Charles Lewinsky – Melnitz

Beschreibung
Als 1871 nachts ein entfernter Verwandter an die Tür der Meijers klopft, ahnt keiner in der Familie, wie radikal sich ihr Leben ändern wird. Janki Meijer, aus der französischen Armee entflohen, mischt die Familie des Viehhändlers Solomon Meijer, der im Judendorf Endingen für Ehrlichkeit steht, gehörig auf.
Wie sich die Geschichte dieser weit verzweigten jüdischen Familie bis ins Jahr 1945 entwickelt, erzählt Lewinsky mit einer solchen Gestaltungskraft, dass der Leser unweigerlich zu einem bangenden und hoffenden Teil der Familie wird.

Sprecher
Charles Lewinsky (Autorenlesung)

Länge
30 h 35 m

Meine Meinung
Noch voller Begeisterung über diese Geschichte habe ich mich eben an den PC gesetzt und wollte sofort loslegen mit meiner Rezension. Doch das ist gar nicht so einfach. Wo fange ich an? Wie detailliert berichte ich von der Geschichte? Oder gehe ich doch lieber mehr auf die Charaktere ein? Wenn ich nun über alles berichten wollte, was mich an diesem jüdischen Familienroman begeistert hat, dann würde meine Rezension ungefähr genauso lang werden, wie die Geschichte selbst. Das wäre also wenig hilfreich. Ich will es also mal folgendermaßen versuchen.

Die Geschichte startet im Jahr 1871 am Esstisch der Familie Solomon Meijer. Hier taucht plötzlich ein entfernter Verwandter auf, der sichtlich ausgehungert und halb erfroren ist und eine Kopfbandage trägt, bei der sich das Blut schon durchdrückte. Dieser Mann ist Janki Meijer, er erzählt und isst und erzählt und isst und schließlich ist es schon spät und wo sollte Janki jetzt noch hin, also wird ihm ein Nachtlager oben auf dem Dachboden in einer kleinen Kammer eingerichtet. Am nächsten Tag ist Janki so krank, dass er das Bett nicht mehr verlassen kann. Also wird er zunächst gesund gepflegt. Die beiden Töchter des Hauses finden den neuen Mann in ihrem Haus äußerst interessant. Wobei eigentlich nur Mimi eine Tochter von Solomon und Golde ist, Hannele ist ein Adoptivkind, die ihre Eltern nie kennengelernt hat. Schwesterliche Liebe besteht zwischen den beiden nicht, sind sie doch auch sehr verschieden. Mimi verschlingt Romane, am liebsten Liebesromane und findet die französische Sprache äußerst reizvoll. Hannele hat sich mit ihrer Rolle als kostenlose Haushaltshilfe arrangiert.

Janki eröffnet ein Stoffgeschäft. Er hat ein großes Vorbild: Seinen damaligen Chef aus Paris, bei dem er im Stofflager gearbeitet hat. Nun will er ein eben solch ein nobles Geschäft im nahegelegenen Baden eröffnen. Doch kaum hat er seinen Laden eröffnet, erscheint ein Artikel in der Zeitung, dass seine Ware von Ratten verseucht sei. Pinchas, der Sohn des Metzgers, liebt Mimi. Doch Mimi liebt Janki. Pinchas hat dies schweren Herzens akzeptiert. Doch da er Mimi wirklich über alles liebt, hilft er ihr, dieses geschäftszerstörende Gerücht mit ebenfalls einem Zeitungsartikel zu entkräften und Janki obendrein noch als Kriegshelden dastehen zu lassen.

Und siehst du, nun ist es passiert. Ich erzähle viel zu ausführlich. Schluss damit.

Die Charaktere in diesem Familienepos sind alle sehr lebendig beschrieben. Man lernt alle Protagonisten – und davon gibt es einige in dieser Geschichte – sehr schnell sehr persönlich kennen und den ein oder anderen auch zu lieben. Auch fehlt es dieser Geschichte absolut nicht an Humor. Ich habe mich wirklich sehr oft sehr köstlich amüsiert. Was natürlich der erzählerischen Kunst und Gewandheit des Schriftstellers zu verdanken ist. Er hat ein sehr geschicktes Händchen, solche Situationen zu gestalten und dann auch noch toll zu erzählen.

Da es sich um eine jüdische Familiengeschichte handelt, wimmelt die Geschichte natürlich auch von jüdischen Begriffen. Doch davon sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen. Denn auch als Nichtjude kann man der Story sehr gut folgen und lernt ganz nebenbei noch den jüdischen Glauben und deren Sitten und Gebräuche kennen. Unterstützend enthält das Booklet einen Stammbaum der Familie Meijer sowie ein Glossar über die meisten jüdischen Begriffe.

Da die Geschichte 1945 endet, kann man sich vorstellen, dass die zwei Weltkriege nicht spurlos an der Familie vorübergegangen sind. Doch sie lebten in Schweiz und hatten somit Glück, wenn auch nicht alle.

Bei Autorenlesungen bin ich ja immer etwas skeptisch. Meist sind die nicht so gut. Klar, es gibt Ausnahmen, aber die sucht man meist lange. So ging es mir auch mit Charles Lewinsky. Zunächst war ich auch wirklich nicht sonderlich begeistert von seiner Darbietung. Doch je länger ich zuhörte, umso besser hat er mir gefallen. Und jetzt, da ich die Geschichte fertig gehört habe, finde ich sogar, dass es kein anderer hätte besser machen können. Wenn ich mir die üblichen Top-Sprecher wie David Nathan, Simon Jäger, Detlef Bierstedt und Co. in Verbindung mit dieser Geschichte vorstelle: Nein, das hätte gar nicht funktioniert. Charles Lewinsky mit seiner leicht lispelnden Stimme war wirklich perfekt für Melnitz.

Apropos Melnitz. Sehr klasse fand ich auch die immer mal wieder überraschenden Auftritte von Onkel Melnitz. Dieser war schon lange tot, doch „immer wenn er gestorben ist, kam er wieder zurück“.

Damit will ich nun enden, doch nicht ohne diesem Hörbuch einen Platz auf meiner Bestenliste einzuräumen.

Weitere Informationen
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Charles Lewinsky – Melnitz

Noch zu erwähnen sei, dass dieses Hörbuch von der hr2-Hörbuch-Bestenliste ausgezeichnet wurde.

Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an Hoerkultur.

PS: Es gäbe hier noch so vieles zu erwähnen… (nicht wahr Arthur?)

Andreas Eschbach – NSA – Nationales Sicherheits-Amt

Beschreibung
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet…

Sprecher
Laura Maire

Länge
22 h 14 m

Meine Meinung
Grandios! Schon alleine die Idee fand ich klasse. Klar, wird in einem Krieg – zu im 2. Weltkrieg – viel mit Überwachung gemacht. Doch was wäre gewesen, wenn man damals schon die Technik von heute gehabt hätte?

Mir hat dieses Gedankenspiel sehr gut gefallen. Vor allem auch in Hinsicht auf unsere Zukunft. Eschbach hat uns hier ganz deutlich vor Augen geführt, welche Gefahren unser heutige sehr unbedachte Umgang mit dem Internet birgt. Er hat hier Episoden angeführt, auf die man erst einmal kommen muss. Aber abwegig fand ich diese auf keinen Fall! Und oben drein, hat Eschbach hier nur einfachste „Strickmuster“ angeführt, die noch weit entfernt von den heute tatsächlichen Möglichkeiten sind.

Doch selbst wenn man sich vom Internet weitgehend fernhält, man ist durchsichtig, ob man will oder nicht.

Dazu war diese Geschichte keine Minute langweilig. Im Gegenteil, die über 22 Stunden vergingen wie im Flug, und ich hörte wirklich in jeder freien Minute, die ich erübrigen konnte.

Unsere Protagonistin Helene war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Klasse fand ich auch ihre Berufsbezeichnung: Programmstrickerin. Denn das Programmieren war eine typische Frauenarbeit, wie das Kochen oder eben die Haus- und Handarbeit. Für Männer war das nichts, diese niedere Tätigkeit.

Nett fand ich auch seine Andeutung auf „Teufelsgold“.

Laura Maire als Sprecherin hat mir als Stimme zum Hörbuch auch äußerst gut gefallen. Ich bin nun kein ausgesprochener Fan von ihr, manchmal ist sie mir einen Tick zu schrill. Aber hier fand ich sie richtig klasse.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Neale Donald Walsch – Gespräche mit Gott 2 – Ein ungewöhnlicher Dialog

Beschreibung
Endlich folgt der zweite Band des Bestsellers Gespräche mit Gott als Hörbuch! Der grandiose Dialog mit Gott wird fortgesetzt. Kreiste er im ersten Band noch um Fragen des individuellen Schicksals, so handelt das Gespräch jetzt vor allem von unserer Beziehung zu unseren Mitmenschen und zum Planeten Erde. In der Auseinandersetzung mit dem Autor nimmt dieser menschliche und humorvolle, aber auch strenge und konsequente Gott u. a. zu den Themen Zeit, Sexualität, Gefälle zwischen Arm und Reich und globalem Bewusstsein Stellung.

Sprecher
Pascal Breuer, Henk Flemming, Claudia Jacobacci

Länge
9 h 20 m

Meine Meinung
Den zweiten Teil der Trilogie fand ich auch wieder sehr interessant. Hier geht es weniger um das persönliche Schicksal, hier wird mehr das Miteinander und vor allem unsere Behandlung unserer einst wunderschönen Erde behandelt. Sehr interessant fand ich auch, das „Gott“ doch auch eher mal salopp gesagt zum „Bedingungslosen Grundeinkommen“ tendiert!

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass es hier keine strikte Trennung zwischen Wissenschaft und Religion gibt. Vielmehr wird es als eine – wie soll ich sagen – kreative Symbiose dargestellt. Was ich allerdings nun wirklich stark in Zweifel ziehe, ist die Aussage, dass uns durchaus schon Außerirdische besucht haben und mittlerweile auch unter uns leben. Hm, lt. Harald Lesch (mein absoluter Lieblingsastrophysiker) ist das wissenschaftlich gesehen schlicht nicht möglich. Wenn man allerdings die menschliche Hülle (oder wie auch immer geartete Hülle) außer Acht lässt und nur den Geist, die Seele betrachtet… hm, vielleicht, ja vielleicht… Na ich weiß es nicht.

Jedenfalls hat auch dieses Hörbuch wieder viele Anreize zum Nachdenken und Überdenken alter Meinungen und Einschätzungen gegeben. Und so etwas finde ich immer faszinierend.

Sehr gespannt warte ich nun auf den 3. Teil der Reihe. Als Buch habe ich es schon hier, doch ich möchte es natürlich auch als Hörbuch hören.

Die Sprecher sind zwar andere, als beim 1. Teil. Doch mir haben diese drei ebenso gut gefallen.

Außerdem gefällt mir die Machart des Hörbuches wirklich gut. Zum einen, dass Gott mal mit weiblicher mal mit männlicher Stimmer spricht und zum anderen die Art der real geführten Diskussionen. Auch wenn sie nur im Kopf des Verfassers abliefen. Aber das macht die Sache neben den interessanten Aspekten auch noch sehr unterhaltsam.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Neale Donald Walsch – Gespräche mit Gott 2 – Ein ungewöhnlicher Dialog

Siehe auch:

Neale Donald Walsch – Gespräche mit Gott 1 – Ein ungewöhnlicher Dialog

Beschreibung
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Gott alle erdenklichen Fragen über das Leben hier auf Erden stellen – Fragen über die Liebe, den Tod, über Gut und Böse. Und stellen Sie sich vor, dass Gott Ihnen auf jede Ihrer Fragen klar und verständlich antwortet… Es ist ein Dialog der besonderen Art, der in diesem ersten Band der Bestseller-Trilogie vor allem um Probleme und Fragen des individuellen Schicksals kreist.

Walschs Gespräche mit Gott sind inzwischen einem Millionenpublikum bekannt.

Sprecher
Joachim Aich, Marie-Anne Baum, Rainer Bärensprung

Länge
8 h 04 m

Meine Meinung
Vor gut 30 Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten. Aus Überzeugung – bis heute. Doch die Institution Kirche hat meiner Meinung nach mit Gott, oder welchen Namen oder welche Bezeichnung man auch immer dafür verwenden will, nichts zu tun. Dieses Hörbuch habe ich – zugegeben mit anfänglicher Skepsis – auf Empfehlung meiner Nichte gehört.

Ich war sehr erfreut, als ich sehr schnell feststellte, dass dieser Dialog mit der Kirche rein gar nichts zu tun hat. Ganz im Gegenteil! Hier wird sogar sehr oft die Kirche kritisiert und das nicht gerade zurückhaltend.

Beim ersten Hören habe ich nicht alles verstanden und habe deshalb nach Beendigung des Hörbuches gleich wieder von vorne angefangen. Da habe ich dann schon viel mehr verstanden. Ich sollte es sicherlich noch ein drittes Mal hören, um noch weitere Dinge zu verstehen, doch das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt tun. Jetzt heißt es für mich erst einmal: Das Gesagte wirken zu lassen und darüber nachzudenken. Aber eines ist gewiss. Ich werde mir ganz sicher noch den zweiten und auch den dritten Teil dieser Reihe anhören. (Der dritte Teil ist allerdings noch nicht als Hörbuch erschienen.)

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Neale Donald Walsch – Gespräche mit Gott 1 – Ein ungewöhnlicher Dialog

Siehe auch:

Willi Achten – Nichts bleibt

Beschreibung
Franz Mathys ist Kriegsfotograf. Eines seiner Fotos wurde mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. Doch er hat tiefe Zweifel und Schuldgefühle, denn er profitiert von dem Leid anderer. Mathys spürt, dass sein Leben ihm mehr und mehr entgleitet. Er zieht sich auf einen abgeschiedenen Hof im Wald zurück. Lebt dort mit seinem Vater und seinem Sohn, kommt zur Ruhe und verliebt sich. Doch die Idylle trügt.

Eines Nachts schlagen zwei Männer seinen Vater brutal nieder und er muss schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Mathys will die Täter finden. Der immer stärker werdende Wunsch nach Rache und die Suche nach den Männern entfremden ihn von den Menschen, die er liebt. Wird er nun alles verlieren? In einem zerklüfteten Tal in den Alpen trifft er eine einsame Entscheidung, die sein Leben kosten kann. Willi Achten lotet die Abgründe der menschlichen Psyche aus.

Sprecher
Atilla Akinci

Länge
9 h 35 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch habe ich gleich zweimal hintereinander gehört. Und doch fällt es mir verdammt schwer, hierzu eine Rezension zu verfassen. Denn es hat mich mehr oder weniger sprachlos zurückgelassen.

„Nichts bleibt“ ist ein Hörbuch, das einen mit seinem eiskalten Händchen packt und in die Eiseskälte eines zugefrorenen Sees zieht. Warm wird es einem nicht mehr, wenn man mit diesem Hörbuch begonnen hat. Und doch spürt man unterschwellig die Herzenswärme des Protagonisten, die eigentlich in ihm strahlt. Doch all seine Erlebnisse lassen sein Herz zunehmend erkalten.

Ich habe lange versucht, mich in den Protagonisten hineinzuversetzen. Doch dies war für mich ein unmögliches Unterfangen, denn ich habe ein Glück nicht erlebt, was er alles erlebt hat.

In Rückblicken wird man immer wieder mitten in die schrecklichsten Kriegsverbrechen geschickt, die der Protagonist in diesem Moment mit dem Hörer teilt. Und das natürlich immer hautnah. Denn „ist es kein gutes Foto, warst du nicht nah genug dran“. Er war ein erfolgreicher Kriegsfotograf.

Doch nicht nur seine Erlebnisse in den verschiedenen Kriegsgebieten sind hier das Schlimme. Auch sein jetziges Leben ist ein wahres Drama, das zunehmend immer schlimmer wird. Wie er damit umgeht, ist – denke ich – menschlich nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt der beste Lösungsweg. Doch das kann man als Außenstehender leicht sagen. Da kann man leicht richten über richtig oder falsch. Ich sage nur: Walking in my shoes… Da sieht die Welt dann plötzlich ganz anders aus.

Also wenn ich ja mittlerweile nicht wirklich hätte einsehen müssen, dass die Menschen einfach unendlich grausam sein können, würde ich sagen: Völlig übertrieben. Doch halt! Ich glaube nicht, dass hier viel erfunden wurde. Denn die Taten, ob im Krieg oder in seinem eigentlich beschaulichen Wald und sonstigen Umfeld, sind einfach zu schlimm, um sie sich auszudenken. Das Leben/der Mensch kann viel grausamer sein, als jede Fantasie eines Autors.

So, das klingt nun alles ganz furchtbar und abschreckend. Und ganz sicher ist das auch keine Lektüre für einen begeisterten „Liebesroman-Hörer“. Aber trotzdem möchte ich es allen Hörern, die gerne tiefgründigere Literatur hören, absolut empfehlen. Denn trotz aller Düsternis ging es mir doch sehr zu Herzen, ist der Protagonist doch eigentlich ein liebenswerter Mensch, den das Leben einfach verdammt schwer gebeutelt hat.

Atilla Akinci hat dieses Hörbuch grandios gelesen! Ok, mir es war einen Ticken zu langsam, aber mit einer Geschwindigkeit von 1,25 war es perfekt für mich. Und seine grandiosen Pausen kamen immer noch punktgenau an den richtigen Stellen. Eigentlich ist es wirklich schwer, seine Art des Vortrags zu beschreiben. Auch das war einzigartig gut und passend für diese Geschichte.

Weitere Informationen
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Linus Geschke – Und am Morgen waren sie tot (Jan-Römer-Krimi 2)

Beschreibung
Sie gingen zelten. Und kehrten nie zurück

Oktober 1997: Zwei junge Pärchen zelten im deutsch-belgischen Grenzgebiet. Zwei Tage später wird eines der Paare tot im Wald gefunden, das andere bleibt verschwunden. Gegenwart: Der Kölner Reporter Jan Römer berichtet in der Rubrik „Ungelöste Kriminalfälle“ über die Morde. Was geschah in jener Nacht in den Ardennen? Fiel das zweite Paar demselben Täter zum Opfer, oder brachten sie selbst ihre Freunde um und tauchten nach der Tat unter? Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze beginnt Jan Römer zu ermitteln – und sticht in ein Wespennest…

Sprecher
Nils Nelleßen

Länge
10 h 14 m

Meine Meinung in Kürze
Der zweite Teil der Krimi-Reihe hat mir genauso gut gefallen, wie schon Teil 1. Besonders Mütze mag ich sehr gern. Aber natürlich ist auch der Protagonist Jan Römer ein äußerst sympathischer Geselle, so dass man richtig mit ihm mitzittern kann.

Den Sprecher finde ich auch sehr gut.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Linus Geschke – Die Lichtung (Jan-Römer-Krimi 1)

Beschreibung
Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party-Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt…

Sprecher
Nils Nelleßen

Länge
9 h 45 m

Meine Meinung
Welch ein Trauma. Einige Jugendliche wollen ein tolles Wochenende in einer Blockhütte verbringen, doch es wird jäh beendet, als sie zwei ihrer Freunde ermordet im nahegelegenen Wald finden.

Eigentlich sollte es die Party ihres jungen Lebens werden. Viele von ihnen sind frisch verliebt, für viele ist es die erste Möglichkeit, die Nacht mit ihrem Liebsten/ihrer Liebsten zu verbringen. Natürlich gibt es auch Eifersüchteleien, wie es wohl normal ist in diesem Alter. Überhaupt fand ich die Emotionen und Gefühlsregungen der Jugendlichen sehr gut beschrieben. Das hatte mich durchaus an meine Clique von damals erinnert. Somit kam es mir sehr glaubwürdig vor.

In Rückblenden erfährt man hier die Erinnerungen an eben jenes Party-Wochenende, das die unbekümmerte Jugendzeit abrupt enden ließ.

Jan Römer soll nun über eben diesen ungeklärten Doppelmord berichten. Dabei kann er natürlich auf seine alten Freunde zurückgreifen, mit denen er aber weitestgehend keinen Kontakt mehr hat. Zusammen mit seiner besten Freundin Mütze versucht er, hinter die Kulissen des so schrecklichen Ereignisses von damals zu blicken.

Ich fand die Auflösung des Falles völlig überraschend. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Du etwa?

Nils Nelleßen hat mir in seiner Rolle als Sprecher sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Karl Olsberg – Das KALA-Experiment

Beschreibung
Der Physiker Hans Ichting wird nur wenige Tage, nachdem die Videobloggerin Nina Bornholm ihn interviewt hat, tot aufgefunden. Nina zweifelt an der offiziellen Darstellung eines Selbstmords und beginnt zu recherchieren. Bald wird klar, dass Ichting in den USA an einem streng geheimen Projekt mitgearbeitet hat. Doch jemand will um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit über das KALA-Experiment ans Licht kommt. Während sich überall auf der Welt unerklärliche Ereignisse häufen, wird immer deutlicher, dass die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht. Doch wie kann man ein zukünftiges Ereignis verhindern, dessen verheerende Auswirkungen bereits jetzt spürbar sind?

Sprecher
Wolfgang Wagner

Länge
10 h 25 m

Meine Meinung
Das war mal wieder ein Hörbuch genau nach meinem Geschmack. Man konnte sich bei den Ereignissen so richtig schön das Hirn verknoten. Beispiel gefällig? Eine Frau schuftet in ihrer Kneipe. Ihr Mann ist ihr mal wieder so gar keine Hilfe. Dann liegt er da plötzlich vor ihr. Tot! Ach du Schreck! Und dann kommt eben diese Frau nach Hause und da hört sie ihren Mann schon vom Flur aus im Schlafzimmer schnarchen. Wie kann denn das sein? Solche Ereignisse kommen hier häufig vor, immer mal wieder in die Story eingestreut.

Doch den roten Faden durch die Geschichte zieht eigentlich die Bloggerin Nina, die einen berühmten Physiker interviewte, der kurz darauf Selbstmord verübte. Dies kann die Bloggerin nicht glauben und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch ihre Neugierde ist nicht ganz ungefährlich für sie.

Dass sie hier natürlich irgendwann auf das KALA-Experiment stößt, dürfte klar sein. Doch was sich hinter diesem mysteriösen Namen verbirgt, werde ich hier natürlich  nicht verraten. Will ja keinem die Spannung nehmen.

Mir hat die Story jedenfalls wieder richtig gut gefallen, die sich Olsberg hier wieder hat einfallen lassen. Über weite Strecken sehr rätselhaft und stets gleichbleibend spannend. Das Ende ist vielleicht etwas kurz und abrupt geraten, fand ich aber nicht so dramatisch.

Wolfgang Wagner als Sprecher hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Otto Waalkes – Kleinhirn an alle – Die große Otto-Biografie

Beschreibung
Otto wird rund! 70. Geburtstag am 22. Juli 2018

Darauf haben Generationen von Fans gerade noch gewartet: Otto erzählt aus den ersten 70 Jahren seines Lebens – einem märchenhaften Aufstieg vom Deichkind zum Alleinunterhalter der Nation. Seine Sketche und Figuren haben unser kollektives Gedächtnis und unseren Witzwortschatz bereichert: Harry Hirsch (übergibt sich ins Funkhaus), Robin Hood (der Stecher der Entnervten), Susi Sorglos (föhnt ihr goldenes Haar), Louis Flambée (kocht Pommes de Bordell) Peter, Paul and Mary (are planning a bank robbery), Hänsel und Gretel (verirren sich im Wald) und der „Schniedelwutz“ (hat’s bis in den Duden gebracht).

Was Otto-Fans seit Generationen wissen wollten und bisher nicht zu fragen wagten: Wer waren Ottos Vorbilder? Wo kommt er her? Was treibt ihn an? Wie entsteht seine eigene Art von Komik? Und wozu eigentlich? Gibt es ein Geheimnis?

In seiner großen Ottobiografie erzählt Otto freiwillig von Höhe- und Tiefpunkten, von den glücklichsten und den glanzvollsten Momenten, ohne die peinlichsten und traurigsten auszulassen.

Sprecher
Otto Waalkes

Länge
6 h 12 m

Meine Meinung
Was für eine tolle und gutlaunige Biografie. Aus jedem Satz sprüht hier die reine Lebensfreude. Schnell fühlte ich mich wieder in meine Kindheit und Jugend zurückversetzt. Denn Otto hatte es mit so ziemlich allen Größen zu tun und berichtet auch völlig enthusiastisch darüber.

Äußerst interessant fand ich seine Berichte aus seiner Jugend und seine ambitionierten Versuche mit seiner Band. Nicht weniger spannend fand ich die Episoden aus seinem Elternhaus und überhaupt seiner Ostfrieslandgegend, in der er groß wurde.

Er berichtet nicht nur von den Highlights seines Lebens, nein er lässt uns auch an seinen Rückschlägen teilhaben. Allerdings kommen die einem gar nicht so dramatisch vor, da er sie zum einen recht lustig erzählt und man zum anderen ja weiß, was er trotz alledem in seinem Leben alles auf die Beine gestellt hat.

Ein wirklich ganz großer Entertainer, dieser Otto. Und auch dieses Hörbuch verging wie im Flug! Ich hätte locker noch weitere sechs Stunden seinen Erinnerungen lauschen mögen.

Dadurch dass er seine Biografie natürlich selbst liest, wirkt sie zu 100 % authentisch. Dieses Hörbuch kann ich wirklich rundweg allen empfehlen. Ob man nun eine großer Otto-Fan war/ist oder auch nicht. Diese Biografie macht einfach Spaß und sie zeigt auch auf, dass selbst Otto für seinen Erfolg hart arbeiten musste.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Random House Audio.

Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Otto Waalkes – Kleinhirn an alle – Die große Otto-Biografie

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Sam Feuerbach – Der Verräter (Die Krosann-Saga – Königsweg 3)

Beschreibung
Ihre Vergangenheit – ein einziger Albtraum. Ein Blick in ihre Zukunft zeigt: Es geht noch schlimmer. Sie setzt alles dran, um diese zu verändern. Der Prinz hat seinen Vater, seine Heimatburg, sein Land verloren. Reich ist er nur an Feinden. König Schohtars Übermacht stürmt die letzte Mauer. Dagegen helfen diesmal kein Artefakt und keine Magie. Bolkan Katerron findet sich dort wieder, von wo er einst geflohen ist: mitten im Spiel von Mord, Macht und Verrat.

Sprecher
Robert Frank

Länge
11 h 52 m

Meine Meinung
Welch ein fulminantes Ende für diese grandiose Reihe! Wie Sam Feuerbach alle Stränge hier hat zusammenlaufen lassen, ist schon wirklich mehr als klasse. Und er gibt einem gleich mehr als eine klare Botschaft mit auf den Weg. Ich fand das wirklich absolut klasse. Doch zu diesem letzten Band will ich inhaltlich überhaupt kein Wort verlieren. Hier soll man sich wirklich von vorne bis hinten überraschen lassen. Jedes Wort meinerseits wäre hier zu viel.

Nur soviel will ich verraten: Nach dem Beenden der Reihe fühlte ich mich eine ganze Weile ganz schön einsam und alleine gelassen. Mir haben die Protagonisten so richtig gefehlt, so sehr sind sie mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen.

Jetzt, da ich die komplette Reihe fertig gehört habe, habe ich beschlossen, dass die komplette Krosann-Saga auf meine Bestenliste gehört. Wenn nicht diese, welche dann?

Und nun wünsche ich spannende Unterhaltung mit der letzten Folge der Krosann-Saga.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sam Feuerbach – Der Verräter (Die Krosann-Saga – Königsweg 3)

Siehe auch: