Joseph Finder – Paranoia

ParanoiaBeschreibung
Adam Cassidy ist ein junger Angestellter bei Wyatt Telecom. Er hat längst die Hoffnung aufgegeben, einmal die Aufmerksamkeit seiner Vorgesetzten zu erregen. Als er sie doch bekommt, fördert das seine Karriere gar nicht. Wegen einer Party, die Adam aus reiner Gutmütigkeit auf Kosten der Firma für einen Lagerarbeiter ausgerichtet hat, wird er vor den Boss zitiert. Und der macht ihm ein Angebot, das Adam nicht ablehnen kann: Entweder er wandert wegen Untreue in den Knast, oder er erklärt sich bereit, den Konkurrenzkonzern Trion auszuspionieren. Es geht um ein Multimillionen-Dollar-Projekt.

Adam bleibt keine Wahl, als zum Spion zu werden. Der Coup gelingt, und er steigt als Star der Branche bei Trion ein. Fortan ist sein Leben eine Lüge, aber die Lüge ist ein Traum: Er ist reich, fährt einen Porsche, lebt in einem Luxusapartment, wird schnell die rechte Hand des Konzernchefs und geht mit einer Traumfrau aus. Doch er spielt ein brandgefährliches Spiel. Er hat eigentlich keine Ahnung von der brisanten Technik und muss trotzdem seinen Ruf als Goldjunge verteidigen, wenn er nicht auffliegen will. Als er versucht, seine Hintermänner abzuschütteln, gerät er vollends zwischen alle Fronten…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
13 h 52 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch hat mir so richtig gut gefallen. Zugegeben, ich habe noch nicht viele (oder fast keine) Spionage-Thriller gehört. Aber ich glaube, ich sollte da zukünftig etwas intensiver nach suchen.

Wie bereits oben beschrieben, hat Adam keine großen Ambitionen mehr, Karriere zu machen. Als er jedoch eine äußerst kostspielige Abschiedsparty für einen Lagerarbeiter auf Firmenkosten veranstaltet, wird er natürlich zum Big Boss zitiert. Die Story, die Adam dem Boss als Erklärung auftischt, hat mir sehr gut gefallen. Doch nicht nur mir. Auch der Boss war sehr begeistert von seinem schauspielerischen Talent und erpresst ihn sogleich: Entweder landet er im Knast oder er spioniert seinen ärgsten Konkurrenten aus. Na, dass Adam keine große Lust auf Knast hat, kann man sich vorstellen. Doch eigentlich ist Spionage auch nicht wirklich sein Ding. Aber er denkt, das sei das kleinere Übel und lässt sich darauf ein.

Sogleich wird er „gebrieft“ was das Zeug hält, um ihn als „Goldjungen“ glaubhaft erscheinen zu lassen. Adam ist nicht dumm, er begreift schnell und kann sich bald bei Trion einen guten Job verschaffen. Die Dinge laufen gut, fast zu gut und Adam ist immer mehr hin- und hergerissen von dem Druck, den sein alter Chef auf ihn ausübt und der Sympathie, die er dem Trion-Boss gegenüber hegt. Es ist wahrlich keine leichte Aufgabe, die er zu bewältigen hat. Als Adam seinem Ex-Boss alle Informationen gegeben hat, die er verlangt hat, will er sich von ihm „befreien“ und sich ganz und gar seiner neuen Aufgabe widmen. Denn sie ist sehr lukrativ und macht ihm auch sehr viel Spaß.

Doch – natürlich – kommt es anders. Adam gerät mächtig unter Druck…

Besonders gut haben mir bei diesem Hörbuch die verschiedenen Protagonisten gefallen. Sie waren alle sehr gut beschrieben und äußerst unterschiedlich. Auch die Beschreibung der brenzligen Situationen  gefiel mir gut und zwar so gut, dass ich ständig mit Adam mitzitterte. Oder viel mehr: ich zitterte glaube ich mehr, als er selbst! Ich meine, die Nerven muss man erstmal haben, in fremden Büros herumzuschnüffeln und Informationen zu klauen und am nächsten Tag den betrogenen Leuten wieder freundlich ins Gesicht lächeln können… Puh. Das ist nicht jedermanns Sache.

Auch den privaten Anteil mit Adams Vater und seinem Betreuer hat mir gut gefallen. Diese Einschübe haben die taffe Wirtschaftsstory zwischendurch „nett“ aufgelockert. Ganz besonders ist mir der Pfleger Antoine ans Herz gewachsen. Den fand ich so richtig klasse.

Das Ende hat mich dann gestern Abend derart überrascht, dass ich es zunächst nicht glauben wollte. Ergo habe ich heute die letzte Stunde nochmals gehört – und nein, ich hatte mich nicht verhört. Also dieses Ende nenne ich mal genial!

Richard Barenberg als Sprecher passte ebenfalls sehr gut zu diesem tollen Spionage-Thriller, so dass ich nur die volle Punktzahl geben kann. Besser geht es meiner Meinung nach fast nicht. Denn was will man mehr: 13 h und 52 m kurzweilige und stellenweise sehr spannende Unterhaltung und ein Ende, das man sich so nun wirklich nicht vorgestellt hat = Bestnote.

s5g5

Weitere Informationen

Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Joseph Finder – Paranoia

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