Bernard Minier – Kindertotenlied

KindertotenliedBeschreibung
Eine Professorin der Elite-Universität Marsac liegt ertrunken und grausam gefesselt in der Badewanne. In ihrem Rachen steckt eine Taschenlampe. Ohrenbetäubende Musik von Gustav Mahler schallt durch die Nacht. Kindertotenlieder. Beklemmung macht sich in Kommissar Martin Servaz breit. Ist Mahler doch der Lieblingskomponist des hochintelligenten und seit Monaten flüchtigen Serienmörders Julian Hirtmann. Hauptverdächtig ist jedoch ein Student: ausgerechnet der Sohn von Servaz‘ Jugendliebe. Für den Kommissar beginnt eine Reise in die Vergangenheit.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Johannes Steck

Länge 
18 h 39 m

Meine Meinung
Julian Hirtmann ist mir aus „Schwarzer Schmetterling“ noch gut in Erinnerung. Gemein und gnadenlos. Natürlich wollte ich wissen, wie es denn nun weiter geht mit ihm und natürlich auch mit dem netten Herrn Servaz.

Wie oben bereits beschrieben, wird eine Professorin tot in der Badewanne aufgefunden. In ihrem Hals steckt eine Taschenlampe. Das ganze Haus ist hell erleuchtet und im Garten sitzt ein apathisch wirkender Junge, ein Student der Professorin, im Swimming-Pool schwimmen zahlreiche Puppen. Eine irre Szenenbeschreibung wie ich finde. Natürlich wird der Junge verdächtigt und festgenommen. Doch Servaz will nicht recht an die Schuld des Jungen glauben. Denn die Musik von Gustav Mahler und etliche andere Indizien deuten doch sehr deutlich auf Julian Hirtmann als Täter hin. Die Ermittlungen gehen also los. Servaz will – nicht zuletzt, da der Junge der Sohn seiner Jugendliebe ist – beweisen, dass der Junge unschuldig ist. Doch von Hirtmann fehlt jede Spur.

Ganz am Anfang wird von einer jungen Frau erzählt, die offensichtlich entführt wurde und als Sexsklavin in einem Keller gefangen gehalten wird. Von dieser Frau hört man jedoch nur selten etwas. Die Geschichte holt weit, sehr weit aus – auch ist lange Zeit überhaupt keine Rede mehr von Julian Hirtmann. Aber trotzdem ist die Story über die gesamte Länge sehr spannend erzählt, obwohl man manchmal vergessen könnte, worum es eigentlich geht. Und ein klein wenig schwebt Julian Hirtmann doch immer als dunkle Bedrohung im Hintergrund mit – auch wenn eigentlich recht selten von ihm die Rede ist.

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Story sehr komplex ist und doch keine Langeweile aufkommt oder man denkt, ‚jetzt ist es aber mal gut – komm mal auf den Punkt‘. Mir hat das Zuhören sehr viel Spaß gemacht und die Auflösung fand ich sehr gut. Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet.

Weniger gut fand ich eine Anmerkung des Gerichtsmediziners der meinte, dass man Ertrinken nur sehr schwer erkennen könnte. Hm, entweder haben alle anderen Gerichtsmediziner in meinen bisher gehörten Thrillern und Krimis Blödsinn erzählt oder der gute Mann ist für seinen Job nicht sonderlich gut geeignet.

Insgesamt ist dieser Thriller hammerhart, auch für Martin Servaz persönlich, was seine menschliche Seite angeht. Ich kann diesen Thriller jedem Fan des Genres nur empfehlen.

Johannes Steck fand ich wieder wie gewohnt sehr gut. Ich kann ihm ohne Probleme über Stunden lauschen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Bernard Minier – Kindertotenlied

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