Eva Almstädt – Ostseefeuer (Pia Korittki 10)

Beschreibung
Der Pastor eines Ostseedorfes wird tot in der Sakristei aufgefunden – ermordet. Kommissarin Pia Korittki und ihr Team vom K1 in Lübeck übernehmen die Ermittlungen. Doch der Fall gestaltet sich schwierig, denn der Pastor scheint keine Feinde gehabt zu haben. Erst als ein zweiter Mord geschieht, beginnen die Fassaden zu bröckeln. Pia, die privat um das Sorgerecht für ihren Sohn Felix kämpfen muss, macht eine unglaubliche Entdeckung…

Sprecher
Anne Moll

Länge
10 h 28 m

Meine Meinung
Der zehnte Teil der Reihe war wieder recht gut, aber nicht so gut, wie die meisten anderen Teile. Es gab hier ziemlich wenig Spannung, der Fall war zwar interessant, aber ich fand ihn letztendlich nicht so wirklich schlüssig. Vielmehr kam mir die Auflösung doch etwas konstruiert vor, völlig unspektakulär und etwas lustlos. Trotz aller Erklärungen im Nachhinein, wollte mir das Ende nicht so recht gefallen.

Interessant fand ich wieder die privaten Probleme von Pia. Dieses Mal ging es um das Sorgerecht für den kleinen Felix, Pias Sohn.

Eines muss ich allerdings dieses Mal wirklich bemängeln. Und zwar die Sprecherin. Eigentlich hat sie mir bisher immer sehr gut gefallen. Doch hier hat sie einzelne Personen (insbesondere die 100-Jährige) derart furchtbar gesprochen, dass ich jedes Mal eine Gänsehaut bekam. Und das kann ich ja gar nicht leiden. Doch auch andere Szenen fand ich wirklich anstrengend vertont. Nein, also dieses Mal muss ich Anne Moll leider 2 Pingu-Punkte abziehen.

Weitere Informationen
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Siehe auch: 

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Patrick Lee – Dystopia (Die Zeitpforten-Thriller 2)

Beschreibung
Spring in die Zukunft! Rette die Welt!

Ein unscheinbares Gerät mit ungeheurer Macht: Es stellt eine Schleuse in die Zukunft her. Forscherin Paige Campbell wagt als erste den Blick ins Morgen. Und sieht nichts als eine tote Einöde: Ruinenstädte und Knochenberge. Offenbar steht das Ende der Menschheit schon in wenigen Wochen bevor – es sei denn, Paige und ihr Partner Travis finden heraus, welche Kräfte unsere Zivilisation zu zerstören drohen. Die beiden müssen den Sprung wagen, sie müssen in die Zukunft. Auch auf die Gefahr hin, nicht mehr zurückzukehren.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Matthias Lühn

Länge
10 h 54 m

Meine Meinung
Die Fortsetzung der Zeitpforten-Thriller ist von der Spannung und dem Einfallsreichtum her nicht so gut, wie Teil 1. Schade, ich hatte mir hiervon wesentlich mehr erhofft. Es waren zwar durchaus auch nette Einfälle vorhanden, aber eben nur manchmal und nicht so genial, wie bei der Pforte. Ich fand, dass sich einige Szenen einfach endlos ausdehnten, ohne wirklich spannend zu sein.

Bzgl. des Sprechers Matthias Lühn muss ich hier aber wirklich dieses Mal viele Pingus abziehen. Zum einen kann ich ja seinen gekünstelten American Slang über die deutsche Sprache gestülpt echt nicht leiden. Doch hier hat er dann noch einen oben drauf gesetzt. Er hat jeden Satz laut angefangen und in einem fast nicht mehr hörbaren Wort ausklingen lassen. Viele der letzten Wörter im Satz habe ich nicht ganz verstanden. Denn sonst hätte ich das Hörbuch derart laut stellen müssen, was auch nicht gerade angenehm ist. Das hat mich wirklich extrem gestört und genervt.

Weitere Informationen
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Kristina Ohlsson – Bruderlüge (Martin Benner 2)

Beschreibung
Anwalt Martin Benner verbrennt sich die Finger an seinem heißesten Fall – und wird selbst zum Verdächtigen.

Martin Benner befindet sich in der Hand von Unterweltboss Lucifer, der ihm den Auftrag erteilt, Mio zu finden – den Sohn der Serienmörderin Sara Texas. Wohl fühlt sich Benner damit nicht, schließlich arbeitet er nun für denjenigen, der Sara solche Angst einjagte, dass sie von einer Brücke gesprungen ist. Doch damit nicht genug: Jemand ist dabei, Benner zwei Morde anzuhängen, und er hat keine Ahnung, wer das ist. Als Benner von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, begreift er, dass er nicht durch Zufall in die ganze Geschichte geraten ist, sondern dabei eine wichtige Rolle spielt.

„Schwesterherz“ und „Brüderlüge“: Die zweiteilige Bestseller-Serie aus Schweden von Krimistar Kristina Ohlsson: Hart, cool, genial erzählt!

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner, Gabriele Blum

Länge
10 h 39 m

Meine Meinung
Recht gute Fortsetzung des Krimis, jedoch konnte ich das Motiv am Ende  nur schwer nachvollziehen. Außerdem handelten hier etliche Personen – insbesondere Lucy – meiner Meinung nach ziemlich unrealistisch. Ich hätte den Protagonisten schon längst zum Mond geschickt.

Uve Teschner hat hier wieder sehr engagiert agiert, aber für meinen Geschmack hat er zu viel geschrien. Das nervte mich extrem. Gabriele Blum hingegen fand ich klasse.

Gesamteindruck: Die Frederik-Bergmann-Reihe ist dieser hier eindeutig vorzuziehen. Der Zweiteiler ist eine nette, kurzweilige Unterhaltung, aber man sollte nicht zu viel erwarten. Kristina Ohlsson kann wirklich bessere Krimis schreiben.

Siehe auch: 

Frederik-Bergmann-Reihe:

Matin-Benner-Reihe (zweiteilige Serie):

 

Karl Olsberg – Glanz

Beschreibung
Als der 14-jährige Eric nach einer Überdosis der Droge „Glanz“ vor dem Laptop ins Koma fällt, ist seine Mutter Anna verzweifelt. Da die Ärzte keinen Rat wissen, nimmt sie schließlich die Hilfe einer mysteriösen Frau an. Das Unvorstellbare geschieht: Anna kann in die Traumwelt im Kopf ihres Sohnes vordringen, der in einem phantastischen Computerspiel gefangen zu sein scheint. Doch während sie versucht, ihn zurück ans Licht der Wirklichkeit zu führen, verdichten sich die Hinweise, dass Eric das Opfer eines üblen Spiels ist.

Sprecher
Susanne Stangl

Länge
11 h 33 m

Meine Meinung
Eigentlich bin ich ein ausgesprochener Karl-Olsberg-Fan. Bisher haben mich alle seine Hörbücher restlos begeistert – entsprechend sind auch meine Bewertungen.

Bei diesem hier verhält es sich leider etwas anders. Ich empfand die Story als unendlich langatmig. Über Stunden hat man sich hier zusammen mit den Protagonisten in einem Computerspiel aufgehalten und hat die Gegner bekämpft. Gut, wenn man gerne Computerspiele spielt, dann mag einem das ja gefallen. Da ich das aber überhaupt nicht tue und auch nichts damit anfangen kann, war die Story für mich eher anstrengend und über weite Strecken hin eher öde, als spannend. Doch wie gesagt, wenn man Computerspiele mag, sieht das vermutlich ganz anders aus.

Mir hat es jedenfalls nicht so gut gefallen. Das Ende hingegen fand ich dann doch noch gut, auch wenn ich diese Art der Auflösung bereits erahnt hatte. Trotzdem fand ich das gut gelöst.

Die Sprecherin war ok, sonst hätte ich nicht so lange durchgehalten.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karl Olsberg – Glanz

Siehe auch:

John Katzenbach – Die Grausamen

Die GrausamenBeschreibung
Der erste Ermittler-Krimi von US-Bestsellerautor John Katzenbach: genial geschrieben, abgründig, packend!

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.

Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel („Gabe“) ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen. Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe und Marta.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
14 h 37 m

Meine Meinung
Bis hier etwas Spannung aufkommt, muss man lange geduldig warten.

Der Einstieg in die Geschichte ist recht banal. Die beiden Protagonisten von der neu gegründeten Abteilung für Cold Cases werden vorgestellt. Beides gebeutelte Gestalten mit Ecken und Kanten und doch mag man sie im Verlauf der Geschichte gerne leiden.

Sie kommen einer ungeklärten Sache auf die Spur, von der sie aber laut ihrem Vorgesetzten unbedingt die Finger lassen sollen. Ein Schelm wer Böses ahnt.

Achtung: Der nächste Satz könnte als Spoiler betrachtet werden!
Schade nur, dass sich mein Anfangsverdacht am Ende auch bestätigt. Wenigstens hier hätte ich mir eine Überraschung erhofft. Doch nein, auch das Ende ist recht banal.

Obwohl am Ende dann doch noch Schwung und ein wenig Spannung in die Story kam, so ist sie insgesamt doch recht langatmig mit wenigen Überraschungen und noch weniger Spannungsbögen. Es ist zwar eine Geschichte, der man unbekümmert lauschen kann, doch in Jubelgeschrei breche ich hier wirklich nicht aus. Katzenbach kenne ich eigentlich anders.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Noah Hawley – Vor dem Fall

vor-dem-fallBeschreibung

Ein Privatflugzeug stürzt ab, nur zwei Menschen überleben: der Maler Scott und ein kleiner Junge namens JJ. „Vor dem Fall“ von Noah Hawley beginnt als Katastrophenthriller, vorangetrieben durch die Frage nach der Ursache des Absturzes.Die Medien stürzen sich gierig auf den Fall, entfalten eigene Spekulationen und manipulieren die Fakten. Vielleicht hat ja auch Scott selbst etwas damit zu tun, ist vielleicht mehr als ein unschuldiges Opfer. Auch den kleinen JJ umgibt ein Geheimnis. So hat jeder Passagier an Bord seine eigene Geschichte und könnte zu diesem Unglück beigetragen haben.

Der Thriller „Vor dem Fall“ bietet überraschende Wendungen, die sich aus dem Leben der Passagiere ergeben. Matthias Koeberlin lässt als Sprecher des ungekürzten Hörbuchs von Noah Hawley einen großen und realitätsnahen Thriller entstehen, der sich nach und nach in eine packende und bewegende Tragödie verwandelt. Das Hörbuch offenbart, was keine Blackbox enthüllen kann: die wahren Ereignisse vor dem Fall.

Sprecher
Matthias Koeberlin

Länge
13 h 07 m

Meine Meinung
Diese Geschichte fängt sehr dramatisch an, nämlich mit dem Absturz eines Privat-Jets. Sehr schnell richtet sich das Augenmerk auf zwei Überlebende: einen Maler und einen kleinen Jungen. Der Maler, der durch ein beeindruckendes Ereignis in seiner Kindheit, seine Leidenschaft zum Schwimmen entdeckt hat, bindet den kleinen Jungen kurzerhand an sich selbst fest und beginnt, mit ihm an Land zu schwimmen – bei völliger Dunkelheit und nur einem Hauch einer Ahnung, wo sich überhaupt Land befindet.

Diese Szene fesselt einen natürlich sofort. Danach geht es unaufgeregter weiter. Der restliche Teil der Geschichte ist der Ermittlung gewidmet, wie und warum das Flugzeug überhaupt abgestürzt ist.

Die Charaktere fand ich sehr gut dargestellt. Besonders der Maler hat mir mit seinen klaren und strukturierten Gedanken sehr gut gefallen. Wäre schön, wenn wir mehr solcher Maler auf der  Welt hätten.

Die Presse wurde natürlich auch dargestellt, wie sie nun mal größtenteils ist: schäbig und menschenverachtend, alles unter dem Deckmäntelchen, dass die Menschheit ein Recht darauf hätte, die Wahrheit zu erfahren – auch wenn sie alles andere als die Wahrheit berichtet.

Dieser wirklich extreme Gegensatz hat mir sehr gut gefallen.

Eigentlich eine wirklich gute Geschichte mit einem eigenwilligen, interessanten Stil. Doch derart öde vom Sprecher vorgetragen! Fast jeder Satz hatte die gleiche Melodie, fing etwas höher an und endete etwas tiefer. Ich fand das schier zum Davonlaufen! Besonders in den Passagen, in denen im Präsenz berichtet wurde.

Eigentlich mag ich Matthias Koeberlin als Sprecher sehr gern, aber hier hat er mich beim ersten Hörversuch wirklich dazu gebracht, das Hörbuch abzubrechen. Beim zweiten Versuch habe ich dann aber ein Glück durchgehalten, auch wenn es mich nicht weniger störte. Aber ich wollte unbedingt wissen, wie die Story ausgeht. Und es hat sich wirklich gelohnt.

Man sollte sich von meiner Sprecherbeurteilung auch nicht allzu sehr beeinflussen lassen. Denn so wie es aussieht, stehe ich damit ziemlich alleine auf weiter Flur. Doch unerwähnt wollte ich es nicht lassen.

Sich die Story „Vor dem Fall“ anzuhören, lohnt sich „in jedem Fall“. 😉

Warum die Story nun keine 5 Pingus von mir bekommen hat? Stellenweise hat sie sich schon etwas gezogen. Ich mag zwar sehr detaillierte Beschreibungen sehr gerne, doch hier waren es für meinen Geschmack ein paar zu viele Details. Na, dafür gibt es aber auch eine gekürzte Version. Vielleicht hätte ich mich hier ausnahmsweise für diese entscheiden sollen.

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Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Noah Hawley – Vor dem Fall 

Peter James – Dich will ich töten: Der zehnte Fall für Roy Grace (Roy Grace 10)

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Single, 29 Jahre, rothaarig und feurig, Liebesleben in Schutt und Asche, sucht neue Flamme in ihrem Leben, um ihr Feuer neu zu entfachen. Spaß, Freundschaft und wer-weiß-vielleicht-auch-mehr?

„Dich will ich töten“ ist der 10. Fall für Roy Grace des englischen Bestsellerautors Peter James, in dem ein charismatischer Stalker das Leben seiner Ex-Freundin zerstören will.

Als Red Westwood den gutaussehenden, charmanten, reichen 35-jährigen Bryce Laurent über eine Dating-Agentur kennenlernt, ist sie sofort von seinem Charisma fasziniert. Aber je intensiver ihre Beziehung wird, umso mehr kommt seine dunkle Seite zum Vorschein. Bryce hat ein Lügengespinst ersonnen, nichts von dem, was er Red erzählt hat, entspricht der Wahrheit. Und langsam wächst ihre Angst. Nach einem Jahr verbannt sie ihn mit Hilfe der Polizei aus ihrer Wohnung und ihrem Leben. Aber nichts ist vorbei, der Albtraum beginnt erst jetzt. Denn Bryce ist besessen von Red. Er will alles zerstören, was ihr lieb und teuer ist. Und zum Schluss will er sie töten. Denn wenn er sie nicht haben kann, dann soll es auch sonst niemand. Kann Detective Superintendent Roy Grace einen Stalker stoppen, dessen Liebe so erdrückend ist wie der Tod?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Hans Jürgen Stockerl

Länge
12 h 29 m

Meine Meinung
Der 10. Fall für Roy Grace hat mich doch etwas enttäuscht zurückgelassen. Denn der Plot mit dem Thema: Stalker will sein Opfer töten ist nicht gerade neu oder außergewöhnlich verzwickt ausgearbeitet.

Zwar hat mir der private Part um Roy Grace wieder sehr gut gefallen, jedoch habe ich auch hier etwas zu bemängeln. Denn egal ob nun Roy mit seiner neuen Frau oder sein frisch verliebter Kollege: Die Liebenden können sich anscheinend nur mitteilen, dass sie sich unendlich lieben. Weitere Unterhaltungen gibt es fast nicht bei den Pärchen. Das fand ich sowas von einfallslos und auch irgendwie wenig ambitioniert niedergeschrieben.

Auch gab es für meinen Geschmack viel zu lange Leidensszenen, die genüsslich von Hans Jürgen Stockerl umgesetzt wurden. Stellenweise nervte mich das allgewaltig. Auch fand ich die Handlungen der Protagonistin oft überhaupt nicht nachvollziehbar. Unlogik schien ihr zweiter Vorname zu sein, was für mich die Story wenig glaubhaft erschienen ließ.

Nun will ich das Hörbuch aber nicht komplett verteufeln. Es war auch über weite Strecken kurzweilig. Ich durfte halt nur nicht zu sehr über die Glaubwürdigkeit nachdenken. Und es gab durchaus auch sehr spannende und atemraubende Szenen.

Den Sprecher fand ich insgesamt ganz gut, aber stellenweise auch etwas anstrengend, gerade bei den Leidensszenen strapazierte er wirklich meine Ohren.

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Siehe auch:

S. K. Tremayne – Stiefkind

stiefkindBeschreibung
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach Jahren als alleinerziehende Mutter hat sie sich mit dem reichen Anwalt David Kerthen zusammengetan und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau beging auf tragische Weise Selbstmord und stürzte in eine der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste. Die Leiche wurde nie gefunden.

Doch als Rachel mit ihrer Tochter und ihrem Stiefsohn Pläne für den nächsten Sommer schmieden will, äußert Jamie einen Satz, den sie nicht mehr vergessen kann: „Nächsten Sommer wirst du nicht hier sein. An Weihnachten wirst du sterben… und meine Mummy kommt zurück.“

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vera Teltz, Hans Jürgen Stockerl

Länge
10 h 53 m

Meine Meinung
Eins vorneweg: Der Klappentext stimmt nicht ganz mit der Geschichte überein!

Eine Freundin sagte zum Anfang diese Hörbuches: „Stiefkind ist ein Romantikthriller, es geht da weiter, wo Pretty Woman aufgehört hat.“ Das fand ich sehr treffend, denn anfangs scheint es zunächst wirklich eine reine Liebesgeschichte zu sein.  Und ja, es dauerte für meinen Geschmack ziemlich lange, bis sich das änderte. So ca. 6 Stunden.

Dann langsam nahm die Story etwas Schwung auf, seltsame Dinge scheinen zu geschehen und doch wieder nicht. Es wird zunehmend undurchsichtiger, und ich zweifelte so langsam sowohl am Verstand von Jamie als auch von Rachel. Als dann die an Demenz leidende Schwiegermutter etwas ausplaudert, wird es wirklich spannend. Zunehmend fragte ich mich, wem man denn noch trauen kann und wer nun verrückt ist und wer nicht. Sind etwa alle irgendwie krank? Diesen Eindruck hatte ich jedenfalls immer öfter.

Was ich allerdings wirklich unglaubhaft fand war, wie Rachel hinter das Geheimnis von Cornwall kam.

Was ich sehr interessant fand, waren die faszinierenden Landschaftsbeschreibungen und die Informationen bzgl. des Zinnbergbaus. Allerdings nahmen diese Beschreibungen auch immer wieder die zuvor mühevoll aufgebaute Spannung.

Vera Teltz fand ich hier sehr gut, Hans Jürgen Stockerl passte für meine Ohren für die Figur nicht so richtig.

Insgesamt hält sich meine Begeisterung also etwas in Grenzen.

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Siehe auch:

Sebastian Fitzek – Das Paket

das-paketBeschreibung
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den „Friseur“ nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der „Friseur“ könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden.

In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
7 h 29 m

Meine Meinung
Mittlerweile vergleiche ich ja Fitzeks Bücher mit dem blinden Kauf einer Pralinenschachtel. Man weiß nie, was man bekommt. Dementsprechend lange zögerte ich auch, bis ich mir seinen neuesten Thriller „Das Paket“ herunterlud.

Dieses Mal wurde ich relativ positiv überrascht. Zwar empfand ich auch dieses Hörbuch wieder als durch und durch konstruiert, aber es war recht spannend, hatte überraschende Wendungen, die ich – mit gutem Willem – nachvollziehen konnte und das Ende hätte ich so nun überhaupt nicht erwartet, weil es einfach – mal wieder – ein riesen großes Konstrukt war. Und natürlich gab es auch wieder völlig übertriebene Szenen. Aber das kennt man ja schon von Fitzek.

Aufgrund der Kürze der Geschichte hatte ich sie auch sehr schnell durch, was ich hier auch sehr schätzte, denn unterbrechen wollte ich sie ungern und viel länger hätte ich diesem „Drama“ auch nicht zuhören wollen. Bei der Stange hielten mich die Ereignisse, die sich schier übereinander stapelten. Also Tempo kann er, der Sebastian Fitzek.

Doch wie schon zuvor erwähnt, sind mir seine Bücher mittlerweile – und hier auch wieder – einfach einen Tick zu konstruiert. Man hat nicht den Eindruck, dass sich die Protagonisten während der Geschichte groß entwickeln dürfen. Jede Persönlichkeit scheint bei Fitzek zu Beginn des Schreibens schon fix und fertig gestylt und charakterisiert zu sein, deshalb gibt es in Sachen Persönlichkeitsentwicklung auch recht wenig zu vermelden. Da fehlt einfach – wie soll ich es ausdrücken – ein wenig die Seele, der Mensch an sich.

Simon Jäger fand ich hier sehr gut. Er hat die einzelnen Personen sehr glaubhaft gesprochen.

Insgesamt fand ich „Das Paket“ eine kurzweilige Unterhaltung, die nett für zwischendurch ist, aber schon morgen wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden sein wird. Die Story bleibt nicht haften. Dafür ist sie einfach zu schwach, zu konstruiert und das Thema mittlerweile auch zu abgedroschen.

Vielleicht sollte man Sebastian Fitzek einfach mal wieder mehr Zeit gönnen, um wieder einen richtig guten Thriller schreiben zu können. Denn dass er das kann, hat er ja schon bewiesen. Nur eben die letzten Jahre, seit dem er so beliebt und berühmt geworden ist, nicht mehr. Mich würde es nicht wundern, wenn dies einfach dem zeitlichen Druck zu Schulden wäre, unter dem er höchstwahrscheinlich steht.

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Siehe auch:

Nele Neuhaus – Im Wald (Bodenstein & Kirchhoff 8)

im-waldBeschreibung
Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander ermitteln wegen Brandstiftung – und bald auch wegen Mordes.

Kurz darauf wird eine alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand – und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Doch es bleibt nicht bei zwei Toten.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Oliver Siebeck

Länge
20 h 09 m

Meine Meinung
Bei dieser Geschichte geht man über 40 Jahre zurück ins Jahr 1972. Damals verschwand Bodensteins bester Freund und sein zahmer Fuchs. Dieses Ereignis hat Bodenstein bis heute nicht überwinden können, machte er sich doch furchtbare Vorwürfe, da er lieber Fernsehen schauen wollte, anstatt seinen Freund nach Hause zu begleiten. Und das obwohl er wusste, dass sein Freund von den anderen Kindern im Dorf immer übelst geärgert wurde, wenn er nicht an seiner Seite war.

40 Jahre später geschehen Morde, die doch sehr ungewöhnlich scheinen, da sich unter den Opfern unter anderem auch Menschen befinden, die sowieso nicht mehr lange zu leben hatten. Warum also mussten sie ermordet werden? Die Suche nach dem Motiv erwies sich als langwierig und besonders für Bodenstein sehr schwierig, da er ja selbst aus dem Dorf stammte und alle gut kannte.

Und eben diese Motiv- und Mördersuche wurde über 20 Stunden bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Jede Bekanntschaft, jede Verwandschaft wurde hier erklärt und geschildert. Viele Details führten einen in die Irre und trotzdem wurden sie genauestens beleuchtet. Das zog die Geschichte natürlich enorm in die Länge und steigerte meiner Meinung nach nicht gerade die Spannung. Es ist zwar eine interessante Geschichte, aber keine spannende. Dementsprechend lange habe ich auch mit dem Hörbuch gebraucht. Das ist eigentlich völlig untypisch für mich. Normalerweise höre ich in jeder freien Minute, hier war es anders. Ich schob sogar zwei andere Hörbücher zwischen rein, da ich einfach keine Lust hatte, „Im Wald“ weiterzuhören.

Ob nun die gekürzte Version eine Überlegung wert ist, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich nicht weiß, was herausgestrichen wurde. Und den meisten anderen Hörern hat die lange Version ja auch sehr gut gefallen. Man sollte sich also – wie immer – seine eigene Meinung bilden.

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Siehe auch: