Eva Almstädt – Dunkler Abgrund: Ein Urlaubskrimi mit Pia Korittki

Beschreibung
Pia Korittkis Schwester heiratet! Doch statt zu feiern steckt die Lübecker Kommissarin bald schon mitten in einem Mordfall, der in jeder Hinsicht Grenzen überschreitet. Pia freut sich auf die Hochzeit ihrer Schwester Nele und auf ein paar unbeschwerte Tage mit ihrer Familie in dem Schlosshotel in Mecklenburg-Vorpommern. Doch dann macht einer der Gäste in den Ruinen eines nahegelegenen Dorfes einen unheimlichen Fund, der Pia keine Ruhe lässt.

Ihre Nachforschungen treten allerdings rasch in den Hintergrund, als eine Hotelangestellte ermordet aufgefunden wird – bis Pia Hinweise für einen möglichen Zusammenhang entdeckt. Ehe sie sich versieht, steckt sie mitten in einem Strudel an Ereignissen, der auch auf die Hochzeitsgesellschaft nicht ohne Auswirkungen bleibt – Ein neuer kurzer Urlaubskrimi mit der sympathischen Ermittlerin aus dem hohen Norden.

Sprecher
Anne Moll

Länge
4 h 03 m

Meine Meinung
Den Titel der Story finde ich sehr passend. Vor allem auch den Zusatz „Urlaubskrimi“. Denn eigentlich macht Pia gerade Urlaub und will die Hochzeit ihrer Schwester Nele ordentlich feiern.

Das Fest findet auf einem Schloß nahe des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzgebiets statt. Als drei Jugendliche, ebenfalls Gäste der Hochzeitsgesellschaft, einen Ausflug zu einem nahe gelegenen See unternehmen, bricht einer der Jungen ein. Plötzlich befindet er sich unter der Erde. Alles ist dunkel und er kann nur tasten. Da meint er, einen Knochen zu fühlen… Als Pia das mitbekommt, geht sie der Sache auf den Grund.

Von „geschleiften Dörfern“ hatte ich bis dato noch nichts gehört. Schon allein aus diesem Grund lohnt sich die Lektüre dieser Geschichte. Denn nach etlichen Recherchen bin ich nun schlauer, was geschleifte Dörfer sind. Einfach unglaublich.

Doch nicht nur der Informationsgehalt ist hier sehr gut. Auch die Story, die zugegebenermaßen sehr kurz ist, hat mir sehr gut gefallen. Ein echter Urlaubskrimi halt.

Zu Anne Moll muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Sie ist „die“ Stimme für Pia Korittki.

Weitere Informationen
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Daniel Cole – Ragdoll: Dein letzter Tag

Bechreibung
Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Lumpenpuppe, einer „Ragdoll“. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
13 h 44 m

Meine Meinung
Die Beschreibung klingt schrecklich, die Story fand ich noch schrecklicher! Also das muss man sich einmal vorstellen: Eine „Lumpenpumpe“ aus sechs verschiedenen Menschenteilen! Und das „Kunstwerk“ deutet auf Wolfs Wohnung. Also an Spannung fehlt es hier keine Minute. Im Gegenteil, man rast durch diese Story hindurch, schier ohne Luft holen zu können.

Diese Geschwindigkeit wird noch angeheizt durch eine Todesliste, auf der diverse Namen vermerkt sind – unter anderem auch Wolfs Name. Doch natürlich gibt es trotz größter Schutzmaßnahmen noch weitere Tote. Und bei den Todesmethoden war der Autor wirklich nicht zimperlich. Eigentlich dachte ich, dass mich aufgrund der Vielzahl an Thrillern und Krimis, die ich bisher schon gehört habe, so leicht nichts mehr schockieren kann. Jetzt weiß ich es besser. Ich war schockiert!

Wolfram Koch glänzt ja bekanntlich in seiner Rolle als Sprecher in der Carl-Morck-Reihe. Für diese Reihe finde ich ihn auch wirklich brillant. Hier allerdings dachte ich allzuoft, dass Assad hier mitspielt, denn er sprach oft genauso, wie er Assad aus der genannten Reihe spricht. Ok, damit kann ich leben, finde ich diese Art doch sehr bezaubernd. Allerdings hackt er hier manche Sätze wirklich sehr auseinander. Das wiederum hat mir nicht so gut gefallen. Aber im Großen und Ganzen war ich doch auch mit ihm zufrieden.

Insgesamt war mir Radgoll einen Tick zu gnadenlos brutal. Man sollte also nicht allzu zart besaitet sein, wenn man sich diesen Thriller anhören will.

Weitere Informationen
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Andreas Föhr – Schwarzwasser (Kommissar Wallner, Teil 7)

Beschreibung
Als Kommissar Wallner die Nachricht erhält, man habe die Leiche eines alten Mannes gefunden, bleibt ihm beinahe das Herz stehen: Seit Stunden ist Opa Manfred abgängig und auf dem Handy nicht zu erreichen. Doch am Tatort stellt Wallner erleichtert fest, dass Manfred wohlauf ist – er und Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner haben den Toten entdeckt. Unter leicht dubiosen Umständen, versteht sich. Bald stellt sich heraus, dass der ermordete Dieter Wartberg gar nicht tot sein dürfte. Ihn hat es nämlich nie gegeben. Wer also war das Opfer wirklich?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Michael Schwarzmaier

Länge
10 h 01 m

Meine Meinung
Andreas Föhr gefällt mir immer besser. Warum ich jetzt mit Teil 7 angefangen habe und nicht erst die Teile 3, 4, 5 und 6 der Reihe Kommissar Wallner gehört habe, weiß ich nicht. Vermutlich liegt es daran, dass eine Freundin so begeistert davon war, dass ich es auch gleich hören wollte.

Was soll ich sagen: Sie liegt absolut richtig mit ihrer Begeisterung. Denn auch ich bin von Schwarzwasser restlos fasziniert. Es ist ein richtig spannender Krimi, gepaart mit einer gehörigen Portion an Skurrilität und Spannung. Die bestens beschriebene Situationskomik begeistert mich an Kommissar Wallners Fällen meist noch mehr, als seine wirklich kniffligen Fälle, die er mit seinem Team zu lösen hat. Doch natürlich hatte es auch der Fall in sich. Gut gefallen haben mir hier die Zeitwechsel, die einem zunächst rätselhaft vorkamen, doch zunehmend mehr Sinn ergaben. Auch die Auflösung fand ich absolut stimmig und passend. Das Ende vom Ende fand ich allerdings mehr als traurig.

Zwei Personen haben es mir in diesem Fall wieder besonders angetan. Mein klarer Favorit: Manfred, der Großvater von Wallner natürlich und auch Kreuthner, dieser widerspenstige Polizist, der grundsätzlich sein eigenes Ding durchzieht und das Gesetz meist recht großzügig auslegt.

Ich kann diesen Teil der Reihe nur wieder wärmstens empfehlen. Die Zeit verging wie im Flug und dank der hervorragenden Leistung des Sprechers waren die gesamten 10 Stunden ein wahrer Ohrenschmaus.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Kommissar-Wallner-Reihe:

Jussi Adler-Olsen – Selfies (Carl Mørck 7)

Beschreibung
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Sie kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Und welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Der neue Thriller von Jussi Adler-Olsen verspricht atemberaubende Spannung bis zur letzten Minute – ungekürzt gelesen von Wolfram Koch.

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
17 h 16 m

Meine Meinung
Bei dieser Folge ist die Ermittlungsarbeit im eigentlichen Fall etwas Nebensache. So kam es mir jedenfalls vor. Es geht hier hauptsächlich um Rose, die in ein sehr tiefes psychisches Loch gefallen ist und dort nicht mehr herausfindet. Carl und Assad versuchen nun also, auch Roses Vergangenheit aufzuklären, um ihr irgendwie helfen zu können.

Den Fall an sich fand ich dieses Mal ziemlich gut aber nicht super spannend. Es ging hier hauptsächlich um Sozialschmarotzer und jede Menge Gesellschaftskritik. Das war natürlich schon sehr interessant. Durchzogen mit den privaten Dramen ergab es eine kurzweilige Story, der man stundenlang zuhören konnte, ohne langweilig zu werden.

Wolfram Koch gehört zu Carl und Assad wie David Nathan zu Stephen King. Das perfekte Paar.

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Leonie Swann – Gray

Beschreibung
Dieses Hörbuch hat einen Vogel!

Dr. Augustus Huff, Dozent in Cambridge, hat plötzlich einen Vogel – und ein Problem: Einer seiner Studenten ist beim Fassadenklettern in den Tod gestürzt. War es nur ein tragischer Unfall? Oder Mord? Augustus vermutet Letzteres und geht auf Spurensuche – unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen.

Der sprachbegabte Vogel erweist sich als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus bei seinen Ermittlungsversuchen von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der im Labyrinth der altehrwürdigen Universität die richtigen Fragen stellt. Augustus begreift: Nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Bjarne Mädel , Christopher Heisler

Länge
10 h 26 m

Meine Meinung
„Hey Huff, nimm ’ne Nuss!“ oder „Die Trauben kannst’e dir abschminken.“ Diese und ähnliche Sätze hört man recht oft, in diesem Hörbuch. Und jedesmal musste ich wieder lachen. Ein herrlich skurriler Krimi, bei dessen Auflösung Gray erheblichen Anteil hat.

Augustus Huff ist Tutor in Cambridge und Fassadenkletterer. Als einer seiner Schützlinge – ebenfalls Fassadenkletterer – abstürzt und das natürlich nicht überlebt, übernimmt er gemeinsam mit dem Graupapagei Gray die Ermittlungen. Und nicht selten bringt Gray mit seinem Geplapper Huff erst auf die richtigen Gedankengänge und Fragestellungen.

Die Protagonisten Huff und Gray sind mir direkt ans Herz gewachsen. Huff mit seinem Drang, ständig seine Hände mehrmals zu waschen und seine Dinge peinlich genau zu ordnen ist trotz seiner Macken ein sehr sympathischer Typ. Zuweilen etwas unsicher in seinem Handeln, eben kein Superheld. Aber er wird ein immer besserer Ermittler. Letzeres jedoch nur zusammen im Team mit Gray. Gray ist ein sehr intelligenter Vogel mit einem enormen Sprachschatz. Und er scheint auch die Bedeutung seiner Worte zu verstehen – er plappert nicht nur so vor sich hin. Herrliche Dialoge kommen hier zustande, bei denen ich wirklich oft lachen musste.

Ein lustiger aber auch sehr spannender Krimi der etwas anderen Art. Und er ist äußerst kurzweilig. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das Hörbuch ausgehört. Ich tappte lange im Dunkeln und es machte wirklich Spaß, zusammen mit dem oben beschriebenen Team zu ermitteln und mitzurätseln.

Die beiden Sprecher haben mir auch beide sehr gut gefallen. Wobei der eine nur einen recht kurzen Teil zu sprechen hat.

Insgesamt hat mir dieser außergewöhnliche Krimi so gut gefallen, dass er es auf meine Bestenliste geschafft hat.

Weitere Informationen
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Pierre Martin – Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild (Isabelle Bonet 4)

Beschreibung
Ein neuer Fall für die Kommissarin Isabelle Bonnet, der sie diesmal in die Kunstwelt führt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Gabriele Blum

Länge
9 h 22 m

Meine Meinung
Wieder ein sehr guter, ruhiger Krimi aus der Feder von Pierre Martin. Eigentlich haben Isabelle Bonet und ihr Assistent Apollinaire große Sommerferien. Doch wie könnte es anders sein, daraus wird natürlich nichts. Denn zunächst gilt es, den Tod eines Staatssekretärs möglichst unauffällig aufzuklären und dann erregt ein Bild ihre Aufmerksamkeit, an dem irgendetwas seltsam zu sein scheint. Und was sie dabei ans Tageslicht befördern verblüffte mich dann sehr. Die Aufklärung des Falles kam zwar im Laufe der Geschichte dann nicht mehr sehr überraschend, aber es war gekonnt und charmant zu Ende geführt.

Sehr schön beschrieben fand ich auch wieder Isabells Zweifel, welchen ihrer beiden Verehrer sie eigentlich liebt. Thierry, den Bürgermeister oder doch Rouven den Kunsthändler? Die Protagonisten waren – wie in den Vorgängerbänden auch – wieder sehr gut beschrieben. Besonders Apollinaire hat es mir wieder angetan. Ich mag diesen verwirrten, kunterbunten aber unheimlich cleveren Assistenten einfach sehr gerne.

Die Sprecherin Gabriele Blum finde ich immer wieder äußerst bemerkenswert in ihrer Leistung. Ich mag ihre Stimme sehr gerne.

Weitere Informationen
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John Katzenbach – Die Grausamen

Die GrausamenBeschreibung
Der erste Ermittler-Krimi von US-Bestsellerautor John Katzenbach: genial geschrieben, abgründig, packend!

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.

Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel („Gabe“) ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen. Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe und Marta.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
14 h 37 m

Meine Meinung
Bis hier etwas Spannung aufkommt, muss man lange geduldig warten.

Der Einstieg in die Geschichte ist recht banal. Die beiden Protagonisten von der neu gegründeten Abteilung für Cold Cases werden vorgestellt. Beides gebeutelte Gestalten mit Ecken und Kanten und doch mag man sie im Verlauf der Geschichte gerne leiden.

Sie kommen einer ungeklärten Sache auf die Spur, von der sie aber laut ihrem Vorgesetzten unbedingt die Finger lassen sollen. Ein Schelm wer Böses ahnt.

Achtung: Der nächste Satz könnte als Spoiler betrachtet werden!
Schade nur, dass sich mein Anfangsverdacht am Ende auch bestätigt. Wenigstens hier hätte ich mir eine Überraschung erhofft. Doch nein, auch das Ende ist recht banal.

Obwohl am Ende dann doch noch Schwung und ein wenig Spannung in die Story kam, so ist sie insgesamt doch recht langatmig mit wenigen Überraschungen und noch weniger Spannungsbögen. Es ist zwar eine Geschichte, der man unbekümmert lauschen kann, doch in Jubelgeschrei breche ich hier wirklich nicht aus. Katzenbach kenne ich eigentlich anders.

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Weitere Informationen
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Siehe auch:

Mechtild Borrmann – Der Geiger

Beschreibung
In einer Nacht im Mai 1948 verliert der begnadete Geiger Ilja Grenko seine beiden wertvollsten Schätze: seine Familie und seine Stradivari. Erst dem eigensinnigen Sascha Grenko, Iljas Enkel, wird es viele Jahrzehnte später gelingen, Licht in das grausame Geschehen von damals zu bringen. Doch der Preis dafür ist hoch – viel zu hoch.

Über die Autorin: Mechtild Borrmann wurde 1960 geboren und lebt heute in Bielefeld. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. Tanz- und Theaterpädagogin, Groß- und Außenhändlerin und als Gastronomin tätig. Seit 2011 ist Frau Borrmann freie Schriftstellerin und Mitherausgeberin des Literaturmagazin „Tentakel“. 2012 wurde ihr Roman „Wer das Schweigen bricht“ mit dem Deutschen Krimi Preis 2012 ausgezeichnet.

Die Leserin: Nina Goldberg ist ausgebildete Schauspielerin und Sprecherin, die ihre Stimme schon vielen TV-Produktionen, Features und Hörbüchern geliehen hat..

Sprecher
Nina Goldberg

Länge
7 h 30 m

Meine Meinung
Dieses Buch ist für mich weniger ein Krimi, als vielmehr ein Roman über Stalin und die damaligen Zustände in der Sowjetunion. Denn auch wenn in der Gegenwart ein Kriminalfall daraus wird, so fand ich die ereignisreichen Episoden aus der Vergangenheit noch interessanter, auch wenn diese Vergangenheit vor Leid und Ungerechtigkeit nur so strotzte. Es war einfach unvorstellbar grausam, was Stalin seinem Volk angetan hat.

Kurz zum Inhalt: Der begnadete Geiger Ilja Grenko wird 1948 nach einem Konzert verhaftet, seine geliebte Stradivari, die schon lange in Familienbesitz ist und ein Geschenk von Stradivari höchstpersönlich war, wird ihm weggenommen. Er hatte einen Antrag gestellt, bei seiner nächsten Konzertreise nach Wien seine Frau und seine beiden Kinder mitnehmen zu dürfen. Nun wirft man ihm vor, dass er das Land für immer verlassen wollte. Was er natürlich vehement verneint, doch es wird ihm natürlich nicht geglaubt. Somit wird er solange gefoltert, bis er ein Schreiben unterzeichnet, dass ihm 20 Jahre Arbeitslager bescheren, jedoch seiner Frau Straffreiheit zusichert.

Er wird auf einer harten und langen Reise in das Arbeitslager Wortuka gebracht, seine Frau kommt in die Verbannung. Soviel zur Verschonung seiner Familie.

Erzählt wird diese Geschichte fortan in drei Erzählsträngen: Aus der Sicht Grenkos im Gefangenenlager Wortuka, aus der Sicht seiner Frau in der Verbannung und aus der Sicht seines Enkels, der sich nun in der Gegenwart auf die Suche nach der nach wie vor verschwundenen Stradivari und der Wahrheit über seiner Familie macht.

Alle drei Erzählstränge fand ich äußerst interessant, wobei mir die beiden aus der Vergangenheit am besten gefallen haben. Denn hier hat man sehr viel gelernt, sehr viel erfahren. Klar, allein schon das Wort Arbeitslager jagt wohl jedem eine Gänsehaut ein. Doch hier wird das Leben dort sehr detailliert geschildert. Unvorstellbar dieses Elend! Doch auch in der Verbannung erging es seiner Frau nicht wesentlich besser,  musste sie doch auch sehr, sehr hart unter unvorstellbaren Bedingungen arbeiten, um überhaupt überleben zu können.

Die Gegenwartsgeschichte war natürlich auch spannend, denn selbst heute noch ist das „Schnüffeln“ in der Vergangenheit einfach nicht erwünscht und wird mit allen Mitteln verhindert. Hier schreckt man selbst heute nicht vor Mord zurück – zumindest in diesem Krimi nicht.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Intensität man in siebeneinhalb Stunden packen kann. Mechtild Borrmann hat mit Der Geiger einen Kriminalroman geschrieben, der mir wirklich tief unter die Haut ging und der mich bis in meine Träume „verfolgte“.

Nina Goldmann als Sprecherin kannte ich bisher noch nicht, doch sie hat mich sehr positiv überrascht. Sie hat eine klare, angenehme Stimme der man gut zuhören kann und die niemals schrill wird.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Ursula Poznanski – Schatten (Beatrice Kaspary 4)

Beschreibung
Ein Mann, grausam zugerichtet in seiner Wohnung. Eine Hebamme, ertränkt in einem Bach – zwei Fälle, die Beatrice Kaspary als Ermittlerin im Dezernat Leib und Leben der Polizei Salzburg lösen muss. Schnell erkennt Beatrice, dass die beiden Morde zusammenhängen – und dass sie etwas mit ihr zu tun haben müssen. Denn sie kannte beide Toten. Sie konnte sie nicht leiden. Und sie weiß: Wenn sie nicht handelt, wird es weitere Opfer geben…

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
7 h 31 m

Meine Meinung
Beatrice Kaspary hat es in ihrem vierten Fall wirklich nicht leicht. Zum Einen deuten die Opfer auf eine direkte Verbindung zu ihr hin und zum Anderen macht ihr ihr Ex-Mann ziemlich viele Probleme. Dieser Mann machte mich derart wütend, dass ich ihm am liebsten die Gurgel herumgedreht hätte. Doch das nur am Rande.

Kaspary wird hier von ihrer Vergangenheit heimgesucht. Vor vielen Jahren wurde ihre Freundin und Mitbewohnerin umgebracht und sie fand ihre Leiche. Die jetzigen Morde sind beide gespickt mit Hinweisen auf diesen Mord, der weit in der Vergangenheit liegt. Zunächst will sie das einfach nicht wahrhaben, nicht glauben. Doch als sie das Tagebuch ihrer früheren Freundin in Händen hält und sie Kontakt zu den damaligen Ermittlern aufnimmt, zeigt sich doch ein eindeutiges Bild, dass es hier einen Zusammenhang geben muss. Doch wer ist dieser ominöse Ranko? Die Ermittler konnten damals allen Spitznamen in dem Tagebuch Klarnamen zuordnen. Doch nicht diesem Ranko. Und dieser scheint irgendwie auch in den heutigen Fällen eine wichtige Rolle zu spielen. Doch welche? Und wer ist er überhaupt?

Nach minimalem Schwächen im 3. Teil der Reihe, hat es die Fortsetzung wieder in sich. Dieses Mal hatte ich richtig Angst um Beatrice, denn ihre Situation, in der sie zum Ende hin unfreiwillig steckt, ist alles andere als ermunternd. Ich dachte: Ursula Poznanski beendet diese spannende Krimi-Reihe eiskalt mit dem 4. Band.

Ob es das nun war mit dieser spannenden und sympathischen Figur, werde ich natürlich nicht verraten. Nur soviel: Beim Showdown schwitzte ich Blut und Wasser vor lauter Angst um Beatrice. Ob ich nach dem letzten Wort des Hörbuches vor Trauer weinte oder vor Freude lachte, wird ebenfalls nicht verraten.

Andrea Sawatzki war natürlich wieder klasse in ihrer Rolle als Sprecherin.

 

Weitere Informationen
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Siehe auch: 

Arno Strobel – Im Kopf des Mörders: Tiefe Narbe (Oberkommissar Max Bischoff 1)

tiefe-narbeBeschreibung
Extrem packend, extrem verstörend, extrem intensiv.

Max Bischoff ist der Neue bei der Mordkommission in Düsseldorf. Er ist jung und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei seinem Partner Horst Böhmer stößt. Ihr erster gemeinsamer Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Präsidium taucht ein verwirrter Mann auf, von oben bis unten mit Blut besudelt. Er kann sich an nichts erinnern. Wie sich herausstellt, stammt das Blut auf seiner Kleidung nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau, die vor zwei Jahren spurlos verschwand. Ist der Mann ihr Mörder? Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verirren sich Max Bischoff und Horst Böhmer immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen.

Sprecher
Götz Otto

Länge
7 h 07 m

Meine Meinung
Ich kann es kaum glauben! Aber: Dieses Hörbuch hatte mich sehr gefesselt, das weiß ich noch. Doch mehr als ganz entfernte Erinnerungen sind leider nicht haften geblieben. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass ich dieses Hörbuch gehört habe. Hm, sollte mir das zu denken geben?

Was ich noch weiß:

  • Die Zusammenarbeit der zwei unterschiedlichen Partner Horst Böhmer und Max Bischoff hat mir sehr gut gefallen, da beide völlig verschiedene Ansichten hatten, wie man Ermittlungen führen sollte.
  • Der erste Teil mit Max Bischoff machte mich neugierig auf die nächsten Bücher, die da kommen werden.
  • Die Szene mit dem blutüberströmten Mann, der im Präsidium auftaucht, ist mir auch noch sehr bewusst.

Tja, aber von dem Fall an sich herrscht Finsternis. Normalerweise würde ich daraus schließen, dass es wohl ein 08/15-Krimi war. Aber so habe ich das Hörbuch als Gesamteindruck gar nicht in Erinnerung! Im Gegenteil, es hatte mir gefallen.

Na, jedenfalls kann ich es guten Gewissens weiterempfehlen, da ich mir immerhin die Punktzahl notiert hatte. Aber ich glaube, man sollte nicht sonderlich empfindlich sein.

Weitere Informationen
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Siehe auch: