Karl Olsberg – Girl in a strange land

Beschreibung
Überall auf der Welt herrscht ein erbarmungsloser Krieg. Nur im Tal der Erweckten, das von der Außenwelt abgeschottet ist, können die Menschen noch in Sicherheit und Frieden leben. Das glaubt zumindest Sophia. Doch als ihr Freund Mirko verschwindet, beginnt Sophia ihre streng religiöse Gemeinde infrage zu stellen. Sie verlässt das Tal und findet anstelle eines Schlachtfeldes eine scheinbar perfekte, hoch technisierte Gesellschaft vor. Kann es sein, dass Sophias bisheriges Leben eine einzige Lüge war?

Nach seinem Jugendbuch-Debüt „Boy in a White Room“, das für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, erschafft Bestsellerautor Karl Olsberg auch in der Fortsetzung „Girl in a Strange Land“ wieder ein erschreckendes Zukunftsszenario. Abermals konfrontiert er den Leser schonungslos mit philosophischen Fragen nach Realität und Selbstbestimmung – ein hochspannender Future-Thriller mit Tiefgang!

Sprecher
Julia Stoepel

Länge
8 h 12 m

Meine Meinung
Dies ist die Fortsetzung von „Boy in a white room“. Da mir der erste Band schon richtig gut gefallen hatte, freute ich mich natürlich auf den 2. Band.

Hier hat Olsberg wieder zwei fantastische Welten erfunden. Ein Tal der Erweckten, die nach altem religiösen Glauben lebten – eine Sekte also, aus der es kein Entkommen zu geben schien. Denn die Predigt lautete immer wieder,  dass der Rest der Welt in Schutt und Asche liege und dort  – wenn überhaupt – nur noch Verbrecher leben würden. Also ein Ort, an den man sich freiwillig wohl nicht begeben will. Doch natürlich gab es einen, der zweifelte und plötzlich war er weg. Das war der Freund unserer Protagonistin Sophia. Er hatte ihr Bücher gezeigt, die im Tal natürlich verboten waren. Heimlich las sie darin. Die Bücher waren keine Liebesromane, nein, es waren naturwissenschaftliche Werke, die Sophia immer mehr staunen ließen, wurde ihr ihr ganzes Leben lang doch etwas gänzlich anderes eingetrichtert. Von Neugierde und Sehnsucht nach ihrem Freund getrieben, machte sie sich also auf ins verbotene Land. Und hier erlebte sie eine enorme Überraschung.

Mir hat der krasse Gegensatz der zwei von Olsberg geschaffenen Welten sehr gut gefallen. Etwas unglaubwürdig fand ich zwar die äußerst schnelle Auffassungsgabe unserer Protagonistin, die im Nullkommanichts die neue Welt verstand. Aber gut, das Hörbuch hat nur acht Stunden, da bleibt keine Zeit für stundenlanges Hinterfragen und Fragezeichen über dem Kopf. Immerhin hat Olsberg in Ansätzen ihre anfängliche Verwirrung sehr gut dargestellt.

Insgesamt fand ich die Fortsetzung ebenso gelungen wie den ersten Teil. Es ist kurzweilig und rasant geschrieben und keine Minute langweilig. So soll es sein.

Julia Stoepel als Sprecherin hat mir auch sehr gut gefallen. Sie passte gut zum Charakter von Sophia.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karl Olsberg – Girl in a strange land

Siehe auch:

Christina Dalcher – VOX

Beschreibung
Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringt ihr uns nicht! Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als einhundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr. Schon bald jedoch kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmutes, ihrer Träume beraubt. Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen und erhält eine Gelegenheit…

Ich habe „VOX“ als Warnung geschrieben, als Warnruf gegen eine Politik der Geschlechtertrennung, aber auch, um zu zeigen, wie sehr unsere Persönlichkeit und Menschlichkeit von unserer Sprache abhängt. Ich habe mir selbst die schreckliche Frage gestellt: „Was wäre, uns würde dieses Vermögen genommen?“

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
9 h 47 m

Meine Meinung
Als ich die Beschreibung las, war ich zunächst schockiert und dann wollte ich es natürlich sofort hören. Denn dieser Gedanke, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen, ist ja nun mehr als schockierend. Was sind schon 100 Wörter?

Doch leider finde ich, dass hier einiges an Potenzial verschenkt wurde. Denn der Grundgedanke ist ja ohne Frage unglaublich gut. (Ich will hier gar nicht ins Interpretieren kommen.) Doch die Umsetzung fand ich stellenweise wirklich etwas schwierig nachvollziehbar. Der Plot an sich war zwar klar, doch es gab hier einige (für meinen Geschmack zu viele) Stellen, die meiner Meinung nach nicht wirklich gut ausgearbeitet waren.

Insgesamt fand ich die Geschichte als Mahnung zwar unheimlich wichtig und lohnend, doch ich hatte mir wirklich mehr davon erhofft.

Dennoch möchte ich es allen empfehlen. Denn die Botschaft dahinter ist ohne Frage unglaublich wichtig.

Andrea Sawatzki war natürlich unglaublich gut.

PS: Diese kurze Rezension umfasst ohne diesen Satz hier 147 Wörter.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Christina Dalcher – VOX

Michelle Obama – Becoming: Meine Geschichte

Beschreibung
Die intime, kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit ihrem bedeutsamen und erfüllten Leben wurde Michelle Obama zu einer der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika war sie die erste Afro-Amerikanerin in dieser Position und trug in dieser Rolle maßgeblich dazu bei, das wohl gastfreundlichste und offenste Weiße Haus in der Geschichte des Landes zu schaffen. Gleichzeitig wurde sie zu einer mächtigen Fürsprecherin für Frauen und Mädchen in den USA und in der ganzen Welt, trieb in der Familienpolitik den dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben voran, und stärkte ihrem Ehemann den Rücken, während dieser Amerika durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte. Ganz nebenbei zeigte sie uns auch ein paar Moves für die Tanzfläche, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und schaffte es außerdem, zwei bodenständige Töchter zu erziehen – mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien.

Ihre Autobiografie ist nachdenklich und gleichzeitig voller fesselnder Geschichten. Michelle Obama nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der Person gemacht haben, die sie heute ist – von ihrer Kindheit an der South Side von Chicago über ihre Jahre als Anwältin und leitende Angestellte, in denen sie das Muttersein mit dem Beruf vereinbaren musste, bis hin zu ihrer Zeit in der berühmtesten Adresse der Welt. Gnadenlos ehrlich und mit flottem Witz schreibt sie sowohl über ihre großen Erfolge als auch über ihre Enttäuschungen, privat wie öffentlich. Sie erzählt ihre ureigene Lebensgeschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Warmherzig, weise und unverblümt, sind „BECOMING“ die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, einer Frau, die den Erwartungen, die an sie gestellt wurden, beharrlich getrotzt hat – und deren Geschichte uns dazu ermutigt, es ihr nachzutun.

Sprecher
Katrin Fröhlich

Länge
18 h 41 m

Meine Meinung
Knapp 19 Stunden wollen erst einmal gehört sein. Michelle Obama, ehemalige First Lady, beschreibt in ihrer Biografie ihr Leben. Manchmal findet auch Barack Erwähnung. Später hin dann öfter.

Doch anfangs erzählt sie stundenlang von ihrer Kindheit, von bald jeder Schulklasse, die sie besucht hat, die kleinen Erfolge, die sie hier hatte. Puh, das fand ich schon anstrengend. Andererseits hat dies natürlich aber auch einen Eindruck ihrer Strebsamkeit vermittelt, die sie von klein auf verfolgte.

Ihr Erwachsenenleben fand ich dann schon wesentlich interessanter. Wie sie z. B. ihren Mann kennengelernt hat. Doch Hauptaugenmerk bleibt auch hier die Familie. Warum auch nicht, ist ja ihre Biografie und nicht die ihres Mannes.

Sie ist eine durchaus bemerkenswerte Frau, die eigene Überzeugungen hat und diese auch versucht, umzusetzen. Doch nicht nur für sich, sondern für alle Frauen, Andersfarbige und sonstige Benachteiligte auf dieser Welt.

Die Aufzählung, was Barack und sie während seiner Präsidentschaft alles erreicht haben, ist eine nette Erinnerung an all die Vorteile, die Barack für die Amis erkämpft hat. Jedoch finden seine – meiner Meinung nach – schlechten Entscheidungen keinerlei Erwähnung. Und doch wird einem dann nochmals bewusster, welch großen Abstieg die USA mit ihrem jetzigen Präsidenten gewählt haben.

Ob man diese Biografie gelesen/gehört haben muss? Hm, sie ist durchaus stellenweise sehr  interessant. Doch ich muss gestehen, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Was genau, weiß ich selbst nicht. Eventuell hat mich hier gestört, dass sie hier den Leitspruch: „Tue Gutes und erzähle davon“ äußerst ausgeprägt befolgt hat. Jedoch bin ich nicht so der Fan dieses Spruches / dieser Einstellung.

Doch eines ist nach wie vor klar: Ich finde Michelle Obama eine tolle Frau, die doch bitte so weitermachen soll, wie bisher.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Michelle Obama – Becoming: Meine Geschichte

Lucinda Riley – Die Mondschwester (Die sieben Schwestern 5)

Beschreibung
Der 5. Teil der Schwestern-Saga

Tiggy d’Aplièse hatte schon als Kind eine innige Beziehung zu Tieren. Als die junge Zoologin das Angebot von Charlie Kinnaird erhält, auf seinem Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien – eine schicksalhafte Begegnung. Denn er hilft Tiggy, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem glamourösen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, einer berühmten Flamenco-Tänzerin. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde…

Sprecher
Katja Hirsch, Oliver Siebeck, Britta Steffenhagen

Länge
20 h 42 m

Meine Meinung
Die Reihe neigt sich mit diesem 5. Teil langsam dem Ende zu. In diesem Band geht es um Tiggy, die sich – wie schon vier ihrer Schwestern zuvor – auf die Suche nach ihren Wurzeln macht.

Tiggy nimmt einen Job  in den schottischen Highlands als Betreuerin von Wildkatzen an. Die Beschreibungen der Landschaft und der selten gesehenen Wildkatzen fand ich sehr interessant. Auch fand ich Tiggys Erlebnisse mit dem Besitzer des Anwesens stellenweise amüsant, stellenweise dramatisch. Man konnte jedenfalls unangestrengt der Story lauschen.

Der 5. Teil hat mich nicht in völlige Entzückung versetzt, doch es machte durchaus wieder Spaß, dem Fortgang der Geschichte zu lauschen.

Die Sprecher fand ich auch durchweg eine gute Wahl für die verschiedenen Handlungen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Lucinda Riley – Die Mondschwester

Siehe auch:

Yrsa Sigurdardóttir – Das gefrorene Licht (Dora Gudmundsdóttir 2)

Beschreibung
Auf der isländischen Halbinsel Snæfellsnes wird die Architektin eines Wellness-Hotels tot am Strand aufgefunden. Sie wurde vergewaltigt und brutal erschlagen, in ihren Fußsohlen stecken Nadeln. Rechtsanwältin Dóra Guðmundsdóttir findet heraus, dass die Ermordete sich sehr für die Geschichte der verlassenen Gegend interessiert hat. Vor vielen Jahrzehnten standen auf dem Hotelgrundstück die Höfe zweier Brüder. Offenbar ist das Opfer auf ein unaussprechliches Familiengeheimnis gestoßen.

Sprecher
Christiane Marx

Länge
12 h 9 m

Meine Meinung
Der 2. Teil der Reihe hat mir zwar auch gut gefallen, doch ich fand ihn nicht so spannend, wie den 1. Teil. Lange rätselte ich mit, doch so wirklich mitgefiebert habe ich hier nicht. Den Fall an sich fand ich einfach nicht so interessant. Am Ende stellte sich zwar durchaus eine schockierende Auflösung heraus, doch da man so lange im Dunkeln tappte, war die Story insgesamt schon recht langatmig.

Die Dialoge waren hier nicht mehr so unbeholfen wie im 1. Teil. Auch das Privatleben von Dorá gestaltete sich hier sehr turbulent. Ja, die Entwicklung in ihrem privaten Umfeld fand ich sogar spannender als den Fall an sich.

Die Sprecherin hat mir in dieser Folge besser gefallen. Hier bekommt sie die volle Punktzahl von mir.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Yrsa Sigurdardóttir – Das gefrorene Licht

Siehe auch:

 

Yrsa Sigurdardóttir – Das letzte Ritual (Dóra Gudmundsdóttir 1)

Beschreibung
In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an ein Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Guðmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra über dunkle Rituale mehr heraus, als ihr lieb ist…

„Das letzte Ritual“ ist der erste Fall der genauso düsteren wie beliebten Dorá-Guðmundsdóttir-Reihe von Yrsa Sigurðardóttir.

Sprecher
Christiane Marx

Länge
11 h 12 m

Meine Meinung
Der erste Teil der Dorá-Guðmundsdóttir-Reihe von Yrsa Sigurðardóttir hat mir sehr gut gefallen. Ich fand den Fall des etwas seltsam aussehenden deutschen Studenten sehr interessant und kurzweilig. Denn nicht nur konsumierte er Drogen, er interessierte sich auch sehr für alte Hexenkulte. Doch was war nun der wahre Grund für sein Ableben?

Manche Dialoge fand ich zwar etwas unbeholfen, doch das störte nicht weiter im Verlauf der Geschichte. Das private Umfeld der sehr sympathischen Protagonistin fand ich interessant und sehr kurzweilig und interessant beschrieben.

Die Sprecherin Christiane Marx hat mir zwar gut gefallen, aber nicht sehr gut. Doch das sollte sich in den nächsten Folgen der Reihen ändern.

Insgesamt bekommt der erste Fall von mir 4,8 Punkte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Yrsa Sigurdardóttir – Das letzte Ritual (Dóra Gudmundsdóttir 1)

Siehe auch:

 

Stephan Ludwig – Zorn: Blut und Strafe (Zorn 8)

Beschreibung
Im Zentrum einer grausamen Mordserie…

Als Hauptkommissar Claudius Zorn an einem gewöhnlichen Mittwochabend im Dezember seinen wöchentlichen Besuch bei einem älteren Herrn machen will, findet er sich plötzlich mitten in einem Tatort wieder. Der Mann wurde brutal ermordet. Zorn weiß, dass er nun den schwersten Gang seiner ganzen Laufbahn verrichten muss, denn die Tochter des Ermordeten ist niemand anderes als Frieda Borck, Zorns ehemalige Vorgesetzte und feste Freundin.

Zorn und Schröder arbeiten auf Hochtouren daran, den Täter schnell zu finden. Aber dann geschieht ein weiterer Mord und der wichtigste Mensch in Zorns Leben gerät in Gefahr. Er ist kurz davor, den Verstand zu verlieren…

Sprecher
David Nathan

Länge
11 h 37 m

Meine Meinung
Oh mein Gott, an Spannung ist dieser Krimi kaum zu übertreffen. Doch leider auch an Grausamkeiten. Stellenweise fand ich die Beschreibungen der Morde wirklich grenzwertig abartig! Als ich dann zu einer Tötungsmethode aus dem Mittelalter kam, war ich wirklich kurz davor, die Story abzubrechen. Denn das war dann selbst für mich, die ich nun schon so einiges Abartiges gehört habe, kaum zu ertragen.

Wie du siehst, war ich mitten drin in der Story und fühlte mich nicht nur als unbeteiligter Zuhörer. Doch als Zuhörer hatte ich trotzdem die Wahl. Nachdem ich dann mit einer Freundin Rücksprache gehalten hatte, die das Hörbuch schon fertig gehört hatte, versprach sie mir, dass es nun nicht mehr noch schlimmere Szenen geben würde. Ok. Ich hörte also weiter, ich wollte ja schon wissen, was denn hier für eine üble Macht über die Stadt gekommen ist.

Der Showdown war dann allerdings derart spannend, dass ich es keinem Herzkranken empfehlen möchte! Ich hatte Herzklopfen ohne Ende, rannte mit Zorn um die Wette und betete, dass es noch nicht zu spät sein möge.

Doch die Auflösung der ganzen schrecklichen Ereignisse fand ich dann im Vergleich zum zuvor Gehörten leider sehr mau. Da hätte ich eine bessere Erklärung erwartet, irgendwie einen größeren Knalleffekt. Einen echten Überraschungsmoment. Doch wie gesagt, die Auflösung wurde dann der ganzen grausamen Geschichte zuvor nicht wirklich gerecht.

Bleibt nun die schwierige Entscheidung der Bewertung. Also an Spannung hat das Hörbuch eindeutig 5 Punkte verdient. Doch die wirklich furchtbar schrecklichen Schilderungen der Morde und die etwas lahme Auflösung lassen mich der Story insgesamt „nur“ 4,2 Punkte geben.

Davon abgesehen hat David Nathan als Sprecher auch hier natürlich volle 5 Punkte verdient. Er war wieder durchweg klasse.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephan Ludwig – Zorn: Blut und Strafe (Zorn 8)

Siehe auch: 

Val McDermid – Schwarzes Netz

Beschreibung
Hochspannung garantiert: Ein neuer Fall für Carol Jordan und Tony Hill – die Bestseller-Reihe von Erfolgsautorin Val McDermid

In McDermids neuntem Thriller um das Ermittlerduo Hill/Jordan ist der Polizeipsychologe Tony Hill mit einer mysteriösen Serie von Selbstmorden konfrontiert. Stets sind es Frauen, die mitten im Leben stehen, mit ihren prononcierten Meinungen jedoch einen Shitstorm von Internet-Trollen hervorgerufen und diesen offenbar nicht verkraftet haben. Merkwürdig nur, dass sie alle den Freitod berühmter Schriftstellerinnen wie Sylvia Plath, Virginia Woolf oder Anne Sexton imitieren und sich deren Werke jeweils in der Nähe der Toten finden.

DCI Carol Jordan ist unterdessen zurück in ihrem alten Job bei der Polizei und bekommt ein neues Team, mit dem sie im Norden Englands schwere Fälle aufklären soll. Die rätselhafte Serie von Suiziden wird für sie zur Nagelprobe.

Val McDermid, geboren 1955, arbeitete lange als Dozentin für Englische Literatur und als Journalistin bei namhaften britischen Tageszeitungen. Heute ist sie eine der erfolgreichsten britischen Autorinnen von Thrillern und Kriminalromanen. Ihre Bücher erscheinen weltweit in mehr als vierzig Sprachen.

Sprecher
Wolfgang Berger

Länge
13 h 22 m

Meine Meinung in Kürze
Der 9. Teil der Reihe ist zwar auch sehr spannend und kurzweilig, doch es dauerte meiner Meinung nach echt verdammt lange, bis es wirklich spannend wurde. Doch dann konnte ich nicht mehr aufhören zu hören.

Das Anhören lohnt auf jeden Fall!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Val McDermid – Schwarzes Netz

Siehe auch:

Jeffrey Archer – Traum des Lebens

Beschreibung
Zwei Länder, zwei Welten, zwei Leben

1968: Am Hafen von Leningrad müssen der junge Alexander Karpenkow und seine Mutter auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Eines fährt nach Großbritannien, eines in die USA. Zwei Länder, zwei Welten, zwei Leben. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal von Alexander und Ella besiegeln… Über eine Zeitspanne von dreißig Jahren und auf zwei Kontinenten entfaltet sich in Jeffrey Archers neuem Roman eine Geschichte von einmaliger Spannung und Dramatik – eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst.

Sprecher
Erich Räuker

Länge
17 h 21 m

Meine Meinung
„Traum des Lebens“ ist wohl das neueste Werk von Jeffrey Archer, der mich mit seiner Clifton-Saga sehr beeindruckt hatte. Natürlich war ich äußerst gespannt darauf, was er sich denn dieses Mal hat einfallen lassen.

Ja, diese Geschichte hat mal einen ganz anderen Blickwinkel. Denn – wie oben beschrieben – müssen sich Alexander und seine Mutter Elena entscheiden, welches Schiff sie nehmen wollen. Das in die USA oder das in Richtung England. Eine Münze soll entscheiden. Doch man erfährt nicht, auf welcher Seite die Münze liegen bleibt. So war ich dann auch erst einmal ordentlich überrascht, als plötzlich von Sascha und Elena die Rede ist. Ok, irgendwann war dann auch bei mir der Groschen gefallen. Doch dann: Wieder große Verwirrung. Plötzlich ist wieder von einer Schiffspassage die Rede, doch dieses Mal von Alexander und Elena.

Im weiteren Verlauf der Story stellte sich dann heraus, dass hier beide Varianten erzählt werden. Einmal, was gewesen wäre, wenn sie nach England gereist und einmal wenn sie in die USA aufgebrochen wären.

Die Beschreibungen zwischen den verschiedenen Lebensläufen werden immer abwechselnd erzählt. Zunächst erkennt man es nur an den verschiedenen Namen Sascha oder Alexander. Doch natürlich leben die beiden unterschiedliche Leben in den zwei Ländern, so dass im Laufe der Zeit noch weitere Merkmale hinzukommen. Doch eines sei gesagt: Man muss ganz schön aufpassen, damit man nicht durcheinander kommt.

Soweit so gut. Die Idee hatte mir jedenfalls schon sehr zugesagt.

Was mich allerdings wirklich etwas störte, war die Tatsache, dass natürlich beide Versionen wieder äußerst erfolgreiche Menschen hervorbrachten, dass Sascha und Alexander selbstverständlich wieder sehr intelligente Frauen für sich gewinnen konnten und – wie könnte es anders sein bei Jeffrey Archer – Wahlkampf ohne Ende. Fand ich es bei der Clifton-Saga noch wirklich äußerst interessant, fand ich es schon nicht mehr so spannend bei Kain und Abel und jetzt war ich stellenweise einfach nur noch genervt davon.

Lieber Herr Archer, es gibt durchaus auch noch andere Themengebiete, die man spannend beschreiben könnte, außer Wahlkampf! Irgendwann ist es auch einfach mal gut mit der ewig gleichen Masche.

Doch da die über 17 Stunden sich ja nicht nur (wenn auch über weite Strecken) um Wahlkampf drehten, gefiel mir die Story insgesamt ziemlich gut. Durch die verschiedenen Blickwinkel der zwei möglichen Leben gab es sehr viel Abwechslung. Doch es erforderte auch ein enormes Maß an erhöhter Aufmerksamkeit, aus wessen Leben Archer gerade berichtet.

Erich Räuker als Sprecher war natürlich wieder ganz hervorragend mit seinem Vortrag. Seine Stimme passt einfach perfekt zu den Figuren von Jeffrey Archer.

Für die immer gleichen Ideen Wahlkampf, Erfolg und tolle Ehefrauen muss ich dieses Mal wirklich einen Punkt abziehen. Gerade wenn man zwei mögliche Leben beschreibt, hätte man sich ja vielleicht auch dazu durchringen können, eines davon erfolgreich zu gestalten und das andere eben nicht. Aber gut. Jeffrey Archer hat sich wieder nur für die „grünere“ Seite des Lebens entschieden. Ansonsten war ich mit der Story sehr zufrieden.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Traum eines Lebens

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Andere:

 

 

Harlan Coben – In deinem Namen

In deinem Namen200Beschreibung
15 Jahre ist es her, dass Detective Nap Dumas seinen Zwillingsbruder Leo verlor. Damals wurden Leo und dessen Freundin Diana unter mysteriösen Umständen tot auf den Bahngleisen ihrer Heimatstadt gefunden. Zugleich verschwand auch Maura, Naps große Liebe, ohne ein Wort des Abschieds. Als jetzt im Wagen eines Mordverdächtigen Mauras Fingerabdrücke auftauchen, hofft Nap, endlich Antworten zu erhalten. Doch stattdessen stößt er nur auf immer neue Fragen: über die Frau, die er einst liebte, über eine verlassene Militärbasis und vor allem über Leo und Diana. Denn die Gründe, warum sie sterben mussten, sind dunkel und gefährlich…

Sprecher
Detlef Bierstedt

Länge
10 h 34 m

Meine Meinung
Bei diesem Krimi habe ich sehr lange gerätselt, wohin das wohl alles führen würde. Ich fand den Plot recht spannend aufgebaut, der Spannungsbogen steigerte sich zunehmends, nachdem es nach dem anfangs geschilderten Mord erstmal ziemlich ruhig zuging.

Detective Nap hatte einen Zwillingsbruder. Dieser starb vor 15 Jahren zusammen mit seiner Freundin bei einem Zugunglück. Nap hat diesen Tod nie richtig verarbeiten oder vergessen können. So spricht er noch heute mit seinem Bruder Leo.

Das Ende der durchweg interessanten Story gestaltete sich für mich recht überraschend. Die Durchführung der Aufklärung fand ich allerdings nicht so gut gemacht, denn hier klang vieles sehr konstruiert, damit es auch passt. Doch wenn man darüber hinweg sieht, dann war „In deinem Namen“ durchaus ein sehr kurzweiliger Krimi, der eine recht außergewöhnliche Story bietete.

Detlef Bierstedt hat mir als Sprecher sehr gut gefallen. Er passte perfekt zu Naps Charakter, der die Story aus der Ich-Perspektive erzählte.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Harlan Coben – In deinem Namen

Siehe auch: