Eva Völler – Tulpengold

Beschreibung
Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Stephan Benson

Länge
13 h 28 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch hat mir so richtig gut gefallen. Denn es beschäftigt sich mit sehr interessanten Themen. Ja, genau, nicht nur ein Thema wird hier herrlich ausgeführt, nein, hier haben wir gleich mehrere sehr interessante Themen.

Da wären z. B. der großartige Maler Rembrandt von Rijn, der Tulpenhandel, die Mathematik und natürlich geht es auch um Mord. Diese vier Themen hat Eva Völler zu einem phantastischen Zeitbildnis zusammengewoben, in dem es mir keine Minute langweilig wurde.

Doch natürlich geht es auch etwas genauer. Unser Protagonist heißt Pieter, er ist 17 Jahre alt und leider schon ein Waisenjunge. Sein Onkel bringt ihm gemäß dem letzten Willen von Pieters Vater zu Rembrandt in die Lehre, da der Junge ein enormes malerisches Talent aufweist. Pieter ist ein etwas merkwürdiger Junge. Er ist hochintelligent, doch manche Zusammenhänge im menschlichen Miteinander versteht er einfach nicht. Und so versucht er immer wieder, seine Schwäche mit seiner zweiten Leidenschaft, der Mathematik, auszugleichen und damit alle Probleme zu lösen. Das führt zu einigen sehr heiteren Episoden, die mich des Öfteren schmunzeln ließen.

Weiterhin erfährt man sehr viel über Rembrandts Kunst, über die Kunst des Farbenmischens, deren Herstellung und Haltbarkeit und, und, und… Einen mir bis dato völlig neuen Begriff habe ich nun auch gelernt. Denn von „Tronies“ hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Falls es dir ähnlich ergeht, hör dir dieses Hörbuch an.

Was ich auch äußerst spannend fand, war die eingeflochtene Erzählung bzgl. der Tulpenmanie. Ich hatte zwar schon gehört, dass es so etwas einmal gab, doch viel mehr wusste ich dazu nicht. Jetzt fühle ich mich diesbezüglich wesentlich schlauer.

Wer nun denkt, dass diese Geschichte wohl staubtrocken sein muss, der irrt. Denn all diese Themen wurden in einen äußerst interessanten und kurzweiligen Kriminalfall eingebaut. Und Opfer gibt es hier so einige.

Die Charaktere fand ich durch die Bank weg alle sehr gut beschrieben. Und hier spielten neben Pieter so einige eine wichtige Rolle. Auch dies machte diese Geschichte so spürbar lebensecht. Denn mich hatte diese Geschichte direkt ins Holland von 1637 versetzt. Auch die Sitten und Gebräuche wurden toll eingeflochten, so dass ein gedanklicher Zeitsprung in diese Zeit wirklich leicht fiel.

Ja, ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass dieses Hörbuch endlich mal wieder ein Hörbuch für meine Bestenliste ist. Denn solche Geschichten, die wahre Begebenheiten mit Fiktion mischen und dies derart unterhaltsam über Stunden aufrecht erhalten, liebe ich ganz besonders. Und wenn das Ende dann auch noch so schön und logisch abgeschlossen wird, dann strahlt mein Hörbuchhörerherz vor Glück.

Stephan Benson als Sprecher fand ich auch toll. Ich mag ihn sowieso sehr gerne hören und obendrein kann er die holländischen Begriffe perfekt aussprechen, so dass es ein reiner Ohrenschmaus war, ihm zuzuhören.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Eva Völler – Tulpengold

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Elly Griffiths – Gezeitengrab (Ein Fall für Dr. Ruth Galloway 3)

Beschreibung
Das Meer gibt alles wieder her, auch die Wahrheit?

Sechs Leichen. An Händen und Füßen gefesselt. Eine hält einen Rosenkranz. Die forensische Archäologin Dr. Ruth Galloway untersucht die Skelette und findet heraus, dass sie aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen. Damals soll eine Heimwehr die Küste Norfolks verteidigt haben. Die ehemaligen Mitglieder schweigen – doch nach der Vernehmung sterben sie. Einer nach dem anderen. Ein Zufall kann das kaum sein. Da spült die Flut eine weitere Leiche an den Strand…

Ruth Galloways dritter Fall.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
10 h 16 m

Meine Meinung
Nachdem ich nach Teil 2 etwas ins Zweifeln gekommen war, ob mir Ruths Männergeschichten nicht etwas zu viel werden, bin ich hier nach dem 3. Teil wieder sehr besänftigt. Sie hat nun ihr Kind, es gibt keinen Mann in ihrem Leben, außer ab und an den wahren Vater ihrer Tochter. Die Mutterschaft von Ruth fügte sich hier sehr harmonisch in den wirklich spannenden und sehr interessanten Fall ein. Dieser Fall führt Ruth nicht so sehr weit in die Vergangenheit. Er geht zurück in die Zeit des 2. Weltkriegs. Was sie hier „ausgräbt“ ist wirklich unglaublich und grausam, wie ein Krieg eben ist. Doch hier geht es über normale Kriegsopfer hinaus.

Mir hat der 3. Fall wieder so gut wie der 1. Teil gefallen, weshalb ich sicherlich die Reihe weiterverfolgen werde.

Gabriele Blum – hach, ich mag sie einfach als Sprecherin. Ihr kann ich stundenlang gebannt lauschen.

Weitere Informationen
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Wolfram Fleischhauer – Das Meer

Beschreibung
Das Blut an unseren Händen

Teresa, eine Fischereibeobachterin der EU, verschwindet spurlos auf hoher See. Sie sollte die Arbeit auf einem modernen Fischfang- und Gefrierschiff dokumentieren. Entsetzt darüber ist nicht nur John vom Fischereirat in Brüssel, der die junge Kontrolleurin ausgebildet hat und seit Kurzem mit ihr zusammen war. Genauso am Boden zerstört sind Ragna und ihre Gruppe von Umweltaktivisten, denen sich Teresa heimlich angeschlossen hatte.

Seit einiger Zeit arbeiten sie daran, industriell gefangenen Fisch mit einer hochgiftigen Substanz zu verseuchen. Denn wenn die Menschen am Fisch sterben, wird keiner mehr Fisch kaufen. Wenn es anders nicht gelingt, die dramatische Zerstörung der Meere zu stoppen, dann eben auf diese Weise…

Sprecher
Johannes Steck

Länge
13 h 09 m

Meine Meinung
Puh, diese Geschichte öffnet einem mit Wucht die Augen, wie es bei der heutigen Fischerei zugeht und wie es um den Zustand der Meere und seiner Bewohner wirklich bestellt ist. Das mit solch einer gebündelten Wucht vorgeführt zu bekommen, lässt wohl niemanden kalt.

Was uns Wolfram Fleischhauer hier als Geschichte erzählt, ist wirklich keine leichte Kost. Es geht um die gnadenlose Fischerei, die die ganzen Meere gnadenlos leerfischt, egal ob sie den Fisch verwenden können oder nicht. Was mir nicht bewusst war ist, dass die großen Schiffe die Fische auf dem Meer in Empfang nehmen. Kein Wunder, dass hier alles mögliche miteinander zusammengewürfelt wird und keiner mehr wirklich sagen kann, woher sein Barsch auf dem Teller wirklich stammt. Und auch, ob es überhaupt Barsch ist. Ich bin kein großer Fischesser – aber darum geht es auch gar nicht. Es geht vielmehr um das gnadenlose und skrupellose Geschäft damit.

Eine Gruppe Umweltaktivisten, die bereits seit Jahren vergeblich versucht, dieser gnadenlosen Überfischung Herr zu werden, sich selbst an die EU wendet und um Hilfe bittet, doch auch hier keinerlei Unterstützung bekommt, greift nun zu sehr radikalen Mitteln, um den weiteren Raubzug durch die Meere zu unterbinden.

„Das Meer“ ist ein Ökothriller, der es so richtig in sich hat. Gnadenlos wird hier erzählt, wie es auf hoher See zugeht, unter welchen Umständen die Matrosen dort arbeiten, wie sich das mit den Fischen verhält, was die EU dazu beiträgt, um das alles zu unterbinden und wie man sich ein mögliches Ende der Misere vorstellen könnte. Wenn es auch hoffentlich niemals soweit kommen möge!

Johannes Steck passte ganz wunderbar zu dieser düsteren Story.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Maja Lunde – Die Geschichte des Wassers (Das Klima-Quartett 2)

Beschreibung
Nach dem Sensationserfolg „Die Geschichte der Bienen“: der neue Bestseller von Maja Lunde

Was geschieht, wenn unser Wasser knapp wird – wie weit sind wir bereit zu gehen? Virtuos verknüpft Maja Lunde Gegenwart und nahe Zukunft zu einer ergreifenden Geschichte über die Grundlagen des Lebens.

Irgendwo in der Nordsee im Jahr 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe will von Norwegen bis an die französische Küste segeln – um jenen Mann zur Rede zu stellen, der die Liebe ihres Lebens gewesen ist. Doch weit draußen auf dem Meer gerät ihr Schiff mitsamt seiner bedeutsamen Fracht in einen gewaltigen Sturm…

Frankreich im Jahr 2041. Eine große Dürre und verheerende Brände zwingen die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden. Die Situation scheint für David und seine kleine Tochter Lou ausweglos – bis die beiden in einem vertrockneten Garten ein altes Segelboot entdecken, meilenweit von der Küste entfernt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Christiane Pearce-Blumhoff, Shenja Lacher

Länge
10 h 02 m

Meine Meinung
Nachdem mir „Die Geschichte der Bienen“ so sehr gut gefallen hatte, war ich natürlich hocherfreut, nun den 2. Teil in Händen zu halten bzw. auf dem iPod zu haben.

„Die Geschichte des Wassers“ ist ähnlich aufgebaut wie „Die Geschichte der Bienen“. Es sind hier zwei Zeitebenen, die sich aber in drei Ebenen aufteilen. Zum einen Signes Kindheit und Jugend an die sie sich erinnert, zum anderen Signe als alte Frau in unserer Gegenwart, die über das Meer segelt und dann gibt es da noch David mit seiner Tochter Lou in Frankreich, die im Jahr 2041 mit Dürre und Bränden zu kämpfen haben. Sehr geschickt verknüpft Maja Lunde auch hier wieder diese drei Zeiten zu einer sehr interessanten Geschichte um das Thema Wasser.

Signe als junge Frau ist – wie ihr Vater – sehr auf die Natur bedacht. Bei Demos ist sie oft zu finden, sie ist eine echte Umweltaktivistin. Und das bleibt sie ihr Leben lang. Ihre große Liebe mit Magnus geht in die Brüche, da die beiden unterschiedliche Einstellungen zum Thema Umweltschutz haben. Signe knabbert ihr Leben lang an dieser zerbrochenen Liebe. So kommt es auch, dass sie sich mit fast 70 in ihr Segelboot, die Bleu, setzt, kistenweise Gletschereis im Gepäck, um dieses ihrem ehemaligen Geliebten, der nun in Frankreich lebt, vor die Füße zu kippen. Dass diese Reise ganz alleine nicht ganz ungefährlich ist, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Im Jahr 2041 sind David und seine kleine Tochter Lou auf der Flucht. Die südlichen Länder sind von Dürre und Bränden geplagt, die Grenzen zu den Wasserländern im Norden sind geschlossen. So „stranden“ sie in einem Flüchtlingscamp in Frankreich, dass sie sich als Ziel für den Notfall ausgesucht hatten. Bei der Flucht verlieren David und Lou seine Frau und den kleinen Bruder. Doch sie geben die Hoffnung nicht auf, dass sie sich in diesem Flüchtlingslager wiedertreffen werden. Sehr interessant fand ich hier die Schilderungen, wie es in dem Camp zuging. Und das mitten in Europa. Einziger Hoffnungsschimmer ist ein blaues Segelboot, dass mitten auf dem Land steht, weitab vom Meer. Zunächst als Spielzeug für Lou wird es bald zur letzten Hoffnung für die beiden.

Leider Gottes scheint mir das alles gar nicht so weit hergeholt. Doch noch kann sich das in unserem reichen Europa ja keiner so recht vorstellen. Und will es auch nicht. Doch es hat ja bekanntlich noch nie etwas genützt, wenn man die Augen vor etwas verschließt. Es ist nun mal trotzdem da. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen und uns in unserem momentanen Reichtum nicht vorstellen können. Was für Europa wie eine Dystopie klingt, ist ja leider in anderen Regionen auf der Welt schon lange bittere Realität.

Maja Lunde hat auch hier wieder ihre große erzählerische Kunst unter Beweis gestellt. Die zehn Stunden vergehen wie im Flug und man kann mit den jeweiligen Protagonisten sehr gut mitfühlen.

Die beiden Sprecher waren mir bisher noch völlig unbekannt. Doch ich bin von beiden wirklich sehr begeistert! Gerne mehr mit diesen beiden Sprechern. In Kombination sind sie eine Wucht. Doch auch einzeln könnte ich sie mir sehr gut vorstellen. Zwei wahre Neuentdeckungen am Sprecherhimmel wie ich meine.

Weitere Informationen
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Siehe auch

Candice Fox – Crimson Lake

Beschreibung
Sechs Minuten, für die er kein Alibi hat – mehr braucht es nicht, um das Leben von Detective Ted Conkaffey vollständig zu ruinieren. Die Anklage gegen ihn wegen Vergewaltigung der dreizehnjährigen Claire wird zwar fallengelassen, doch alle Welt glaubt zu wissen, dass er schuldig ist.

Um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen, zieht sich der Ex-Cop nach Crimson Lake im Norden Australiens zurück und trifft dort auf Amanda Pharrell. Auch diese saß wegen eines angeblichen Verbrechens im Gefängnis. Nun tun sich die beiden Außenseiter zusammen und arbeiten als Privatdetektive. Doch ihre Vergangenheit holt sie wieder ein.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
10 h 17 m

Meine Meinung
Diesen Thriller fand ich außergewöhnlich ruhig und trotzdem äußerst spannend. Denn einen großen Teil der Spannung machen hier die Charaktere an sich aus. Zwei Personen, die in keine Schublade passen – zumindest von Amanda kann man das ganz und gar nicht behaupten. Sie ist wirklich sehr speziell. Doch auch Ted ist nicht gerade ein 08/15-Charakter. Sein bester Freund: Eine Graugans mit Nachwuchs. Sein Leben wurde innerhalb von 6 Minuten komplett zerstört. 6 Minuten, in denen er nicht nachweisen kann, wo er war. Er wird zwar freigesprochen, doch wenn die Gesellschaft einen erst einmal verurteilt hat, dann bleibt das haften – egal wie das Gericht entscheidet. Und da hilft ihm auch nicht die Flucht in ein verschlafenes Nest irgendwo im Nirgendwo. Denn hier muss er nicht nur mit Krokodilen kämpfen, sondern einen viel härteren Kampf muss er hier gegen zwei Cops ausfechten, die ihn auf dem Kieker haben. Seine geschäftliche Partnerschaft zu einer verurteilten Mörderin macht ihm das Leben nicht gerade leichter – doch für den Hörer umso interessanter.

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Er ist eine sehr ungewöhnliche Story, die durch ihre toll dargestellten Charaktere sehr an Tiefe gewinnt. Sie kommt ohne viele Gewaltbeschreibungen aus und glänzt mehr durch menschliche Züge, denn durch Blut.

Uve Teschner hat mir hier sehr gut gefallen. Hier gab es auch nicht viel zum Schreien. Ein Glück.

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Michael Robotham – Die Rivalin

Beschreibung
Agatha, Ende 30, Aushilfskraft in einem Londoner Supermarkt, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven, wohlhabenden Meghan, deren Ehemann ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist und die sich im Londoner Stadthaus um die zwei reizenden Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts ahnt von den sehnsuchtsvollen Blicken, die sie immerzu verfolgen. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen, denn beide haben ihre ganz speziellen Geheimnisse. Als Agatha nicht mehr zuschauen will, gerät auch Meghans Leben völlig außer Kontrolle…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sandra Schwittau, Katja Bürkle

Länge
13 h 41 m

Meine Meinung
„Die Rivalin“ hat mir sehr gut gefallen. Das Leben von Agatha ist geprägt von Leid und Einsamkeit, Meg hingegeben ist auf der Sonnenseite aufgewachsen, hat Mann und zwei Kinder und ist nun zum 3. Mal schwanger. Agatha kann keine Kinder mehr bekommen. Und so arbeitet sie äußerst akribisch an einem perfiden Plan. Doch dann wird es immer enger für sie.

Die Personen wurden sehr plastisch und menschlich beschrieben. Die Charaktere fand ich glaubhaft und lebensnah geschildert.

Den Plot an sich fand ich auch toll aufgebaut. Denn erst nach und nach erfährt man die ganze schlimme Geschichte um Agatha und auch bei Meg und Jack ist nicht alles so eitel Sonnenschein, wie man zunächst glaubt. Kurz, wie aus dem richtigen Leben erzählt.

Die beiden Sprecherinnen fand ich auch sehr toll und gut ausgewählt. Denn sie haben wirklich äußerst unterschiedliche Stimmen, so dass man leicht erkennen konnte, aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

Insgesamt ist es eine kurzweilige Story, die einen völlig in seinen Bann zieht und bei der man selbst oft gefühlt zwischen zwei Stühlen sitzt. Fassungslos und zugleich auch ziemlich bewundernd für diesen akribisch ausgearbeiteten Plan hört man dieser Geschichte zu und zittert mit und betet am Ende für beide Parteien gleichermaßen.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Michael Robotham – Die Rivalin

Siehe auch: 

Frank Kodiak – Nummer 25

Beschreibung
Psychopath gegen Psychopath: ein nervenzerrender Thriller, ein unerbittliches Duell auf Leben und Tod.

Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt dem Einzelgänger nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen.

Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
11 h 10 m

Meine Meinung
Ich hatte Lust auf einen richtig spannenden Thriller. Dazu hatte ich mir „Nummer 25“ ausgesucht. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war dies genau die richtige Wahl. Es passiert hier sehr viel, immer wieder wurde ich überrascht und über die ganze Geschichte konnte ich gebannt miträtseln, wer denn nun dieser Psychopath wohl sein mag.

Besonders gut hat mir hier die Erzählweise gefallen. Denn Frank Kodiak wechselte ohne spürbaren Übergang von der „Wirklichkeit“ in eine Geschichte, ich lauschte, wurde immer entsetzter und dann kam doch wieder die überraschende Erkenntnis, dass dies nur wieder ein Auszug aus einem Buch war. Nicht selten atmete ich dann sehr erleichtert auf.

Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen. Da wähnt man sich endlich in Sicherheit, denkt alles ist nun gut und jetzt kommt nur noch der Abspann und dann kommt der Hammer. Fand ich klasse.

Richard Barenberg als Sprecher hat mir auch hier wieder sehr gut gefallen. Je mehr Hörbücher ich mit ihm als Sprecher als höre, umso besser gefällt er mir.

Insgesamt fand ich „Nummer 25“ eine kurzweilige und sehr spannende Story, die mir richtig gut gefallen hat.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Frank Kodiak – Nummer 25

Ellen Sandberg – Die Vergessenen

Beschreibung
Das Böse verjährt nie.

Manolis Lefteris erhält 2013 den Auftrag, geheimnisvolle Akten in seinen Besitz zu bringen. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das weit in der Vergangenheit liegt. Die Spur führt ihn zu Kathrin Mändler, die sich, als sie 1944 eine Stelle als Krankenschwester annimmt, zum ersten Mal in ihrem Leben nützlich fühlt. Als sie dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, merkt sie zu spät, worin seine Arbeit besteht und dass diese das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

Sprecher
Thomas M. Meinhardt

Länge
10 h 04 m

Meine Meinung
Toll! Dieser Krimi hat mir so richtig gut gefallen. Denn er verknüpft ein Stück deutscher Geschichte mit dem Hier und Jetzt und behandelt ein Thema, das noch nicht allzu oft durchgekaut wurde.  Euthanasie im 2. Weltkrieg, sprich dem gnadenlosen  Ermorden von Behinderten in Nervenheilanstalten. Es ist also keine leichte Kost. Auch die Geschichte des Massakers in dem kleinen Dorf ließ mich schlucken – es gibt hier also einiges zu verdauen.

Den Aufbau der Geschichte fand ich sehr spannend gemacht. Die Idee mit der Journalistennichte fand ich toll, überhaupt hat mir die Familiengeschichte dahinter sehr gut gefallen. Die Geschehnisse in der Nerven- und Heilanstalt von damals wurden auch sehr gut aufgebaut und eindrücklich beschrieben, ich fieberte richtig mit den Personen mit.

Sehr interessant fand ich auch den Umgang mit solchen Verbrechen. Was tun, wenn das eigene Leben bedroht ist, um anderen zu helfen? Wie mutig ist man und wie weit ist man bereit zu gehen, ohne selbst dabei getötet zu werden?

Die Beschreibungen der Protagonisten damals und heute haben mir ebenfalls gut gefallen. Ich hatte innerhalb kürzester Zeit eine Vorstellung von deren Charakter und meinte schon bald, sie persönlich zu kennen. Kurz,  ich fand diesen Krimi sehr kurzweilig, äußerst gehaltvoll und obendrein noch spannend. In Rekordzeit habe ich diesen Krimi verschlungen.

Thomas M. Meinhardt als Sprecher hat mir auch sehr gut gefallen. Er hat jeder Person ihre Persönlichkeit gegeben. Ich bin also rundum zufrieden mit dem Hörbuch.

Weitere Informationen
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Gregor Gysi – Ein Leben ist zu wenig: Die Autobiographie

Beschreibung
So offen und persönlich wie noch nie: die Autobiographie!

Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. Hier erzählt er von seinen zahlreichen Leben: als Anwalt, Politiker, Autor, Moderator und Familienvater. Seine Autobiographie ist ein Geschichts-Buch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht.

Kaum ein deutscher Politiker wurde so geschmäht, kaum einer schlug sich so erfolgreich durchs Gestrüpp der Anfeindungen – hin zu einer anerkannten Prominenz: In seiner Autobiographie erzählt Gregor Gysi von seiner Kindheit und Jugend, schildert seinen Weg zum Rechtsanwalt, gibt Einblicke in sein Verhältnis zu Dissidenten („Bahro war mein spannendster Fall.“) und in die Spannungsfelder an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion. Vor allem aber berichtet er von der erstaunlichen Wendung, die sein Leben mit dem Herbst 1989 nahm: Der Jurist wird Politiker. „Einfach wegrennen, das wollte ich nie“, sagt Gysi und trifft damit einen Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten.

Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben, und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören.

„Mit Namen will ich nicht langweilen, und merken kann man sich das eh alles nicht. Erstaunlich, was sich im Laufe so vieler Jahre alles ereignet, wer auf wen treffen und welche Zufälle einander kreuzen müssen, damit irgendwann das eigene Leben entstehen und hervortreten kann.“ aus: „Ein Leben ist zu wenig“

Sprecher
Gregor Gysi

Länge
7 h

Meine Meinung
Ich fand diese Autobiografie äußerst interessant. Besonders spannend fand ich, wie es dazu kam, dass er Vorsitzender der SED-PDS-Partei wurde. Das erklärte für mich vieles, was mir nicht bekannt war. Wie er sich dann politisch und auch persönlich weiterentwickelte finde ich äußerst interessant und ja auch bewundernswert.

Diese Autobiografie ist sehr kurzweilig geschrieben, viele Anekdoten aus einem spannenden und aufreibenden Leben erzählt er hier. Und immer kommt auch sein Humor zum Vorschein. Gerade die abschließenden Worte des Hörbuches haben mich laut auflachen lassen.

In meinen Augen ist er ein Mann und vor allem ein Politiker mit Rückgrat. So mancher aktueller Politiker könnte sich hier gerne etwas abschauen. Namen möchte hier nicht nennen, die kann sich wohl jeder selbst denken.

Da es ja nun natürlich auch ein politisches Buch ist, das auch eindeutig in eine politische Richtung deutet, möchte ich hier nicht unbedingt eine Hörempfehlung für alle aussprechen. Doch wer sich für die jüngere Deutsche Geschichte hautnah interessiert, der sollte sich dieses wirklich interessante Hörbuch nicht entgehen lassen.

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass er das Hörbuch selbst gesprochen hat. Das machte die Autobiografie sehr authentisch.

Weitere Informationen
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Auch interessant in diesem Zusammenhang:

Uwe Laub – Sturm

Beschreibung
Wer das Wetter beherrscht, hat die Macht.

Weltweit häufen sich scheinbar unerklärliche Wetterphänomene. USA: Ein Hurrikan unbekannten Ausmaßes rast auf die Bahamas zu. Deutschland: Das Olympiastadion in Berlin wird von einem Tornado verwüstet, in weiten Teilen Hannovers wüten Hagelstürme. Laura Wagner konnte sich und ihren Sohn vor dem Monsterhagel noch rechtzeitig retten. Als ihr Chef tot aufgefunden wird, findet sie heraus, dass er eine Software an eine Weltmacht illegal verkauft hat, die damit das Wetter weltweit beeinflussen kann. Gemeinsam mit dem Meteorologen Daniel Bender ist Laura bald einer Verschwörung auf der Spur und je weiter sie in die Machenschaften der Wettermanipulation vordringen, desto mehr begeben sie sich in Lebensgefahr. Da wird Lauras Sohn entführt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Stefan Kaminski

Länge
9 h 45 m

Meine Meinung
Auf dieses Buch wurde ich durch das sehr geniale Cover aufmerksam. Dieses sprach mich sofort an. Also las ich den Klappentext. Auch dieser klang sehr interessant. Und dann auch noch von dem kongenialen Stefan Kaminski gelesen – selbstredend, dass ich dieses Hörbuch haben musste!

Kaum hatte ich es auf dem Player fing ich auch schon damit an. Schon die ersten Absätze fand ich äußerst interessant. Was da so alles rund um den Globus an den verschiedensten Orten für ungewöhnliche Wetterphänomene passierten fand ich sehr eindrücklich beschrieben. Ich konnte mir die Orte und die Gefühle der Menschen dort sehr gut vorstellen.

Auch im weiteren Verlauf der Geschichte ging es spannend weiter, interessante Beschreibungen eingebunden in eine sehr interessante Wissenschaftsstory ließ mich lauschen und lauschen.

Ebenso gefielen mir die Entwicklungen der beiden Protagonisten. Laura und Daniel wachsen hier beide über sich hinaus. Laura, alleinerziehende Mutter und Sekretärin von Beruf, kämpfte wie eine Löwin als es um ihren Sohn ging und Daniel, den ich zunächst für einen verrückten Verschwörungstheoretiker hielt, entpuppte sich als ein seriöser Wissenschaftler, dessen Doktorarbeit abgelehnt wurde, da die Gutachter das Thema für abwegig abtaten.  Ein Fehler, wie selbst die Gutachter im Nachhinein zugeben mussten.

Insgesamt hat mir der Aufbau dieser Geschichte sehr gut gefallen. Hier geht es um Kriegsführung mittels Wetterbeeinflussung. Alles Quatsch sagst du? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht, wer weiß das schon so genau. Warum gibt es dann tatsächlich ein „Wetterveränderungsamt“? Das gibt es laut Uwe Laub wirklich in China! Im Abspann erklärt Uwe Laub auch, was an diesem Roman fiktiv ist und was Fakten sind. Das fand ich dann mal äußerst interessant.

Allen, die gerne Wissenschaftsthriller hören und nichts gegen etwas „Zukunftsmusik“ einzuwenden haben, kann ich diesen Thriller sehr empfehlen. Ich war jedenfalls begeistert.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
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