Celeste Ng – Kleine Feuer überall

Beschreibung
In Shaker Heights gibt es keine Unordnung. Der Ort im Norden von Ohio ist eine Planstadt und eine der reichsten Gegenden der Vereinigten Staaten. Perfekte Häuser reihen sich in perfekten Straßen, in denen die makellosen Bewohner ihre ebenso makellosen Autos fahren. Die Regeln in Shaker Heights sind da, um befolgt zu werden und wer in dem einwandfreien Stadtbild hervorsticht, wird schnell nicht nur zum Gesprächsthema, sondern auch zum Gespött der Gemeinde.
Die Familie der Richardsons lebt in dieser Perfektion ein sorgenfreies Leben – so scheint es zumindest, bis eines Tages ihr Haus in Flammen steht und sich nach und nach eine erschütternde Familientragödie offenbart… Dieses Hörbuch ist ein Muss für Fans zeitgenössischer amerikanischer Literatur!

Die Richardsons leben einen mustergültigen Alltag. Sie haben angesehene Jobs, keine Geldsorgen und vier beliebte Kinder. Auch die Tatsache, dass die jüngste Tochter Izzy zunehmend zum Problemkind wird, wirft das tadellose Leben der Familie nur geringfügig aus der Bahn.

Doch die perfekte Fassade beginnt zu bröckeln, als die unkonventionelle Künstlerin Mia mit ihrer Tochter Pearl als Mieterin in das Zweithaus der wohlhabenden Familie einzieht. Die Richardson-Kinder freunden sich mit der schüchternen Pearl an und es entsteht ein Gewirr aus jugendlicher Freundschaft, heimlicher Liebe und familiären Abgründen, die schon bald ans Licht zu kommen drohen.

Mit »Kleine Feuer überall« inszeniert Celeste Ng ein komplexes Familiendrama, in dem zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinanderprallen, die sich im Kern doch mehr ähneln, als es zunächst scheint.

Sprecher
Britta Steffenhagen

Länge
11 h 37 m

Meine Meinung
Es ist gar nicht so einfach, dieses tolle Hörbuch zu beschreiben. Vielleicht könnte man kurz sagen: Zwei Welten prallen aufeinander und alles eskaliert. Das meiste, was ich zu diesem Hörbuch sagen könnte, steht schon im Beschreibungstext. Einzelne Szenen herauszupicken finde ich auch wenig sinnvoll, da sich dieses Drama nur im Ganzen verstehen lässt. Deshalb möchte ich mich darauf beschränken zu sagen, dass die Charakterbeschreibungen hervorragend sind, die Szenerie toll herausgearbeitet und der Plot an sich sehr glaubhaft ist.

Celeste Ng hat eine wundervolle Art zu erzählen. Völlig unaufgeregt kreiert sie eine Welt, in die man von Anfang an hineingezogen wird und die einen so schnell nicht mehr los lässt. Hat man erst einmal mit der Geschichte angefangen, kann man nicht mehr aufhören. Und das, obwohl die Story eigentlich nicht mal sehr spannend ist. Sie ist einfach verdammt gut geschrieben und hallt noch lange nach.

Wie schon das erste Buch von Celest Ng „Was ich euch nicht erzählte“ bekommt auch dieses Hörbuch verdienterweise einen Platz auf meiner Bestenliste.

Britta Steffenhagen hat ihren Job auch hervorragend gemacht. Sie hat mir wieder sehr gut gefallen. Ihr kann ich einfach stundenlang unangestrengt zuhören.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei D>A<V oder auch bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Celeste Ng – Kleine Feuer überall

Herzlichen Dank an D>A<V für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch:

Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Beschreibung
Ohio 1977: James Lee möchte seine Tochter Lydia als Abschlussballkönigin sehen – eine Popularität, die ihm als Sohn chinesischer Einwanderer verwehrt blieb. Für ihre Mutter soll die 17-Jährige Klassenbeste sein. Auch ihre beiden Geschwister vergöttern sie. Doch dann der Schock: Lydia wird tot aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Der tragische Verlust verwandelt das Leben der Familie in eine Tragödie, die ihre glückliche Vergangenheit als Illusion entlarvt. Doch auch dieses Ende birgt die Chance auf einen Neuanfang. Und alle erkennen, dass Ehrlichkeit und Respekt füreinander das Wichtigste im Leben sind.

Sprecher
Britta Steffenhagen

Länge
7 h 46 m

Meine Meinung
Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Sie erzählt die Geschichte einer Amerikanerin, die einen Chinesen heiratet. Mit ihren drei Kinder leben sie in einer amerikanischen Stadt, die 1977 noch voller Vorurteile gegenüber Ausländern ist.

In dieser Familie dreht sich alles um die älteste Tochter Lydia, die ums Leben gekommen ist. Ob es Mord, Selbstmord oder ein tragischer Unfall war – es wird hier viel spekuliert. Und so erfährt man sehr viel über die Umstände, in denen die Familie und ihre einzelnen Mitglieder so leben. Jeder hat eine andere Ansicht, doch in einem Punkt sind sich alle einig: Lydia hatte viele Freunde und war sehr beliebt. Doch nach und nach hebt sich der Vorhang der Verhüllung und es treten erstaunliche Gesichtspunkte in den Vordergrund.

Eigentlich spielt hier jedes Familienmitglied eine tragische Rolle. Dies könnte man nun als etwas kitschig deuten, doch das ist es ganz und gar nicht.

Celeste Ng hat eine Art zu erzählen, die einem sehr ans Herz geht und die absolut glaubhaft und vorstellbar zugleich ist. Diese Familie könnte es meiner Meinung nach wirklich gegeben haben, denn nichts scheint hier konstruiert oder gekünstelt.

Kurz, ich bin rundum begeistert von der tollen Geschichte „Was ich euch nicht erzählte“.

Britta Steffenhagen als Sprecherin passte ganz hervorragend zu dieser Geschichte, sie las mit viel Herzblut und Leidenschaft.

-> Bestenliste!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Celeste Ng – Was ich euch nicht erzählte

Siehe auch:

Jeffrey Archer – Kains Erbe (Kain und Abel 3)

Beschreibung
Das Finale der Kain-Trilogie

Durch puren Zufall erfährt das FBI am 3. März um 19 Uhr abends von einem perfiden Mordanschlag auf Florentyna Kane, die amerikanische Präsidentin. Um 20.30 Uhr wissen fünf Personen alle Details – eine Stunde später sind vier von ihnen tot. Nur der Agent Mike Andrews bleibt übrig. Er hat genau sieben Tage Zeit, das Attentat zu verhindern. Andrews kann sich niemandem anvertrauen, denn der unbekannte Täter scheint aus den eigenen Reihen zu kommen. Und die Frau, die er liebt, ist die Tochter des hauptverdächtigen Senators.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
7 h 34 m

Meine Meinung
Beim dritten und somit letzten Teil der Trilogie hat Jeffrey Archer wieder mehr Einfallsreichtum bewiesen. „Kains Erbe“ ist äußerst kurzweilig und sehr rasant geschrieben. Allerdings könnte dies auch eine x-beliebige Agentenstory sein, völlig losgelöst von dieser Trilogie. Denn außer dass es um Florentyna Kain geht, auf die ein Mordanschlag geplant ist, hat die Story reichlich wenig mit Kain und Abel zu tun. Denn Florentyna kommt so gut wie überhaupt nicht vor. Eigentlich hat sie nur jeweils einen kleinen Part am Anfang und am Ende der Story.

Die Thematik der Story – nämlich die Änderung des Waffengesetzes in den USA – ist natürlich hochbrisant und somit sehr interessant. Die Ausarbeitung, wie die Verabschiedung des neuen Gesetzes verhindert werden soll, ist einfallsreich, detailliert und sehr menschlich beschrieben. Ich fieberte jedenfalls jede Minute mit dem Agenten Mike Andrews mit.

Richard Barenberg fand ich – wie immer – spitzenmäßig als Sprecher.

Jetzt habe ich lange überlegt, wie ich diesen dritten Teil nun bewerten soll. Soll ich einen Punkt abziehen, da es so wenig mit der Trilogie zu tun hat? Oder soll ich das einfach als gegeben hinnehmen und mich über die wirklich sehr kurzweilige und unterhaltsame Story freuen? Ich entschied mich für letzteres. Denn ich wurde über die gesamte Zeit sehr gut unterhalten. Mir hat es gefallen.

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Verlag Random House Audio oder auch bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jeffrey Archer – Kains Erbe (Kain und Abel 3)

Siehe auch:

Die Clifton-Saga:

Kain und Abel:

Elan Mastei – Die beste meiner Welten

Beschreibung
Bekenntnisse eines Zeitreisenden – humorvoll, intelligent, weise.

Tom Barren lebt in der idealen Welt: keine Armut, keine Kriege, perfekt gereifte Avocados. Nur Tom genügt nie den Anforderungen und hat zudem die Frau seiner Träume verloren. In seiner Not greift er zu einer Zeitmaschine. Doch alles geht schief, und bei seiner Rückkehr ins Jetzt umgibt ihn nicht mehr seine, sondern unsere Alltagswelt. Ein Fehler, den er sofort korrigieren will – bis er auf eine wunderbare alternative Version seiner großen Liebe trifft. Bleiben oder Gehen? Gefühl oder Pflicht? Es beginnt eine spannende Reise quer über Kontinente und Zeitlinien – bei der Tom sich entscheiden muss, wo nicht nur seine, sondern unser aller Zukunft liegt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
12 h 22 m

Meine Meinung
Zugegeben, anfangs war ich echt genervt von diesem Protagonisten. Tom ist ein totaler Durchschnittstyp. Kann nichts wirklich besonders gut, außer vielleicht von seinen Frauengeschichten erzählen. Und eben genau das verleidete mir zunächst den Spaß am Zuhören. Deshalb habe ich die Story auch zunächst abgebrochen, habe andere Hörbücher dazwischen gehört und gab dann dieser Geschichte eine weitere Chance.  Ich sparte mir die anfänglichen Frauengeschichten und stieg da ein, wo ich es unterbrochen hatte. Und schon ging es wesentlich interessanter weiter.

Ja, ich muss sagen, dass mir die Ideen sogar sehr gut gefallen haben. Und auch die „Höchststrafe“ die er „absitzen“ musste, fand ich klasse, wenn auch mega furchtbar. Aber doch, das Hörbuch mauserte sich zunehmend, je weiter ich damit vorankam. Und am Ende war ich dann doch sehr froh, dass ich durchgehalten hatte.

Sascha Rotermund hat seine Sache wieder sehr gut gemacht.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elan Mastai – Die beste meiner Welten

Robert Seethaler – Das Feld

Beschreibung
Was bleibt von einem Leben? Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Einer hat ganz am Ende verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Und eine hatte viele Männer, doch nur einen hat sie geliebt. Sie weiß nicht warum – und gerade das ist ihr größtes Glück.

In Robert Seethalers neuem Roman geht es geht um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Hörbuch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlicher Koexistenz.

Sprecher
Robert Seethaler

Länge
5 h 21 m

Meine Meinung
Dieses Buch ist ganz anders, als die zwei anderen, die ich bisher von Robert Seethaler gehört habe. Hier erzählt er nicht eine Geschichte mit einem Protagnisten, sondern hier lauscht man verschiedenen Menschen, die alle schon verstorben sind und die aus ihrem und über ihr Leben erzählen. Alle stammen aus dem gleichen Ort, der rote Faden spannt ein alter Mann, der auf dem Friedhof, dem sogenannten Feld, sitzt und seine Gedanken schweifen lässt. Hier schließt sich dann auch wieder der Kreis.

Mir hat diese eigentümliche Art der Erzählung sehr gut gefallen. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich. Sehr schön fand ich die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Personen, die sich nach und nach heraus kristallisierten.

Wenn mir auch „Der Trafikant“ und „Ein ganzes Leben“ besser gefallen haben, so ist auch dieses Hörbuch durchaus hörenswert. Eigentlich kann man es mit den anderen beiden auch gar nicht vergleichen, da es einen völlig anderen Erzählstil und Aufbau hat.

Ich habe es jedenfalls nicht bereut, mir auch dieses Werk von Seethaler angehört zu haben. Es ist natürlich kein heiteres Buch. Immerhin hören wir hier nur Toten zu und doch gibt es interessante Einblicke in völlig verschiedene Lebensentwürfe.

Meist bin ich ja skeptisch, wenn der Autor selbst liest. Aber Robert Seethaler höre ich sehr gerne zu.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Robert Seethaler – Das Feld

Siehe auch

Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Beschreibung
New York in den achtziger Jahren: Eigentlich gibt es nur einen Menschen, der June Elbus je verstanden hat, und das ist ihr Onkel Finn Weiss, ein berühmter Maler. In der Schule eher eine Außenseiterin und von ihrer älteren Schwester konsequent ignoriert, fühlt sich June nur in Finns Gesellschaft wirklich wohl. Als Finn viel zu jung an einer mysteriösen Krankheit stirbt, deren Namen ihre Mutter kaum auszusprechen wagt, steht in Junes Leben kein Stein mehr auf dem anderen.

Auf Finns Beerdigung bemerkt June einen scheuen jungen Mann, der sich im Hintergrund des Geschehens hält, und ein paar Tage später bekommt sie ein Päckchen. Darin befindet sich die wunderschöne Teekanne aus Finns Apartment – und eine Nachricht von Toby, dem Fremden. Wie sich herausstellt, ist June nicht die Einzige, die am Verlust Finns zu zerbrechen droht. Zunächst ist June misstrauisch, doch nach und nach entwickelt sich zwischen Toby und ihr eine zarte Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Jodie Ahlborn

Länge
13 h 15 m

Meine Meinung
Ich muss zugeben, anfangs tat ich mich mit der Geschichte ziemlich schwer. Zu groß erschien mir das nicht enden wollende Leiden der Protagonistin. Ihre Schwester tat ihr übriges dazu, dass ich wirklich nur schwer in diese düstere und letztendlich doch bezaubernde Geschichte hineinfand. Doch als sie mich endlich gepackt hatte, wollte ich nicht mehr aufhören zu hören.

Die Story spielt in der Zeit, als Aids als Krankheit noch völlig neu war. Keiner wusste so recht, wie man damit und besonders mit den infizierten Menschen umgehen sollte/musste/konnte. Zu groß war die Angst, sich selbst anzustecken. Und natürlich gab es auch entsprechende Vorurteile gegenüber den Betroffenen. Den nicht mehr ganz so jungen Lesern wird dies sicherlich auch noch gut in Erinnerung sein.

Dies alles wurde hier sehr detailliert dargestellt, die Personen wurden ebenfalls sehr klar und deutlich beschrieben. Entweder man liebte sie oder man hasste sie, dazwischen gab es nur wenige Personen.

Toll fand ich die Beschreibungen des Bildes und wie es sich nach und nach durch verschiedene Hände mal mehr mal weniger künstlerisch veränderte. Ganz witzig fand ich auch die Szene mit dem Flohzirkus. Da musste ich schon sehr grinsen.

Insgesamt ist „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ eine sehr interessante, sehr düstere aber doch toll erzählte Geschichte, die sich besonders sprachlich in den Vordergrund rückt. Mir war sie insgesamt einen Tick zu traurig in ihrer Gesamtheit. Aber lohnenswert ist diese Geschichte allemal. Denn sie gibt auch gute Impulse, um über das seltsame und manchmal gemeine Verhalten anderer einfach mal anders nachzudenken, einfach einmal die Perspektive zu wechseln. Oft kommen dann überraschende Erkenntnisse ans Licht.

Jodie Ahlborn hat mir in ihrer Rolle als Protagonistin auch sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Carol Rifka Brunt – Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Margaret Atwood – Das Herz kommt zuletzt

Beschreibung
Wer wohnt schon gern in seinem Auto? Zumal, wenn marodierende Banden die Stadt beherrschen? Stan und Charmaine, ein nettes, normales Paar, durch die Wirtschaftskrise in Not geraten, werden immer verzweifelter. Eine Anzeige verspricht Rettung: das Positron Project, ein „soziales Experiment“ verspricht ein Leben in Sicherheit und geregelten Verhältnissen. Hastig unterschreiben sie, obwohl die Bedingungen eigenwillig sind – alle Bewohner der streng abgeschiedenen Stadt Consilience wechseln im Monatsturnus zwischen dem Status eines Gefangenen und dem eines Freien.

Zunächst läuft alles bestens – auch wenn Charmaine und Stan, ohne dass der jeweils andere davon weiß, eine sexuelle Obsession für ihre Hauspartner entwickeln – also jene Leute, die ihr schmuckes Heim bewohnen, wenn sie selbst ihren Gefängnismonat absolvieren. Doch dann finden sich Charmaine und Stan durch einen „Buchungsfehler“ in verschiedenen Zyklen wieder, und bald ist viel mehr gefährdet als nur ihre Ehe…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Nils Nelleßen

Länge
12 h 05 m

Meine Meinung
Bisher haben mir die Geschichten von Margaret Atwood ja immer sehr gut gefallen. Doch hier bin ich etwas anderer Meinung. Der Plot an sich ist zwar wieder sehr interessant, die Idee gar genial. Doch trotzdem konnte mich diese Geschichte nicht so wirklich in seinen Bann ziehen. Irgendwie wollte der Funke einfach nicht so richtig überspringen.

Das liegt vermutlich daran, dass ich die Story über Strecken als ziemlich langatmig empfand. Auch fand ich die Protagonistin Charmaine ziemlich naiv und nervig. Ihren Mann empfand ich zwar als einen interessanteren Charakter, doch auch hier wollte die Sympathie nicht so richtig Fahrt aufnehmen.

Die Idee der Geschichte fand ich allerdings schon skurril und durchaus interessant. Man bekommt ein Haus für einen Monat, im nächsten Monat muss man ins Gefängnis und als Gefangene/r sein Leben fristen. Dies im steten  Wechsel, so dass alle Bewohner die Hälfte in Freiheit und die andere Hälfte ihres Lebens in Gefangenschaft verbringen mussten. Das sparte Wohnraum und löste weitere gesellschaftliche Probleme auf einen Schlag. Die totale Überwachung … wenn denn alle nach den Regeln spielen… doch man hätte es ja nicht mit Menschen zu tun, wenn dem eben nicht so ist.

Wie oben bereits erwähnt, ist die Story durchaus interessant, doch mich hat sie leider nicht in Gänze gepackt. Der Sprecher hingegen hat mir sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Margaret Atwood – Das Herz kommt zuletzt

Siehe auch:

Theresa Hannig – Die Optimierer

Beschreibung
MEHRFACH PREISGEKRÖNT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016 und dem Seraph 2018 für das beste Debüt.

Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.

Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren… ob er will oder nicht.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
9 h 12 m

Meine Meinung
Was für eine Geschichte! Solche Stories liebe ich, die in nicht all zu ferner Zukunft spielen und die eine Welt beschreiben, die nicht völlig unvorstellbar ist, nein, die im Gegenteil durchaus vorstellbar für unsere nahe Zukunft erscheint.

Hier werden auf geniale Weise möglichen Folgen der vielen kleinen Veränderungen der Computerüberwachung und der vollständigen Durchsichtigkeit des Privatlebens in einer Lebensvision beschrieben, wie es gar nicht mal so abwegig ist. Denn ich habe gehört, dass es z. B. in China durchaus schon die Bewertungen mit einem Punkteranking der Bürger gibt.

Sehr schön werden hier die verschiedenen Lebensansichten dargestellt und durchleuchtet. Samson Freitag z. B. ist ein totaler Fan dieser neuen Optimalwohlökonomie. Seine Eltern dagegen sind strikte Gegner dieses Systems. Dies bringt natürlich einige Streitigkeiten mit sich. Sehr gut fand ich auch, wie sich die verschiedenen Bekannten-/Verwandtenbeziehungen auf das eigene Ranking auswirken können. In solch einer Gesellschaft sollte man sich seine Freunde und  ja auch seine Verwandten sehr genau aussuchen. Was in letzterem Fall ja nun unmöglich ist. Mitgefangen, mitgehangen.

„Jeder an seinem Platz“ so der Leitspruch der Gesellschaft. Eigentlich ein netter Gedanke. Jeder soll die Arbeit verrichten, die ihm am meisten Freude bereitet und die er am besten kann. Doch selbst wenn man nichts besonders gut kann oder keine großen Interessen an einem Thema hat, so wird man nicht als Arbeitsloser geächtet. Nein, man muss dann einfach die nächsten Jahre nicht arbeiten. Für die einen eine traumhafte Vorstellung, für die anderen ein Albtraum. Natürlich ist dies alles nur durch die Einführung des BGE, also des Bedingungslosen Grundeinkommens, möglich. Und dies wiederum nur, wenn es viele Roboter gibt, die viele Arbeiten verrichten.

Mir hat diese Art der Zukunftsvision äußerst gut gefallen. Für einen Teil der Menschheit mag sie passend und stimmig sein, doch es gibt eben immer auch die Umkehrseite.

Und das beste an der ganzen Story war dann auch noch der Schluss. Da habe ich trotz allen Vorahnens dann leicht gestaunt.

Richard Barenberg fand ich hier wieder ganz hervorragend.

Und wenn ich von einer Story so hin und weg bin, dann kommt sie natürlich auf meine Bestenliste.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Theresa Hannig – Die Optimierer

Ian McGuire – Nordwasser

Beschreibung
Henry Drax kennt kein Gewissen. Er ist Harpunierer auf der Volunteer, einem Walfangschiff, das von England Kurs auf die arktischen Gewässer der Baffinbucht nimmt. Ebenfalls an Bord ist Patrick Sumner, ein Arzt von zweifelhaftem Ruf, der glaubt, schon alles gesehen zu haben – nicht ahnend, dass seine größte Prüfung noch bevorsteht, nachdem er Drax einer ungeheuerlichen Tat überführt hat. Während sich der Konflikt zwischen den beiden Männern zuspitzt, wird auch der eigentliche Sinn der verhängnisvollen Expedition zunehmend klar…

Sprecher
Wolfram Koch

Länge
9 h 43 m

Meine Meinung
Dieses HB ist gleichzeitig irgendwie abstoßend und doch auch enorm anziehend! Die Zeit, in der es spielt, war sicherlich nicht allzu pingelig – unter den harten Männern der Walfangschiffe ging es natürlich dementsprechend derb zu. Es mangelt hier nicht an derben Begriffen und üblen Beschimpfungen. Und doch zieht einem die Geschichte derart in seinen Bann, dass man kaum aufhören kann zu hören. Denn der Plot ist äußerst interessant.

Abgesehen von den qualvollen Walfangmethoden geht es hier hauptsächlich um einen Versicherungsbetrug. Keine Bange, ich habe damit jetzt nicht gespoilert, denn dies wird schon sehr früh in der Story mitgeteilt. Nach und nach merken die Männer, dass ihr Kapitän nicht sonderlich viel Wert auf ihr Überleben legt. Als dann durch den Arzt ein übles Verbrechen ans Licht kommt, eskaliert die Sache und es wird zunehmend ein immer härterer Kampf ums Überleben.

Wolfram Koch als Sprecher fand ich klasse! Generell finde ich ihn als Hörbuchsprecher erste Sahne und freue mich immer, wenn er als Sprecher in einer Geschichte eingesetzt wurde.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ian McGuire – Nordwasser

François Lelord – Hector und die Kunst der Zuversicht

Beschreibung
In Hectors Leben gibt es gerade nicht so viele gute Tage. Er zweifelt an seinem Leben, und auch die Zukunft scheint nicht besonders rosig. Als dann noch seine Frau Clara durchblicken lässt, dass sie Zweifel an ihrer Beziehung hat, weiß Hector: Er muss etwas tun. Nur was? Er beschließt, seine alten Freunde aus aller Welt um Rat zu fragen. Zusammen mit der jungen Journalistin Géraldine bricht er auf und merkt schnell, dass er zumindest anderen Menschen dabei helfen kann, optimistisch zu sein.

Das perfekte Thema für ein Buch, meint Géraldine, und wer könnte besser darüber schreiben als Hector? Hector nimmt die Aufgabe an und erkennt: Optimismus kann man lernen! Auch er selbst?

„Hector und die Kunst der Zuversicht“ erzählt von einer philosophischen Reise zu der Quelle des Glücks.

Sprecher
Augut Zirner

Länge
6 h 28 m

Meine Meinung
Hector kommt wieder in gewohnter, mittlerweile lieb gewonnenen Manier daher. Allerdings ist er dieses Mal selbst von Zweifeln und Ängsten geplagt.

In diesem Hörbuch geht es um rosa Brillen und um dunkle Brillen. Und über dieses Thema schreibt er zusammen mit Géraldine ein Buch. Wie er zu all seinen verschiedenen rosa Brillen kommt (ja, davon gibt es durchaus mehrere), erzählt Hector wieder in verschiedenen Episoden aus seinen Gesprächen mit seinen Freunden auf Reisen und aus der Erkenntnis seiner eigenen Beziehung.

August Zirner gehört natürlich zu Hector (bzw. François Lelord) wie David Nathan zu Stephen King. Daher volle Punktzahl auch für den Sprecher.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: François Lelord – Hector und die Kunst der Zuversicht

Siehe auch: