Oliver Pötzsch – Die Henkerstochter – Henkerstochter 1

Beschreibung
Der Auftakt der erfolgreichen Reihe von Oliver Pötzsch: Einem Kindsmörder auf der Spur.

Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin, und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: Die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

Sprecher
Johannes Steck

Länge
15 h 06 m

Meine Meinung
Nachdem ich von den beiden „Johann-Georg-Faustus-Büchern“ hin und weg war, habe ich direkt im Anschluss mit der Reihe um die Henkerstochter weiter gemacht. Der erste Teil ist nun gehört und ich bin wieder begeistert.

Der Fall an sich ist spannend und eine ganze Weile lang auch ziemlich rätselhaft. Die Geschichte, wie schnell man als Hexe denunziert und inhaftiert werden kann, fand ich aufgrund anderer diesbezüglicher Lektüre absolut glaubhaft geschildert und sehr gut umgesetzt.

Die Henkerstochter hat in diesem ersten Teil zwar auch eine recht wichtige Rolle, doch eigentlich ist hier ist Vater, der Henker Jakob Kuisl, der Protagonist. Unheimlich groß, unheimlich kräftig und unheimlich gutmütig. Jou, also das genaue Gegenteil von dem, wie man sich einen Henker vom Gemüt her vorstellt. Und eben genau das macht ihn besonders und liebenswürdig. Hinzu kommt noch seine große Leidenschaft zu Büchern und Heilmitteln aller Art. Eigentlich ist er ein viel größerer Hexer als die angeklagte Hebamme. Eine weitere wichtige Rolle spielt der junge Arzt Simon, der ein Auge auf die Henkerstochter geworfen. Doch diese ist bereits versprochen…

Heidenei, das alles ist ziemlich verzwickt, stellenweise sehr tragisch, dann aber auch wieder sehr humorvoll. Eine gelungene, abwechslungsreiche spannende historische Geschichte, die sehr, sehr gut recherchiert ist. So lernt man ganz nebenbei auch noch eine ganze Menge aus dem Leben und Morden aus dieser Zeit.

Johannes Steck als Sprecher ist ganz hervorragend! Es ist unglaublich, welch eine stimmliche Vielfalt er hier an den Tag legt! Ganz hervorragend!

Ja, und da ich von diesem Buch auch wieder so begeistert war, habe ich mir gleich die Fortsetzung geladen.

Oliver Pötzsch ist für mich eine echt bemerkenswerte Neuentdeckung und somit ein weiterer Lieblingsautor von mir!

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Oliver Pötzsch – Die Henkerstochter – Henkerstochter 1

Siehe auch:

Die Geschichte des Johann Georg Faustus:

Henkerstochter: