Simon Lelic – Das Kind, das tötet

Beschreibung Das Kind das tötet
Leo Curtice scheint das große Los gezogen zu haben. Der bisher wenig erfolgreiche Anwalt wird Pflichtverteidiger in einem spektakulären Fall: Ein erst zwölfjähriger Junge hat auf brutale Weise eine Elfjährige ermordet. Wider Erwarten packt Leo der Ehrgeiz, dem Jungen wirklich helfen zu wollen. Doch er rechnet nicht mit der Hexenjagd, die nun beginnt. Und dann kommt es zur Katastrophe, die sein Leben auf immer verändern wird.

Simon Lelics aufwühlendes Meisterstück über Schuld und Vergebung, Liebe und Pflicht.

Sprecher
Jan Uplegger

Länge
9 h 07 m

Meine Meinung
Wenn man gerne „bequeme“ Literatur hört, die genau und klar einzustufen ist, dann sollte man von Simon Lelic tunlichst die Finger. Denn seine Bücher sind alles andere bequem. Nachdem ich zunächst „Ein toter Lehrer“ von Lelic gehört hatte und ich dieses sehr unbequem aber verdammt gut fand, wurde ich neugierig auf weitere Bücher von Simon Lelic.

In „Das Kind, das tötet“ geht es um einen Anwalt, den der Ehrgeiz packt, einen eigentlich aussichtslosen Fall doch noch zu gewinnen. Doch nicht unbedingt um des Ruhmes willen, sondern um dem Kind, das getötet hat – und das steht von Anfang an außer Frage – bestmöglich zu helfen.

Wieder macht Lelic keine Statements, was denn moralisch richtig oder falsch ist. Wieder überlässt er die Denkarbeit dem Leser/Hörer. Er wirft viele  Fragen auf, die der Leser/Hörer dann selbst mit sich ausmachen muss, wie er denn selbst zu der Fragestellung steht. Das ist natürlich nicht leicht, es nagt an einem, am eigenen Gewissen und gerade das macht das Besondere aus. Denn man bekommt nichts auf dem Silbertablett präsentiert. Man muss es sich schon selbst mühsam erarbeiten. Toll. Eine mir wirklich willkommene Abwechslung zu all den anderen Thrillern, die hauptsächlich durch Spannung, Action, vielen Grausamkeiten und Zufällen bei der Ermittlungsarbeit brillieren oder zumindest unterhalten. Bei Simon Lelic muss man selbst mitarbeiten.

Das Ende hat mich nicht ganz überzeugt zurückgelassen, da hätte man etwas mehr herausholen können. Deshalb und auch weil es mich im Großen und Ganzen nicht ganz so begeistert hat, wie „Ein toter Lehrer“ gibt es für dieses Hörbuch nicht die ganze Punktzahl – ein Pingu-Punkt muss ich abziehen. Aber da bleiben immer noch sehr gute 4 Pingu-Punkte für die Story übrig. Und Simon Lelic zählt für mich zu einem der Ausnahmeschriftsteller, bei dem ich schon gebannt auf sein nächstes Buch warte.

Jan Uplegger fand ich auch bei dieser Geschichte wieder äußerst überzeugend und genial. Er passt sehr gut zu Lelics Schreibstil.

s5g4

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Simon Lelic – Das Kind, das tötet 

Siehe auch: 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s