Hannah Kent – Wo drei Flüsse sich kreuzen

Beschreibung
Irland 1825: Die 14-jährige Mary soll der verwitweten Bäuerin Nora mit deren schwer behindertem Enkel Michael zur Hand gehen. Der kleine Junge, so munkelt man im Dorf, sei ein Wechselbalg, ein Feenkind, und mache die Kühe krank. Mary gibt nichts auf das Gerede, doch als Nora davon hört, reift in der einsamen, verzweifelten Frau eine ungeheuerliche Idee: Wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu vertreiben, würde sie den gesunden Michael wiederbekommen und endlich wieder eine echte Familie haben. Getrieben von Angst und Aberglaube und unterstützt durch die geheimnisvolle Kräuterfrau Nance ist sie bald bereit, zu riskanten Mitteln zu greifen…

Ein mitreißendes Drama beruhend auf historischen Ereignissen – einfühlsam gelesen von Vera Teltz.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
13 h 25 m

Meine Meinung
Wie „Das Seelenhaus“, ist auch diese irische Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, keine einfache Kost. Nora hat das Leben schwer zu zugesetzt. Zuerst stirbt ihre Tochter. Nora und ihr Mann Martin nehmen ihr Kind Michael bei sich auf, da der Kindsvater damit völlig überfordert ist. Das Kind ist dürr und kann weder laufen, stehen oder reden. Doch noch vor zwei Jahren, als sie ihren Enkel das erste und einzige Mal gesehen hatte, war Michael ein ganz normaler, gesunder Junge. Was war nur passiert? Als dann auch noch Noras Mann ganz plötzlich verstirbt, ist Nora völlig überfordert. Sie holt sich auf dem Gesindemarkt eine Hilfe. Die 14-jährige Maggie soll ihr ab sofort mit dem Kind, der Kuh und der Milch usw. helfen. Als Maggie eines Tages am Brunnen Wasser holt, schnappt sie das Gerede der Dorfleute aus. Da Nora Michael versteckt hält und ihn noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat, sind schnell die Gerüchte im Umlauf, dass es sich bei dem Kind um einen Wechselbalg handele. Als Maggie ihrer Herrin von dem Gerede erzählt, wachsen in ihr erste Zweifel, ob es sich bei dem Kind wirklich um ihren Enkel handelt, oder ob er von den Feen entführt und gegen dieses schreiende, sabbernde und ständig zornige Wesen ausgetauscht wurde. Das Gerede wird immer schlimmer. Als dann auch noch die Tiere im Tal immer schwächer werden und kaum noch Milch oder Eier liefern können, wird die Schuld auf den Wechselbalg geschoben. Doch der herbeigerufene Arzt hilft ihr nicht. Auch der Pfarrer verweigert ihr seine Hilfe. Einzig die Kräuterfrau Nance ist willens, Nora zu helfen und die Fee aus dem Kind zu vertreiben.

Nora lebt in einem kleinen Tal in einem Dorf, das noch tief verwurzelt mit dem Aberglauben der Feen und Geister lebt. Man würde heute wohl sagen, es sind die reinsten Hinterwäldler, haben von Fortschritt und neuesten medizinischen Erkenntnissen noch nichts gehört. Sie sind nicht dumm, sie leben eben nur auf einem anderen Wissensstand. Vieles lässt sich somit wie früher also mit den Feen und Geistern erklären, alle Naturereignisse scheinen eine Bedeutung zu haben, die sich durch die Feen etc. erklären lassen.

Hannah Kent versteht es wunderbar, den Leser in diese Welt eintauchen zu lassen, ja ihm diese Sichtweise verständlich zu machen. In keiner Weise wird der Aberglaube in die Lächerlichkeit gezogen. Denn das war es für die Protagonisten auch überhaupt nicht. Ich konnte ihr Denken und Handeln nach einer gewissen Zeit sogar richtig nachfühlen. Denn der Aberglaube war ihr Kenntnisstand, ihre Wissenschaft, mit denen sich die Geschehnisse erklären ließen und plötzlich logisch wurden.

Mich hat diese Geschichte sehr beeindruckt und mitgenommen. Sie hat mich sogar dazu bewegt, einige Recherchen bezüglich der irischen Feenwesen einzuholen. Ich staunte nicht schlecht, als ich las, dass selbst heute noch einige Bauvorhaben z. B. um einen Feenhügel herum gebaut werden.

Vera Teltz passte ganz hervorragend zu dieser Geschichte.

„Wo drei Flüsse sich kreuzen“ hat mir derart gut gefallen, dass es sich ab sofort auf meiner Bestenliste befindet.

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Elly Griffiths – Totenpfad (Ein Fall für Dr. Ruth Galloway 1)

Beschreibung
Dr. Ruth Galloway, forensische Archäologin, liebt Katzen und alte Knochen. Vor zehn Jahren verschwand die fünfjährige Lucy Downey. Seitdem schreibt ein Unbekannter verstörende Briefe, die Detective Chief Inspector Harry Nelson von der Norfolk Police um den Schlaf bringen. Als an einem nebligen Herbsttag in den Salzwiesen nahe der Küste Mädchenknochen gefunden werden, ist er sich sicher, dass es Lucys sind. Doch die Archäologin Ruth Galloway sieht auf einen Blick: ein Fund aus vorgeschichtlicher Zeit. Damals opferte man Menschen in heidnischen Ritualen – an Plätzen, wo Land und Wasser aufeinandertreffen.

Dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Harry und Ruth ahnen, dass sie dem Täter nahe sind. Wie nahe, ahnen sie allerdings nicht.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
8 h 56 m

Meine Meinung
Um diesen Krimi zu hören, brauchte ich zwei Anläufe. Doch beim zweiten Anlauf hörte ich es dann fast auf einen Rutsch durch.

Dr. Ruth Galloway war mir sofort sympathisch. Sie liebt Katzen, lebt lieber sehr abgeschieden in einem kleinen Häuschen und sie liest gerne. Kurz: eine mir rundum sympathische Person. Intelligent und unabhängig ist sie auch noch. Und sie plagt sich mit ihrem Übergewicht herum. Sympathisch daran finde ich, dass sie trotzdem nicht ständig fastet, sondern sich viel mehr Gedanken darum macht, ob bald der Gurt im Auto nicht mehr um sie passen wird.

Harry Nelson, der Detective Chief Inspektor, plagt sich seit 10 Jahren mit dem Fall eines vermissten Mädchens herum. Als Knochen gefunden werden, befürchtet er, dass es sich um das vermisste Mädchen handelt. Doch Ruth erkennt sofort, dass dieses Mädchen schon viel länger tot ist. Über die Briefe, die Harry seit dem Verschwinden des Mädchens in regelmäßigen Abständen erhält, kommen sich Ruth und Harry näher.

Sehr interessant fand ich die Informationen, die man über heidnische Bräuche erhält. Auch die Episoden der Umweltschützer etc. fand ich gut und glaubhaft beschrieben. Und natürlich die Landschaftsbeschreibungen waren sehr außergewöhnlich und dadurch äußerst interessant für mich.

Insgesamt ist „Totenpfad“ ein ruhiger und trotzdem spannender Krimi. Er glänzt durch die Abwesenheit von brutalen Szenen (bis auf einmal). Clever aufgebaut steigert sich die Spannung bis zur überraschenden Auflösung, die für Ruth lebensgefährlich wird.

Gabriele Blum passte ganz hervorragend zum Charakter der Dr. Ruth Galloway. Ich mag ihre Stimme einfach sehr gerne.

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Jeffrey Archer – Möge die Stunde kommen (Clifton-Saga 6)

Beschreibung
Dramatische Zeiten für die Cliftons und Barringtons. Die Erfolgs-Saga geht weiter!

Für die Cliftons und Barringtons, die seit Jahrzehnten schicksalhaft verbunden sind, beginnt eine dramatische Zeit. Giles Barrington muss sich zwischen der Karriere als Politiker und seiner großen Liebe entscheiden, während für Emma und Harry Clifton eine Welt zusammenbricht, als sie einen Selbstmordbrief entdecken. Für beide Familien.

Erich Räukers tiefe Erzählerstimme lässt das Familien-Epos lebendig werden.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Erich Räuker

Länge
14 h 01 m

Meine Meinung
Auch im 6. Band der Clifton-Saga geht es wieder um viele Intrigen, Leid und Kummer. Doch auch sehr lustige Szenen sind hier zu vernehmen. So bringt z. B. die 10-jährige, altkluge und sehr aufgeweckte Tochter von Sebastian frischen Wind die Story.

Virginia ist und bleibt ein ausgebufftes Luder und glänzt auch hier wieder durch gemeine Intrigen. Denn nur so kann sie sich durch ihr teures Leben schnorren.

Harry geht wieder durch so einige Höhen und Tiefen, insbesondere was die Befreiung seines Schriftstellerfreundes Babakov betrifft, und auch Emma geht neue, ungeahnte Wege.

Kurz: Auch der 6. Band kommt in gewohnt spannender Manier daher, jedoch empfand ich hier und da einige Szenen doch als etwas zäh.  Natürlich endet auch dieser vorletzte Band wieder mit einem lauten Knall.

Ich gestehe, ich bin froh, wenn die Saga mit dem 7. und letzten Teil dann endlich ihr Ende finden wird. Doch vorher erwarten uns sicherlich noch weitere spannende Stunden.

Zu Erich Räuker muss ich wohl nicht  mehr viel sagen. Er passt zu dieser Saga wie der Deckel auf einen Topf.

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Margaret Atwood – Die Geschichte von Zeb (Die MaddAddam-Trilogie 3)

Beschreibung
Die wasserlose Flut, eine Pandemie ungeheuren Ausmaßes, ist über die Erde hinweggegangen und hat die Menschheit ausgelöscht. Bis auf einige wenige Überlebende, die sich im Lehmhaus eines verwahrlosten Parks zusammenfinden und den Gefahren einer entvölkerten, anarchischen Welt trotzen. Unter ihnen Toby, die ehemalige Gottesgärtnerin, und Zeb, ein großherziger Draufgänger, der zum Anführer der kleinen Truppe wird.

Während der Flut hat Toby, in einem Spa verschanzt, auf ihn gewartet; beharrlich an seine Rückkehr geglaubt, nun treffen sie, am Ende der Welt, wieder zusammen. Ein Endzeitszenario, so gewaltig und bedingungslos, wie es nur Margaret Atwood entwerfen kann. Eine Welt, die außer Kontrolle geraten ist, die sich selbst bezwungen und auf null zurückgesetzt hat. Wie in „Das Jahr der Flut“ stellt Atwood einmal mehr ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Möge die Welt auch zugrunde gehen, von Margaret Atwood lassen wir uns bereitwillig an den Abgrund führen. Kein Untergang, dem diese Autorin nicht mit Humor und erzählerischer Verve beikommen würde.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 18 m

Meine Meinung
Im dritten und letzten Teil der MaddAddam-Trilogie führen alle Stränge zusammen, so dass man dann erst ein Gesamtbild des ganzen Szenarios bekommt. Ich finde, dass hat die Autorin sehr geschickt gemacht. Fand ich in Teil 1 die Beschreibungen der Optimierung der menschlichen Rasse durch Aspekte aus der Fauna sehr faszinierend und in Teil 2 die vielseitige Nutzung der Pflanzen, so fehlen hier in Teil 3 diese Aspekte ziemlich komplett. Hier ging es mehr um die Geschichte von Zeb und um das Überleben der kleinen Truppe, die wir näher betrachten konnten.

Insgesamt kann ich diese Endzeitstory durchaus empfehlen. Ich finde, die Trilogie hat eine ganz besondere Erzählstruktur inne, die man nicht so oft findet. Auch spart sie nicht an genialen Erfindungen und Namensgebungen. Und das erschreckende dabei ist, dass alles durchaus im Rahmen des Vorstellbaren liegt. Denn weit entfernt davon scheinen wir nicht mehr zu sein.

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Siehe auch:

Margaret Atwood – Das Jahr der Flut (Die MaddAddam-Trilogie 2)

Beschreibung
In einer am Abgrund stehenden Welt versuchen die „Gärtner Gottes“ eine Parallelgesellschaft aufzubauen und ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen. Sie leben auf den Dachgärten der Stadt und folgen Adam One, der das Ende der Menschheit voraussagt. Die junge Toby findet Zuflucht bei den „Gärtnern Gottes“ und steigt mit der Zeit zur Anführerin auf. Ren gehört seit ihrer Kindheit zu der Sekte. Als ein unkontrollierbares Virus in wenigen Tagen den Großteil der Menschheit auslöscht, müssen beide Frauen in einer zukunftslosen Welt ihren Weg finden.

Größtenteils aus Tobys Perspektive erzählt Margaret Atwood von einer Welt, in der die globalisierte Wirtschaft die Kontrolle übernommen, die Forschung jegliche Ethik verworfen hat und in der die Menschheit am Rande ihres Unterganges steht.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 01 m

Meine Meinung
Der zweite Teil der Trilogie war mir persönlich etwas zu religiös angehaucht. Die Beschreibungen des Sektenlebens der „Gärtner Gottes“ und die ständigen Gebete waren nicht so ganz mein Fall. Doch trotzdem wurde die Story natürlich immer interessanter und rätselhafter, wie sich das am Ende alles zusammenfügen und wie es ausgehen würde.

Äußerst interessant fand ich hier, was man mit einzelnen Pflanzen und Stoffen so alles tun kann. Man lernt hier so einiges über die Botanik und auch einiges über die Wiederverwertbarkeit oder Artentfremdung von künstlich hergestellten Materialien.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Namensgebungen. Vielen alten Helden begegnet man hier, zumindest vom Namen her. Ob die Charaktere ähnlich den Namensgebern sind, möchte ich hier nicht verraten.

Uve Teschner als Sprecher hat auch hier wieder eine sehr gute Leistung hingelegt.

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Margaret Atwood – Oryx und Crake (Die MaddAddam-Trilogie 1)

Beschreibung
Crake und Jimmy waren Freunde, und sie liebten dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie lebten in einer ständig von Klimakatastrophen bedrohten Welt. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, war Wissenschaftler und arbeitete für das Projekt „Paradice“ in einem Elite-Labor eines biogenetisch-pharmazeutischen Konzerns. Jimmy sorgte als Werbefachmann für die Bekanntmachung der Produkte, die Crake entwickelte.

Nun sitzt Jimmy, mittlerweile „Schneemensch“ genannt, versehrt, gebrochen und als womöglich letzter Vertreter der Gattung „Homo sapiens“ auf einem Baum, dem einzig verbliebenen sicheren Ort, und blickt zurück. Auf die Überflutung der bewohnten Gebiete durch den Klimawandel, auf das Verschwinden der überlebenswichtigen Ressourcen, auf das Artensterben, auf den Zusammenbruch der Ökosysteme und auf die Vernichtung der Menschheit durch eine fatale Seuche. Und natürlich auf Oryx. Und Crake.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
11 h 15 m

Meine Meinung
Per Zufall bin ich auf diese Trilogie gestoßen. Biogenetisch-pharmazeutischer Konzern – das klingt ja schon mal sehr interessant. Klimakatastrophe und letzter Homo sapiens? Äußerst verlockend. Kaum hatte ich also die Beschreibung gelesen, schon war der erste Teil der Trilogie auf meinem iPod. 12 Stunden später hatte ich es schon fertig gehört, so spannend fand ich das.

Okay anfangs brauchte ich etwas, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch spätestens als Crake von seinen neuesten Entwicklungen erzählte, hatte mich die Story gepackt. Hier werden fantastische Fähigkeiten beschrieben, die alle aus der Vielzahl der Tierwelt übernommen wurden. Für was? Um den Homo sapiens zu „optimieren“.

Die Liebesgeschichte zwischen Crake, Oryx und Jimmy fand ich auch okay. Auch wenn ich nicht so der Fan von Liebesgeschichten bin. Aber hier ging es ja hauptsächlich um die Zukunft, wie sie sein könnte, wie fatal und faszinierend zugleich. Doch mehr erschreckend als wünschenswert. Somit war für mich die Liebesgeschichte nur ein würziges Beiwerk, dass dem ganzen natürlich nochmals mehr Emotionen verlieh.

Uve Teschner war auch hier wieder absolut ok.

Teil 2 wartet schon auf meinem Player auf mich. Ich bin dann also mal weg.

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Siehe auch:

 

Donato Carrisi – Der Nebelmann

Beschreibung
In einer eisigen Winternacht irrt der römische Star-Ermittler Vogel mit blutverschmiertem Hemd durch die Wälder am Rand eines Alpendorfs. Er war vor Wochen angereist, um den Fall eines vermissten Mädchens zu klären. Bereits dreißig Jahre zuvor waren hier unter ungeklärten Umständen Kinder verschwunden. Im Dorf glaubt man schnell, dass der Mörder, „Nebelmann“ genannt, zurückgekommen ist. Vogel gibt an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm. Als ein Psychiater gerufen wird, um ihn zu befragen, beginnt Vogel zu erzählen. Sein Bericht ist ungeheuerlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
8 h 59 m

Meine Meinung
Dieser Thriller ist etwas anders als andere. Und er ist sehr genial. Der Star-Ermittler Vogel hat schnell einen Tatverdächtigen im Visier. Und schon tut er alles, um ihm das Leben zur Hölle zu machen. Denn er weiß sehr geschickt, die Medien für seine Zwecke einzusetzen. Und natürlich kommt es, wie es kommen muss. Der Tatverdächtige hat schier kein Leben mehr und als Hörer hat man wirklich Mitleid mit ihm, während man verzweifelt versucht selbst herauszufinden, wer denn der wirkliche Täter ist.

Ich fand diesen Thriller genial aufgebaut, sehr spannend umgesetzt und er ist verdammt gut zum „selbst ermitteln“.

Die Personen wurden durch die Bank weg sehr gut gezeichnet, ich konnte mir die einzelnen Agierenden lebhaft vorstellen und ich fieberte richtig mit.

Das Ende fand ich dann sehr genial. Mit dieser Auflösung hätte ich nie und nimmer gerechnet!

Uve Teschner fand ich hier gewohnt gut.

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Siehe auch:

Eva Almstädt – Ostseefeuer (Pia Korittki 10)

Beschreibung
Der Pastor eines Ostseedorfes wird tot in der Sakristei aufgefunden – ermordet. Kommissarin Pia Korittki und ihr Team vom K1 in Lübeck übernehmen die Ermittlungen. Doch der Fall gestaltet sich schwierig, denn der Pastor scheint keine Feinde gehabt zu haben. Erst als ein zweiter Mord geschieht, beginnen die Fassaden zu bröckeln. Pia, die privat um das Sorgerecht für ihren Sohn Felix kämpfen muss, macht eine unglaubliche Entdeckung…

Sprecher
Anne Moll

Länge
10 h 28 m

Meine Meinung
Der zehnte Teil der Reihe war wieder recht gut, aber nicht so gut, wie die meisten anderen Teile. Es gab hier ziemlich wenig Spannung, der Fall war zwar interessant, aber ich fand ihn letztendlich nicht so wirklich schlüssig. Vielmehr kam mir die Auflösung doch etwas konstruiert vor, völlig unspektakulär und etwas lustlos. Trotz aller Erklärungen im Nachhinein, wollte mir das Ende nicht so recht gefallen.

Interessant fand ich wieder die privaten Probleme von Pia. Dieses Mal ging es um das Sorgerecht für den kleinen Felix, Pias Sohn.

Eines muss ich allerdings dieses Mal wirklich bemängeln. Und zwar die Sprecherin. Eigentlich hat sie mir bisher immer sehr gut gefallen. Doch hier hat sie einzelne Personen (insbesondere die 100-Jährige) derart furchtbar gesprochen, dass ich jedes Mal eine Gänsehaut bekam. Und das kann ich ja gar nicht leiden. Doch auch andere Szenen fand ich wirklich anstrengend vertont. Nein, also dieses Mal muss ich Anne Moll leider 2 Pingu-Punkte abziehen.

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Siehe auch: 

Ivonne Keller – Hirngespenster

Beschreibung
Als Silvie nach einem Unfall erwacht, ist die einst so lebenslustige Frau gefangen in ihrem eigenen Körper. Ihre Schwester Anna, die seit Jahren kurz vor einem Zusammenbruch stand, scheint verschwunden – und die Frau, die sie so liebevoll pflegt, hat Silvie über Jahre als gefährliche Rivalin gesehen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz

Länge
11 h 36 m

Meine Meinung
Was für eine Vorstellung. Silvie weiß noch, dass sie einen Unfall hatte. Als sie wieder zu Bewusstsein kommt, befindet sie sich als Pflegefall bei ihrem eigenen Mann, der mittlerweile seine Jugendliebe (ihre größte Rivalin) geheiratet hat. Beide kümmern sich rührend um sie, füttern sie, legen sie schlafen, decken sie liebevoll zu. Und sie küssen sich vor ihren Augen. Was für eine Vorstellung. Und sie ist nicht einmal in der Lage, irgendetwas zu sagen. Außer Ahhh und Ohhhh bekommt sie einfach nichts über ihre Lippen.

Die Story wird aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Dadurch lernt man die Personen sehr gut kennen und fragt sich zunehmend, was denn nun wirklich passiert ist? Was um alles in der Welt ist ihr widerfahren und wie ist sie in diese fatale Lage geraten? Denn eins wird immer gewisser: Irgendetwas stimmt da nimmt.

Die Auflösung fand ich dann so richtig überraschend und sehr, sehr gut.

Vera Teltz als Sprecherin fand ich auch sehr gut und passend. Bis auf die Ahhhs und die Ohhhs fand ich ihre Leistung genial.

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Omar El Akkad – American War

Beschreibung
Amerika in der Zukunft: Der Meeresspiegel steigt, Teile des Landes stehen unter Wasser, der Norden führt Krieg gegen den Süden. In einem Flüchtlingscamp in Mississippi lebt die junge Sarat Chestnut mit ihrer Familie hinter Stacheldraht. Sie haben sich gerade in einem der Zelte eingerichtet und zurück in ein halbwegs normales Leben gefunden, da droht das nächste Unheil…

Omar El Akkad entfaltet mit großer erzählerischer Kraft die dramatische Geschichte einer Radikalisierung. Spannend bis zur letzten Minute – brisant und aktuell.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 10 m

Meine Meinung
Nach dem 5. arabischen Frühling haben sich die Machtverhältnisse auf der Welt radikal verändert. Die USA spielt nun nicht mehr die bedeutsame Rolle, im Gegenteil, hier herrscht der 2. Bürgerkrieg, Nord gegen Süd bzw. Blau gegen Rot. Außerdem ist das Land kleiner geworden, denn viele Küstengegenden liegen nun unter Wasser, die Klimakatastrophe hat erschreckende Ausmaße angenommen.

Die Protagonistin ist Sarat Chestnut, die mit ihrer Familie in einem Zelt in einer Flüchtlingsunterkunft lebt, nachdem der Vater auf der Suche nach einem Job durch ein Selbstmordattentat ums Leben kam. Ein gut gekleideter Mann nimmt sich ihrer an, gibt ihr Bücher zu lesen und erklärt ihr die Welt. Klar, dass sie nur dessen Sicht auf die Welt lernte. Was daraus resultiert, wird hier erzählt.

Dieser Science Fiction hat mir eine Gänsehaut bereitet. Denn er kommt so verdammt vorstellbar daher. Nichts scheint hier übertrieben, alles sehr gut vorstellbar, da viele beschriebene Situationen durchaus auch heute schon passieren. Vlt. nicht in den USA, aber in anderen Teilen der Welt. Ich habe mit diesem Buch begonnen, kurz nachdem  Trump beschlossen hat, aus dem Klimaabkommen auszusteigen. Das hat die Vorstellbarkeit des Plots natürlich nochmals verstärkt.

Uve Teschner fand ich hier gewohnt gut.

Weitere Informationen
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