Sam Feuerbach – Der Totengräbersohn 3

Beschreibung
Händeringend sucht der Totengräbersohn nach einer Möglichkeit, seinen Herrn Emicho zu retten. Hierzu führt ihn eine dringliche Mission über das höchste und unwegsamste Gebirge des Weltenreiches ins geheimnisvolle Sumpfland. Doch die wahre Gefahr der Mission lauert im Verrat, im Misstrauen und in der Verzweiflung…

Sprecher
Robert Frank

Länge
11 h 26 m

Meine Meinung
Wow, was für eine Fortsetzung der Reihe! Aross ist auf der Suche nach ihren Wurzeln und landet dabei ungewollt an Bord der Barbarossa. Was sie hier alles erlebt, ist mehr als furchtbar. Ein zweiter Steuermann, der nichts lieber tut, als Menschen zu quälen. Und das aufs Übelste. Als dann Aross in Ungnade des 2. Steuermanns fällt, scheint ihr Leben vorbei zu sein….

Währenddessen schlägt sich Farin mit drei mehr oder weniger Vertrauten auf eine tödliche Mission über das Westgebirge ins Sumpfland, aus dem noch nie eine Menschenseele lebend zurückkehrte. Doch es scheint keinen anderen Ausweg zu geben, als eben dieses Risiko einzugehen. Denn einzig hier wächst das unbedingt notwendige Kraut, um Emicho von seinem Fluch zu befreien.

Ekel, der Dämon von Farin, verlangt hier seinem „körperlichen Gefäß“ alles ab. Ist Vertrauen in einen Dämon wirklich eine gute Entscheidung?

Gespannt warte ich nun auf Teil 4, den es leider noch nicht gibt. Mit diesem letzten Teil wird die Geschichte dann leider auch schon enden. Ich könnte noch stundenlang den weiteren Abenteuern von Farin/Ekel und Aross/Künstler Ki lauschen. Doch ich bin wirklich froh, dass ich mich auf das Terrain „Fantasy“ eingelassen habe. Denn sonst wäre mir diese wundervolle Reihe glatt entgangen.

Und jetzt mal wirklich ein riesen großes Lob an den Sprecher Robert Frank. Er macht seine Sache derart gut, dass ich ihn glatt mit dem fabelhaften  Stefan Kaminski vergleichen möchte. Doch, die beiden stehen sich in nichts nach. Wirklich grandios, wie er hier die einzelnen Charaktere – insbesondere Ekel – vertont.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sam Feuerbach – Der Totengräbersohn 3

Siehe auch:

Sam Feuerbach – Der Totengräbersohn 1

Beschreibung
Das geheimnisvolle Amulett

Im mittelalterlichen Dorf Haufen lebt der 18-jährige Farin. Der Junge ist ein Außenseiter, denn als Sohn des Totengräbers wird er von den anderen Dorfbewohnern geächtet und geprügelt. Dennoch hat er keine andere Wahl, als den Beruf des Vaters zu übernehmen, der zunehmend dem Alkohol verfällt.

Die Dinge ändern sich für Farin schlagartig, als die Dorfhexe stirbt und er die Giftmischerin für die Beerdigung vorbereitet. Denn die Hexe trägt ein geheimnisvolles Amulett um den Hals, und Farin kann nicht widerstehen, das Schmuckstück anzulegen…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Robert Frank

Länge
11 h 06 m

Meine Meinung
Nachdem ich von „Instabil“ so begeistert war, habe ich nach weiteren Büchern von Sam Feuerbach geschaut. Dadurch bin ich auf „Der Totengräbersohn“ aufmerksam geworden. Kaum entdeckt, schon geholt.

Der Totengräbersohn brilliert meiner Meinung nach mit noch mehr bissigem Humor und wieder einer herrlich herzerfrischenden Sprache.

Farin ist der Protagonist und somit der Totengräbersohn. Er hat es nun wahrlich nicht leicht in seinem Leben. Seine Mutter, die recht gebildet war, ist leider schon recht früh verstorben. Sein alter Vater verfällt immer mehr dem Alkohol und tut sich sehr schwer, seinem Sohn zu zeigen, dass er ihn liebt. Raubeinig und grob behandelt er stets den Jungen, der alles gehorsam macht. Farin bleibt nichts anderes übrig, als in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Das bedeutet, dass auch er als Totengräber arbeitet. Von allen im Dorf verachtet träumt er von der schönen Tochter des Schmieds. Doch diese scheint unerreichbar für ihn.

Als eines Tages die Dorfhexe stirbt, nimmt er ihr Amulett an sich. Eigentlich will er es bei der Beerdigung den Angehörigen übergeben, falls denn welche kommen sollten. Doch es kommt niemand. Außer einem furchteinflößenden ganz in schwarz gekleideten Mann. Farin behält das Amulett und trägt es verborgen unter seinem Hemd um den Hals. Als Tage später ein Ritter im Dorf eintrifft, Angst und Schrecken verbreitet und nach der Dorfhexe fragt, soll diese exhumiert werden. Doch die Leiche ist verschwunden. Samt dem Pfarrer. Hier ergreift Farin das Wort und sieht seine Chance gekommen.

