Lucinda Riley – Die Perlenschwester (Die sieben Schwestern 4)

Beschreibung
Von den exotischen Stränden Thailands in die Weiten des australischen Outbacks.

Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d’Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen, einer Schottin, die im 19. Jahrhundert nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Katharina Spiering, Oliver Siebeck, Katja Hirsch

Länge
18 h 21 m

Meine Meinung
Um CeCe dreht sich der 4. Teil der Reihe „Die sieben Schwestern“. Eigentlich gab es CeCe bisher nur im Doppelpack mit ihrer Schwester Star. Doch da diese sich im 3. Teil endlich von ihrer Schwester abnabelte, stand CeCe nun ziemlich alleine da und machte sich dann halt doch auf, ihre eigenen Wurzeln zu finden. Die Hinweise, die ihr ihr Vater hinterlassen hatte, waren – wie so üblich – recht spärlich. Doch eines war klar: Sie führen sie nach Australien und hier sogar bis ins Outback zu den Aborigines.

Doch bis sie in Australien ankommt, strandet sie zunächst in Thailand. Dort lernt sie den sympathischen Ace (ich vermute er schreibt sich so, alle Leser des Romans mögen mich hier gerne korrigieren) kennen, der seine Herkunft und seine wahre Identität vor ihr verborgen hält. Doch für CeCe ist das ok. Als sie ein wenig von sich preisgibt, besorgt Ace sofort die Biografie von Kitty Mercer, auf die die Hinweise ihres Vaters hindeuten. CeCe findet das nun nicht so toll, muss sie ihm doch gestehen, dass sie nicht gerade gut lesen kann. Er nimmt es locker und beginnt ihr die Biografie vorzulesen.

Als sie weiter nach Australien reist, wird sie bereits am Flughafen von einer äußerst hilfsbereiten Servicemitarbeiterin begrüßt. Die beiden schließen recht schnell Freundschaft. Dadurch gelingt es CeCe sehr schnell, ihre Wurzeln  zu finden. Und hier komme ich nun zum wirklich sehr interessanten Teil der Geschichte. Denn ihre Wurzeln basieren auf einer äußerst starken und tapferen Persönlichkeit: Kitty Mercer.

Die historische Geschichte um Kitty Mercer, die aus der Not heraus zu einer äußerst erfolgreichen Geschäftsfrau im Perlenfischergewerbe wurde, fand ich sehr interessant. Sie war keine Minute langweilig. Ich konnte mir das kleine Städtchen irgendwo im Nirgendwo sehr gut vorstellen und welche Probleme eine alleinstehende Frau dort durchlebt. Ok, sie war nicht von Anfang an alleinstehend. Für sie galt es äußerst turbulente Jahre zu durchleben, bis sie einigermaßen zur Ruhe fand. Hier gibt es übrigens einige sehr aufregende aber auch sehr lustige Szenenbeschreibungen.

Diesen historischen Teil bewerte ich liebend gerne mit 5 Punkten, denn ich lauschte wirklich gebannt jeder Sekunde.

Den aktuellen Part um CeCe hingegen fand ich zwar auch interessant, besonders als sie …. (wird nicht verraten), doch insgesamt fand ich die Gegenwartsstory derart schnulzig, dass es für mich echt grenzwertig war. Auch war mir die Portion an Selbstmitleid und -zweifel einfach ein wenig zu ausgesprägt. Für die Gegenwartsstory kann ich nur 3 Punkte vergeben. Mehr nicht.

Im Gesamtbild ergibt dies eine Bewertung von 4 Punkten für die Story insgesamt.

Den Sprecher Oliver Siebeck fand ich absolut klasse. Den Punktabzug gibt es für die beiden Frauen. Die Erzählerin von CeCes Part fand ich meist gut, doch die Vorschausprecherin auf den nächsten Teil fand ich wirklich nicht so gut. Ich weiß jetzt leider nicht, welche der beiden Damen welchen Teil gesprochen hat.

Ich hoffe sehr, dass der 5. Teil der Reihe nicht nochmals an „Schnulzigkeit“ zulegt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Lucinda Riley – Die Perlenschwester

Siehe auch:

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Stephan Ludwig – Wie du mir

Beschreibung
Leichenfund am Fluss: Hauptkommissar Claudius Zorn kann es nicht fassen, als er eines Morgens neben Staatsanwältin Frieda Borck aufwacht. Wie, bitteschön, konnte das passieren? Doch eigentlich hat Zorn noch ein viel größeres Problem: Schröder und er ermitteln in einem neuen Fall, die Leiche eines jungen Mannes wurde an einen Baum gefesselt am Flussufer gefunden. In seinem Oberschenkel steckt ein Zimmermannsnagel. Bei den Ermittlungen stößt Zorn auf etwas, das er lieber nie gefunden hätte. Denn der Tote hat kurz vor seiner Ermordung eine Nummer gewählt, die Zorn kennt…

Sprecher
David Nathan

Länge
7 h 38 m

Meine Meinung in Kürze
Der sechste Zorn-Krimi hat mir wieder gut gefallen. Allerdings habe ich auch einiges zu bemängeln.

Zunächst zur Story: Die Anfangsszene fand ich unglaublich gut beschrieben. Alles was danach kam, war zwar auch gut und spannend, hat mich aber nicht so sehr in den Bann gezogen, wie sonst. Vielleicht lag das an der Kürzung? Vielleicht lag es auch daran, dass sich Zorn irgendwie sehr verändert hat? Ich hatte stellenweise wirklich meine Mühe, die beschriebene Person mit Zorn in Einklang zu bringen. Auch die Dialoge zwischen Zorn und Schröder fand ich nicht mehr so cool genial, wie in den früheren Folgen. Das klingt nun furchtbar negativ. Doch so ist es nicht gemeint. Ich fand es nur bemerkenswert.

Doch was mich wirklich aufgeregt hat, war das absolute Unverständnis von Schröder und Frieda Borck. Wer das Hörbuch schon gehört hat, wird wissen, welche Szene ich hier anspreche. Wie siehst du das? Ich meine, wir sind doch alle als erstes einmal Menschen. Für mich kommen Job und Anweisungen erst danach. Ich fand Zorns Verhalten menschlich absolut nachvollziehbar. Doch er wird mit heftiger Missachtung gestraft. Da braucht man sich eigentlich nicht mehr zu wundern, dass der Mensch heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Andere Dinge wie Vorschriften, Regeln und Pflichtbewusstsein stehen über den menschlichen Bedürfnissen. Ich finde das schlimm.

Der Showdown am Ende war auch wieder sehr klasse beschrieben. Unglaublich dramatisch was hier passiert.

D. h. für die Bewertung: Insgesamt ist „Wie du mir“ eine wirklich gute Fortsetzung der Reihe, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man die Zorn-Reihe gerne mag.

David Nathan als Sprecher fand ich wieder sehr gut.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephan Ludwig – Zorn: Wie du mir

Siehe auch: 

Lester Powell – Die Dame ist leichtfertig

Beschreibung
Philip Odell tappt in die Falle. Anfangs soll Philip Odell nur dem Verschwinden von Paula Ballard nachspüren, einem Fotomodell und außerdem die Adoptivtochter eines Londoner Unternehmers. Doch er gerät in finstere Kreise: Seine Partnerin Heather McMara wird entführt und Philip erpresst: Er soll heiße Ware nach Paris schmuggeln, begleitet von der überaus attraktiven Margaret. Und noch ahnt er nicht, in welche Gefahr er sein Leben – und das seiner geliebten Heather – dadurch bringt.

Sprecher
Albert-Carl Weiland, Brigitte Dryander, Fritz Haneke u. v. m. (-> Hörspiel)

Länge
3 h 52 m

Meine Meinung
Nostalgisch. Dieses Hörspiel ist bereits etwas älter… ca. so alt wie ich 😉 Doch trotz des schon fortgeschrittenen Alters ist diese Detektivgeschichte kurzweilig, mitreißend und mit herrlichen Dialogen gespickt. Auch der Plot ist durchweg sehr clever durchdacht und aufgebaut. Am Ende darf man dann auch noch richtig um das Leben der Protagonisten zittern. Soviel zu wirklich sehr guten Detektivgeschichte.

Nun zur Machart des Hörspiels: Prinzipiell fand ich es gut gemacht. Alle Sprecher fand ich toll und passend gewählt. Doch eine Unart, die zu der damaligen Zeit gerne angewendet wurde, ist diese furchtbar schrille, disharmonische Melodie, die nach manch einer Sequenz eingespielt wurde. Gar furchtbar finde ich das. Als Hörer bemerkt man durchaus selbst, dass es gerade sehr brenzlig für die Protagonisten wird. Da braucht es nicht diese in den Ohren schmerzenden Geräusche. Dafür gibt es ganz klar Punktabzug. Auch wenn es damals so üblich war, das hat mich schon immer furchtbar gestört.

Doch insgesamt ist diese antiquierte Detektivgeschichte eine herrlich erfrischende Story, die durch ihre spritzigen Dialoge wirklich glänzt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Lester Powell – Die Dame ist leichtfertig

Ferdinand von Schirach – Verbrechen

Beschreibung
Der renommierte Strafverteidiger Ferdinand von Schirach kennt die Brüche der Welt. Der Umgang mit Schuld und Unschuld bestimmt seinen Alltag. Doch was ist Schuld eigentlich? Wer will richten über Täter, die zugleich auch Opfer sind?

Mit dem scharfen Blick eines begnadeten Analytikers erzählt Ferdinand von Schirach von menschlichen Dramen und vielfachem Scheitern, von seelischen Abgründen, die sich einer einfachen Bewertung entziehen.

Sprecher
Burghart Klaußner

Länge
3 h 28 m

Meine Meinung
Geschichten die das Leben schreibt.  Erzählt werden hier verschiedene Geschichten, die sich wohl alle so zugetragen haben und bei denen es nun wirklich nicht einfach ist, zu richten. Am besten haben mir die erste und die letzte Geschichte gefallen. Beide habe ich auch verfilmt gesehen. Auch die Filmfassung ist übrigens sehr gut! Ich glaube allerdings, dass alle Geschichten aus „Verbrechen“ verfilmt wurden.

Dass Ferdinand von Schirach mit solchen Schicksalen an die Öffentlichkeit geht, finde ich sehr gut. Denn allzu schnell wird doch verurteilt, ohne dass man die wahren Hintergründe weiß. Dass man etwas vorsichtig mit seinen Urteilen sein sollte, wird mit diesen Geschichten wieder einmal überdeutlich.

Burghart Klaußner als Sprecher gefiel mir ebenfalls sehr gut.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ferdinand von Schirach – Verbrechen

Siehe auch:

Andreas Winkelmann – Housesitter

Beschreibung
Stell dir vor, du kommst mit deiner Freundin aus dem Urlaub in dein Haus zurück. Du merkst sofort, dass irgendetwas anders ist: Die Möbel sind verrückt. In der Küche stehen benutzte Töpfe. Die Handtücher riechen fremd.

Dann spürst du einen jähen Schmerz – und es wird Nacht um dich. Stell dir vor, du wachst erst nach Tagen im Krankenhaus auf. Deine Freundin ist verschwunden – entführt. Denn da draußen ist jemand, der sich nach einem warmen Heim sehnt. Nach einer liebenden Frau. Nach deinem Leben. Und er ist zu allem entschlossen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
13 h 34 m

Meine Meinung in Kürze:
Der selbsternannte Housesitter ist nicht gerade zimperlich. Er hat einen Traum und diesen verfolgt er akribisch. Die Story an sich ist ziemlich gut, wenn auch nicht gerade berstend vor Spannung.

Normalerweise liege ich mit meinen Vermutungen, wer denn wohl der Übeltäter ist, daneben. Hier allerdings nicht. Schon sehr schnell war mir hier klar, vor wem man sich in Acht nehmen muss.

Den Sprecher Richard Barenberg fand ich hier etwas steif. Eine kleine Auflockerung gibt es etwa in der Mitte des Hörbuches, als Barenberg eine weibliche Stimme spricht, obwohl es eine männliche Rolle war und er sich selbst korrigiert. Ein klarer Fehler, der wohl vergessen wurde, herauszuschneiden. Doch finde ich das nicht schlimm, im Gegenteil, es lässt einen kurz aufhorchen, zurückspulen, nochmals hören und grinsen. Netter kleiner Fauxpas.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Winkelmann – Housesitter

Siehe auch: 

Jo Nesbo – Durst (Harry Hole 11)

Beschreibung
Ein Serienkiller findet seine Opfer über die Dating-App Tinder. Die Osloer Polizei hat keine Spur. Der einzige Spezialist für Serientäter, Harry Hole, unterrichtet jetzt an der Polizeihochschule, um mehr Zeit für seine Frau Rakel und ihren Sohn Oleg zu haben. Doch Holes alter Chef kennt Olegs Vergangenheit und setzt ihn so unter Druck. Der Kommissar gibt schließlich nach und übernimmt den Fall. Als eine weitere junge Frau verschwindet – ausgerechnet eine Kellnerin aus Holes Stammlokal – , muss der Ermittler befürchten, dass der Mörder für ihn kein Unbekannter ist.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
18 h 19 m

Meine Meinung in Kürze
Insgesamt hat mir der 11. Teil der Reihe wieder gut gefallen, allerdings war ich mit dem Ende nicht so ganz glücklich. Doch bevor es zum Ende kommt, erlebt man viele spannende Stunden, die nicht so leicht verdaulich sind. Denn der Serienkiller geht nicht gerade liebevoll mit seinen Opfern um. Man sollte also einiges verkraften können.

Uve Teschner gefiel mir wie meist, wieder ziemlich gut.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jo Nesbø – Durst (Harry Hole 11)

Siehe auch:

Aus der Harry Hole-Reihe:

Andere:

Yaa Gyasi – Heimkehren

Beschreibung
»Heimkehren« von Yaa Gyasi: Eine berührende Familiengeschichte zwischen Afrika und Amerika

Ghana, 18. Jahrhundert: Die beiden Mädchen Effia und Esi wachsen auf, ohne zu wissen, dass sie Halbschwestern sind. Geboren von derselben Mutter, könnten ihre Lebenswege kaum unterschiedlicher sein: Effia heiratet als eine der ersten Frauen des Dorfes einen weißen Engländer, der eine Schlüsselrolle im Sklavenhandel spielt, und folgt ihm auf die Festung Cape Coast, auf der sie fortan lebt. Effia, ihre Halbschwester, wird dagegen bei einem Überfall auf das Dorf gefangen genommen und mit Tausenden anderen erst in die Verliese von Cape Coast und dann auf die Baumwollplantagen Amerikas verschifft. Und mit einer fesselnden erzählerischen Kraft folgt die Autorin Yaa Gyasi den Nachkommen beider Frauen über acht Generationen hinweg bis in die Gegenwart hinein: Von den Baumwollplantagen im Süden der USA über die Große Migration, von den Missionaren und dem Kampf gegen die Briten in Ghana, bis hin zu den Jazzclubs in Harlem entsteht ein berührendes Epos, das tief in die Geschichte der Sklaverei, der Schwarzen in Amerika, des Kolonialismus und der Befreiung eintaucht.

Ein überwältigendes Hörerlebnis: »Heimkehren« von Yaa Gyasi als ungekürzte Lesung mit einem überragenden Ensemble aus 14 Schauspielern

In »Heimkehren« fängt jedes Kapitel die Stimme eines weiteren Nachkommen von Effia und Esi auf der afrikanischen und der amerikanischen Seite der Familie ein. Die acht Generationen bis in die Gegenwart hinein werden von einem hochkarätigen Sprecherensemble aus 14 Schauspielern verkörpert:  Bibiana Beglau, Jule Böwe, Johann von Bülow, Britta Steffenhagen, Wanja Mues, Bjarne Mädel, Götz Schubert, Rike Schmid, Judith Engel, Lisa Wagner, Stefan Kaminski, Felix Goeser, Jodie Ahlborn und Max Mauff. Und noch in der Gegenwart sind die Lebenslinien beider Familienzweige eng miteinander verknüpft…

Sprecher
Diverse (siehe oben)

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Letztens hatte ich das Hörbuch „Ich habe einen Namen“ von Lawrence Hill gehört. Das war mein erstes Hörbuch bezüglich des Themas Sklaverei. Da ich dieses Hörbuch äußerst eindrucksvoll fand, wollte ich weitere Hörbücher in dieser Richtung hören. Da kam „Heimkehren“ von Yaa Gyasi genau richtig.

Heimkehren ist nun ganz anders aufgebaut. Auch hier wird zum Thema gemacht, dass sich einzelne afrikanische Stämme quasi gegenseitig verraten und geholfen haben, die Menschen aus anderen Stämmen zu verkaufen. Unvorstellbar finde ich das. Aber so war das wohl. Und wie einer der Stammeshäuptlinge sagte: „Es kommt darauf an, wer am meisten bietet“. Erschreckend, dass es immer nur um Reichtum geht. Schon damals. Warum wundern wir uns also heute darüber, dass es schlimmer wird?

Die Erzählweise fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Denn jedes Kapitel wurde von einem anderen Nachkommen der beiden Geschwister erzählt. Das fand ich stellenweise schon sehr verwirrend. Denn zunächst war das für mich überhaupt nicht ersichtlich. Erst ziemlich am Ende fügt sich dann alles zu einem Bild zusammen. Das hat mir jedoch das Hören etwas erschwert, da ich den roten Faden lange Zeit nicht so richtig fand.

Die Sprecher – und es waren hier einige am Start – fand ich durch die Bank weg sehr gut und passend eingesetzt.

Ich weiß, man soll ja keine Vergleiche ziehen, aber ich bin auch nur ein Mensch 😉 Insgesamt hat mir „Ich habe einen Namen“ besser gefallen. Die Geschichte fand ich eindrücklicher als „Heimkehren“. Doch nichtsdestotrotz ist „Heimkehren“ auch empfehlenswert.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei DAV. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Yaa Gyasi – Heimkehren

Herzlichen Dank an DAV für das Rezensionsexemplar!

Siehe auch:

Jan Guillou – Die Brückenbauer (Die Brückenbauer 1)

Beschreibung
Packend, atmosphärisch, farbenprächtig – das große Jahrhundertabenteuer

Als ihr Vater vom Fischfang nicht zurückkehrt, werden Lauritz, Oscar und Sverre zu Halbwaisen. Sie sind noch Kinder, trotzdem schickt ihre Mutter sie zu einer Lehre fort in die Stadt. Die drei Jungen nehmen ihr Schicksal klaglos an. Mehr noch: Begierig und gelehrig saugen sie das Wissen in sich auf. Zwanzig Jahre später beenden sie ihr Studium mit Auszeichnung. Aus den drei Fischerjungen sind die besten Brückenbauer des Landes geworden. Doch nur einer scheint seine Bestimmung zu finden…

Sprecher
Tobias Kluckert

Länge
21 h 46 m

Meine Meinung
Bei dieser Geschichte haben mir manche Teile sehr gut gefallen, andere nicht so gut. Die drei Halbwaisen werden – wie oben bereits beschrieben – als Kinder bereits fortgeschickt, um eine Lehre zu beginnen. Heimlich bauen sie nachts an einem Wikinger-Schiff, das – als es entdeckt wurde – zu ihrer sofortigen Entlassung führt. Einzig ein Mann erkennt die Genialität der drei Brüder und setzt sich fortan für sie ein.

So bekommen sie eine solide Schulbildung und ein Ingenieurstudium in Deutschland obendrauf. Als „Wiedergutmachung“ für dieses Geschenk sollen sie als fertige Ingenieure am Bau der Bergenbahn in Norwegen mitwirken. Doch nur einer der drei Brüder kommt seiner Verpflichtung tatsächlich nach und kehrt nach Norwegen zurück. Den zweiten Bruder verschlägt es nach Afrika, vom dritten hört man kaum noch etwas in der gesamten Geschichte.

Den Bau der Bergenbahn fand ich äußerst interessant und kurzweilig geschildert, fand er doch unter schier unvorstellbaren Voraussetzungen bei Eis und Sturm statt. Die Story des zweiten Bruders in Afrika fand ich zwar auch insgesamt gut, da hier aber auch sehr viel über die Jagdsafari berichtet wurde, stellten sich mir hier ständig die Nackenhaare hoch. Ok, es war eine andere Zeit, damals war das noch „normal“, die Tiere einfach abzuschlachten. Aber ich muss gestehen, mir macht es einfach keinen Spaß, mir das anzuhören. Doch interessant vom Bahnbau her war es trotzdem.

Ich konnte diese Geschichte nicht in einem Rutsch hören. Ich hörte immer mal wieder ein anderes Hörbuch zwischendurch. Doch das tat der Gesamtstory keinen Abbruch. Insgesamt fand ich es eine wirklich interessante Story, da mich das Thema Brückenbau schon immer sehr fasziniert.

Tobias Kluckert als Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Er passte sehr gut zu der Geschichte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jan Guillou – Die Brückenbauer (Die Brückenbauer 1)

Wulf Dorn – Die Kinder

Die KinderBeschreibung
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, scheint unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
David Nathan

Länge
9 h 10 m

Meine Meinung
„Die Kinder“ beginnt sofort mit einem schrecklichen Ereignis. Sehr schnell ist man somit mitten in der Geschichte und lauscht gebannt den Ereignissen. Es ist alles äußerst seltsam, was die Frau, die von dem Psychiater verhört wird, zu erzählen hat. Dies ist auch der Stil des kompletten Buches. Die Frau erzählt die Geschichte im Rückblick unter Schock. Als Hörer klebt man also förmlich an ihren Lippen, da man sich einfach nicht vorstellen kann, wie ein ganzes Dorf verschwinden kann. Dafür muss es doch eine logische Erklärung geben. Doch lange harrt man vergeblich aus, es will alles einfach keinen Sinn ergeben und es scheint auch so, dass man den Geschehnissen kaum näher kommt. Doch nichtsdestotrotz ist es spannend erzählt. Die Frau weiß so einiges zu berichten, was ganz und gar nicht langweilig ist, sehr seltsam zwar, aber nicht langweilig. Leider fand ich das Ende dann ziemlich misslungen, so abwegig fand ich diese Erklärung. Schade. Denn der Umweltaspekt, der hier ganz klar ausgearbeitet wurde, hätte durchaus Raum für bessere Erklärungen gegeben. Doch so fand ich eine wirklich gute Idee leider nur im Ansatz auch gut ausgeführt.

Aber ok, wenn man spannende und zum miträtseln geeignete Stunden verbringen möchte, dann ist „Die Kinder“ sicherlich nicht die schlechteste Wahl.

Von David Nathan hatte ich in letzter Zeit kaum ein Hörbuch gehört, weshalb ich mich wirklich freute, ihn mal wieder zu hören. Und er war wieder bombastisch gut.

Von mir gibt es jedoch für die Aufklärung einen Punkt Abzug.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Wulf Dorn – Die Kinder

Siehe auch: 

Margaret Atwood – Die Geschichte von Zeb (Die MaddAddam-Trilogie 3)

Beschreibung
Die wasserlose Flut, eine Pandemie ungeheuren Ausmaßes, ist über die Erde hinweggegangen und hat die Menschheit ausgelöscht. Bis auf einige wenige Überlebende, die sich im Lehmhaus eines verwahrlosten Parks zusammenfinden und den Gefahren einer entvölkerten, anarchischen Welt trotzen. Unter ihnen Toby, die ehemalige Gottesgärtnerin, und Zeb, ein großherziger Draufgänger, der zum Anführer der kleinen Truppe wird.

Während der Flut hat Toby, in einem Spa verschanzt, auf ihn gewartet; beharrlich an seine Rückkehr geglaubt, nun treffen sie, am Ende der Welt, wieder zusammen. Ein Endzeitszenario, so gewaltig und bedingungslos, wie es nur Margaret Atwood entwerfen kann. Eine Welt, die außer Kontrolle geraten ist, die sich selbst bezwungen und auf null zurückgesetzt hat. Wie in „Das Jahr der Flut“ stellt Atwood einmal mehr ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Möge die Welt auch zugrunde gehen, von Margaret Atwood lassen wir uns bereitwillig an den Abgrund führen. Kein Untergang, dem diese Autorin nicht mit Humor und erzählerischer Verve beikommen würde.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
13 h 18 m

Meine Meinung
Im dritten und letzten Teil der MaddAddam-Trilogie führen alle Stränge zusammen, so dass man dann erst ein Gesamtbild des ganzen Szenarios bekommt. Ich finde, dass hat die Autorin sehr geschickt gemacht. Fand ich in Teil 1 die Beschreibungen der Optimierung der menschlichen Rasse durch Aspekte aus der Fauna sehr faszinierend und in Teil 2 die vielseitige Nutzung der Pflanzen, so fehlen hier in Teil 3 diese Aspekte ziemlich komplett. Hier ging es mehr um die Geschichte von Zeb und um das Überleben der kleinen Truppe, die wir näher betrachten konnten.

Insgesamt kann ich diese Endzeitstory durchaus empfehlen. Ich finde, die Trilogie hat eine ganz besondere Erzählstruktur inne, die man nicht so oft findet. Auch spart sie nicht an genialen Erfindungen und Namensgebungen. Und das erschreckende dabei ist, dass alles durchaus im Rahmen des Vorstellbaren liegt. Denn weit entfernt davon scheinen wir nicht mehr zu sein.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Margaret Atwood – Die Geschichte von Zeb (Die MaddAddam-Trilogie 3)

Siehe auch: