Margaret Atwood – alias Grace

Beschreibung
Toronto, 1843: Das junge Dienstmädchen Grace wird mit sechzehn des Doppelmordes an ihren Arbeitgebern schuldig gesprochen. In letzter Sekunde wandelt das Gericht ihr Todesurteil in eine lebenslange Gefängnisstrafe um. Sie verbringt Jahre hinter Gittern, bis man sie schließlich entlässt. Im Haushalt des Anstaltdirektors begegnet sie dem Nervenarzt Simon, der ihrer Geschichte auf den Grund gehen will: Ist Grace eine gemeingefährliche Verbrecherin oder unschuldig?

Margaret Atwood hat einen Roman von hypnotischer Spannung geschrieben, der die Geschichte einer realen Gestalt, einer der berüchtigsten Frauen Kanadas erzählt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner, Marie-Isabel Walke, Richard Barenberg

Länge
17 h 07 m

Meine Meinung
Margaret Atwood kannte ich bisher nur von der MaddAddam-Trilogie. Diese hat mir richtig gut gefallen. Es war eine Reise in die Zukunft. Nun machte ich mich mit Atwood und „alias Grace“ auf in die Vergangenheit einer jungen Magd, die des Doppelmordes beschuldigt wurde. Es ist die Geschichte einer der berüchtigsten Frauen Kanadas, deren Schuld oder Unschuld bis heute nicht bewiesen werden konnte.

Sehr interessant und abwechslungsreich fand ich den Erzählstil. Denn die Story setzt sich zusammen aus Zeitungsberichten, Gesprächsprotokollen, Gedichten, Briefen und eigenen Erinnerungen von Grace. Hier hat Atwood sich auch jeweils an dem entsprechenden Bildungsgrad orientiert und dies auch sprachlich entsprechend dargestellt.

Unglaublich fand ich auch die Mittel, die der Großteil der Menschheit damals für Wissenschaft hielt. Okay, wer diesen Text in 200 Jahren lesen wird, wird sich ganz sicher auch denken, wie dumm die Menschen doch im 21. Jahrhundert noch waren. Aber lassen wir das. Heute sind wir jedenfalls weiter als 1843 und das ist auch gut so.

„alias Grace“ empfand ich nicht als ein Buch, dass vor Spannung nur noch so strotzt. Doch wie auch schon im Klappentext beschrieben, hatte es eine absolut hypnotische Wirkung auf mich. Ich hörte und hörte und konnte nicht aufhören, bis ich es fertig hatte. Fazit: Mir hat es richtig gut gefallen. Besser sogar als die MaddAddam-Trilogie, obwohl dieser Vergleich eigentlich gar nicht funktioniert, so unterschiedlich wie diese Geschichten sind.

Die drei Sprecher fand ich auch klasse und richtig gut zugeteilt. Jeder hatte die perfekte Rolle und es erleichterte die Zuordnung.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Margaret Atwood – alias Grace

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