Val McDermid – Der lange Atem der Vergangenheit

Der lange Atem der VergangenheitBeschreibung
Verborgen in der Turmspitze eines baufälligen viktorianischen Gebäudes in Edinburgh wird eine skelettierte Leiche mit einem Einschussloch im Schädel gefunden.
Detective Chief Inspector Karen Pirie und ihre Cold Cases Unit sollen den Fall aufklären. Um wessen sterbliche Überreste handelt es sich? Karen hat kaum Anhaltspunkte, aber einen zielsicheren Instinkt. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in die Erbarmungslosigkeit der Balkankriege. In ein Labyrinth aus falschen Identitäten und sorgsam gehüteten Geheimnissen…

Sprecher
Tanja Geke

Länge
7 h 53 m

Meine Meinung
Val McDermid ist für mich ein Garant für gute, außergewöhnliche Geschichten. Klar, dass ihr neues Buch natürlich direkt auf meinem Player landete. Ich war zwar zunächst etwas skeptisch, was das Thema Balkankrieg angeht, da ich für Kriegsgeschichten nicht immer empfänglich bin. Aber hier überwiegte meine Neugier.

Meine Entscheidung habe ich nicht bereut. Das Buch fängt gleich gut an. Ein junger Mann mit Höhenangst muss aufgrund seines Berufes auf das Dach eines sehr hohen Gebäudes, um die Baumasse zu überprüfen. Der Berufsberater hatte ihm ein gänzlich falsches Bild eines Baukostenanalysten vermittelt, spielte die Notwendigkeit, auf hohe Gebäude zu klettern, völlig herunter, es käme nur ganz selten vor. So klettert dieser junger Mann nun auf einem äußerst hohen Gebäude von Ecktürmchen zu Ecktürmchen, um sie zu überprüfen. Und als hätte er nicht schon genug Angst, so findet er in einem der Türmchen auch noch eine Leiche. Ein Skelett vielmehr, der Tote musste dort schon sehr lange liegen.

Daraufhin kommt Karen Pirie ins Spiel. Sie ist die Leiterin der Unit Cold Cases. Stets an ihrer Seite ihr Assistent mit dem Spitznamen „Mintsdrops“. Dieses Team – also Karen und Mintsdrops – wurden herrlich dargestellt. Ich musste des öfteren wirklich schmunzeln. Auch machen die beiden eine schöne Entwicklung im Lauf der Geschichte durch. War Karen anfangs nur genervt von ihrem Assistentin, so hatte sich zum Ende hin die Beziehung wesentlich verbessert. Ich möchte nicht unbedingt von Freundschaft sprechen, aber die Zusammenarbeit verlief dann wesentlich besser.

Die Aufklärung des Falles nimmt aber natürlich den Hauptteil der Geschichte ein. Und diese Geschichte fand ich wirklich sehr interessant. Zunächst gibt es natürlich bei einem Skelett, dessen Kleidung mittlerweile gänzlich verrottet ist, kaum Hinweise auf die Identität. Im Schädel des Skeletts kann man jedoch ein Loch erkennen, was klar auf eine Schußwunde deutet, sprich einen Mord. Eine Hotelzimmerkarte aus Plastik ist jedoch noch recht gut erhalten. So müssen sich die Ermittler an dieses kleine Stück Plastik klammern und hoffen, dass sie ihm wichtige Informationen entlocken können. Wie das funktionieren soll? Nun, höre selbst, das fand ich schon erstaunlich. Ok, ein bisschen Glück war auch dabei, aber das darf es ja auch ab und an mal geben.

Die weiteren Ermittlungen führen Karen bis in den Balkan, wo sie zu ihrem eigenen Erstaunen die ehemalige Ehefrau des Toten antrifft. Auch sie geht nun den Spuren der Vergangenheit nach. Was hier geschildert wird, ist schon sehr hart. Es ist die Rede von einem furchtbaren Massaker, das sich in dem Heimatdorf des Ermordeten vor vielen Jahren zugetragen hat. Doch hat dies mit dem Mord zu tun? Und wenn ja, inwiefern?

Für mich war „Der lange Atem der Vergangenheit“ eine kurzweilige und äußerst interessante Krimikost. Val McDermid hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht und ich kann für die Geschichte die volle Punktzahl geben.

Tanja Geke fand ich größtenteils auch sehr gut. Doch hier kam leider wieder ein Zug zum Tragen, den ich bei ihr meistens nicht gut ertragen kann. In diesem Hörbuch hat sie den meisten männlichen Stimmen derart übel mitgespielt, dass mich das schon wieder nervte. Ein Glück waren es nie zulange Szenen, so dass ich es ertragen konnte. Aber einen Punkt Abzug gibt es trotzdem dafür. Bei Tanja Geke bin ich immer hin- und hergerissen. Mal finde ich sie ganz hervorragend, mal nervt sie mich. Und letzteres liegt immer an ihrer Art, Männerstimmen zu vertonen. Bei vielen Büchern gefällt sie mir mittlerweile, andere wiederrum habe ich sogar abgebrochen, da ich sie nicht ertragen konnte. In diesem Hörbuch war es ok, da es nicht allzu viele und vor allem nicht allzu lange Szenen mit männlichen Stimmen gab.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Val McDermid – Der lange Atem der Vergangenheit

Siehe auch:

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