Robert Galbraith – Weißer Tod (Cormoran Strike 4)

Beschreibung
Der private Ermittler Cormoran Strike ist zutiefst beunruhigt: Ein verstörter junger Mann bittet ihn um Hilfe bei der Aufklärung eines Verbrechens, das er – so glaubt er – als Kind mit angesehen hat. Billy hat offensichtlich psychische Probleme und kann sich nur an wenig im Detail erinnern, doch er und seine Worte klingen glaubwürdig. Bevor Strike ihn allerdings ausführlich befragen kann, ergreift der Mann panisch die Flucht.

Um Billys Geschichte auf den Grund zu gehen, folgen Strike und Robin Ellacott – einst seine Assistentin, jetzt seine Geschäftspartnerin – einer verschlungenen Spur, die sie durch die zwielichtigen Ecken Londons zu einem geheimen exklusiven Zirkel innerhalb des Parlaments und einem prachtvollen, doch düsteren Herrenhaus auf dem Land führt. Zugleich verläuft auch Strikes eigenes Leben alles andere als gradlinig: Er hat es als Ermittler zu Berühmtheit gebracht und kann sich nicht länger unauffällig hinter den Kulissen bewegen. Noch dazu ist das Verhältnis zu seiner früheren Assistentin schwieriger denn je – zwar ist Robin für ihn geschäftlich mittlerweile unersetzlich, ihre private Beziehung ist jedoch viel komplizierter …

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
21 h 36 m

Meine Meinung
Der vierte Teil der Reihe mit Cormoran und Robin hat mir wieder sehr gut gefallen. Dies ist die bisher längste Geschichte um die beiden sympathischen Detektive, doch sie hat mich derart begeistert, dass ich sie in nur zwei Tagen ausgehört habe. Ein Glück hatte ich gestern noch frei.

Der Fall, mit dem sie es dieses Mal zu tun hatten, konnte kniffliger kaum sein. Ich musste mich wirklich sehr konzentrieren, um all die Familienmitglieder des ermordeten Kulturministers Chiswell richtig zuordnen zu können. Denn es gab hier etliche Ehefrauen und Kinder. Und dann noch das ganze Personal. Doch mit etwas gutem Willen gelingt einem das und bald hat man den ganzen Clan vor Augen. Es gab hier sehr aufregende Szenen, dann ein Glück wieder einige Verschnaufpausen. Diese fand ich nie zu lange, immer genau richtig dosiert.

Einen sehr großen Teil nimmt auch das private Umfeld der beiden Detektive ein. Anfangs eigentlich fast nur. Und zunächst dachte ich, hm, wenn das so weiter geht, dann wird das ja eher ein Liebesdrama. Doch es blieb ein Glück nicht so einseitig. Es war eine gesunde Mischung aus Privat und Job und bot somit auch jede Menge Abwechslung. Und da beide Ermittler ja derart sympathisch sind (finde ich zumindest), fiebert man natürlich auch mit ihren privaten Problemen mit und wünscht sich nur das beste für sie.

Der Showdown der Story endete natürlich wieder hochdramatisch und lebensbedrohlich für Robin und überraschte natürlich nicht nur Robin komplett, sondern auch mich als Hörerin. Insgesamt war ich mit dieser Erklärung letztendlich aber wesentlich zufriedener, als diejenige, die Cormoran sich zunächst zusammengereimt hatte. Somit war am Ende alles stimmig und ich hochzufrieden.

Die zig Zitate aus Henrik Ibsens Drama „Rosmersholm“ fand ich zunächst leicht überflüssig. Aber gut, sie waren nie sonderlich lange und ich konnte sie einfach als gegeben hinnehmen. Und ja, im Nachhinein gesehen, passten sie ja auch echt gut.

Dietmar Wunder war natürlich wieder klasse in seiner „Inszenierung“.

Somit bin ich mit dem ersten Hörbuch, das ich im Jahr 2019 gehört habe, sehr zufrieden und vergebe die volle Punktzahl für diese spannende Detektivstory.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Robert Galbraith – Weißer Tod  (Cormoran Strike 4)

Siehe auch: