David Ellis – Der falsche Mann

Der falsche MannBeschreibung
Er lebt in seiner eigenen Welt, abgeschottet, scheinbar ohne Empfindung. Doch dann wird der Kriegsveteran Tommy des Mordes an einer Studentin verdächtigt. Er beteuert seine Unschuld, aber alles spricht gegen ihn. Der Anwalt Jason Kolarich übernimmt die Verteidigung: ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen. Als ein prominentes Mafiamitglied umgebracht wird, erhält der Fall eine dramatische Wendung: Kolarich kommt einer mysteriösen Bruderschaft auf die Spur, die einen Anschlag plant. Er braucht Beweise – doch seine Gegner sind übermächtig…

Sprecher
Bodo Primus

Länge
13 h 33 m

Meine Meinung
Die obige Beschreibung ist nicht ganz korrekt. Denn der Verdächtige Tom Stoller beteuert nicht seine Unschuld. Er ist vom Afghanistan-Krieg schwer traumatisiert und sagt lediglich, dass er sich nicht erinnern kann – wenn er überhaupt etwas sagt.

Eine junge Studentin, die nebenbei in einem Rechtsanwaltsbüro arbeitet, wird auf offener Straße ermordet. Ein Schuss genau zwischen die Augen streckt sie danieder. Kurz darauf wird der Obdachlose Tom Stoller festgenommen, da dieser offenbar die Handtasche und die Kette der jungen Frau geklaut hat – neben ihm im Gras liegt die Tatwaffe. Er wird des Mordes angeklagt und bekommt einen Pflichtverteidiger. Die Tante von Tom (Tom hat sonst keine Angehörigen mehr) möchte, dass Jason Kolarich die Verteidigung ihres traumatisierten Neffen übernimmt. Dieser stimmt zu.

Obwohl Tom Stoller nicht redet, wird Kolarich bald klar, dass Tom nicht der Mörder war, sondern dass ihm der Mord angehängt werden soll. Doch wie soll man das beweisen, wenn der Verdächtige nicht redet und der Richter einem nur Steine in den Weg seiner Verteidigungsstrategie legt? Gar nicht so einfach. Doch Kolarich ist beharrlich und deckt mühsam Stück für Stück die Fakten auf. Und was sich zum Schluss für ein Bild daraus ergibt, ist mehr als erschreckend.

Jason Kolarich ist Anwalt. Er ist ein sehr guter Anwalt und damit hält er auch nicht hinterm Berg. Er ist schon recht eingenommen von sich, seiner Art und seinem Können. Anfangs empfand ich das als ein wenig zu angeberisch, aber mit dem Fortgang der Geschichte wurde er mir zunehmend sympathischer und seine eigene Einstellung bewahrheitete sich ja auch. Er ist schon genial.

Die Machtspielchen zwischen Richter, Anwalt und Staatsanwalt – wie sie in den USA wohl auf der Tagesordnung stehen – wurden hier sehr präzise dargestellt. Das fand ich sehr interessant. Denn eigentlich geht es nicht wirklich um Wahrheitsfindung, sondern vielmehr um Macht bzw. Ohnmacht und um Sympathie.

Insgesamt war mir die Story einen Tick zu patriotisch und an manchen Stellen etwas langatmig. Das Ende hat mich dann aber sehr überrascht und hat mir somit sehr gut gefallen.

Den Sprecher Bodo Primus fand ich gut. In meinen Ohren klingt seine Stimme angenehm und er hat die verschiedenen Personen gut herausgearbeitet und unterschieden.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: David Ellis – Der falsche Mann

Siehe auch:

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