Thomas Fuchs – Hemingway – Ein Mann mit Stil

HemingwayBeschreibung
Wie soll man diesen Mann beschreiben? Nobelpreisträger, Großwildjäger, Kriegsreporter, Weiberheld, Trinker und Hochseefischer? Thomas Fuchs, unter anderem auch Titanic-Autor, gelingt eine atemberaubende, lebendige und erfrischende Sicht auf einen „Mann mit Stil“. Und Jürgen Tonkels Stimme zieht den Hörer mittenrein, nach Paris, Key West, Kuba…. „Von allen Büchern über sich selbst hätte Hemingway dieses am besten gefallen, denn es ist so, wie er sich selbst gern gesehen hätte: unterhaltsam, charmant und nicht zu dick.“ Oliver Maria Schmitt.

Sprecher
Jürgen Tonkel

Länge
6 h 25 m

Meine Meinung
Diese Biographie über Ernest Hemingway fand ich sehr unterhaltsam. Hier werden sowohl die Sonnen- als auch die Schattenseiten von Hemingway beleuchtet. Und er war wahrlich nicht immer auf der Sonnenseite unterwegs. Hier werden die verschiedenen Lebensstationen und seine diversen Partnerinnen näher beleuchtet.

Die Biographie fängt bei seinen Eltern an, geht über die Freundschaft oder vielmehr die Zweckfreundschaft zu Fitzgerald und vielen anderen und endet mit seinem Tod viele Jahre später. Man kann sagen, so wie es sich für eine Biographie gehört.

Die Biographie ist stellenweise – nun – ziemlich frech. Thomas Fuchs nimmt kein Blatt vor den Mund. Und das finde ich auch gut so. Denn er beschreibt Hemingway eben genau so, wie er nun einmal war. Nicht immer heldenhaft oder vorbildmäßig. Und genau das hat mir an dieser Biographie so gut gefallen. Hier wurde nichts geschönt sondern einfach die Fakten erzählt.

Somit kann ich nun sagen: Was ich an Hemingway verabscheue: Er war Großwildjäger und Stierkampfanhänger! Damit hat er ganz schlechte Karte bei mir. Doch einen Pluspunkt hatte er auch: Er liebte Katzen! Und davon hatte er einige. Und alle hatten durch eine Mutation 6 Krallen. Ok, ja, das machte ihn mir wieder etwas sympathischer.

Hemingway war auch ein tapferes Stehaufmännlein. Mit derart vielen Rückschlägen immer weiterzukämpfen, dazu gehört schon eine mächtige Portion Ehrgeiz. Und an Ehrgeiz mangelte es ihm wahrlich nicht.

Auch noch erwähnenswert: Hemingway stürzte 1954 gleich 2 x mit einem Flugzeug ab. Hier müssen wohl sämtliche Schutzengel, auch die von anderen Personen kurzfristig als Hilfsengel abgezogen und eingesetzt worden sein. Ich muss sagen, sich im gleichen Jahr nochmals in ein Flugzeug zu setzen, finde ich schon sehr mutig. Ich habe nach einer Notlandung erstmal 10 Jahre lang keinen Fuß mehr in ein Flugzeug gesetzt.

Und jetzt nach dem Ohrenschmaus dieser Biographie kann ich auch verstehen, warum „Der alte Mann und das Meer“ als Allegorie zu verstehen ist. Das war mir vorher nicht bewusst.

Jürgen Tonkel hat dieses Hörbuch genauso frisch und frech vorgetragen, wie es dem Text gebührt. Er war mir als Sprecher bisher noch nicht bekannt. Aber er hat eine sehr angenehme Stimme, der man stundenlang zuhören kann. Seine Art des Vortrages hat mir sehr gut gefallen.

Wem also auch schon mal zu Ohren kam, dass Hemingway ein etwas „komischer Vogel“ war, der aber nicht wirklich weiß, warum eigentlich, wird nach diesem Hörbuch wissen, warum. Mir hat es die Augen geöffnet.

s5g5

Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den BONNEVOICE Hörbuchverlag.

Siehe auch:

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