Thomas Raab – Still: Chronik eines Mörders

Still - Chronik eines Mörders_Beschreibung
Jettenbrunn, ein kleines Dorf am Fuße eines Kalvarienberges. In dieses Elysium wird ein bedauerliches und zugleich grausames Wesen geboren: Karl Heidemann, ein Junge, geschlagen mit dem Makel des wohl sensibelsten Gehörs, das es je gab. Jedes Geräusch, jeder Flügelschlag eines Schmetterlings wird ihm zur unerträglichen Qual. Also schreit er. Seine zudringliche Mutter hört es, aber versteht es nicht. Keiner versteht es. Einzig der schalldichte Keller scheint ihm Ruhe zu bringen. So wächst er heran, isoliert, schweigsam. Bis zu jenem unheilvollen Nachmittag an den Ufern des Dorfweihers…

Sprecher
Frank Arnold

Länge
9 h 03 m

Meine Meinung
Dieser Krimi ist einer der besonderen Art. Denn er ist alles andere, als ein klassischer Krimi.

Wie oben bereits beschrieben, verfügt Karl Heidemann über ein äußerst sensibles Gehör, welches für ihn mehr ein Fluch denn eine Gabe ist. Denn er hört alles derart intensiv und laut, dass die Welt um ihn herum schier unerträglich ist. Recht bald wenden sich die Erwachsenen von ihm ab, hält er doch das ganze Dorf auf Trab mit seinem nicht enden wollenden Geschrei. Doch wie sollte sich ein Baby sonst zur Wehr setzen. So wächst er isoliert im Keller des Elternhauses auf. Als Jugendlicher verlässt er das Elternhaus und fortan geschehen Morde… Viele Morde. Doch eigentlich sind nicht die Morde der Mittelpunkt der Story, diese passieren quasi so nebenbei, als vielmehr die Psyche des Karl Heidemann.

Dieser Krimi ist nicht blutrünstig, auch wenn man das bei solch einer Anzahl von Toten vermuten könnte. Vielmehr ist er ein feingezeichnetes „Profil“ eines Menschen, der aufgrund seiner besonderen Gabe nicht in diese Welt passt und sich darin auch nicht wohl fühlen kann.

Am Ende lässt einen dieser Krimi sprachlos, entsetzt und mit offenem Mund zurück. Und nichtsdestotrotz hat mir dieser Krimi äußerst gut gefallen. Eben durch seine Feinfühligkeit und das besondere Wesen des Protagonisten hebt sich dieser Krimi vom klassischen Krimi deutlich ab. Toll.

Diese Story in Verbindung mit der hervorragenden Leistung von Frank Arnold kann nur die beste Bewertung erhalten. Ich war sehr beeindruckt.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Thomas Raab – Still: Chronik eines Mörders

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