Simon Beckett – Die ewigen Toten

Beschreibung
Verlorene Orte. Vergessene Tote.

Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren stillgelegt, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche gefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Tote, das sieht David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als beim Versuch, die Leiche zu bergen, der Boden des baufälligen Gebäudes einbricht, entdeckt der forensische Anthropologe ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…

Sprecher
Johannes Steck

Länge
13 h 11 m

Meine Meinung
Nach sehr langer Zeit habe ich mir mal wieder einen Simon-Beckett-Thriller angehört. Und doch war mir die Figur David Hunter direkt wieder präsent. Dieser Fall führt David in ein verlassenes Krankenhaus, das in Kürze abgerissen werden soll. Doch auf dem Dachboden wurde eine mumifizierte schwangere Frau gefunden. Als dann bei der Bergung der Leiche der Boden des Dachbodens zum Teil einstürzt, wird ein Zimmer entdeckt, dass weder Fenster noch Türen hat. Sich allerdings drei Betten mit zwei Toten darin befinden. Und schon beginnt das Drama. Alles wird genauestens untersucht, die Überreste aufs Gründlichste untersucht. Hier gibt es noch etliche Nebenstränge, die nicht uninteressant sind, allerdings hier nicht erwähnt werden sollen.

Bei den Alleingängen von David Hunter gerät er schnell in Lebensgefahr und man kann gar nicht anders, als mit ihm mitzuzittern. Ich fand das äußerst spannend beschrieben. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich das Thema Forensik nicht mehr ganz so prickelnd interessant finde, wie früher. Es ist zwar nach wie vor erstaunlich, was man anhand solch alter menschlicher Überreste alles feststellen kann, doch so richtig gepackt haben mich diese Beschreibungen nicht mehr. Da fand ich das beschriebene Umfeld wesentlich spannender.

Johannes Steck, den ich eigentlich sehr gerne als Sprecher habe, hat mich hier nicht ganz überzeugen können. Meiner Meinung nach hat er hier sämtlichen Frauen eine furchtbare Stimme verpasst, die man gar nicht als Frau identifizieren konnte. Das hat mich sehr gestört. Aber den Rest hat er prima gemacht.

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Andreas Brandhorst – Ewiges Leben

Beschreibung
Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag: Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat.

Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen…

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
20 h 04 m

Meine Meinung in Kürze
Es ist sicherlich eine gute Idee, mit dem sich das Buch befasst, doch so wirklich gepackt hat mich die Story leider nicht. Ich kann gar nicht genau beschreiben, woran das lag, was mir gefehlt hat, aber irgendwie hat hier bei vielem einfach das Quentchen gefehlt, dass mich in Begeisterung versetzt hätte.

Nichtsdestotrotz ist es eine interessante Geschichte, die zwar auch einige Länge aufweist, aber insgesamt doch recht unterhaltsam ist.

Richard Barenberg fand ich wieder sehr gut. Ich habe ihn mittlerweile als sehr guten Sprecher zu schätzen gelernt.

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Steffen Jacobsen – Bestrafung (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 2)

Beschreibung
Dänemark verliert seine Unschuld, als ein Selbstmordattentäter im Tivoli, dem beliebtesten Vergnügungspark des Landes, eine Bombe zündet. Mehr als Tausend Menschen finden den Tod. Doch niemand bekennt sich zu dem Anschlag, und die Ermittlungen laufen ins Leere. Bis Kommissarin Lene Jensen eine Verbindung zu einem vermeintlichen Selbstmord im U-Bahnhof Nørreport herstellt. Gemeinsam mit Privatdetektiv Michael Sander geht sie der Sache auf den Grund. Sie finden Schreckliches.

Sprecher
Josef Vossenkuhl

Länge
14 h 12 m

Meine Meinung in Kürze
Auch die Fortsetzung von „Trophäe“ ist wieder spannungsreich und spart nicht an  Toten. Aber gut, mit einem Bombenanschlag im Tivoli, dem größten Freizeitpark Dänemarks, hat man natürlich gleich eine Menge Morde begangen.

Zunächst muss hier Lene Jensen alleine in diesem verzwickten Fall von Terror ermitteln, erst ab ca. der Hälfte tritt auch Michael Sander in Erscheinung.

Insgesamt ist die Fortsetzung auch wieder kurzweilig und abwechslungsreich. Auch hier hat man irgendwie ständig Angst.

Josef Vossenkuhl hat mir auch hier wieder gut gefallen.

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Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Steffen Jacobsen – Bestrafung (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 2)

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Min Jin Lee – Ein einfaches Leben

Beschreibung
Ein Epos über Liebe, Opfer, Ambition und Loyalität, umwerfend erzählt und zutiefst ergreifend.

Anfang des 20. Jahrhunderts erliegt die jugendliche Sunja, geliebte Tochter eines koreanischen Fischers, dem Charme eines reichen Fremden. Er verspricht ihr die Welt, aber sie lässt sich nicht kaufen; als sie schwanger wird, erfährt sie, dass er verheiratet ist. Wenn das Herz bricht, muss der Kopf die Entscheidungen treffen, und so weist sie den Vater ihres Sohnes zurück und nimmt das Heiratsangebot eines sanften, kränklichen Pfarrers an, der auf dem Weg nach Japan ist. Sunja weiß nicht, dass sie mit dieser Entscheidung eine dramatische Geschichte lostritt, die Folgen hat für alle weiteren Generationen…

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
17 h 13 m

Meine Meinung
Dieses Familienepos erstreckt sich über 4 Generationen. Klar, dass somit sehr viele Personen in dieser Geschichte, die voller Leid und Kampfgeist ist, vorkommen. Etwas erschwerend fand ich manchmal, dass diese vielen Personen nicht nur einen Namen, sondern gleich zwei hatten – einen koreanischen und einen japanischen. Manchmal kam es mir so vor, als wären es noch mehr. Das fand ich etwas verwirrend.

Doch von vorne. Sunja ist die Tochter eines armen koreanischen Fischers. Sie wird von einem fremden wesentlich älteren Mann umgarnt und erliegt seinem Charme. Als sie schwanger ist, gesteht er ihr, dass er bereits eine Frau und drei Töchter in Japan hat. Doch sie könne seine Frau hier in Korea sein, er würde für sie sorgen, es würde ihr an nichts mangeln. Doch die stolze Sunja lehnt sein Angebot ab. Als zur gleichen Zeit ein ärmlicher aber herzensguter Pfarrer ihren Weg kreuzt, und er ihr anbietet, sie zu heiraten, nimmt sie den Antrag an und reist mit ihm weiter nach Japan. Denn dorthin – zu seinem Bruder – war der junge Geistliche unterwegs. Doch in Japan angekommen muss Sunja schnell feststellen, dass sie als Koreaner in Japan kein Ansehen genießen. Sie werden als Menschen zweiter Klasse behandelt und so geht ihr hartes Leben weiter.

Sehr interessant fand ich die beschriebenen Schwierigkeiten, die die Koreaner in Japan hatten. Selbst in zweiter und dritter Generation in Japan wurden alle Koreaner abgelehnt und grundsätzlich als Verbrecher abgestempelt. Als Koreaner hatte man in Japan kaum die Möglichkeit, Fuß zu fassen. Zumindest nicht in seriösen Geschäften. Somit ist es kaum verwunderlich, dass viele Koreaner ihr Glück im Glücksspiel mit dem beliebten japanischen Spiel Pachinko versuchten. Hier konnte man mächtig viel Geld verdienen und war somit natürlich als Verbrecher abgestempelt. Egal, ob man das Geschäft ehrlich betrieb oder nicht.

Hochdramatisch geht es in dieser Geschichte zu. Es gibt sehr viele Schicksalsschläge. Doch auch immer wieder hoffnungsvolle Ereignisse füllen dieses Familienepos mit Leben. Da es über mehrere Generationen erzählt wird, gibt es natürlich mehrere Protagonisten im Wandel der Zeit. Diese wurden immer sehr genau beleuchtet und als Personen dargestellt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Einzig die manchmal kläglichen Beschreibungen von Dingen, um die es sich lange Zeit drehte, fand ich sehr schade. So gibt es z. B. eine Episode, in der die Speise Kimchi eine Hauptrolle spielt. Doch was das ist, wird kaum beschrieben. Einzig, dass es mit Kohl ist und lange in der Zubereitung braucht, erfährt man hier. Für weitere Informationen muss man sich des Internets bedienen. So auch mit dem Glücksspiel Pachinko. Mehr als dass es mit Bällen zu tun hat, wird nicht erklärt. Diese fehlenden beschreibenden Sätze fand ich sehr schade. Denn auf die paar Minuten wäre es nun wirklich nicht angekommen bei der Gesamtlänge. Aber gut, das Internet hilft auch hier weiter.

Insgesamt fand ich „Ein einfaches Leben“ alles andere als ein einfaches Leben. Es war eine berührende Familiengeschichte mit vielen anregenden Passagen aber auch einigen Längen.

Gabriele Blum als Sprecherin liebe ich! Ob sie die vielen koreanischen und japanischen Wörter richtig ausgesprochen hat – ich weiß es nicht. Ich bezweifle es jedoch, da sie doch sehr „europäisch“ ausgesprochen klangen. Aber das vermag ich nicht zu beurteilen. Mir hat ihre Stimme jedenfalls wieder sehr gut gefallen.

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Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen

Beschreibung
Schweig, um zu leben. Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an – aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr. Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder. Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist – und dass sie in großer Gefahr schweben…

Sprecher
Simon Jäger

Länge
9 h 55 m

Meine Meinung
Dieser Thriller hat mich köstlich amüsiert. Das lag aber weniger an der Story als vielmehr am Sprecher Simon Jäger, der diesen Psychothriller eher wie eine Komödie gelesen hat, als wie einen spannenden Killerroman. Fand ich das gut? Naja, ich fand es lustig, aber nicht passend. Denn immerhin kommen hier einige Personen auf grausame Weise um.

Aber zurück zur Story. Das Landei Leni kommt nach Hamburg, um ein Praktikum als Lektorin in einem Verlag anzutreten. Ziemlich zu Beginn lernt sie eine Urlauberin kennen, die nach Hamburg gekommen ist, um sich einen Millionär zu angeln. Nun, unterschiedlicher könnten die beiden jungen Frauen kaum sein. Doch wie sich herausstellt, wohnen sie in der gleichen Wohnung, die beide über eine der modernen Zimmervermittlungsagenturen gemietet haben. Nach einem furchtbaren Abend für Leni und einem supertollen Abend im gleichen angesagten Hamburger Club, ist die Freundin am nächsten Tag spurlos verschwunden. Und schon macht sich unser Landei Sorgen. Parallel dazu beobachtet der kürzlich erst wohnungslos gewordene Freddy einen grausamen Mord in einem Auto. Und so kreuzen sich die Wege von Leni und Freddy und beide gehen der Sache genauer auf den Grund. Natürlich geraten sie dabei selbst in Lebensgefahr.

Es ist sicherlich eine nette Idee, allerdings fand ich vieles an den Haaren herbeigezogen und sehr klischeehaft dargestellt. Aber trotzdem war die Story spannend und ziemlich temporeich. Aber wirklich vom Hocker gerissen hat sie mich nicht. Und dies in Verbindung mit der komödienartigen Präsentation von Simon Jäger lässt mich dem Hörbuch insgesamt nur 4,0 Punkte geben. Naja, was heißt nur, 4,0 von 5,0 ist auch noch ganz schön gut.

Für Fans von Fitzek und Co. ist dieses Hörbuch sicherlich ein Muss. Ja, ich dachte eigentlich öfters, dass dies sehr Fitzeks Schreibe gleicht. Winkelmann kannte ich bisher anders.

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Steffen Jacobsen – Trophäe (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 1)

Beschreibung
Elisabeth Caspersen, steinreiche Erbin eines dänischen Industrieimperiums, findet im Tresor ihres verstorbenen Vaters einen Film, der eine grauenvolle Menschenjagd zeigt. Einer der im Film zu sehenden Jäger hat unverkennbare Ähnlichkeit mit Elisabeths Vater. Um der Sache nachzugehen, heuert sie Michael Sander an, einen exklusiven Privatdetektiv, der auf brisante Fälle spezialisiert ist. Als Sander sich auf die Suche nach der Identität der Opfer macht, stößt er auf eine perfide Welt aus Gewalt und Größenwahn, in der er bald selbst zum Gejagten wird.

Sprecher
Josef Vossenkuhl

Länge
15 h 06 m

Meine Meinung
Gleich mal eines vorneweg: Dieser Thriller ist nichts für zartbesaitete. Was einem hier für eine Geschichte erzählt wird, könnte schlimmer kaum sein. Und so musste ich auch des Öfteren ziemlich schlucken beim Anhören der Story.

Eine Truppe größenwahnsinniger Elitesoldaten ist auch noch nach der Rückkehr aus den verschiedenen Einsatzgebieten eine eingeschworene Gruppe. Sie sind der Meinung, sie können sich alles erlauben, ihnen gehöre die Welt, sie hätten die Macht über alles und jeden.

Lene Jensen von der Polizei untersucht einen rätselhaften Selbstmord eines früheren Elitesoldaten, Michael Sander ist Privatermittler und wird von einer Milliardärin beauftragt, einen auf einer DVD aufgezeichneten Mord aufzuklären. Die privat aufgenommen DVD hat sie im Tresor ihres kürzlich verstorbenen Vaters gefunden.

Und so kreuzen sich die Wege der beiden Ermittler. Die Charaktere der beiden eher außergewöhnlichen Ermittler werden hier sehr gut beschrieben. Sehr schnell wird einem klar, dass man es hier nicht mit 08/15-Charakteren zu hat, sondern dass beide schon sehr harte Typen sind, die sich von Schwierigkeiten und persönlichen Bedrohungen nicht so leicht schockieren oder gar von Ihrem Handeln abhalten lassen.

So nimmt die Story sehr schnell an Spannung zu. Als Hörer stand ich quasi unter Dauer-Adrenalin-Beschuss. Das machte die Geschichte natürlich sehr kurzweilig. Doch stellenweise fand ich schon, dass es vielleicht etwas zu viel des Guten bzw. des Bösen war, was einem hier präsentiert wurde. Die Auflösung ganz am Ende fand ich persönlich etwas unglaubwürdig und eben auch einfach ein bisschen zu viel. Man hätte es auch einfach bei dem „vorherigen“ Ende belassen könnte. Wäre auch schon schlimm genug gewesen. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Mischung zwischen Charakter- und Landschaftsbeschreibung zwischen den Actionszenen. Nach und nach konnte man sich die Personen sehr gut vorstellen, so dass man am Ende ein abgeschlossenes Gesamtbild vor Augen hatte. Nicht so gut hat mir die oben bereits erwähnte Übertriebenheit in manchen Szenen gefallen. Aber insgesamt fand ich „Trophäe“ einen wirklich verdammt guten Thriller, der einmal eine andere Geschichte präsentiert.

Was auch noch positiv zu erwähnen wäre, ist die Tatsache, dass die Story tatsächlich ganz ohne private Liebesdramen der Ermittler auskommt. Hat man ja heutzutage eher selten.

Den Sprecher fand ich ebenfalls sehr gut. So bekommt dieser Thriller von mir eine Wertung von 4,2 Punkten.

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Siehe auch:

Michael Robotham – Die andere Frau (Joe O’Loughlins 11)

Beschreibung
Joe O’Loughlins neuester Fall

Am frühen Morgen erhält der Psychologe Joe O’Loughlin einen alarmierenden Anruf: Sein Vater William ist Opfer eines brutalen Überfalls geworden und liegt im Koma. Joe eilt ins Krankenhaus. Doch am Bett seines Vaters sitzt nicht Joes Mutter Mary, sondern eine völlig fremde Frau, tränenüberströmt, mit blutbefleckten Kleidern und der absurden Behauptung, William O’Loughlins Ehefrau zu sein. Wer ist sie wirklich? Bekannte, Geliebte, verwirrte Seele – Mörderin? Gegen den Willen der Polizei beginnt Joe, eigene Ermittlungen anzustellen, und muss erkennen, dass man für die Wahrheit bisweilen einen hohen Preis bezahlt.

Sprecher
Johannes Steck

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Joe O’Loughlin durchlebt gerade eine wirklich schwere Zeit. Nicht genug, dass seine Frau nicht mehr lebt und er mit den beiden Kindern alleine zu Recht kommen muss, nein, da erhält er auch noch die Nachricht, dass sein Vater Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Mit schweren Hirnverletzungen liegt er im Krankenhaus. Doch am Krankenbett sitzt nicht seine Mutter, nein, es ist eine ihm gänzlich unbekannte Frau, die auch noch behauptet, Williams Ehefrau zu sein. Puh, das muss man erst einmal im Kopf ordnen. Nach einem Gespräch mit der Fremden wird ihm schnell bewusst, dass sie William wirklich sehr nahe gestanden haben muss, denn sie weiß Einzelheiten aus seinem Leben, die sie nur über William erfahren haben kann. Doch wie soll man diese junge und anziehende Frau einordnen?

Im Verlauf der Geschichte kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, die Joe komplett an seinem Leben und seinen festen Überzeugungen zweifeln lassen. Wer war sein Vater wirklich? Anscheinend ein gänzlich anderer Mensch, als wie er ihn immer gesehen hatte. Das muss man erst einmal verdauen.

Dieser Thriller birst nun nicht an Spannungsbögen und gefährlichen Szenarien, doch er ist durchgehend interessant, rätselhaft und legt erst nach und nach seine Karten auf den Tisch. Das hält einen bei der Stange und man will natürlich immer weiter hören, um endlich auf die Lösung dieses mysteriösen Überfalls und der außergewöhnlichen Lebensweise des Familienvaters zu stoßen.

Insgesamt ist „Die andere Frau“ eine empfehlenswerte Story, die nur selten Längen aufweist und an zwischenmenschlichen Beziehungen und Dramen nicht geizt.

Johannes Steck als Sprecher hat mir hier wieder sehr gut gefallen.

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Siehe auch: 

Kristina Ohlsson – Sündengräber (Frederika Bergmann 6)

Beschreibung
Das große Finale für Alex Recht und Fredrika Bergman!

Ein Mann wird in seinem Sessel erschossen aufgefunden – mit dem Ehering seiner Tochter am Finger. Ein Bestatter sucht verzweifelt nach seinem verschwundenen Bruder. Eine Frau kämpft darum, die Kontrolle über ihr Leben zu behalten, während ihr Mann von Tag zu Tag gefährlicher wird… Fredrika Bergman und Alex Recht erkennen einen Zusammenhang zwischen diesen Fällen. Sie begeben sich auf eine Spurensuche, die in die Vergangenheit führt – zu Sünden, die längst begraben schienen, und doch tödlicher denn je sind.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Das Finale der Frederik-Bergmann-Reihe fand ich mächtig nervenaufreibend! Anfangs fand ich die vielen Namen zwar ziemlich verwirrend, doch im Verlauf der Story konnte ich dann alle zuordnen, ohne nochmals von vorne beginnen zu müssen. Aber man sollte schon sehr aufpassen. Denn hier gibt es wirklich viele Beteiligte – und viele Tote! Und ständig hatte ich Angst, dass es noch mehr werden würden.

Währenddessen tappten Alex und Frederika ziemlich lange im Dunkeln . Natürlich war man auch als Hörer ebenfalls völlig ratlos, wer denn hier sein Unwesen treibt und sich scheinbar wahllos Opfer aussucht, die er umbringt.

Schön fand ich auch die Fährte, die in eine völlig falsche Richtung gelegt wurde. Das erhöhte nochmals meinen Adrenalinspiegel und brachte noch mehr Aufregung in den ganzen rätselhaften Fall.

Mir haben die beiden Protagonisten Alex und Frederika natürlich wieder sehr gut gefallen. Ich fand, Kristina Ohlsson hat überhaupt die mitwirkenden Personen wieder sehr gut dargestellt – sehr menschlich und glaubwürdig. Den Fall an sich fand ich auch äußerst interessant. Anfangs zwar etwas schleppend, doch es wurde immer spannender, so dass mein Abend später endete, als er eigentlich sollte.

Das Ende – ja das Ende. Eigentlich will ich dazu gar nichts schreiben. Denn da würde ich Gefahr laufen, etwas zu verraten. Und das will ich auf keinen Fall.

Nervenaufreibend fand ich auch Uve Teschner. Nicht durchgehend, das sicherlich nicht. Aber wenn er anfängt zu schreien, könnte ich mittlerweile echt wahnsinnig werden. Ich kenne kaum eine Stimme, die mir unangenehmer in den Ohren schrillt, als Teschner wenn er schreit. Aber damit scheine ich ja alleine auf weiter Flur zu stehen. Doch bei mir geht es mittlerweile echt soweit, dass ich mir zweimal überlege, ob ich ein Hörbuch, welches er spricht, überhaupt hören will.

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Siehe auch: 

Frederik-Bergmann-Reihe:

Matin-Benner-Reihe (zweiteilige Serie):

Karl Olsberg – Girl in a strange land

Beschreibung
Überall auf der Welt herrscht ein erbarmungsloser Krieg. Nur im Tal der Erweckten, das von der Außenwelt abgeschottet ist, können die Menschen noch in Sicherheit und Frieden leben. Das glaubt zumindest Sophia. Doch als ihr Freund Mirko verschwindet, beginnt Sophia ihre streng religiöse Gemeinde infrage zu stellen. Sie verlässt das Tal und findet anstelle eines Schlachtfeldes eine scheinbar perfekte, hoch technisierte Gesellschaft vor. Kann es sein, dass Sophias bisheriges Leben eine einzige Lüge war?

Nach seinem Jugendbuch-Debüt „Boy in a White Room“, das für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, erschafft Bestsellerautor Karl Olsberg auch in der Fortsetzung „Girl in a Strange Land“ wieder ein erschreckendes Zukunftsszenario. Abermals konfrontiert er den Leser schonungslos mit philosophischen Fragen nach Realität und Selbstbestimmung – ein hochspannender Future-Thriller mit Tiefgang!

Sprecher
Julia Stoepel

Länge
8 h 12 m

Meine Meinung
Dies ist die Fortsetzung von „Boy in a white room“. Da mir der erste Band schon richtig gut gefallen hatte, freute ich mich natürlich auf den 2. Band.

Hier hat Olsberg wieder zwei fantastische Welten erfunden. Ein Tal der Erweckten, die nach altem religiösen Glauben lebten – eine Sekte also, aus der es kein Entkommen zu geben schien. Denn die Predigt lautete immer wieder,  dass der Rest der Welt in Schutt und Asche liege und dort  – wenn überhaupt – nur noch Verbrecher leben würden. Also ein Ort, an den man sich freiwillig wohl nicht begeben will. Doch natürlich gab es einen, der zweifelte und plötzlich war er weg. Das war der Freund unserer Protagonistin Sophia. Er hatte ihr Bücher gezeigt, die im Tal natürlich verboten waren. Heimlich las sie darin. Die Bücher waren keine Liebesromane, nein, es waren naturwissenschaftliche Werke, die Sophia immer mehr staunen ließen, wurde ihr ihr ganzes Leben lang doch etwas gänzlich anderes eingetrichtert. Von Neugierde und Sehnsucht nach ihrem Freund getrieben, machte sie sich also auf ins verbotene Land. Und hier erlebte sie eine enorme Überraschung.

Mir hat der krasse Gegensatz der zwei von Olsberg geschaffenen Welten sehr gut gefallen. Etwas unglaubwürdig fand ich zwar die äußerst schnelle Auffassungsgabe unserer Protagonistin, die im Nullkommanichts die neue Welt verstand. Aber gut, das Hörbuch hat nur acht Stunden, da bleibt keine Zeit für stundenlanges Hinterfragen und Fragezeichen über dem Kopf. Immerhin hat Olsberg in Ansätzen ihre anfängliche Verwirrung sehr gut dargestellt.

Insgesamt fand ich die Fortsetzung ebenso gelungen wie den ersten Teil. Es ist kurzweilig und rasant geschrieben und keine Minute langweilig. So soll es sein.

Julia Stoepel als Sprecherin hat mir auch sehr gut gefallen. Sie passte gut zum Charakter von Sophia.

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Siehe auch:

Christina Dalcher – VOX

Beschreibung
Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringt ihr uns nicht! Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als einhundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr. Schon bald jedoch kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmutes, ihrer Träume beraubt. Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen und erhält eine Gelegenheit…

Ich habe „VOX“ als Warnung geschrieben, als Warnruf gegen eine Politik der Geschlechtertrennung, aber auch, um zu zeigen, wie sehr unsere Persönlichkeit und Menschlichkeit von unserer Sprache abhängt. Ich habe mir selbst die schreckliche Frage gestellt: „Was wäre, uns würde dieses Vermögen genommen?“

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
9 h 47 m

Meine Meinung
Als ich die Beschreibung las, war ich zunächst schockiert und dann wollte ich es natürlich sofort hören. Denn dieser Gedanke, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen, ist ja nun mehr als schockierend. Was sind schon 100 Wörter?

Doch leider finde ich, dass hier einiges an Potenzial verschenkt wurde. Denn der Grundgedanke ist ja ohne Frage unglaublich gut. (Ich will hier gar nicht ins Interpretieren kommen.) Doch die Umsetzung fand ich stellenweise wirklich etwas schwierig nachvollziehbar. Der Plot an sich war zwar klar, doch es gab hier einige (für meinen Geschmack zu viele) Stellen, die meiner Meinung nach nicht wirklich gut ausgearbeitet waren.

Insgesamt fand ich die Geschichte als Mahnung zwar unheimlich wichtig und lohnend, doch ich hatte mir wirklich mehr davon erhofft.

Dennoch möchte ich es allen empfehlen. Denn die Botschaft dahinter ist ohne Frage unglaublich wichtig.

Andrea Sawatzki war natürlich unglaublich gut.

PS: Diese kurze Rezension umfasst ohne diesen Satz hier 147 Wörter.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Christina Dalcher – VOX