Karin Slaughter – Pretty Girls

Pretty GirlsBeschreibung
SAG‘ MIR, WER DU WIRKLICH BIST…

Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. 24 Jahre später erschüttert eine Mordserie den Bundesstaat Georgia. Die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes Filmmaterial findet, in dem Menschen auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr Mann damit zu tun?
Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an den eigenen Abgrund führt.

Sprecher
Nina Petri, Dietmar Wunder

Länge
7 h 56 m (gekürzt)

Meine Meinung
Die Beschreibung klang sehr spannend. Und natürlich deutet es auch darauf hin, dass es da mehrere Opfer gibt. Aber auf das, was mich dann letztendlich erwartete, war ich nicht vorbereitet. Wirklich nicht. Puh, ich bin froh, dass ich dieses Hörbuch jetzt beendet habe und dass es eine gekürzte Fassung war. Länger hätte ich das wohl nicht ausgehalten.

Die Geschichte fängt spannend an, ein brutaler Überfall auf Claire und Paul in einer Seitengasse. Paul überlebt das nicht. So weit, so gut. Doch was dann Stück für Stück herauskommt – nun, das fand ich schon grenzwertig, des öfteren auch grenzüberschreitend. Mir war das eindeutig zu viel des Abartigen, der viel zu detaillierten Beschreibungen der Grausamkeiten, der immer noch schlimmer werdenden Szenerien, nein, das war mir eindeutig zu viel des „Bösen“. Vielleicht werde ich ja auch mit zunehmendem Alter immer weicheiiger, mag sein. Aber solche Geschichten mag ich nun wirklich nicht mehr hören. Karin Slaughter hat hier ihrem Namen alle Ehre gemacht.

Die doch öfters in den Vordergrund treten wollende durchaus interessante Geschichte um die Geschwister, die Eltern etc. kamen bei mir gar nicht richtig zu Geltung, da sie ganz schnell wieder durch unnötig detailliert heftig beschriebene Gewalttaten in den Hintergrund geraten sind.

Spannend war das Hörbuch, keine Frage. Und sicherlich finden es auch die meisten, die derartige Thriller lieben, ganz klasse. Aber mir ist da ein echter Psychothriller viel lieber, der ohne viel grausame Beschreibungen auskommt, sondern vielmehr mit der Fantasie des Lesers/Hörers spielt.

Ich denke, ich werde in Zukunft die Finger von Karin-Slaughter-Büchern lassen. Denn eines ist dieses Hörbuch bestimmt: Ein typischer Slaughter-Thriller.

Ein Tipp noch zum Schluss: Versuche nicht, während des Hörens etwas zu essen. Es vergeht einem wirklich dabei. Ich bin nun nicht der Typ, der ständig am Essen ist, aber immer dann, wenn ich mich gerade hinsetzte und mich auf mein Essen freute…nun, ich wiederhole mich.

Die beiden Sprecher hingegen fand ich sehr gut. Jedoch kam Dietmar Wunder eher selten ans Mikro. Aber wenn er dann mal das Wort hatte, dann machte er das in gewohnt perfekter Art und Weise.

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Neal Stephenson – Amalthea

AmaltheaBeschreibung
Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund. Die Uhrzeit würde man später als A+0.0.0 oder schlicht Null bezeichnen…

05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schickten die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben, bis schließlich nur noch sieben Frauen übrig sind, um eine neue Zivilisation zu begründen.

5000 Jahre später existieren zwei Völker: die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Evas von der Raumstation hingegen hochkultiviert – und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Detlef Bierstedt

Länge
34 h 26 m

Meine Meinung
Jetzt ist Schluss. Nach 24 Stunden macht mein Nervenkostüm einfach nicht mehr mit. Noch weitere 10 Stunden – nein, das will und kann ich mir nicht antun. Neal Stephenson verliert sich dermaßen in völlig unwichtige Details, die wirklich nur Leute interessieren können, die vielleicht selbst Astronauten oder über alle Maßen von der Technik der Raumfahrt fasziniert sind. Anfangs fand ich das ja noch sehr interessant, auch wenn ich nur wenig von der Technik verstanden habe. Denn grundsätzlich liebe ich detaillierte Beschreibungen. Doch was einem hier auf die Ohren kommt, das ist nun wirklich zuviel des Guten. Und als die Geschichte dann einen Cut macht und 5000 Jahre später weiter geht, fängt alles wieder von vorne an. Klar, mit einer völlig neu erfundenen Welt. Könnte sehr interessant sein, doch auch hier verliert sich der Autor zunächst einmal wieder in gefühlte eine Millionen unwichtige Details, bevor irgendetwas passiert. Und das ist nun der Punkt, an dem ich kapituliere.

Stephenson hätte diese ansich wirklich gute Idee in sagen wir mal 12 bis 15 Stunden erzählen sollen. Dann hätte die Story eine sehr hohe Punktzahl bei mir erreicht. Aber so reicht es leider nur für 2 Pingus.

Ich wüsste aber wirklich gerne, wie die Story nun ausgeht. Vlt. höre ich in einem Jahr mal wieder rein. Ein guter Einstieg wäre hier der Cut, an der die Story 5000 Jahre später weiter geht.

Detlef Bierstedt, den ich eigentlich als sehr guten Sprecher sehr schätze, hat hier manchen Personen sehr seltsame Stimmen und Betonungen verliehen. Deshalb bekommt er nun auch nicht die Höchstpunktzahl. Aber immerhin gute 4 Pingus. Denn wäre er nicht gewesen, hätte ich vermutlich schon viel früher aufgegeben.

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Carla Buckley – Mondscheinjunge

MondscheinjungeBeschreibung
Tylor Lattimore feiert seinen vierzehnten Geburtstag, aber er weiß nicht, wie sich die Strahlen der Sonne auf seiner Haut anfühlen. Tylor kann nur leben, wenn es dunkel ist, Licht fügt ihm unerträgliche Schmerzen zu. Seine Tage verbringt er in einem geschlossenen Zimmer, nur nachts wagt er sich nach draußen. Seine größte Leidenschaft ist seine Kamera, mit der er durch die Dunkelheit streift.

Als Amy, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, plötzlich spurlos verschwindet, gerät Tylors Leben in Aufruhr. Seiner Mutter scheint der Vorfall sehr nahezugehen. Ausgerechnet Tylor sieht jetzt klarer als irgendjemand sonst und entdeckt eine Spur, die geradewegs ins Unheil führt…

Sprecher
Mark Bremer

Länge
12 h 35 m

Meine Meinung
Von der sogenannten „Mondscheinkrankheit“ (Xeroderma pigmentosum – kurz: XP) hatte ich schon einmal gehört, jedoch hatte ich mir dahin gehend nur Gedanken gemacht, dass es ja furchtbar sein muss, niemals die Welt bei strahlendem Sonnenschein bewundern zu dürfen. Der Titel und die Beschreibung weisen natürlich darauf hin, dass Tylor an XP leidet. Die Problematik fand ich somit  schon mal interessant und recht bald hatte ich das Hörbuch auch auf den Ohren.

Die Geschichte fängt bei der Geburtstagsparty von Tylor an. Mit dieser Beschreibung bekommt man schon einen recht guten Eindruck, wie Tylors Leben in der Dunkelheit aussieht. Freunde sind spärlich gesät, da er ja nur per Computer von zuhause am Unterricht teilnehmen kann. Auch kann ihn – mit Ausnahme seines besten Freundes – niemand tagsüber besuchen. Und abends müssen die Kids ja normalerweise daheim sein. Immerhin sprechen wir hier von Jungs im Alter von ca. 14 Jahren.

Die Nachbarschaft ist über die Krankheit des Jungen informiert und somit lebt die ganze Sackgasse ohne Straßenbeleuchtung, da diese Tylor gefährden würde. Auch müssen die Autoscheinwerfer ausgeschaltet werden, wenn sie nachts nach Hause kommen, da auch diese für Tylor lebensbedrohlich sind. In der Nachbarschaft wohnt auch die beste Freundin von Tylors Mutter. Charlotte hat eine 11-jährige Tochter, die vernarrt ist in Tylor und somit viel Zeit bei ihnen verbringt. Als sie plötzlich spurlos verschwindet, wandelt sich die bis dato so vor sich hin dümpelnde Geschichte zu einem Psychothriller. Hier kam dann erstmals Spannung auf. Doch das wurde dann derart absurd, dass ich ziemlich schnell nur noch den Kopf schüttelte. Und das Endkonstrukt – anders kann ich es kaum benennen – fand ich schon mehr als an den Haaren herbeigezogen – und das mit einem kurzen, schmerzhaften Ruck.

Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Einschränkungen in Tylors Leben. Man bekam einen recht guten Eindruck, was diese schlimme Krankheit mit dem Leben nicht nur des direkt Betroffenen sondern auch mit dessen Umfeld macht.

Die typisch amerikanische Art, mit der Sensation eines verschwundenen Kindes umzugehen (Reportermassen im Vorgarten und Dauerreportagen im Fernsehen etc.) wurde sehr glaubhaft umgesetzt.

Was mir aber nicht gefallen hat, ist diese absurde Abwärtsspirale, in der sich zum Schluss alle gegenseitig verdächtigt haben. Das fand ich derart überspitzt, dass es wirklich nicht mehr gut war. Und was Carla Buckley einem dann als Auflösung des Falles präsentierte – nun das war ein Konstrukt, das seinesgleichen sucht. Von der pathetischen Charlotte am Ende ganz zu schweigen.

Wäre da nicht der sehr gute Sprecher Mark Bremer, den ich bis dato noch nicht kannte, gewesen, so hätte ich das Hörbuch spätestens nach dem zweiten Drittel in die Ecke gepfeffert.

Wer gerne so richtig typisch amerikanische Geschichten hört, der mag vielleicht etwas mehr Spaß an diesem Hörbuch haben. Für meinen Geschmack war es leider nichts.

Ich habe nun lange überlegt, wie ich dieses Hörbuch bewerten soll. Mein erster Gedanke war: 2 Pingu-Punkte. Dann schwankte ich, ob nicht vielleicht 3 Pps angemessener wären, da man ja doch recht viel über das Leben als „Mondscheinjunge“ erfährt. Da aber der medizinische Aspekt quasi vollkommen außer Acht gelassen wurde, bleibe ich nun bei den 2 Pps für die Story. Der Sprecher, der mich über die zwölfeinhalb Stunden überhaupt bei der Stange gehalten hat, bekommt hingegen die vollen 5 Pingu-Punkte.

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Herzlichen Dank an den Rubikon Audioverlag für das Rezensionsexemplar!

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Bei Audible.de. kann man es natürlich auch herunterladen: Hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Carla Buckley – Mondscheinjunge

Ben Coes – Power Down: Zielscheibe USA

Power downBeschreibung
Eine teuflische Verschwörung. Das Ziel: die Vernichtung der USA.
Eine Bohrinsel im Pazifik wird in die Luft gesprengt, einige Tage später der weltgrößte hydroelektrische Staudamm vor der kanadischen Küste. Durch ihre Zerstörung wird der Strom in den USA knapp. In Politik und Wirtschaft bricht Chaos aus. Doch dies ist erst der Anfang einer beispiellosen Terrorserie…

Der frühere Elitesoldat Dewey Andreas überlebt einen der Anschläge. Er macht sich auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Bei seiner Hetzjagd rund um den Globus kommt er einer ungeheuerlichen Verschwörung auf die Spur. Doch Andreas läuft die Zeit davon. Denn es droht POWER DOWN – der totale Stromausfall.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Michael Lucke

Länge
17 h 22 m

Meine Meinung
Typisch amerikanische Action gefällig? Dann ist dieses Hörbuch genau richtig. Hier gibt es jede Menge Patriotismus, Terrorismus, Klischees über Klischees und das alles zusammengeschnürrt zu einer relativ spannenden aber vorhersehbaren Geschichte.

Der Anfang hat mir gut gefallen. Fängt es doch ziemlich gleich mit der spektakulären Explosion der Bohrinsel an. Unser Protagonist überlebt auf wundersame Weise und nimmt fortan quasi im Alleingang den Kampf gegen die Terroristen auf. Unser Held – Dewey Andreas – scheint der Bruder von Bruce Willis in Stirb langsam 1, 2, 3 und auch 4 zu sein. Denn z. B. operiert er sich mal eben im Vorbeigehen in einem Hotelzimmer selbst eine Kugel aus der Schulter – hach ja. Was ein toller Hecht. Tja, und von da hatte es die Story dann auch echt schwer, von mir noch ernst genommen zu werden. Aber gut. Ich habe es als gegeben hingenommen und weitergehört. Was folgte waren die typischen Klischees. Verräter in den eigenen Reihen, ein FBI, das völlig versagt, ein riesen Team voller Spezialisten, die nichts geregelt kriegen. Aber wozu auch. Dewey rettet die USA ja im Alleingang und ohne Unterstützung. Lustig.

Kurz, die Story war derart vorhersehbar, dass kaum etwas überraschen konnte. Es gab zwar hier und da ein paar Kleinigkeiten, die ich so nicht vermutet hätte, aber im Großen und Ganzen war es wirklich eine 0815-Story, die zwar die Zeit vertreibt, aber nicht wirklich anspruchsvoll unterhält.

Nun zum Sprecher. Als ich mit dem Hörbuch anfing, dachte ich, ich lauschte einer Dokumentation auf arte oder 3SAT oder so. Michael Lucke sprach den Text meiner Meinung nach wirklich wie eine TV-Dokumentation. Doch das legte sich im Laufe der Zeit. Und je weiter man in der Geschichte voran kam, um so entspannter und besser wurde auch sein Vortrag. Zum Schluss hin hat er seine Sache sogar ziemlich gut gemacht.

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Dani Atkins – Die Achse meiner Welt

Die Achse meiner WeltBeschreibung
Rachel hat alles, was sie sich immer erträumte: Einen gutaussehenden Freund, einen großen Freundeskreis und in wenigen Wochen wird sie ihr Traumstudium beginnen. Doch dann geschieht dieser schreckliche Unfall, der ihr alles nimmt, was sie liebt.

Als Rachel Jahre später nach einem schweren, nächtlichen Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich wieder so, wie sie es sich immer erhofft hat. Von den Auswirkungen der Tragödie keine Spur. Und der Mann, den sie damals verlor, ist immer noch am Leben.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Ann Vielhaben

Länge
9 h 04 m

Meine Meinung
Um dieses Hörbuch bin ich lange herumgeschlichen, bis ich mich schließlich doch entschied, es mir zu holen. Das hätte ich mal besser bleiben lassen sollen. Denn verpasst hätte ich für meinen Geschmack nicht viel. Anfangs sehr viel Jammerei – eigentlich wurde nur gejammert, das fand ich schon schwer zu ertragen. Ok, ich hörte weiter. Dann wurde die Story jäh in eine andere Richtung gezwängt. Hier hatten wir es dann mit viel Angst und Paranoia zu tun. Ok, auch hier hörte ich noch weiter – aber schon reichlich lustlos. Irgendwann – so nach ca. 2 oder 2,5 Stunden – wurde die Story doch ein wenig interessant. Das blieb sie für ca. 1 Stunde… dann Verwirrung, Verärgerung und dann plötzlich das Paradies auf Erden. Ich hörte nur noch weiter, um meine Ahnung, wie das Buch enden würde, bestätigt zu bekommen. Na, und so war es dann auch. Noch nicht einmal das Ende konnte mich überraschen. Das fand ich dann doch sehr enttäuschend.

Mir war in diesem Buch die Gefühlsduselei viel zu groß geschrieben. Ich hatte mir zwar schon vorgestellt, dass es aufgrund der obigen Beschreibung natürlich viel um Liebe gehen würde, aber was einem hier präsentiert wurde, war dann doch zu viel des Guten.

Insgesamt ziemlich enttäuscht habe ich das Hörbuch nach dem Hören dann weggelegt. Und nach reiflicher Überlegung kann ich – trotz der paar guten Szenen – nicht mehr als 2 Punkte für die Story geben. Ann Vielhaben hat ihren Job im Großen und Ganzen gut gemacht.

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Sebastian Fitzek – Passagier 23

Passagier 23Beschreibung
Jedes Jahr verschwinden durchschnittlich 23 Passagiere spurlos auf Kreuzfahrtschiffen. Noch nie ist jemand zurückgekommen… bis jetzt!

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es passierte während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff Sultan of the Seas – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der Sultan kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der Sultan verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm…

Eine Transatlantikpassage wird zum Albtraum. Packender Psychothriller auf hoher See – ein Ort, wie geschaffen für das perfekte Verbrechen – ohne Polizei und ohne Entkommen…

Sprecher
Simon Jäger

Länge
10 h 10

Meine Meinung
Bei Fitzek bin ich immer wieder aufs Neue gespannt, was er denn schreibt. Mal gefallen mir seine Bücher richtig gut, andere finde ich, hm, naja nur Mittelmaß. Nachdem mir sein letztes Buch „Noah“ mal wieder sehr gut gefallen hatte, hatte ich eine üble Vorahnung, dass mir der Passagier nicht so zusagen würde. Leider wurde meine Vorahnung bestätigt.

Die Idee an sich fand ich sehr gut. Das Setting auch. Der Protagonist – nun – diese Art von Protagonist ist mittlerweile wirklich abgedroschen und somit für mich nicht mehr wirklich interessant.

Zum Spannungsbogen. Gleich zu Beginn wurde dieser hochgeschraubt und durch gefühlt tausend Geschehnisse und Wendungen oben gehalten. Doch für mich erschien das bald nicht mehr wie ein Spannungsbogen. Es war eher ein stramm gezogenes Seil, das mich aber leider nicht lange bei der Stange halten konnte. Ich hörte zwar zu und dachte: „Ach da schau“ und „jetzt das“ und „na sowas“. Aber es fesselte mich schon nach kurzer Zeit nicht mehr.

Vielmehr war ich recht bald sehr genervt, besonders von der Wienerin. D. h. nicht unbedingt von ihrer Art, die war zwar für meinen Geschmack auch viel zu extrovertiert, aber gut, kann ich akzeptieren – es gibt solche Menschen. Vielmehr ging mir der Versuch von Simon Jäger, wienerisch zu reden, ziemlich an die Nerven. Ich war jedes Mal kurz davor, den Player auszuschalten.

Zum Ende. Da fühlte ich mich dann komplett veräppelt. Erst dachte ich: „Aha, so ist das also.“ Doch dann geht es weiter und man wird eines Besseren belehrt. Dann kommt das Nachwort – für meinen Geschmack leicht anmaßend vor den Epilog gesetzt – und dann bekommt man die wahre Auflösung. Nun gut, kann man mögen – ich mochte es nicht.

Das klingt nun alles sehr negativ. Ganz so verteufeln möchte ich dieses Buch aber gar nicht. Es ist sicherlich für viele ein echtes Highlight. Meinen Geschmack hat es aber leider nicht getroffen. Es war mir einfach von allem viel zu viel. Man merkt hier förmlich, das Sebastian Fitzek eine grenzenlose Fantasie hat – was ich ja durchaus toll und bewundernswert finde. Aber vielleicht hätte er all diese Ideen auf mehrere Bücher aufteilen sollen. Ganz nach dem Motto: Weniger ist manchmal mehr.

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Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sebastian Fitzek – Passagier 23

Siehe auch:

Marc Elsberg – Zero: Sie wissen, was du tust

ZeroBeschreibung
Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen.

Sprecher
Steffen Groth

Länge
13 h 22 m

Meine Meinung
Die Beschreibung fand ich äußerst vielversprechend, weshalb ich nicht lange zögerte und mir das Hörbuch lud. Doch mein erster Hörversuch scheiterte bereits nach ca. 3 Stunden. Ich kam mir völlig überfüllt mit Informationen vor, stand kurz vorm Overload. Was die Sache zusätzlich nicht gerade vereinfachte, war die völlige Spannungsarmut. Ich brach das Hörbuch also ab und hörte etwas anderes.

Dann versuchte ich es erneut. Da ja nur ein Hörbuch Pause dazwischen war, hörte ich da weiter, wo ich aufgehört hatte. Ich hoffte auf ein wenig mehr Spannung. Doch vergeblich. Die Monotonie und Informationsflut – wenig packend aneinander gereiht – setzte sich fort. Ok, es war schlaffördernd. Denn ich schaffte nicht einmal die 15 Minuten, die ich am Timer zum Einschlafen programmiert hatte.

Die letzten ca. 3 Stunden nahm die Story dann überraschenderweise doch noch etwas Anlauf und es kam etwas mehr Schwung und Spannung in die sonst so monotone Erzählung.

Insgesamt war ich ich aber ziemlich enttäuscht, denn die Thematik hätte wirklich Stoff für einen super Thriller geboten. Doch heraus kam lediglich eine langatmige Story, bei der man das Ende wirklich nur herbei sehnte.

Auch die Vortragsart fand ich stellenweise äußerst anstrengend. So hätte die Erwähnung des Wortes Hashtag durchaus zur Einführung einmal gereicht, dann hätte man als Hörer schon gewusst, was nun folgt. Doch das Wort ständig voran zu setzen, raubte mir leicht meine Geduld. Gleiches galt für die geführten Chats…

Der Sprecher sprühte jetzt auch nicht gerade vor Enthusiasmus. Vielleicht hätte eine etwas engagiertere Art noch einiges retten können.

Ich will die Story ja nicht komplett schlecht reden, aber was letztendlich bleibt, ist ein zwar insgesamt gesehen interessantes Thema, das aber durch die fade Erzählweise einfach nur langatmig daher kam. Die letzten 3 Stunden waren zwar eher nach meinem Geschmack, doch so richtig konnten die mich für über 10 Stunden Langeweile davor auch nicht entschädigen.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Marc Elsberg – Zero: Sie wissen, was du tust

Siehe auch: 

 

Ted Kosmatka – Blutige Spiele

Blutige SpieleBeschreibung
USA, nahe Zukunft: Alle vier Jahre lassen die Nationen der Erde gentechnisch erzeugte Monster gegeneinander antreten und bis zum Tod kämpfen. Die USA sind in den letzten Wettbewerben als Sieger hervorgegangen. Damit das so bleibt, liefert ein Computer die DNA-Sequenz für ein Wesen, das alle vorigen übertreffen soll. Als es ausbricht, beginnt der Kampf ums Überleben!

Sprecher
Detlef Bierstedt

Länge
13 h 20 m

Meine Meinung
Bei diesem Hörbuch habe ich mich leicht vergriffen. Ich hatte irgendwie eine gänzlich andere Vorstellung von dem, was mich hier erwarten würde. Der Begriff Monster hätte mir zu denken geben müssen. Hat er aber nicht. Blockade im Kopf. Ok. Kommt vor.

Zunächst hat mir das Hörbuch ziemlich gut gefallen. Es spielt in der nahen Zukunft, im Zeitalter der Genetik. Ein Computer hat ein weiteres Monster „entworfen“, das bei den nächsten Gladiatoren-Kämpfen – eine vor 12 Jahren eingeführte weitere olympische Disziplin – antreten soll. Es ist kein bisschen menschlich, hat glänzend schwarze Haut und auch noch Flügel. Eine Wissenschaftlerin wird eingeflogen, um zu analysieren, um welchen Typ Lebewesen es sich hierbei wohl handele, wie es einzustufen sei.

Bis dahin fand ich die Story ja noch recht gut. Doch dann zog sie sich in die Länge. Hier ein kleiner Zwischenfall, da eine heftige Diskussion, am nächsten Tag jedoch ist alles wieder vergessen. Dann dauerte es wieder ewig, bis es endlich zu den olympischen Spielen und den Gladiatoren-Kämpfen kam. Doch bis es soweit war, war ich schon weit weg mit meinem Gedanken, abgeschweift zu Ben Hur – ach wenn es doch nur ähnlich spannend gewesen wäre. Doch weit gefehlt. Eigentlich folgte von da an nur noch ein heftiges blutiges Gemetzel, das ich völlig unrealistisch fand. Spätestens da hatte mich die Story als interessierten Zuhörer gänzlich verloren.

Ich habe mir das Hörbuch bis zum nicht enden wollenden Ende tapfer angehört, doch es kam für meinen Geschmack nichts versöhnliches mehr.

Somit kann ich für die Story leider nur 2 Pingu-Punkte geben. Detlef Bierstedt war wohl der einzige Grund, warum ich die Story überhaupt bis zum Ende anhörte. Er bekommt von mir für dieses Hörbuch 4 Pingu-Punkte.

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Ulrich Tukur – Die Spieluhr

die SpieluhrBeschreibung
Wilhelm Uhde, der großbürgerliche Preuße, und Séraphine, eine einfache Französin, die von den Bewohnern ihres Dorfes verspottet wird, trennen Welten. Und doch hat das Schicksal sie zusammengeführt: den sensiblen Kunstsammler und seine tiefgläubige Putzfrau, die Bilder malt, seit ihr ein Engel des Herrn erschien. Viele Jahre und zwei Weltkriege später wird beider Leben verfilmt. Der Schauspieler, der Uhde verkörpert, macht dabei eine seltsame Entdeckung, die ihn in den fantastischen Kosmos von Séraphine katapultiert: in ein Leben hinter den Bildern und Gobelins eines vergessenen Schlosses der Picardie.

Sprecher
Ulrich Tukur

Länge
2 h 42 m

Meine Meinung
Sorry, zu lange mit der Rezension gewartet und nur die Gesamtbewertung notiert.

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Siehe auch: 

Hakan Nesser – Himmel über London

Himmel über LondonBeschreibung
Sie erreichen London um 16.50 Uhr an der Paddington Station. Der fast 70-jährige Leonard Vernim und seine amerikanische Lebensgefährtin Maud. Leonard ist schwer krank – und Maud ist besorgt. Und zwar mehr, als es die Lage sowieso schon erfordern würde. Irgendetwas Geheimnisvolles geht vor sich, irgendetwas verschweigt ihr Leonard. Ein großes, wahrscheinlich letztes Geburtstagsfest hat er geplant. Auch ihre beiden Kinder aus erster Ehe sind eingeladen – die neurotische Irina, der ständig an Geldmangel leidende Gregorius. Sowie zwei mysteriöse Gäste, deren Namen sie nicht kennt. Gleichzeitig geht ein Serienmörder in der Stadt um – es braut sich etwas zusammen unter dem Himmel von London…

Sprecher
Dietmar Bär, Walter Kreye, Simone Kabst

Länge
15 h 58 m

Meine Meinung
Bereits 22 Hörbücher habe ich von Hakan Nesser gehört. Die meisten fand ich klasse, so dass Hakan Nesser eindeutig zu meinen Lieblingsautoren gehört. Sehr erfreut war ich somit, dass er wieder ein neues Buch geschrieben hat. Kaum erschienen, schon war es meins. Alles andere ward vergessen, ich wollte nur noch in das Buch eintauchen und wieder einer tollen Geschichte lauschen. Mit dieser Erwartungshaltung stöpselte ich die Ohrhörer ein.

Doch leider kam es anders. Ich hörte Stunde um Stunde und meine Begeisterung hielt sich sehr in Grenzen. Ok, bei Hakan Nesser dauert es meist etwas, bis Spannung aufkommt – ich hörte weiter. Nun hatte ich bereits die Hälfte des Buches erreicht, doch von Spannung keine Spur. Vielmehr wurden völlig unterschiedliche Geschichten von Menschen erzählt, die wenig oder nichts mit einander zu tun hatten. Ich fand sie auch nicht sonderlich interessant. Besonders die Spionage-Passagen fand ich nervig, da nie etwas konkretes gesagt wurde. Alles mehr oder weniger „Wischi-Waschi“ (Sorry für den Ausdruck, aber so ist es). Mir kam erstmals der Gedanke, das Buch abzubrechen. Doch dann dachte ich wieder: Das kann doch nicht sein! Die Story muss doch noch gut werden! Sie ist schließlich aus Nessers Feder! Aber nein. Ab ca. der 11. Stunde wurde die Story langsam interessant, aber nach wie vor nicht spannend. Spannend fand ich lediglich die letzte Stunde. Und das bei einem 16 Stunden langen Hörbuch.

Hm. Meine Enttäuschung war groß. Die Idee der Story ist zwar sicherlich gut und auch mal etwas anderes, aber die Umsetzung hat meinen Geschmack leider verfehlt. Wäre dieses Buch nicht von Hakan Nesser gewesen, so hätte ich es garantiert vor lauter Langeweile abgebrochen. Es tut mir leid, dass ich das so hart sagen muss, aber es ist nun einmal so. Die Protagonisten blieben für meinen Geschmack oberflächliche, fast lächerliche Gestalten und die meisten waren mir unsympathisch, die Story äußerst einschläfernd, da konnte auch das gute Ende nichts mehr im Gesamtbild ändern.

Die Sprecher hingegen fand ich sehr gut. Alle drei passten perfekt zu ihren Rollen. Doch auch die besten Sprecher können eine lahme Story nicht wesentlich spannender machen. Somit bleibt nur eine ernüchternde Pingu-Bewertung von 2,6 Pingu-Punkten.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Van Veeteren-Krimis

Inspektor Barbarotti-Krimis

Andere