Seltsame Postings fanden da bei Andreas Winkelmann statt. Interessiert schaute ich hier und da mal rein. Aber Episodenromane mag ich nicht so sehr. Ich habe es lieber am Stück – kann halt nicht so gut warten, wenn mir etwas wirklich gefällt. Und das weiß man vorher ja nie.

Kurz nachdem es bei Audible „am Stück“ erschienen ist, war es auch schon meins. Stöpsel in die Ohren und los gings. Dann musste ich erstmal schlucken. Andreas Winkelmann erzählt als Andreas Winkelmann, dass seine Nichte Kathi angeblich Selbstmord begangen hat. Ich war schockiert. Erzählte er hier wirklich von seiner Nichte? Also erstmal im Internet gesucht. Dann war ich beruhigt. Er hat zwar eine Nichte, die heißt aber nicht Kathi und erfreut sich bester Gesundheit. Gut, weiter gings.

Winkelmann vermischt hier „echte Menschen“ mit erfundenen Protagonisten. Das macht die Geschichte natürlich anders und ich fand es anfangs etwas kompliziert, wer denn nun echt und wer erfunden ist. Aber das gab auch einen besonderen Reiz. Immer wieder schaute ich im Internet, was es denn z. B. mit diesem „Anim Moribunda“ auf sich hat. Aber angemeldet auf dessen Facebookseite habe ich mich nicht. Ich wollte die beschriebenen Videos gar nicht sehen. Mir reichte schon das Geschilderte vollkommen aus, um Gänsehaut pur zu haben.

„Deathbook“ ist ein äußerst zeitgemäßes und reelles Hörbuch. Denn fast alle sind ja heute auf Facebook, Twitter & Co. unterwegs. Und auch den ein oder anderen QR-Code habe ich durchaus auch schon gescannt. Ob ich das in Zukunft noch so unbedacht tun werde, na ich weiß nicht.  Jedenfalls werde ich ihn mir erstmal ganz genau anschauen, nicht dass ich plötzlich auch ungewollt Mitglied im „Deathbook“ bin.

Insgesamt fand ich „Deathbook“ eine geniale Idee, sowohl vom Plot als auch von der Machart her. Es könnte der Auftakt für eine ganz neue Form der Literatur werden, die den Hörer/Leser noch tiefer in die Geschichte einsteigen lässt. Und wenn es nicht um Mord geht, dann würde ich bei dem nächsten Buch, das so oder so ähnlich aufgebaut ist, sicherlich auch mitmachen. Man darf also gespannt sein, ob diese Art eine einzigartige Eintagsfliege bleibt, oder ob es sich auch andere Autoren als Anreiz nehmen und etwas ähnliches versuchen werden.

Anmerkung: Man muss die interaktiven Möglichkeiten nicht zwingend nutzen, um das Buch irre spannend zu finden. Auch als reines Hörbuch ist es äußerst interessant, durchweg spannend und stellenweise richtig haarsträubend gut.

Simon Jäger passte perfekt zu dieser Geschichte. Klar, er ist ein verdammt guter Sprecher was Thriller und Krimis angeht. Ich höre ihm immer wieder gerne und gebannt zu.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Winkelmann – Deathbook

Siehe auch: 

 

 

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