Es geht hier noch herrlich skurril und böse weiter. Doch das will ich gar nicht erzählen, höre es dir selbst an. Es ist einfach nur zu gut.

Den ersten Teil dieser Saga habe ich an einem Sonntag komplett durchgehört.

Den Sprecher kannte ich bisher noch nicht. Ich fand ihn aber auch absolut klasse. Er hat daraus ein wahres Ohrenkino gemacht. Auch hat er allen Charakteren verschiedene Stimmen verpasst, so dass man jederzeit genau wusste, wer denn gerade spricht.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sam Feuerbach – Der Totengräbersohn 1

Siehe auch:

 

Siri Pettersen – Odinskind – Die Rabenringe

Beschreibung
Ihr fehlt etwas, das alle anderen haben. Das macht sie zu einem Mythos, einer Seuche, einem Menschen.

Odinskind handelt vom Dasein als Außenseiter und von Vorurteilen, Intrigen und Machtkämpfen. Und von der Liebe.

Hirka ist in der Welt von Ym aufgewachsen. Mit fünfzehn findet sie heraus, dass sie ein Odinskind ist, ein schwanzloses Wesen aus einer anderen Welt. Verachtet, verfolgt, aussätzig. Von nun an ändert sich alles in ihrem Leben. Hirka weiß weder, wer sie ist, noch wohin sie gehört. Sie weiß nur, dass ihr Leben auf dem Spiel steht. Aber das ist erst der Anfang: Sie ist bei weitem nicht der einzige Fremdling, den es nach Ymsland verschlagen hat. Doch Hirka ist die Einzige, die nicht mit der Absicht gekommen ist, zu töten.

Sprecher
Konstantin Graudus

Länge
23 h

Meine Meinung
Ich bin nun wahrlich kein ausgesprochener Fantasyfan. Vielmehr schaue ich eher über solche Titel hinweg oder lehne sie gleich ab, falls ich gefragt werde, ob ich Interesse daran hätte. So hätte ich sicherlich auch bei „Odinskind“ reagiert. Doch dieses lag letzte Woche einfach in meinem Briefkasten. Also hörte ich doch mal rein. Zugegeben, ich dachte nicht, dass es etwas für mich sei. Ein Fantasy-Jugendbuch, niemals hätte ich gedacht, dass mir das gefallen könnte.

Doch es kam anders. Ganz anders. Ich bin hin und weg von dieser Geschichte! Ich habe wirklich in jeder freien Minute der Geschichte gelauscht, bin früher aufgestanden, nur damit ich vor der Arbeit noch weiter hören konnte. Alles andere blieb liegen. Denn die 23 Stunden wollten meine ganze Aufmerksamkeit.

Die Geschichte fesselt von Anfang an. Eigentlich ist Hirka ein ganz normales junges Mädchen. Ok, ihr fehlt der Schwanz, den alle anderen haben, doch er wurde ihr laut Auskunft ihres Vaters als Baby von einem Wolf abgebissen. Und doch fühlt sie sich anders als andere junge Mädchen im Dorf. Sie spürt das, doch sie macht sich nichts daraus. Bis sie erfährt, warum sie tatsächlich so anders ist, als alle anderen. Und dieser Happen ist wahrlich nicht leicht zu schlucken. Als sich dann ihr geliebter Vater auch noch umbringt, um ihr ihre unumgängliche Flucht zu erleichtern, sitzt er doch im Rollstuhl und kommt nur sehr langsam in dem steinigen und hügeligen Gebiet vorwärts, beginnt ihr spannendes Abenteuer erst so richtig. Nicht selten gerät sie dabei in Lebensgefahr. Doch Hirka wächst über sich selbst hinaus und besteht Prüfungen, die sie sich früher wohl nie hätte vorstellen können. Keine unerhebliche Rolle spielt ihr Freund Raime (ich weiß nun nicht, ob ich den Namen richtig geschrieben habe, ich habe es ja als Hörbuch gehört). Raime selbst passt auch nicht in sein von der Familie vorgeschriebenes Raster. Auch er ist ein Außenseiter, der sich nicht nach dem Willen anderer richtet. Die beiden sind also ein äußerst interessantes und sympathisches Protagonisten-Paar, auch wenn sie nicht alle Abenteuer gemeinsam bestehen.

Natürlich gibt es auch richtig böse Antagonisten – allen voran Urd, der Hirka nach dem Leben trachtet. Selbstverständlich spielen hier auch Raben eine große Rolle, doch ich will gar nicht zu sehr ins Detail gehen. Das würde wahrlich zu weit führen.

Insgesamt wurde ich also äußerst positiv von dieser Geschichte überrascht. Der Plot bietet viele tolle Ideen, etliche nordische Mythen – und doch sind sie in diesem Umfeld einfach anders erzählt – sehr interessant, kurzweilig und immer spannend. Das Ymsland ähnelt zwar auf einer Weise dem Land der Menschen und doch ist es derart andersartig und fantastisch beschrieben, das man wirklich mit offenen Ohren nur noch staunt.

Die geschilderten Personen und Orte wurden sehr glaubwürdig und anschaulich beschrieben, so dass man sich die verschiedenen Szenen sehr gut vorstellen konnte.

Nun warte ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung der Trilogie. Doch da muss ich wohl noch sehr geduldig sein. Denn Teil 2 wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 und Teil 3 im Sommer 2019 erscheinen. Seufz.

Konstandin Graudus kannte ich bisher als Sprecher noch nicht. Doch ich muss sagen, dass auch er mir sehr gut gefallen hat! Er hat eine sehr zurückhaltende Art und doch bringt er die verschiedenen Stimmungen sehr gut zur Geltung.

Fünf Kerben für Odinskind!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  der Hörcompany. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Siri Pettersen – Odinskind – Die Rabenringe.

Herzlichen Dank an die Hörcompany für das Rezensionsexemplar.

Hans Bemmann – Stein und Flöte – und das ist noch nicht alles

stein-und-flote-lesungBeschreibung
Lauscher, Sohn des Großen Brüllers, ähnelt eher seinem Großvater, dem Sanften Flöter. Er erbt einen Stein, der in allen Farben schimmert, und eine silberne Zauberflöte, deren Melodie das Handeln der Menschen beeinflusst. Dazu schenkt ihm ein alter Steinsucher ein Stück Wurzelwerk, genannt Zirbel, das seinem Besitzer in schwierigen Situationen stets neuen Mut schenkt. Fortan setzt er alles daran, die Welt seinen Wünschen anzupassen. Doch außer phantastischen Abenteuern erleidet er nur Niederlagen und trägt so manche Blessur davon – bis er schließlich seinem Ziel entgegenstolpert.

Sprecher
Oliver Rohrbeck

Länge
42 h 10 m

Meine Meinung
Vor einigen Jahren hatte ich das gekürzte Hörspiel „Stein und Flöte“ gehört. Das hatte mich nicht sonderlich begeistert, da einfach nicht viel von der Story übrig blieb und viel zu viel Musik eingespielt wurde.

Jetzt habe ich mich endlich an die ungekürzte Version herangetraut, die ja immerhin 42 Stunden lang geht. Diese ungekürzte Version hat mir viel besser gefallen. Denn hier wird der Lebensweg des kleinen Lauscher sehr detailliert beschrieben und mit vielen anderen Geschichten ausgeschmückt. Lauscher braucht sehr lange, bis er das Leben wirklich begreift und auf was es im Leben wirklich ankommt. Es gibt eine Stelle in dem Buch, in dem ich wirklich viel Geduld brauchte, Lauscher bei immer wieder fast den gleichen Fehlern zuzuhören. Doch nicht nur Lauscher bekommt hier eine Lektion in Sachen Geduld beigebracht, auch der Hörer. Doch es geht hier nicht nur um Geduld. Vielmehr ist dieses Buch ein Spiegel für uns alle, was man so tut um anderen zu gefallen und sich selbst dabei völlig aus den Augen verliert. Die Konsequenz folgt meist auf den Fuß. Ein kleines „Lebenshilfe-Buch“, so könnte man diese komplexe Geschichte wohl beschreiben, doch das ist noch nicht alles.

Mit all den Geschichten in den Geschichten bietet „Stein und Flöte“ eine Menge Abwechslung, auch wenn man auf Spannung vergeblich wartet. Und trotzdem passiert eine ganze Menge in dem gesamten Werk. Manches wurde mir erst im Nachhinein richtig bewusst.

Als ich die Geschichte fertig gehört hatte, fing ich direkt wieder von vorne damit an. Und da diese Story sich auch perfekt dazu eignet, stückchenweise gehört zu werden, habe ich „Stein und Flöte“ immer noch auf meinem Player und höre zwischen den anderen Hörbüchern immer mal wieder ein Stück davon weiter.

Wer braucht schon mehrere Sprecher, wenn Oliver Rohrbeck liest? Er gibt all den Wesen ihre eigene Stimme und ihre eigene Betonung. Ich hatte zu keiner Zeit Probleme zu erkennen, wer denn nun gerade spricht. Und es sind hier einige Wesen in den diversen Geschichten. Seine Leistung finde ich wirklich grandios.

s5g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Hans Bemmann – Stein und Flöte

Siehe auch:

Conor McCreery , Anthony Del Col – Kill Shakespeare: Die komplette 1. Serie

kill-shakespeareBeschreibung
Shakespeares weltberühmte Helden und Bösewichte treffen in den mystischen Gefilden von Illyria unter völlig neuen Voraussetzungen aufeinander – und so entfaltet sich eine ganz andere Geschichte…

Prinz Hamlet von Dänemark wird nach einer dramatischen Flucht inklusive Schiffbruch am Strand des mystischen Landes Illyria angeschwemmt. Hier herrscht König Macbeth mit seiner Lady und versucht mit aller Kraft, eine Rebellion in Schach zu halten und den aufrührerischen Emporkömmling Richard III in seine Schranken zu weisen. Ist Hamlet der lang ersehnte Schattenkönig, den die Prophezeiung vorausgesagt hat? Wer sind die Rebellen, die sich in den unheimlichen Wäldern des Landes versteckt halten? Und wird es Hamlet gelingen, seinen verstorbenen Vater wieder zum Leben zu erwecken und dem sagenumwobenem Schöpfer von Illyria, dem Zaubergott William Shakespeare, das Handwerk zu legen? Den jungen Prinzen erwartet ein beispielloses Abenteuer voller politischer Intrigen, mystischer Wesen und einer großen Liebe.

Mit dieser Hörspielserie voll von magischen Abenteuern präsentiert Audible Originals die nächste aufwändig in Szene gesetzte Eigenproduktion. Unter der Regie von Kai Schwind (Six Degrees – Wege der Verschwörung, Locke & Key, Die Drei Fragezeichen Live) versammeln sich neue aufregende Stimmen wie Vlad Chiriac und Greta Galisch und bekannte Hörspielsprecher wie Jens Wawrczeck, Lutz Mackensy, Santiago Ziesmer und Andreas Fröhlich, um den bekannten Figuren des Barden neues Leben einzuhauchen.

Shakespeare wie Sie ihn noch nicht erlebt haben!

Diese Hörspiel-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vlad Chiriac, Greta Galisch, Traudel Sperber, Jens Wawrczeck, Axel Lutter, Andreas Fröhlich, u. v. m.

Länge
8 h 44 m

Meine Meinung
Zugegeben, erst bei der 3. Folge hat mich die Serie gepackt und nicht mehr losgelassen, bis ich die komplette 1. Staffel durchgehört hatte.

Diese Serie strotzt gerade so vor Fantasie. Was ist, wenn man die toten Helden wieder auferstehen und sie in einer neuen Welt – Illyria nämlich – aufeinander treffen lässt. Herrlich. Also die Idee an sich hat schon satte 5 Sterne verdient. Die Geschichte hat mir auch wirklich gut gefallen, die sich die Autoren haben einfallen lassen. Voller Intrigen, kriegerischen Handlungen und natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. Nichts davon kam zu kurz. Einzig die kriegerischen Handlungen waren mir zu viele an der Zahl – Säbelrasseln ohne Ende.

Doch insgesamt ist „Kill Shakespeare“ ein wirklich tolles Hörspiel, das kurzweilig und unterhaltsam daherkommt.

Auch die Inszenierung war sehr beeindruckend. Hier wurde wirklich alles aufgeboten, was es an Geräuschen und stimmlichen Variationen gibt.

s5g4

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Conor McCreery , Anthony Del Col – Kill Shakespeare: Die komplette Serie

Stephen King – Die Arena: Under the Dome

Die ArenaBeschreibung
Chester’s Mill ist eine ganz normale amerikanische Kleinstadt. Alles geht hier seinen Gang, nichts ist irgendwie außergewöhnlich. Dann kommt plötzlich der Tag, an dem sich ein unsichtbares Kraftfeld in Form einer Kuppel über Chester’s Mill stülpt und die Stadt vom Rest der Welt abtrennt. Flugzeuge zerschellen daran und fallen als brennende Trümmer vom Himmel, Tiere werden zweigeteilt, Menschen, die gerade in Nachbarorten unterwegs sind, werden von ihren Familien getrennt, und Autos explodieren, wenn sie auf die mysteriöse Barriere prallen.

Was genau dieses mysteriöse und grausame Kraftfeld ist, woher es kommt und ob es wieder verschwindet, keiner kann diese Fragen beantworten. Doch eines ist sicher: Es gibt kein Entrinnen, die Bevölkerung von Chester’s Mill ist eingesperrt, niemand kann fliehen. Je mehr die Vorräte zur Neige gehen, desto stärker tobt der bestialische Kampf um blankes Überleben in dieser unerwünschten Arena…

Sprecher
David Nathan

Länge
41 h 10 m

Meine Meinung
Stephen King hat immer wieder wunderbare Ideen, um völlig skurrile Situationen zu erschaffen. In „Die Arena“ wird einer amerikanischen Kleinstadt eine Kuppel übergestülpt, die kein Entkommen zulässt. Sie war von eben auf jetzt da und niemand weiß, woher sie kam und ob sie jemals wieder verschwinden wird. Hier lässt King seine Kleinstadtbewohner agieren. Recht schnell erkennt man, wer die guten und wer die bösen Menschen sind. Wem es einzig ums Überleben, wem es um Macht geht und wie sie jeweils das vorliegende Problem anpacken. Wie sich schnell herausstellt, braucht es nicht viele böse Menschen, um die kleine Welt in völliges Chaos zu stürzen, wenn eben diese paar böse Menschen die Macht haben.

King erzählt hier wieder sehr ausführlich die Befindlichkeiten jeder einzelnen Person – mir war das stellenweise etwas zu ausführlich. Aber so ist er halt, der gute alte King. Er erzählt und erzählt und schmückt hier noch etwas aus und baut dort noch einen kleine Gemeinheit ein. Er ist halt kaum zu bremsen.

Ich wurde über die 41 bestens unterhalten, auch wenn mir 10 Stunden weniger durchaus auch gereicht hätten.

David Nathan war natürlich wieder hervorragend – da braucht man nichts mehr dazu zu sagen.

s5g4

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephen King – Die Arena: Under the Dome

Siehe auch:

 

Andreas Eschbach – Aquamarin

AquamarinBeschreibung
Hüte dich vor dem Meer! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung verbietet der Sechzehnjährigen jede Wasserberührung. In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha. Doch ein schrecklicher Unfall stellt alles in Frage.

Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf – nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt…

Sprecher
Maximiliane Häcke

Länge
7 h 15 m

Meine Meinung
Diese Geschichte beginnt, wie die meisten Jugendbücher. Unsere Protagonistin Saha hat ein Problem. Sie hatte als Baby einen Unfall der ihr Wunden beigefügt hat, die einfach nicht verheilen wollen. Deshalb darf sie auf keinen Fall schwimmen gehen. Das könnte für sie lebensgefährlich sein, falls Bakterien oder o. ä. in die Wunde gelangen würden. Dementsprechend kann sie auch nicht schwimmen. Und DAS ist das ultimative KO in Seahaven.

Dementsprechend wird sie von den anderen Schülern nicht akzeptiert, von den meisten gar nicht wahrgenommen, von manchen aber richtiggehend gehasst. Somit ist sie immer alleine. Mit diesem Schicksal hat sie sich mittlerweile abgefunden und um jeglichem Ärger aus dem Weg zu gehen, versucht sie, so unauffällig wie nur möglich zu sein. Doch leider gelingt ihr das nicht immer.

Diese Geschichte beginnt damit, dass Saha auf dem Weg zur Schule ist. Dazu muss sie an einem sehr langen Fischbecken vorbei laufen. An diesem Morgen wird sie von ihrer Erzfeindin und ihrer Gang eingekesselt. Dieses sehr beliebte und äußerst hübsche Mädchen will Saha nicht mehr ständig sehen und gibt ihr unmissverständlich zu verstehen, dass sie gefälligst die Schule verlassen und sich an einer anderen Schule anmelden soll. Die Anmeldeformulare hat sie vorsorglich schon mal herausgesucht und schickt sie ihr auf ihre Tafel. Dazu muss man sagen, dass diese Geschichte in der Zukunft spielt. Doch es kommt, wie es kommen muss: Es wird gestupst und gestoßen und Saha landet irgendwann im Fischbecken. Sie versinkt. Die anderen schauen zu wie sie untergeht – wenden sich ab und gehen zur Schule.

Saha wird natürlich gerettet. Doch erst nach langer, langer Zeit. Und hier nimmt die Geschichte so richtig an Fahrt auf. Ihr behandelnder Doc wird skeptisch. Er sieht die Wunden an ihrem Oberkörper, fragt sie, wie das passiert sei, sie erzählt ihm die Geschichte, die ihr erzählt wurde. Denn schließlich war sie noch sehr klein, als der Unfall passierte und natürlich hat sie keine Erinnerung daran.

Mittlerweile freundet sie sich mit ihrem Retter an. Ein Junge, der ein Jahr jünger ist als sie, dem Gerechtigkeit und Wahrheit über alles gehen und dessen Vater – ein Professor – eine beachtliche Bibliothek sein Eigen nennt. Dank der Bücher und einem lebensgefährlichen Selbstversuch kommt Saha ihrem eigenen Geheimnis auf die Spur. Doch dadurch gerät auch ihr bisheriges Leben und das ihrer Tante in größte Gefahr.

Mehr will ich nicht zu den Geschehnissen erzählen. Nur soviel. Es ist bis dahin und bleibt bis zum Schluss spannend!

Saha als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie macht eine erstaunliche Entwicklung durch. Vom grauen, einsamen und ängstlichen Mäuschen zum Teenager, dem die anderen voller Bewunderung nachschauen und zum Schluss … na hört selbst. Vielleicht etwas dick aufgetragen, aber ich habe diese Entwicklung Saha wirklich von Herzen gegönnt. Denn Andreas Eschbach hat Sahas Gefühle, Gedanken, Ängste und Freuden derart gut beschrieben, dass man sich wirklich sehr gut in sie hineinversetzen kann.

Auch die Antagonistin wurde entsprechend gemein dargestellt. Eine Schönheit, wie sie im Buche steht, eine Horde an Freundinnen, der Schwarm aller Jungs und natürlich hat sie den Hübschesten als Freund. Ihr Vater hat immensen Einfluss in der Gesellschaft, so dass sie sich quasi alles leisten kann. Niemand traut sich, ihr eine Strafe aufzuerlegen oder sie auch nur zu rügen. Somit kann sie tun und lassen was sie will, sie kommt mit allem durch. Selbst mit versuchtem Mord.

Nun, solch einen Gegner wünscht man keinem. Saha hat ihn.

Es geht in diesem Buch viel über die Werte in der Gesellschaft, um Wahrheit, um Gerechtigkeit, um Gentechnik, um Regeln und um Neotraditionalismus. Neotraditionalismus (ein Begriff der Zukunft) ist gegen gentechnische Eingriffe, jedoch nicht grundsätzlich. Wo hier die Differenzierung gemacht wird – hört selbst. Dieser Standpunkt ist durchaus eine Überlegung wert.

Bei dem Titel „Aquamarin“ denkt man sicherlich an tolle Unterwasserbilder. So ging es mir zumindest. Nun, dahingehend werden die Erwartungen etwas enttäuscht. Denn die Unterwasserbeschreibungen fallen äußerst kurz aus. Jedoch hat der Titel auch eine andere Bedeutung, wie man im Laufe der Geschichte feststellen wird. Somit ist der Titel wieder absolut passend.

Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist äußerst schwarz/weiß gezeichnet und dieser harte Kontrast hat sehr gut herausgestellt, dass die Welt eben genau so nicht ist. Sie hat viele Grauschattierungen und sogar auch Farbe.

Maximiliane Häcke als Sprecherin fand ich grundsätzlich sehr passend, auch wenn sie für meine Ohren hier und da etwas zu aufdringlich daher kam. Aber im Großen und Ganzen war ich auch mit ihr sehr zufrieden.

Kurzum: Für mich war „Aquamarin“ von Andreas Eschbach ein sehr tolles Hörerlebnis, das kurzweilig daher kam, mit vielen Höhepunkten gespickt war und das sehr zum Nachdenken anregte. Und da Weihnachten ja fast schon wieder vor der Tür steht: Es ist sicherlich auch ein tolles Geschenk! Vorzugsweise für Mädchen ab 13/14 Jahren. Jedoch auch für alle anderen, die gerne Sci-Fi/Fantasy mögen. Hier hat man eine gelungene Mischung à la Eschbach.

s5g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Eschbach – Aquamarin

Siehe auch:

 

Sandra Öhl – Sir Larry Oehl – Kitty Kathstone – Band 1

KittyBeschreibung
Das fantastisch-komische Abenteuer eines schlagfertigen Mädchens, eines englischen Gentlemans und eines amüsanten Haufens mythologischer Wesen mit einer unglaublichen Aufgabe.

Sie ist schlagfertig und zieht Schwierigkeiten an wie das Licht die Motten. Da ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet an Kittys fünfzehnten Geburtstag alles schief läuft. Und als wären es nicht genug Katastrophen für einen Tag (nebst dem spurlosen Verschwinden ihres Vaters), eröffnen ihr ihre zurückhaltende Mutter und die resolute Großmutter das lange totgeschwiegene Familiengeheimnis. (Nichts Neues, denkt Ihr? Naja, seid Euch da mal nicht so sicher.)

Kitty findet sich schneller, als ihr lieb ist in einer Welt voller Mythen wieder, bevölkert von Gorgonen, Formwandlern, japanischen Einhörnern, Walküren und anderen unglaublichen Wesen, in der es aber vor allem um eines geht: Gemeinsam mit 14 Guardians und jahrtausendealten Steinen, das Gleichgewicht des Universums zu bewahren.

Ein fantastisch-komisches Abenteuer, das einen mit viel Humor, Spannung, Familiensinn, einem Quentchen Philosophie und einer schlagfertigen Protagonistin von Little´s Law über die schwarze Stadt Khara Khoto bis nach Berlin führt.

…Ach ja, und dann gibt es da noch einen Jungen mit leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen und natürlich meine Wenigkeit, die diese unglaubliche Begebenheit erzählt.

Ihr ergebener Sir Larry Oehl

Sprecher
Wolfgang Pampel

Länge
11 h 05 m

Meine Meinung
Vor kurzem hatte ich von Mr. Bumblebees House eine Anfrage in meinem Postkasten, ob ich denn an einem Rezensionsexemplar von Kitty Kathstone interessiert sei. Wer bitte ist Mr. Bumblebees House fragte ich mich. Ich klickte auf die beigefügten Links und was ich sah, gefiel mir auf Anhieb. Also sagte ich zu.

Gestern habe ich mit dem Hörbuch begonnen, vorhin habe ich es beendet. Bei einem Hörbuch von 11 Stunden kann man sich gut vorstellen, dass bei mir somit keine Langeweile aufkam. Ganz im Gegenteil.

Den Aufbau der Geschichte könnte man in etwa mit Harry Potter vergleichen. Denn auch Kitty weiß von ihrem Schicksal rein gar nichts, bis sie auf das C. O. G. (also eine Schule für angehende Guardians) geschickt wird. Hier fühlt sich Kitty zunächst völlig fehl am Platz und schmiedet bereits Pläne, wie sie dem wieder entkommen könnte. Doch sehr schnell ist ihr Interesse geweckt und sie spürt, dass sie am C. O. G. am genau richtigen Ort ist. Hier begegnen ihr die seltsamsten Wesen, von denen sie vorher nicht in ihren kühnsten Träumen auch nur geahnt hätte, dass es solche Lebensformen tatsächlich geben könnte. Hier standen sie leibhaftig vor ihr. Natürlich lässt auch die Antagonistin nicht lange auf sich warten. Und Kitty gerät dank deren fiesen Intrige in große Schwierigkeiten.

Mit im Boot von Kitty sitzt ungewollt Nora. Sie ahnt sehr schnell, dass Kitty ihr wohl nur Schwierigkeiten bereiten würde. Aber sie wurde ihr nun einmal zugeteilt und obendrein teilt sie auch noch das Zimmer mit ihr. Na, und wie schon oben beschrieben, zieht Kitty die Probleme förmlich an. Man könnte fast sagen: Sie ist die personifizierte Schwierigkeit. Sehr zum Leidwesen von Nora. Sie hat genaue Vorstellungen von ihrer Karriere nach ihrer Ausbildung und sieht diese recht schnell nach Kittys Ankunft in Gefahr. Nora ist im Übrigen ein Nerd wie er im Buche steht. Superschlau aber – heidenei – auch echt peinlich – na, aber irgendwie trotzdem liebenswert.

So erleben Kitty und Nora gemeinsam ein Abenteuer, das spannend, kurzweilig, stellenweise sehr skurril und äußerst humorvoll von Sir Larry Oehl höchstpersönlich erzählt wird. Ok, ein Takt muss ich noch zu unserem allwissenden Erzähler sagen. Er ist Engländer, ein absoluter Gentleman und Saluki. Letzteres nicht ganz freiwillig. Aber er hat sich nach all den Jahren seines Schicksals daran gewöhnt. Sir Larry erzählt die Geschichte sehr vornehm, entschuldigt sich stets, wenn er einen Ausdruck benutzen muss, der so rein gar nicht British English ist und lässt aber auch eine gehörige Portion an Humor und Witz einfließen. Dieser Erzählstil hat mir ein Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert.

Achja, und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Hals über Kopf verliebt sich Kitty nämlich in einen kleinen Prinzen. Klingt kitschig findest du? Ja, es klingt so, aber ist es ganz und gar nicht. Ihre Gedanken, wenn sie mit ihm zusammentrifft sind so herrlich treffend jugendlich beschrieben, dass ich die ganze Zeit meine Nichte, die nun auch ihren ersten Freund hat, vor Augen hatte. Alles hätte direkt ihre Gedanken beschreiben könnte. Wirklich sehr passend formuliert das Ganze.

Ich bin nun sehr gespannt auf Band 2, denn nicht nur Titel, nein u. a. auch eine Brille deuten darauf hin, dass es – hoffentlich bald – eine Fortsetzung geben wird.

Wolfgang Pampel war mir als Sprecher durchaus ein positiver Begriff. Allerdings kannte ich ihn bisher nur von Thrillern von Dan Brown und Jean Christophe Grangé. Somit war ich sehr überrascht als ich las, dass er dieses Jugendbuch/Fantasybuch liest. So wirklich konnte ich mir ihn bei diesem Buch nicht vorstellen, bis ich die ersten 10 Minuten gehört hatte. Perfekt! Er hat wirklich durchweg einen sehr guten Job gemacht. Er hat jeder Person eine eigene Stimme verliehen und zwar genau passend zu deren Charakter. Ich muss gestehen, das hätte ich so nicht erwartet. Hut ab Herr Pampel!

Das Buch/Hörbuch erscheint am 15. Oktober 2015. Und am 31. Oktober findet bei Facebook die Party anlässlich Kittys 15. Geburtstags statt. Ich bin dabei. Wer noch?

Zuletzt noch: Wem könnte diese Geschichte gefallen? Ich denke, weibliche Fantasy-Fans kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Und hier ist es egal ob jung oder alt. Ich bin ja nun auch schon lange kein Teenager mehr und wurde trotzdem bestens unterhalten.

Was auch noch durchaus erwähnenswert ist, ist die sehr liebevoll und interessant gestaltete Website zum Buch/Hörbuch. Schau hier: Kitty Kathstone Und hier geht es direkt zur Hörprobe (ganz unten).

s5g5

Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar geht an Mr. Bumblebees-House.

Stephen King – Qual

QualBeschreibung
Grausam, packend, anrührend – geschrieben von Stephen King alias Richard Bachman!

Ein großer Coup soll den geistig zurückgebliebenen Blaze aller Sorgen entledigen. Er entführt das Baby einer reichen Familie. Was wird er dem Kleinen antun? Während alle Welt ihn jagt, um den Horror zu beenden, geht in Blaze eine Verwandlung vor. Das Lösegeld interessiert ihn längst nicht mehr…

Die Kindheit des jungen Blaze ist schrecklich: Die Mutter ist gestorben, und sein Vater, ein Trinker, verprügelt ihn ständig und wirft ihn so oft die Treppe hinunter, bis das Kind einen bleibenden Schaden davonträgt. Der leicht behinderte Junge kommt in ein Kinderheim, wo sich die kommenden Jahre jedoch erst recht qualvoll gestalten. Als Jugendlicher begeht er mit seinem Kumpel George harmlose Straftaten, bis dieser bei einer Stecherei umkommt. Aber George meldet sich aus dem Totenreich und flüstert Blaze ein, einen größeren Coup zu starten.

Um an wirklich viel Geld zu kommen, entführt Blaze schließlich das Baby einer reichen Familie. Allein mit dem kleinen Bündel Leben, erwacht in ihm eine ungeahnte Fürsorge. Die Flucht vor dem gigantischen Polizeiaufgebot führt in eine Katastrophe…

Sprecher
David Nathan

Länge
10 h 29 m

Meine Meinung
Nach meiner Begeisterung von „Finderlohn“ wollte ich gleich noch einen Stephen King hören. Meine Wahl fiel auf „Qual“, welches schon ein älteres Buch ist. Was man – nun – auch merkt.

Er beweist zwar auch hier seine große erzählerische Kunst, aber die Geschichte birgt keinerlei Überraschungen. Überhaupt keine. Somit ist die Story von vorne bis hinten vorhersehbar.

Am besten hat mir nicht der Plot an sich gefallen, sondern die Rückblenden, in denen die Kindheit und Jugend der Protagonisten erzählt wird. Diese „Ausflüge in die Vergangenheit“ waren immer sehr interessant und abwechslungsreich. Und durch die großartige Erzählkunst von King alias Bachmann wurde auch dieses Hörbuch kaum je langweilig.

Aber es gibt natürlich eindeutig bessere Geschichten vom Meister der Wörter. Dennoch bereue ich nicht, dass ich die zehneinhalb Stunden meines Lebens in diese Geschichte investiert habe. Denn durch den großartigen Sprecher David Nathan, wurde auch „Qual“ zu einer guten „Freizeitgestaltung“.

s5g3

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephen King – Qual

Siehe auch:

 

Andreas Gruber – Der Judas-Schrein

Der Judas-SchreinBeschreibung
In dem abgeschiedenen Dorf Grein am Gebirge, eingeschlossen zwischen den Bergen und einem Fluss, wird eine verstümmelte Mädchenleiche entdeckt. Der Ermittler Alexander Körner wird mit seinem Kripoteam in den Ort geschickt, um den Fall zu lösen. Die Lage spitzt sich zu, als durch den anhaltenden Regen der Fluss über die Ufer tritt und die einzige Brücke wegreißt. Vom Hochwasser umgeben und von der Außenwelt abgeschnitten, kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht, und das Morden geht weiter…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Hans Jürgen Stockerl

Länge
17 h 13 m

Meine Meinung
Eins vorweg: Wer hier einen klassischen Krimi à la „Todesfrist“ oder „Todesurteil“ vermutet, liegt falsch. Denn es geht eindeutig in die Richtung Fantasy, Mystery, Horror. Wenn einem das klar ist, man so etwas gerne hört und man die gewohnt spannende Erzählkunst von Andreas Gruber liebt, dann ist man hier goldrichtig. Mein Fall ist Fantasy ja eigentlich nicht so sehr, aber da ich Andreas Gruber toll finde, wollte ich es trotzdem hören. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Stellenweise erinnerte mich die Detailverliebtheit und die große Erzählkunst an Stephen King. Nicht selten musste ich beim Hören an Storys aus seiner Feder denken. Das fand ich natürlich schon mal klasse.

Um die Geschichte greifbar zu machen, gibt es zum Einen Rückblicke auf ein Grubenunglück, welches bereits 140 Jahre zurückliegt und zum Anderen Tagebucheinträge, die ein Messdiener vor etwa 70 Jahren niederschrieb. Aktuell soll der Mord an einem Mädchen aufgeklärt werden, welches an ihrem Todestag 14 Jahre alt wurde. Ihre Verletzungen sind furchtbar, den Ermittlern ist es ein Rätsel, wie es zu solchen Wunden an ihrer Wirbelsäule kommen konnte. Bald stellt sich heraus, dass auch ihre Geschwister jeweils an ihrem 14. Geburtstag zu Tode kamen. Natürlich wachsen hier die Zweifel, ob diese Tode wirklich auf natürliche Art und Weise geschahen.

Während Körner und sein Ermittlerteam akribisch auf Spurensuche gehen, nimmt der Regen zu und bald ist das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten. Die einzige Brücke wurde durch die Wassermassen des Flusses fortgerissen. Körner und seinen Kollegen bleibt nichts anderes übrig, als sich in dem Dorf einzuquartieren. Und dann geschieht ein weiterer Mord. Ausgerechnet an dem Fotografen seines Teams. Und das Grauen nimmt kein Ende…

Spannend, spannend kann ich da nur sagen. Über die aktuellen Geschehnisse, die Rückblicke und die Tagebucheinträge gelangt man Stück für Stück immer mehr an die Wahrheit. Viele unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen konstant hoch und die Story endet in einem Showdown, der den besten Action-Kinostreifen Stand halten würde.

Mich hat dieser etwas andere Krimi sehr gut unterhalten und die 17 Stunden waren über Ostern schnell gehört. Denn unterbrechen wollte ich das Hörbuch nur selten. Auch wenn mir der klassische Krimi eigentlich lieber ist, so hat mich dieser doch sehr begeistert. Und deshalb verdient er auch die volle Punktzahl.

Hans Jürgen Stockerl, den ich bisher nur von den Peter James-Thrillern her kannte, hat mir sehr gut gefallen. Seiner Stimme kann ich stundenlang zuhören.

s5g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Gruber – Der Judas-Schrein

Siehe auch: