Lucinda Riley – Die Perlenschwester (Die sieben Schwestern 4)

Beschreibung
Von den exotischen Stränden Thailands in die Weiten des australischen Outbacks.

Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d’Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen, einer Schottin, die im 19. Jahrhundert nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Katharina Spiering, Oliver Siebeck, Katja Hirsch

Länge
18 h 21 m

Meine Meinung
Um CeCe dreht sich der 4. Teil der Reihe „Die sieben Schwestern“. Eigentlich gab es CeCe bisher nur im Doppelpack mit ihrer Schwester Star. Doch da diese sich im 3. Teil endlich von ihrer Schwester abnabelte, stand CeCe nun ziemlich alleine da und machte sich dann halt doch auf, ihre eigenen Wurzeln zu finden. Die Hinweise, die ihr ihr Vater hinterlassen hatte, waren – wie so üblich – recht spärlich. Doch eines war klar: Sie führen sie nach Australien und hier sogar bis ins Outback zu den Aborigines.

Doch bis sie in Australien ankommt, strandet sie zunächst in Thailand. Dort lernt sie den sympathischen Ace (ich vermute er schreibt sich so, alle Leser des Romans mögen mich hier gerne korrigieren) kennen, der seine Herkunft und seine wahre Identität vor ihr verborgen hält. Doch für CeCe ist das ok. Als sie ein wenig von sich preisgibt, besorgt Ace sofort die Biografie von Kitty Mercer, auf die die Hinweise ihres Vaters hindeuten. CeCe findet das nun nicht so toll, muss sie ihm doch gestehen, dass sie nicht gerade gut lesen kann. Er nimmt es locker und beginnt ihr die Biografie vorzulesen.

Als sie weiter nach Australien reist, wird sie bereits am Flughafen von einer äußerst hilfsbereiten Servicemitarbeiterin begrüßt. Die beiden schließen recht schnell Freundschaft. Dadurch gelingt es CeCe sehr schnell, ihre Wurzeln  zu finden. Und hier komme ich nun zum wirklich sehr interessanten Teil der Geschichte. Denn ihre Wurzeln basieren auf einer äußerst starken und tapferen Persönlichkeit: Kitty Mercer.

Die historische Geschichte um Kitty Mercer, die aus der Not heraus zu einer äußerst erfolgreichen Geschäftsfrau im Perlenfischergewerbe wurde, fand ich sehr interessant. Sie war keine Minute langweilig. Ich konnte mir das kleine Städtchen irgendwo im Nirgendwo sehr gut vorstellen und welche Probleme eine alleinstehende Frau dort durchlebt. Ok, sie war nicht von Anfang an alleinstehend. Für sie galt es äußerst turbulente Jahre zu durchleben, bis sie einigermaßen zur Ruhe fand. Hier gibt es übrigens einige sehr aufregende aber auch sehr lustige Szenenbeschreibungen.

Diesen historischen Teil bewerte ich liebend gerne mit 5 Punkten, denn ich lauschte wirklich gebannt jeder Sekunde.

Den aktuellen Part um CeCe hingegen fand ich zwar auch interessant, besonders als sie …. (wird nicht verraten), doch insgesamt fand ich die Gegenwartsstory derart schnulzig, dass es für mich echt grenzwertig war. Auch war mir die Portion an Selbstmitleid und -zweifel einfach ein wenig zu ausgesprägt. Für die Gegenwartsstory kann ich nur 3 Punkte vergeben. Mehr nicht.

Im Gesamtbild ergibt dies eine Bewertung von 4 Punkten für die Story insgesamt.

Den Sprecher Oliver Siebeck fand ich absolut klasse. Den Punktabzug gibt es für die beiden Frauen. Die Erzählerin von CeCes Part fand ich meist gut, doch die Vorschausprecherin auf den nächsten Teil fand ich wirklich nicht so gut. Ich weiß jetzt leider nicht, welche der beiden Damen welchen Teil gesprochen hat.

Ich hoffe sehr, dass der 5. Teil der Reihe nicht nochmals an „Schnulzigkeit“ zulegt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Lucinda Riley – Die Perlenschwester

Siehe auch:

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Leila Slimani – Dann schlaf auch du

Beschreibung
Das Baby ist tot. Die Mörderin ist die Kinderfrau. Eine Perle.

Myriam, Rechtsanwältin und Mutter zweier kleiner Kinder, beschließt, wieder arbeiten zu gehen. Gemeinsam mit ihrem Mann sucht sie nach der perfekten Kinderfrau. Nach langer Suche entscheiden sie sich für Louise, eine zierliche Frau Anfang fünfzig, deren Tochter bereits erwachsen und deren Mann verstorben ist. Louise erobert auf Anhieb die Herzen der Kinder und macht sich schnell unentbehrlich: Sie ist Köchin, Haushaltshilfe, guter Geist. Was sie verheimlicht: ihre Einsamkeit, ihre Geldnot, ihre Verzweiflung. Die gegenseitige Abhängigkeit wird immer größer, bis irgendwann eine Tragödie über die Familie hereinbricht.

Sprecher
Constanze Becker

Länge
5 h 25 m

Meine Meinung
Eigentlich könnte man denken, dass es eine echte Win-Win-Situation ist. Louise, Anfang fünfzig, Witwe, die Tochter erwachsen und aus dem Haus. Myriam mit zwei Kindern und einem Mann möchte unbedingt ihren Beruf als Rechtsanwältin wieder aufnehmen. Besser könnte es nicht passen. Die Kinder lieben Louise und bald liebt auch Myriam sie, da sie nicht nur eine wunderbare Nounou, sondern auch eine perfekte Haushaltshilfe und Köchin ist. Eine echte Perle hat. Die Familie schätzt sich glücklich, solch eine perfekte Wahl getroffen zu haben. Schnell werden sie um Louise beneidet.

Zunehmend gerät die Situation jedoch in eine echte gegenseitige Abhängigkeit. Louise kann und will nicht mehr ohne die Familie und die Familie kann sich ein Leben ohne Louise auch nicht mehr vorstellen. Sie gehört nach und nach einfach dazu.

Niemand ahnt – oder kümmert sich darum – wie es um Louises Gemütszustand wirklich steht. Selbst bei ersten Anzeichen ihrer Hilflosigkeit bekommt sie nur eine Rüge, jedoch keine wirklich ernstgemeinte Hilfe. Plötzlich ist sie dann doch wieder „nur“ die Angestellte, die zu funktionieren hat.

Den Plotaufbau fand ich sehr genial gemacht! Wenn man von den ersten Sätzen absieht, so ist dies eine alltägliche, völlig normale Situation. Eine Familie wird gegründet, irgendwann will auch die Frau wieder arbeiten gehen, doch wohin mit den Kindern. Eine Kinderfrau scheint in Frankreich durchaus eine gängige Lösung zu sein. Wenn man dann noch solch einen Glücksgriff macht und eine ältere alleinstehende Frau findet, die die Kinder sofort in ihr Herz schließen, könnte das Problem nicht besser gelöst sein. Alles ist harmonisch, fast wie im Märchen. Ja, und da sollte man dann anfangen zu zweifeln. Denn die Situation ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Wie sich am Ende auch bewahrheitet.

Fünfeinhalb Stunden Spielzeit, da könnte man verleitet werden zu denken, dass man diese Story kurz mal zwischendurch hören kann. Kann man sicherlich! Doch es erwartet einen eine wirklich hochdramatische Geschichte, die nicht gerade leicht zu verdauen ist. Darauf sollte man sich einstellen. Mir hat das sehr gut gefallen. Ich konnte jedenfalls die Story kaum unterbrechen, so spannend fand ich sie.

Constanze Becker als Sprecherin kannte ich bisher noch nicht. Ihre Stimme hat mir sehr gut gefallen. Eine gute Wahl für dieses Hörbuch.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Leila Slimani – Dann schlaf auch du

Robert Menasse – Die Hauptstadt

Beschreibung
Wo die Fäden zusammenlaufen…

Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur in Brüssel, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der EU-Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte.

David de Vriend dämmert in einem Altenheim seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Thinktank der Kommission Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für ein Schwein, das durch die Straßen läuft.

Sprecher
Christian Berkel

Länge
14 h 18 m

Meine Meinung
Während ein Schwein durch Brüssel rennt, wird ein Mann erschossen, David de Vriend verbringt die letzten Minuten in seiner leer geräumten Wohnung, bevor er ins Altenheim umzieht und Fenia Xenopoulou sitzt bereits an ihrem 2. Ouzo und wartet auf ihre Rettung in Form eines Liebhabers und Fürsprechers.

Zugegeben, das Buch beginnt gleich turbulent, viele Leute werden gleich zu Beginn vorgestellt und natürlich hat man hier noch nicht den blassesten Schimmer, was sie alle miteinander verbindet. Außer vielleicht die Sichtung eines Schweins.

Ich will hier gar nicht groß auf die Geschichte an sich eingehen, außer, dass sie absolut genial, kurzweilig und interessant geschrieben ist.

Die EU – für viele ein Dorn im Auge – doch am schlimmsten ist eindeutig die Kommission für „Kultur“. Sie genießt null Ansehen, verfügt  über kein Budget und Fenia soll das Image der „Kultur“ aufbessern. Keine leichte Aufgabe. Doch eine Idee entsteht. Doch ist sie auch wirklich gut?

Sehr schön fand ich auch die Story mit dem österreichischen Schweineverband, den Schweinsohren und China. Ich habe hier wirklich sehr gelacht. Doch nicht nur hier. Es gibt in „Die Hauptstadt“ wirklich sehr viele sehr humorvolle Stellen, die stellenweise durchaus etwas ironisch, gar sarkastisch herüber kommen. Ich fand das herrlich. Das hat genau meinen Geschmack getroffen. Sehr köstlich ist auch die Episode der deutschen Angora-Unterwäsche.

Am besten gefallen hat mir die Person Prof. Erhart. Besonders seine Abschlussrede vor dem ThinkTank fand ich beeindruckend und hat meinen Eindruck über seinen Charakter perfekt abgerundet. Doch auch die anderen sehr gut beschriebenen Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten, haben mir – jeder für sich – sehr gut gefallen. Ein buntes Sammelsurium an Menschen mit ihren Eigenarten, die alle sehr glaubhaft dargestellt wurden.

Doch das Buch ist nun kein Klamauk pur. Nein. Es ist gibt durchaus einen sehr guten Einblick, wie die EU funktioniert, agiert und wie frustrierend die Arbeit sein kann. Auch dass hier und da mal ein Mord vertuscht werden muss – ist klar.

Ich könnte hier noch endlos einzelne Episoden aus dem Buch erzählen, doch das würde zu weit gehen. Diesen Spaß sollte man sich wirklich selbst beim Hören gönnen.

Als ich gerade das Buch hörte, wurde der deutsche Buchpreis 2017 verliehen. Ich dachte mir: Ja, endlich hat den Preis mal ein Buch erhalten, das auch mir sehr gut gefällt.

Besonders hervorheben möchte ich hier auch noch den Sprecher Christian Berkel. Er hat die verschiedenen Sprachen und  Akzente spielerisch leicht und voller Überzeugung gesprochen. Das war bei diesem Buch gar nicht so einfach. Besser als Christian Berkel hätte man es wohl nicht machen können.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Robert Menasse – Die Hauptstadt

C. W. Ceram – Götter, Gräber und Gelehrte

Beschreibung
Götter, Gräber und Gelehrte ist der Klassiker der Archäologie – spannend geschrieben für Jung und Alt: C. W. Ceram erzählt von den spektakulärsten Funden und ihren Entdeckern. So ist der Hörer hautnah dabei, wenn Schliemann Trojas Mauern ausgräbt oder Carter das Grab Tutenchamuns öffnet. Das Buch „Götter, Gräber und Gelehrte“ hat sich millionenfach verkauft. Auch das Hörbuch gehört in jeden Haushalt.

Sprecher
Frank Arnold

Länge
15 h

Meine Meinung
Diesen Klassiker wollte ich schon als Kind lesen, doch die Gelegenheit hat sich irgendwie nicht ergeben. Den Grund hierfür will ich gar nicht lange ausführen. Dann hatte ich es für Jahre aus den Augen und somit dem Gedächtnis verloren. Und letztens stolperte ich per Zufall über die Hörbuchausgabe, gelesen von Frank Arnold. Wow, dachte ich – jetzt oder nie.

Da die Geschichte ja in viele Bücher aufgeteilt ist, dachte ich zunächst, dass ich es wohl immer häppchenweise und zwischendurch immer andere Hörbücher hören würde. Doch weit gefehlt. Einmal damit angefangen, habe ich es nur zum Arbeiten gehen oder Schlafen unterbrochen. Ich fand die Reise in die Anfänge der Archäologie und fortlaufend äußerst interessant. Was mir so nie bewusst war, dass es durchaus Grabräuber gab, die z. B. Pyramiden plünderten, bevor sie je ein Archäologe betreten hatte.

Auch wird hier von äußerst interessanten Menschen berichtet, die ihr ganzes Leben auf die Archäologie ausrichteten und schon in jüngsten Jahren (z. B. mit 14 oder 15 Jahren) die schwierigsten Rätsel lösen konnten.

Ebenfalls erwähnt wird natürlich Thor Heyerdahl  mit seiner abenteuerlichen Fahrt auf einem Floß, der Kon-Tiki, und wie er damit den Beweis führte, dass die polynesische Kultur ihren Ursprung wirklich in Peru hat.

Und natürlich werden hier noch viele weitere Entdeckungen und Sagenhaftigkeiten erzählt. Also mir hat dieses Hörbuch sehr gut gefallen.

Frank Arnold war natürlich die perfekte Wahl für diesen archäologischen Roman. Kaum einer spricht Sachbücher besser als er.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Verlag Audiobuch. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: C. W. Ceram – Götter, Gräber und Gelehrte

Herzlichen Dank an den Verlag Audiobuch für das Rezensionsexemplar.

Karin Kalisa – Sungs Laden

Beschreibung
Der Bestseller von Karin Kalisa ist ein Sommer-Roman mit Tiefgang für jede Lebenslage. Mit Wärme, Witz und Lust an kleinen Wundern erzählt Karin Kalisa von traumhaften Verwandlungen im Berlin unserer Tage.

Ausgehend vom kleinen vietnamesischen Laden des studierten Archäologen Sung nimmt eine Völkerverständigung der ganz eigenen Art ihren Lauf. Urberliner und Nachkommen der vietnamesischen Vertragsarbeiter verbünden sich in einer spielerischen Alltagsrevolution: Brücken aus Bambus spannen zwischen den Häusern, Parkwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Das Unglaubliche geschieht: Gute Laune herrscht in der Metropole! Eine Utopie, natürlich. Aber von unserer Gegenwart gar nicht so weit entfernt.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Martin Baltscheit

Länge
5 h 51 m

Meine Meinung
Vietnam mischt Berlin auf! Diese herzerfrischende Geschichte macht Spaß, gibt ein wenig Hoffnung, wie unsere Welt sein könnte und das alles ohne viel Geld zu investieren, sondern indem man sich einfach mal gegenseitig zuhört und auch Fremdes annehmen kann und den Zauber darin zu erkennen vermag.

Am Prenzlauer Berg ist dies – zumindest in diesem Buch – sehr gut gelungen. Die wundervollen Beschreibungen von Menschen und wie sie sich im Laufe der Story verändern, haben mir sehr gut gefallen. Sehr schön fand ich auch die Vorstellung, dass der Prenzlauer Berg mit Kegelhüten promenieren geht. Auch die Affenbrücken, die plötzlich Häuser und Menschen miteinander verbinden und am nächsten Tag auf wundersame Weise an anderer Stelle zu sehen sind, fand ich äußerst skurril und eine schöne Idee, um in unserer schnelllebigen Welt Menschen wieder einander näher zu bringen.

„Sungs Laden“ ist insgesamt eine wunderschöne leichte Geschichte, die einen in eine Traumwelt entführt und ein wenig Sehnsucht auf eben diese Traumwelt weckt.

Den Sprecher kannte ich bisher nur von dem Kinderbuch Zorgamazzoo. Hier hat er bewiesen, dass er auch  Romane ganz wunderbar sprechen und der Story noch ein weiteres i-Tüpfelchen aufsetzen kann.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karin Kalisa – Sungs Laden

Pierre Lemaitre – Drei Tage und ein Leben

Beschreibung
Ein beschaulicher Ort in Frankreich im Jahr 1999: Der zwölfjährige Antoine verbringt seine Tage zusammen mit dem Hund Odysseus im nahgelegenen Wald.

Als wenige Tage vor Weihnachten sein Nachbar, der kleine Rémi, innerhalb weniger Stunden spurlos verschwindet, stehen die Anwohner Beauvals unter Schock. Eine groß angelegte Suchaktion wird gestartet. Dabei wird vor allem der angrenzende Wald durchsucht, in dem Antoine und Rémi viel Zeit miteinander verbracht haben. Am dritten Tag muss die Suche nach dem verschwundenen Kind abgebrochen werden. Ein Jahrhundertsturm zieht auf. Rémi bleibt verschwunden, die Bewohner Beauvals verdächtigen sich gegenseitig und Antoine schweigt, obwohl er der einzige ist, der weiß, was in jenen verhängnisvollen Stunden mit seinem Freund Rémi geschah.

Das Hörbuch erscheint als ungekürzte Lesung bei DAV

Kann ein Kind schuldig sein?

Behutsam und verständnisvoll widmet sich der Prix-Goncourt-Preisträger Pierre Lemaitre in seinem Roman »Drei Tage und ein Leben« dem Schicksal des Protagonisten, schreibt über Schuld, Verantwortung und Adoleszenz. Glaubhaft erzählt er Antoines Geschichte, der als Heranwachsender seinen Heimatort verlässt, versucht, mit der Schuld umzugehen, die er als Junge auf sich geladen hat und schließlich doch wieder nach Beauval zurückkehrt.

»Drei Tage und ein Leben«, produziert von NDR Kultur, wird packend interpretiert von Torben Kessler

Der aus Fernsehen, Kino und Theater bekannte Schauspieler Torben Kessler zählt zu den bekanntesten Hörbuch-Sprechern Deutschlands und hat bereits zahlreiche Hörbücher eingesprochen, darunter auch Hanya Yanagiharas »Ein wenig Leben«.

Auch mit seiner Lesung von Pierre Lemaitres Roman weiß er zu überzeugen. Mit seiner gefühlvollen und unaufgeregten Darbietung erweist er sich als der ideale Erzähler der Geschichte rund um den jungen Antoine und die Geschehnisse während der drei Tage im Dezember.

Sprecher
Torben Kessler

Länge
6 h 28 m

Meine Meinung
Als ich vor zwei Jahren „Wir sehen uns dort oben“ von Pierre Lemaitre gehört hatte und völlig fasziniert war, war ich äußerst begeistert als ich sah, dass es ein neues Hörbuch von Lemaitre gibt. Selbstverständlich wollte ich das sofort hören. Meine hohen Erwartungen und Hoffnungen wurden in keinster Weise enttäuscht. Ich war wieder äußerst begeistert! „Drei Tage und ein Leben“ ist zwar leider recht kurz, dafür aber umso intensiver.

Es ist wirklich erstaunlich, wie sich der Autor in den jungen Antoine versetzen  und seine Gefühle erzählen kann. Ist der Junge doch völlig verzweifelt, entsetzt von seiner Tat, hin- und hergerissen, wie er sich nun verhalten soll. Soll er seine Schuld eingestehen? Oder doch lieber fliehen? Aber nein, das geht nicht. Selbstmord? Ja, das ist gut, denn mit dieser Schuld zu leben ist für ihn unvorstellbar.

Ich habe nur sehr selten eine solch gute Darstellung der inneren Zerrissenheit eines Menschen gehört. Lemaitre hat das wirklich bis zum i-Tüpfelchen perfektioniert.

Und das Endprodukt ist eine wirklich mitreißende Story, bei der ich den Mörder gar lieben lernte und mit ihm bangte und hoffte. Und klar stellt sich hier dann wieder die Frage: Kann man ein Kind wirklich als Mörder bezeichnen? Wenn ich mir die Situation nochmals vorstelle, wie sie geschildert wurde, dann war ich natürlich schockiert und entsetzt! Doch wenn ich mir dann überlege, in welcher Gefühlslage er sich gerade befand, nun… Aber – lieber Leser/Hörer – bilde dir bitte eine eigene Meinung über den jungen Antoine und seine Tat.

Auch das Ende fand ich perfekt ausgearbeitet. Es waren wirklich einige Szenarien möglich, wie die Story zu einem Ende geführt hätte werden können. Die von Lemaitre gewählte hat mir sehr gut gefallen. Warum kann ich hier nicht beschreiben, da würde ich wohl etwas die Spannung nehmen. Und das will ich auf keinen Fall riskieren. Denn „Drei Tage und ein Leben“ ist eine Geschichte, in die man unbedingt selbst eintauchen und mitfiebern sollte, ohne den geringsten Schimmer zu haben, wie es enden wird.

Torben Kessler als Sprecher hat mir auch sehr gut gefallen. Er hat diese eindringliche Story wirklich ganz hervorragend gesprochen, niemals aufdringlich, aber immer äußerst gefühlsbetont. Toll.

Ich wünsche spannende sechseinhalb Stunden beim Lauschen dieser wirklich außergewöhnlich guten Story.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei „Der Audio-Verlag“ Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Pierre Lemaitre – Drei Tage und ein Leben

Siehe auch:

Herzlichen Dank an den Audio-Verlag für das Rezensionsexemplar, das sich als wahrer Schatz entpuppte.

Persönliche Anmerkung:
Innerhalb von 2 Wochen 3 Hörbücher, die es auf meine Bestenliste geschafft haben, und das noch aus völlig verschiedenen Genres, das gab es noch nie!

Die anderen beiden sind:

Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann

Beschreibung

Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben.

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen, verschwinden lassen oder in Ordnung bringen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman – und natürlich noch viel mehr. Was man von hier aus sehen kann ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe im Modus der Abwesenheit.

Sprecher
Sandra Hüller

Länge
8 h 01 m

Meine Meinung
Was selten vorkommt: Dass ich ein Hörbuch nach dem Beenden direkt nochmals von vorne anfange. Ja, bei diesem Hörbuch war das so. Nicht, weil es so kompliziert, sondern weil es einfach so schön war und ich mich auch an der Sprecherin einfach nicht satt hören konnte. Sie hat eine wunderbare Stimme und eine ganz eigentümliche Art, die Sätze zu betonen. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen.

Überhaupt habe ich das ganze Dorf in mein Herz geschlossen. All diese Leute mit ihren sehr detailliert beschriebenen Eigenarten. Selbst die „Stinkstiefel“ hat man einfach gern. Es gibt in diesem Roman derart viele tolle Szenen, dass man ab liebsten umziehen möchte. In eben genau dieses Dorf im Westerwald. Denn dort scheinen auch die schlimmsten Erlebnisse mit viel Liebe und Mitgefühl überwindbar zu sein.

Die Botschaft der Geschichte – nämlich die unbedingte Anwesenheitspflicht im Leben – wurde auf so herrliche Art und Weise beschrieben, dass man ins Grübeln kommt, ob man eigentlich selbst wirklich anwesend in seinem eigenen Leben ist.

Diesem Roman zu lauschen ist wie eine leichte Sommerbrise mit einem heftigen Gewitter mittendrin. Ich kann dieses Hörbuch uneingeschränkt jedem empfehlen, der einfach mal etwas Balsam für die Seele braucht. Und wer braucht das heutzutage nicht?

Dieses Buch bereichert ab sofort meine Bestenliste.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann

Amor Towles – Ein Gentleman in Moskau

Beschreibung
Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Mit seinen 30 Jahren ist Rostov ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman.

Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert sein Leben von Grund auf. Für das Mädchen wächst er über sich hinaus.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Hans Jürgen Stockerl

Länge
18 h 14 m

Meine Meinung
„Ein Gentleman in Moskau“ ist ein wundervoller Roman über Russland im Allgemeinen, seine Menschen und Lebensumstände unter Stalin und natürlich einem äußerst charmanten Gentleman, der sich die verändernden Zeiten nur aus seinem Fenster im Dachgeschoss und als Kellner miterleben darf. Er steht unter lebenslangem Hausarrest und ist somit auf immer mit dem Hotel Metropol unfreiwillig verbandelt. Doch er macht unermüdlich immer wieder das beste aus seiner Lage.

Etwas erträglicher macht ihm seine Situation, dass er unter den Angestellten des Hotels einige sehr gute Freunde gewonnen hat. Doch einen richtigen Lebensinhalt bekommt er erst, als eine Freundin ihm ihre kleine Tochter für den Zeitraum von ca. 2 Monaten anvertraut. Sie muss dringend verreisen und kann ihre Tochter leider nicht mitnehmen. Doch die Mutter des kleinen Mädchens kehrt nie zurück. So ist er ungewollt zum Vater „mutiert“ und hat eine echte Herausforderung zu bewältigen. Doch diese tut ihm sehr gut und nicht selten wächst er über sich selbst hinaus.

Sehr amüsant fand ich hier z. B. die Szene, als die beiden zum ersten Mal beim Essen saßen und er überhaupt nicht auf die Idee kam, dass ein 5-jähriges Mädchen ihr Fleisch nicht selbst klein schneiden kann etc. Das war ganz herrlich und sehr nachvollziehbar beschrieben. Ach, es gibt hier so einige Szenen, die einfach ganz wunderbar beschrieben sind.

Mir war der Gentleman auf Anhieb sehr sympathisch. Auch seine Freunde waren so, wie man sich echte Freunde vorstellt und wünscht. Ohne sie wäre er zweifelsohne an seiner Situation verzweifelt. Doch einen wirklichen Lebenssinn gab ihm erst das kleine Mädchen, das nun in seiner Obhut groß wurde.

Auch das Ende der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und mir ein Lächeln ins  Gesicht gezaubert. Denn ganz Gentlemanlike… nein, das verrate ich nun nicht. Das musst du dir schon selbst anhören.

Wer russische Geschichten mag, wird mit diesem Hörbuch sicher nicht in seiner Wahl daneben liegen.

Hans Jürgen Stockerl fand ich toll als Sprecherbesetzung. Er passte zu der gesamten Story sehr gut.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Amor Towles – Ein Gentleman in Moskau

Yaa Gyasi – Heimkehren

Beschreibung
»Heimkehren« von Yaa Gyasi: Eine berührende Familiengeschichte zwischen Afrika und Amerika

Ghana, 18. Jahrhundert: Die beiden Mädchen Effia und Esi wachsen auf, ohne zu wissen, dass sie Halbschwestern sind. Geboren von derselben Mutter, könnten ihre Lebenswege kaum unterschiedlicher sein: Effia heiratet als eine der ersten Frauen des Dorfes einen weißen Engländer, der eine Schlüsselrolle im Sklavenhandel spielt, und folgt ihm auf die Festung Cape Coast, auf der sie fortan lebt. Effia, ihre Halbschwester, wird dagegen bei einem Überfall auf das Dorf gefangen genommen und mit Tausenden anderen erst in die Verliese von Cape Coast und dann auf die Baumwollplantagen Amerikas verschifft. Und mit einer fesselnden erzählerischen Kraft folgt die Autorin Yaa Gyasi den Nachkommen beider Frauen über acht Generationen hinweg bis in die Gegenwart hinein: Von den Baumwollplantagen im Süden der USA über die Große Migration, von den Missionaren und dem Kampf gegen die Briten in Ghana, bis hin zu den Jazzclubs in Harlem entsteht ein berührendes Epos, das tief in die Geschichte der Sklaverei, der Schwarzen in Amerika, des Kolonialismus und der Befreiung eintaucht.

Ein überwältigendes Hörerlebnis: »Heimkehren« von Yaa Gyasi als ungekürzte Lesung mit einem überragenden Ensemble aus 14 Schauspielern

In »Heimkehren« fängt jedes Kapitel die Stimme eines weiteren Nachkommen von Effia und Esi auf der afrikanischen und der amerikanischen Seite der Familie ein. Die acht Generationen bis in die Gegenwart hinein werden von einem hochkarätigen Sprecherensemble aus 14 Schauspielern verkörpert:  Bibiana Beglau, Jule Böwe, Johann von Bülow, Britta Steffenhagen, Wanja Mues, Bjarne Mädel, Götz Schubert, Rike Schmid, Judith Engel, Lisa Wagner, Stefan Kaminski, Felix Goeser, Jodie Ahlborn und Max Mauff. Und noch in der Gegenwart sind die Lebenslinien beider Familienzweige eng miteinander verknüpft…

Sprecher
Diverse (siehe oben)

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Letztens hatte ich das Hörbuch „Ich habe einen Namen“ von Lawrence Hill gehört. Das war mein erstes Hörbuch bezüglich des Themas Sklaverei. Da ich dieses Hörbuch äußerst eindrucksvoll fand, wollte ich weitere Hörbücher in dieser Richtung hören. Da kam „Heimkehren“ von Yaa Gyasi genau richtig.

Heimkehren ist nun ganz anders aufgebaut. Auch hier wird zum Thema gemacht, dass sich einzelne afrikanische Stämme quasi gegenseitig verraten und geholfen haben, die Menschen aus anderen Stämmen zu verkaufen. Unvorstellbar finde ich das. Aber so war das wohl. Und wie einer der Stammeshäuptlinge sagte: „Es kommt darauf an, wer am meisten bietet“. Erschreckend, dass es immer nur um Reichtum geht. Schon damals. Warum wundern wir uns also heute darüber, dass es schlimmer wird?

Die Erzählweise fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Denn jedes Kapitel wurde von einem anderen Nachkommen der beiden Geschwister erzählt. Das fand ich stellenweise schon sehr verwirrend. Denn zunächst war das für mich überhaupt nicht ersichtlich. Erst ziemlich am Ende fügt sich dann alles zu einem Bild zusammen. Das hat mir jedoch das Hören etwas erschwert, da ich den roten Faden lange Zeit nicht so richtig fand.

Die Sprecher – und es waren hier einige am Start – fand ich durch die Bank weg sehr gut und passend eingesetzt.

Ich weiß, man soll ja keine Vergleiche ziehen, aber ich bin auch nur ein Mensch 😉 Insgesamt hat mir „Ich habe einen Namen“ besser gefallen. Die Geschichte fand ich eindrücklicher als „Heimkehren“. Doch nichtsdestotrotz ist „Heimkehren“ auch empfehlenswert.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei DAV. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Yaa Gyasi – Heimkehren

Herzlichen Dank an DAV für das Rezensionsexemplar!

Siehe auch:

Jan Guillou – Die Brückenbauer (Die Brückenbauer 1)

Beschreibung
Packend, atmosphärisch, farbenprächtig – das große Jahrhundertabenteuer

Als ihr Vater vom Fischfang nicht zurückkehrt, werden Lauritz, Oscar und Sverre zu Halbwaisen. Sie sind noch Kinder, trotzdem schickt ihre Mutter sie zu einer Lehre fort in die Stadt. Die drei Jungen nehmen ihr Schicksal klaglos an. Mehr noch: Begierig und gelehrig saugen sie das Wissen in sich auf. Zwanzig Jahre später beenden sie ihr Studium mit Auszeichnung. Aus den drei Fischerjungen sind die besten Brückenbauer des Landes geworden. Doch nur einer scheint seine Bestimmung zu finden…

Sprecher
Tobias Kluckert

Länge
21 h 46 m

Meine Meinung
Bei dieser Geschichte haben mir manche Teile sehr gut gefallen, andere nicht so gut. Die drei Halbwaisen werden – wie oben bereits beschrieben – als Kinder bereits fortgeschickt, um eine Lehre zu beginnen. Heimlich bauen sie nachts an einem Wikinger-Schiff, das – als es entdeckt wurde – zu ihrer sofortigen Entlassung führt. Einzig ein Mann erkennt die Genialität der drei Brüder und setzt sich fortan für sie ein.

So bekommen sie eine solide Schulbildung und ein Ingenieurstudium in Deutschland obendrauf. Als „Wiedergutmachung“ für dieses Geschenk sollen sie als fertige Ingenieure am Bau der Bergenbahn in Norwegen mitwirken. Doch nur einer der drei Brüder kommt seiner Verpflichtung tatsächlich nach und kehrt nach Norwegen zurück. Den zweiten Bruder verschlägt es nach Afrika, vom dritten hört man kaum noch etwas in der gesamten Geschichte.

Den Bau der Bergenbahn fand ich äußerst interessant und kurzweilig geschildert, fand er doch unter schier unvorstellbaren Voraussetzungen bei Eis und Sturm statt. Die Story des zweiten Bruders in Afrika fand ich zwar auch insgesamt gut, da hier aber auch sehr viel über die Jagdsafari berichtet wurde, stellten sich mir hier ständig die Nackenhaare hoch. Ok, es war eine andere Zeit, damals war das noch „normal“, die Tiere einfach abzuschlachten. Aber ich muss gestehen, mir macht es einfach keinen Spaß, mir das anzuhören. Doch interessant vom Bahnbau her war es trotzdem.

Ich konnte diese Geschichte nicht in einem Rutsch hören. Ich hörte immer mal wieder ein anderes Hörbuch zwischendurch. Doch das tat der Gesamtstory keinen Abbruch. Insgesamt fand ich es eine wirklich interessante Story, da mich das Thema Brückenbau schon immer sehr fasziniert.

Tobias Kluckert als Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Er passte sehr gut zu der Geschichte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jan Guillou – Die Brückenbauer (Die Brückenbauer 1)