Anatol Regnier – Wir Nachgeborenen – Kinder berühmter Eltern

REgnierBeschreibung
Anatol Regnier, Sohn von Charles Regnier und Pamela Wedekind, Enkel Frank Wedekinds, hat ein spannendes Buch über Menschen geschrieben, die als Nachfahren berühmter Familien mit Fluch und Segen ihrer Herkunft umgehen müssen. Er schöpft dafür aus  einem  faszinierenden Kreis von Verwandten, Bekannten und Kindheitsfreunden, in dem sich große Namen des 20. Jahrhunderts tummeln. Ausgehend von seiner eigenen Geschichte gewährt er in einfühlsamen Porträts amüsante und tragische Einblicke. Fast immer geht es um Theater, Literatur, Musik, aber auch um Politik und die deutsche Vergangenheit. So verbindet sich mit seinem eigenen verschlungenen Lebensweg, in dem das legendäre Ambach am Starnberger See eine bedeutsame Rolle spielt, auch ein Stück deutsche Kulturgeschichte.

Anatol Regnier erzählt selbst – auf unnachahmliche und berührende Weise. Gitarrenklänge markieren den Übergang zwischen den Kapiteln.

Sprecher
Anatol Regnier

Länge
300 Minuten

Meine Meinung
Ich muss gestehen, als ich zuerst in das Hörbuch hineinhörte, schaltete ich es direkt wieder ab. Diese Stimme! Ich war entsetzt. Lange hat es dann gedauert, bis ich einen erneuten Versuch startete. Beim zweiten Anlauf fand ich die Stimme nicht mehr ganz so fürchterlich –  aber wirkliche Freunde sind wir über das gesamte Hörbuch nicht geworden.

Doch was Anatol Regnier zu erzählen hat, fand ich äußerst interessant! Er erzählt seine eigene Geschichte, immer wieder unterbrochen durch Episoden und Beschreibungen von anderen berühmten Nachkommen, die er alle kennt. Unglaublich, was dieser Mensch für eine Verwandtschaft und für einen Bekanntenkreis hat.

So erfährt man hier neben vielen anderen Geschichten auch einiges über Friedrich Gulda und Hans Fallada, denn klar, eine kurze Beschreibung der berühmten Eltern darf nicht fehlen. Hans Fallada hätte ich mir als Person ganz anders vorgstellt, wenn man sich seine einfühlsam geschriebenen Geschichten anschaut. Doch ganz so nett war er dann wohl doch nicht. Was aber in meinen Augen sein künstlerisches Schaffen in keinster Weise schmälert.

Ja, Nachkomme von berühmten Eltern zu sein, kann einerseits ein Fluch, andererseits aber auch ein Segen sein. Doch eines scheint es immer zu sein: Sehr schwierig für den Nachwuchs, sich selbst zu finden.

Dieses Hörbuch fand ich inhaltlich toll, auch die zwischen den Kapiteln eingespielte Gitarrenmusik empfand ich als sehr schön und passend. Hätte Anatol Regnier dieses Hörbuch nicht persönlich gelesen, sondern ein anderer Sprecher, der mir besser ins Ohr geht, dann wäre ich restlos begeistert. Sehr empfehlenswert finde ich es aber auf alle Fälle.

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Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an den BONNEVOICE Hörbuchverlag.

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