Robert Galbraith – Weißer Tod (Cormoran Strike 4)

Beschreibung
Der private Ermittler Cormoran Strike ist zutiefst beunruhigt: Ein verstörter junger Mann bittet ihn um Hilfe bei der Aufklärung eines Verbrechens, das er – so glaubt er – als Kind mit angesehen hat. Billy hat offensichtlich psychische Probleme und kann sich nur an wenig im Detail erinnern, doch er und seine Worte klingen glaubwürdig. Bevor Strike ihn allerdings ausführlich befragen kann, ergreift der Mann panisch die Flucht.

Um Billys Geschichte auf den Grund zu gehen, folgen Strike und Robin Ellacott – einst seine Assistentin, jetzt seine Geschäftspartnerin – einer verschlungenen Spur, die sie durch die zwielichtigen Ecken Londons zu einem geheimen exklusiven Zirkel innerhalb des Parlaments und einem prachtvollen, doch düsteren Herrenhaus auf dem Land führt. Zugleich verläuft auch Strikes eigenes Leben alles andere als gradlinig: Er hat es als Ermittler zu Berühmtheit gebracht und kann sich nicht länger unauffällig hinter den Kulissen bewegen. Noch dazu ist das Verhältnis zu seiner früheren Assistentin schwieriger denn je – zwar ist Robin für ihn geschäftlich mittlerweile unersetzlich, ihre private Beziehung ist jedoch viel komplizierter …

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
21 h 36 m

Meine Meinung
Der vierte Teil der Reihe mit Cormoran und Robin hat mir wieder sehr gut gefallen. Dies ist die bisher längste Geschichte um die beiden sympathischen Detektive, doch sie hat mich derart begeistert, dass ich sie in nur zwei Tagen ausgehört habe. Ein Glück hatte ich gestern noch frei.

Der Fall, mit dem sie es dieses Mal zu tun hatten, konnte kniffliger kaum sein. Ich musste mich wirklich sehr konzentrieren, um all die Familienmitglieder des ermordeten Kulturministers Chiswell richtig zuordnen zu können. Denn es gab hier etliche Ehefrauen und Kinder. Und dann noch das ganze Personal. Doch mit etwas gutem Willen gelingt einem das und bald hat man den ganzen Clan vor Augen. Es gab hier sehr aufregende Szenen, dann ein Glück wieder einige Verschnaufpausen. Diese fand ich nie zu lange, immer genau richtig dosiert.

Einen sehr großen Teil nimmt auch das private Umfeld der beiden Detektive ein. Anfangs eigentlich fast nur. Und zunächst dachte ich, hm, wenn das so weiter geht, dann wird das ja eher ein Liebesdrama. Doch es blieb ein Glück nicht so einseitig. Es war eine gesunde Mischung aus Privat und Job und bot somit auch jede Menge Abwechslung. Und da beide Ermittler ja derart sympathisch sind (finde ich zumindest), fiebert man natürlich auch mit ihren privaten Problemen mit und wünscht sich nur das beste für sie.

Der Showdown der Story endete natürlich wieder hochdramatisch und lebensbedrohlich für Robin und überraschte natürlich nicht nur Robin komplett, sondern auch mich als Hörerin. Insgesamt war ich mit dieser Erklärung letztendlich aber wesentlich zufriedener, als diejenige, die Cormoran sich zunächst zusammengereimt hatte. Somit war am Ende alles stimmig und ich hochzufrieden.

Die zig Zitate aus Henrik Ibsens Drama „Rosmersholm“ fand ich zunächst leicht überflüssig. Aber gut, sie waren nie sonderlich lange und ich konnte sie einfach als gegeben hinnehmen. Und ja, im Nachhinein gesehen, passten sie ja auch echt gut.

Dietmar Wunder war natürlich wieder klasse in seiner „Inszenierung“.

Somit bin ich mit dem ersten Hörbuch, das ich im Jahr 2019 gehört habe, sehr zufrieden und vergebe die volle Punktzahl für diese spannende Detektivstory.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Robert Galbraith – Weißer Tod  (Cormoran Strike 4)

Siehe auch:

Linus Geschke – Das Lied der toten Mädchen

Beschreibung
Das Letzte, was sie hörte, war ein Schlaflied

Herbst 1997: Auf dem Wilzenberg wird eine junge Frau tot aufgefunden, ermordet durch einen Stich ins Herz. Der Täter lässt nichts zurück außer einer Spieluhr, die „Hush little baby“ spielt.

Gegenwart: Jan Römer, Reporter für ungelöste Kriminalfälle, rollt mit seiner Kollegin Mütze das Verbrechen neu auf. Warum trug das Opfer trotz der Kälte nur ein dünnes rotes Kleid? Warum kann niemand etwas zu dem Gästehaus im Wald sagen, in dem die Frau damals arbeitete? Dann wird wieder eine Frau getötet. Auch neben ihrer Leiche wird eine Spieluhr gefunden. Und Jan Römer begreift, dass die Vergangenheit nicht tot ist…

Sprecher
Nils Nelleßen

Länge
9 h 36 m

Meine Meinung
Den 3. Teil des sympathischen „Ermittler-Duos“ Jan und Mütze fand ich wieder richtig klasse. Man konnte wieder sehr gut miträtseln, wenn es auch anfangs reichlich wenig Anhaltspunkte zum Ermitteln gab. Denn der Fall war mehr als merkwürdig.

Doch es wären hier nicht Jan und Mütze am Werk, wenn sie so leicht aufgeben würden. Sie verbissen sich schier in ihre Nachforschungen und nach und nach kam dann doch ein zunächst zwar verschwommenes bis später hin immer klareres Bild zum Vorschein. Und als man dachte, jetzt kann es nicht mehr spannender werden, kommt der Showdown und haut einem glatt vom Hocker. Denn damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Klasse Story, toller Aufbau, perfektes Ende. Ein Krimi, den ich guten Gewissens sehr empfehlen kann. Doch man sollte sich zunächst die ersten beiden Teile anhören, damit man die Protagonisten kennenlernt. Das lohnt sich!

Nils Nelleßen als Sprecher hat mir – wie schon in den vorherigen Teilen – wieder sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Linus Geschke – Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)

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Nele Neuhaus – Muttertag (Bodenstein & Kirchhoff 9)

Beschreibung
Sie hatten ein Geheimnis. Sie mussten sterben. An einem Sonntag.

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.

Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.

Sprecher
Oliver Siebeck

Länge
19 h 47 m

Meine Meinung
Meine „Beziehung“ zu Nele Neuhaus ist schon sehr seltsam. Manche Bücher von ihr faszinieren mich total, andere finde ich – nun, nicht so toll.

Dieses Hörbuch gehört leider mal wieder in die Kategorie – nicht so toll. Ich fand die Story äußerst langatmig. Kaum war mal etwas Spannung und Interessantes da, verzettelte sie sich wieder in unnötige Ausschweifungen, die jegliche Spannungen nahmen. Doch dann wurde es wieder spannend, dann wieder Spannungsabfall. Mein Interesse schwand zunehmends. Insgesamt was das sehr anstrengend zu hören. Viele Passagen hätte man bedenkenlos streichen können, ohne dass etwas an der eigentlichen Handlung gefehlt hätte. Manchmal stimmt eben doch der Spruch: „In der Kürze liegt die Würze“. Bei dieser langen „Kochzeit“ wurde jedoch die Suppe fade und die letztliche Aufklärung hat mich dann auch nicht mehr ganz überzeugt oder besänftigt.

Oliver Siebeck war wieder toll.

Weitere Informationen
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Yrsa Sigurdardóttir – Das glühende Grab (Dóra Gudmundsdóttir 3)

Beschreibung
Auf den isländischen Westmännerinseln werden bei Ausgrabungen drei Leichen und ein abgetrennter Kopf gefunden. Sie liegen im Keller des Elternhauses von Markús Magnússon, das bei einem Vulkanausbruch vor mehr als dreißig Jahren verschüttet wurde. Da Markús mit Hilfe seiner Anwältin Dóra die Ausgrabung unbedingt verhindern wollte, steht er plötzlich unter Mordverdacht: Hat er als Jugendlicher drei Menschen getötet und verstümmelt? Rechtsanwältin Dóra glaubt an Markús‘ Unschuld und will herausfinden, was wirklich geschehen ist. Doch dann wird eine weitere Leiche entdeckt…

Sprecher
Christiane Marx

Länge
11 h 06 m

Meine Meinung
Also der 3. Teil der Reihe forderte wirklich all meine Geduld. Die ersten sieben Stunden fand ich derart langweilig, dass ich wirklich überlegte, ob ich es nicht abbrechen soll. Gerade als ich dachte: „Ok, 30 Minuten gebe ich dem Hörbuch noch, wenn es dann nicht spannender wird, war es das“ wurde es spannend. Und wie. Ich saß dann bis 1 Uhr in der Nacht gefesselt von der Geschichte auf der Couch.

Und gerade als ich dachte, dass diese Auflösung nun für all die langweiligen Stunden zuvor belohnte, und ich eigentlich nur noch auf das Ende wartete, nahm die Story nochmals eine Wende und alles wurde über den Haufen geworfen. Poh, aber das fand ich dann derart konstruiert und unglaubwürdig, dass ich es echt nicht glauben wollte. Schade drum.

Christiane Marx war hier wieder sehr gut!

Weitere Informationen
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Yrsa Sigurdardóttir – Das gefrorene Licht (Dora Gudmundsdóttir 2)

Beschreibung
Auf der isländischen Halbinsel Snæfellsnes wird die Architektin eines Wellness-Hotels tot am Strand aufgefunden. Sie wurde vergewaltigt und brutal erschlagen, in ihren Fußsohlen stecken Nadeln. Rechtsanwältin Dóra Guðmundsdóttir findet heraus, dass die Ermordete sich sehr für die Geschichte der verlassenen Gegend interessiert hat. Vor vielen Jahrzehnten standen auf dem Hotelgrundstück die Höfe zweier Brüder. Offenbar ist das Opfer auf ein unaussprechliches Familiengeheimnis gestoßen.

Sprecher
Christiane Marx

Länge
12 h 9 m

Meine Meinung
Der 2. Teil der Reihe hat mir zwar auch gut gefallen, doch ich fand ihn nicht so spannend, wie den 1. Teil. Lange rätselte ich mit, doch so wirklich mitgefiebert habe ich hier nicht. Den Fall an sich fand ich einfach nicht so interessant. Am Ende stellte sich zwar durchaus eine schockierende Auflösung heraus, doch da man so lange im Dunkeln tappte, war die Story insgesamt schon recht langatmig.

Die Dialoge waren hier nicht mehr so unbeholfen wie im 1. Teil. Auch das Privatleben von Dorá gestaltete sich hier sehr turbulent. Ja, die Entwicklung in ihrem privaten Umfeld fand ich sogar spannender als den Fall an sich.

Die Sprecherin hat mir in dieser Folge besser gefallen. Hier bekommt sie die volle Punktzahl von mir.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

 

Yrsa Sigurdardóttir – Das letzte Ritual (Dóra Gudmundsdóttir 1)

Beschreibung
In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an ein Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Guðmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra über dunkle Rituale mehr heraus, als ihr lieb ist…

„Das letzte Ritual“ ist der erste Fall der genauso düsteren wie beliebten Dorá-Guðmundsdóttir-Reihe von Yrsa Sigurðardóttir.

Sprecher
Christiane Marx

Länge
11 h 12 m

Meine Meinung
Der erste Teil der Dorá-Guðmundsdóttir-Reihe von Yrsa Sigurðardóttir hat mir sehr gut gefallen. Ich fand den Fall des etwas seltsam aussehenden deutschen Studenten sehr interessant und kurzweilig. Denn nicht nur konsumierte er Drogen, er interessierte sich auch sehr für alte Hexenkulte. Doch was war nun der wahre Grund für sein Ableben?

Manche Dialoge fand ich zwar etwas unbeholfen, doch das störte nicht weiter im Verlauf der Geschichte. Das private Umfeld der sehr sympathischen Protagonistin fand ich interessant und sehr kurzweilig und interessant beschrieben.

Die Sprecherin Christiane Marx hat mir zwar gut gefallen, aber nicht sehr gut. Doch das sollte sich in den nächsten Folgen der Reihen ändern.

Insgesamt bekommt der erste Fall von mir 4,8 Punkte.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

 

Charlotte Link – Die Suche

Beschreibung
Drei verschwundene Mädchen und eine Spur, die weit in die Vergangenheit führt…

In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Treibt ein Serientäter sein Unwesen? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht. Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie und wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt erneut von einem Mädchen jede Spur…

Sprecher
Claudia Michelsen

Länge
18 h 41 m

Meine Meinung
Über 18 Stunden hochbrisante Spannung gefällig? Dann bist du hier genau richtig. Um was es genau geht, steht ja schon größtenteils oben in der Beschreibung. Deshalb will ich hierzu auch nichts weiter sagen.

Ich kenne noch nicht viele Bücher von Charlotte Link. Deshalb kann ich nur aus dem in dieser Story Gesagten erahnen, dass sich Kate Linville von Scotland Yard schon öfter in die Ermittlungen von Caleb Hale eingemischt hat, was letzterem natürlich überhaupt nicht passt. Doch ich muss schon gestehen, dass sie für diese Einmischung dieses Mal ja wirklich nichts konnte. Wohnte sie doch gerade bei der Familie Goldsby, als deren Tochter plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist. Nun beginnen die Ermittlungen von Caleb und – ganz nebenbei und eigentlich auch gar nicht gewollt – von Kate.

Die folgenden Stunden fand ich extrem gut aufgebaut, ließ doch der Spannungsbogen kaum nach. Er befand sich auf einem konstant hohen Niveau und als Zuhörer konnte man munter seine eigenen Verdächtigen verfolgen. Natürlich lag ich mal wieder komplett daneben mit meinem Verdacht. Doch bis kurz vor dem Ende konnte man wirklich nicht ahnen, was sich wirklich zugetragen hatte und sich langsam dem dramatischen Höhepunkt näherte.

Claudia Michelsen als Sprecherin fand  ich auch sehr gut! Ich hatte sie bisher nur einmal in einem anderen Hörbuch von Charlotte Link gehört. Sie hat dieser Geschichte genau die richtige ruhige Stimme verpasst und doch die Spannung jeweils auch stimmlich spürbar werden lassen.

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Siehe auch:

Stephan Ludwig – Zorn: Blut und Strafe (Zorn 8)

Beschreibung
Im Zentrum einer grausamen Mordserie…

Als Hauptkommissar Claudius Zorn an einem gewöhnlichen Mittwochabend im Dezember seinen wöchentlichen Besuch bei einem älteren Herrn machen will, findet er sich plötzlich mitten in einem Tatort wieder. Der Mann wurde brutal ermordet. Zorn weiß, dass er nun den schwersten Gang seiner ganzen Laufbahn verrichten muss, denn die Tochter des Ermordeten ist niemand anderes als Frieda Borck, Zorns ehemalige Vorgesetzte und feste Freundin.

Zorn und Schröder arbeiten auf Hochtouren daran, den Täter schnell zu finden. Aber dann geschieht ein weiterer Mord und der wichtigste Mensch in Zorns Leben gerät in Gefahr. Er ist kurz davor, den Verstand zu verlieren…

Sprecher
David Nathan

Länge
11 h 37 m

Meine Meinung
Oh mein Gott, an Spannung ist dieser Krimi kaum zu übertreffen. Doch leider auch an Grausamkeiten. Stellenweise fand ich die Beschreibungen der Morde wirklich grenzwertig abartig! Als ich dann zu einer Tötungsmethode aus dem Mittelalter kam, war ich wirklich kurz davor, die Story abzubrechen. Denn das war dann selbst für mich, die ich nun schon so einiges Abartiges gehört habe, kaum zu ertragen.

Wie du siehst, war ich mitten drin in der Story und fühlte mich nicht nur als unbeteiligter Zuhörer. Doch als Zuhörer hatte ich trotzdem die Wahl. Nachdem ich dann mit einer Freundin Rücksprache gehalten hatte, die das Hörbuch schon fertig gehört hatte, versprach sie mir, dass es nun nicht mehr noch schlimmere Szenen geben würde. Ok. Ich hörte also weiter, ich wollte ja schon wissen, was denn hier für eine üble Macht über die Stadt gekommen ist.

Der Showdown war dann allerdings derart spannend, dass ich es keinem Herzkranken empfehlen möchte! Ich hatte Herzklopfen ohne Ende, rannte mit Zorn um die Wette und betete, dass es noch nicht zu spät sein möge.

Doch die Auflösung der ganzen schrecklichen Ereignisse fand ich dann im Vergleich zum zuvor Gehörten leider sehr mau. Da hätte ich eine bessere Erklärung erwartet, irgendwie einen größeren Knalleffekt. Einen echten Überraschungsmoment. Doch wie gesagt, die Auflösung wurde dann der ganzen grausamen Geschichte zuvor nicht wirklich gerecht.

Bleibt nun die schwierige Entscheidung der Bewertung. Also an Spannung hat das Hörbuch eindeutig 5 Punkte verdient. Doch die wirklich furchtbar schrecklichen Schilderungen der Morde und die etwas lahme Auflösung lassen mich der Story insgesamt „nur“ 4,2 Punkte geben.

Davon abgesehen hat David Nathan als Sprecher auch hier natürlich volle 5 Punkte verdient. Er war wieder durchweg klasse.

Weitere Informationen
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Siehe auch: 

Elizabeth George – Wer Strafe verdient

Beschreibung
Der 20. Fall für Inspector Thomas Lynley und Barbara Havers!

Die Bürger des englischen Städtchens Ludlow sind zutiefst entsetzt, als man den örtlichen Diakon eines schweren Verbrechens beschuldigt und verhaftet. Kurz darauf wird er in Polizeigewahrsam tot aufgefunden. Im Auftrag Scotland Yards versucht Sergeant Barbara Havers Licht ins Dunkel um die geheimnisvollen Vorfälle zu bringen. Zunächst weist tatsächlich alles auf den Selbstmord eines Verzweifelten hin – doch Barbara und mit ihr DI Thomas Lynley trauen dieser Version der Ereignisse nicht. Gemeinsam werfen sie einen genaueren Blick hinter die idyllische Fassade Ludlows – und entdecken, dass jeder hier etwas zu verbergen hat…

Sprecher
Stefan Wilkening

Länge
20 h 12 m

Meine Meinung
Bisher habe ich nur ein anderes Hörbuch von Elizabeth George gehört. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf, wie ich jetzt festgestellt habe. Denn den Fall, den ich mir hier zum Anhören ausgesucht habe, ist bereits der 20.! Unglaublich, was ich vermutlich schon alles an guten Kriminalstories verpasst habe.

Doch jetzt zum Buch. Barbara Havers ist bei den Vorgesetzten aufgrund ihrer aufmüpfigen Art ziemlich in Ungnade gefallen. Somit gilt es für sie, in diesem Fall zu beweisen, dass sie sehr wohl Befehle auch befolgen kann. Doch die Situation, in die sie gesteckt wird, um eben ihre Folgsamkeit zu beweisen, könnte kaum komplizierter sein. Denn die Vorgesetzte, mit der sie auf Reisen geschickt wird, um einen Fall genauer unter die Lupe zu nehmen, ist Alkoholikerin und will einzig so schnell zurück wie nur möglich. An der Wahrheit ist sie nicht wirklich interessiert – auch aus politischen Gründen nicht. Sie will einzig den vorliegenden Bericht bestätigen und bald wieder heim. Denn ihr Mann wird in naher Zukunft mit ihren gemeinsamen Kindern und mit seiner neuen Lebensgefährtin nach Australien auswandern. Was sie natürlich zu verhindern versucht.

Doch Barbara fallen durchaus Ungereimtheiten auf. Diese erwähnt sie in ihrem Bericht und wird prompt von ihrer Vorgesetzten angehalten, diese zweifelnden Passagen aus ihrem Bericht zu eliminieren. Widerstrebend folgt sie, will sie doch nicht ins Nirwana strafversetzt werden. Doch ihr ehemaliger Kollege Inspector Thomas Lynley bekommt den unverfälschten Bericht in die Hände. Und so werden Barbara und Thomas erneut zum Ort des Verbrechens geschickt, um die wahren Geschehnisse ans Licht zu bringen.

Mir haben die beiden Protagonisten, Barbara Havers und Thomas Lynley sofort gefallen. Denn sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Doch eben genau das macht die Würze ihres erfolgreichen Teams aus.

Zitterte ich noch im ersten Teil mit Barbara mit, dass sie sich doch bitte mit der Alkoholikerin einigermaßen arrangieren möge, so fieberte ich im zweiten Teil mit Barbara und Thomas mit, um endlich die Wahrheit zu erfahren. Und die fand ich äußerst schockierend und überraschend.

Insgesamt hat mir dieser Krimi richtig gut gefallen. Er hat mich von Anfang an gefesselt und ich hörte in jeder freien Minute, die ich hatte. Mit dem festen Vorsatz, mir noch weitere Titel von Elizabeth George anzuhören, gebe ich diesem Hörbuch die volle Punktzahl.

Stefan Wilkening habe ich ja mittlerweile auch als sehr guten Sprecher für meinen Geschmack vermerkt. Er hat mich auch bei diesem Hörbuch nicht enttäuscht.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Val McDermid – Rachgier

Beschreibung
Fall Nr. 10 für Val McDermids berühmtes Ermittler-Duo: Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill jagen den „Wedding Killer“!

Eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Auto – das ist alles, was von der unauffälligen Büroangestellten Kathryn McCormick übrig ist. Erst vor kurzem hatte sie auf einer Hochzeit einen attraktiven Mann kennengelernt und auf neues Glück nach einer herben Enttäuschung gehofft. DCI Carol Jordan und Profiler Tony Hill versuchen den Mann ausfindig zu machen, müssen aber feststellen, dass keiner der anderen Hochzeitsgäste ihn kannte. Eine weitere Frauenleiche bestätigt Carols furchtbaren Verdacht: Ein ebenso raffinierter wie perfider Serienkiller macht sich die Einsamkeit seiner Opfer zunutze.

Val McDermid, geboren 1955, arbeitete lange als Dozentin für Englische Literatur und als Journalistin bei namhaften britischen Tageszeitungen. Heute ist sie eine der erfolgreichsten britischen Autorinnen von Thrillern und Kriminalromanen. Ihre Bücher erscheinen weltweit in mehr als vierzig Sprachen.

Sprecher
Wolfgang Berger

Länge
14 h 20 m

Meine Meinung
Ein Glück hatte ich die letzten 2 Tage Urlaub. Denn sonst wäre ich vor Spannung wohl schier verrückt geworden. Ok, die ersten paar Stunden sind vielleicht nicht so super spannend, da die Ermittlertruppe um Carol Jordan keinen Schritt weiterkommt. Morde passieren und sie finden einfach keinen Anhaltspunkt, nicht das kleinste Detail, das ihnen einen Hinweis auf diesen perfiden Mörder geben könnte. Nur sehr zögerlich können sie aus quasi nichts endlich einen kleinen Lichtblick am Horizont erblicken. Doch dieser ist wirklich sehr klein. So klein, dass die Überwachung des Hauptverdächtigen aus Kostengründen eingestellt wird, da die Chancen auf eine Verurteilung aufgrund der Indizien einfach zu gering sind.

Des Weiteren wird Carols sowieso schon angekratzte Persönlichkeit durch eine hartnäckige Journalistin attackiert, die ihr Leben und ihre Karriere mit nur einem Artikel komplett ruinieren könnte. Das alles ist  zu viel für Carol, die stark unter dem Alkoholentzug und ihrem momentanen Misserfolg leidet. Doch nicht nur wegen sich, es geht ihr auch um ihre Gruppe, deren Mitglieder dann wohl auch keine großen Karrierechancen mehr hätten. Alles zusammen lässt sie eine fatale Entscheidung treffen.

Die letzten Stunden dieses Krimis fand ich derart spannend, dass ich keine Minute mehr das Hörbuch unterbrechen wollte. Solche Krimis mag ich sehr, die zum Ende hin derart spannend werden, dass man nur noch mit aufgerissenen Augen und bibberndem Herzen da sitzt und den weiteren Geschehnissen lauscht.

Wolfgang Berger als Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Etwas schade finde ich, dass für die Serie die Sprecher sehr verschieden sind. Ok, meine Pausen zwischen den Hörbüchern sind immer sehr lange, so dass es bei mir nicht so ins Gewicht fällt. Aber prinzipiell finde ich es besser, wenn für eine Serie ein und derselbe Sprecher am Mikrofon ist.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Val McDermid – Rachgier

Siehe auch: