Otto Waalkes – Kleinhirn an alle – Die große Otto-Biografie

Beschreibung
Otto wird rund! 70. Geburtstag am 22. Juli 2018

Darauf haben Generationen von Fans gerade noch gewartet: Otto erzählt aus den ersten 70 Jahren seines Lebens – einem märchenhaften Aufstieg vom Deichkind zum Alleinunterhalter der Nation. Seine Sketche und Figuren haben unser kollektives Gedächtnis und unseren Witzwortschatz bereichert: Harry Hirsch (übergibt sich ins Funkhaus), Robin Hood (der Stecher der Entnervten), Susi Sorglos (föhnt ihr goldenes Haar), Louis Flambée (kocht Pommes de Bordell) Peter, Paul and Mary (are planning a bank robbery), Hänsel und Gretel (verirren sich im Wald) und der „Schniedelwutz“ (hat’s bis in den Duden gebracht).

Was Otto-Fans seit Generationen wissen wollten und bisher nicht zu fragen wagten: Wer waren Ottos Vorbilder? Wo kommt er her? Was treibt ihn an? Wie entsteht seine eigene Art von Komik? Und wozu eigentlich? Gibt es ein Geheimnis?

In seiner großen Ottobiografie erzählt Otto freiwillig von Höhe- und Tiefpunkten, von den glücklichsten und den glanzvollsten Momenten, ohne die peinlichsten und traurigsten auszulassen.

Sprecher
Otto Waalkes

Länge
6 h 12 m

Meine Meinung
Was für eine tolle und gutlaunige Biografie. Aus jedem Satz sprüht hier die reine Lebensfreude. Schnell fühlte ich mich wieder in meine Kindheit und Jugend zurückversetzt. Denn Otto hatte es mit so ziemlich allen Größen zu tun und berichtet auch völlig enthusiastisch darüber.

Äußerst interessant fand ich seine Berichte aus seiner Jugend und seine ambitionierten Versuche mit seiner Band. Nicht weniger spannend fand ich die Episoden aus seinem Elternhaus und überhaupt seiner Ostfrieslandgegend, in der er groß wurde.

Er berichtet nicht nur von den Highlights seines Lebens, nein er lässt uns auch an seinen Rückschlägen teilhaben. Allerdings kommen die einem gar nicht so dramatisch vor, da er sie zum einen recht lustig erzählt und man zum anderen ja weiß, was er trotz alledem in seinem Leben alles auf die Beine gestellt hat.

Ein wirklich ganz großer Entertainer, dieser Otto. Und auch dieses Hörbuch verging wie im Flug! Ich hätte locker noch weitere sechs Stunden seinen Erinnerungen lauschen mögen.

Dadurch dass er seine Biografie natürlich selbst liest, wirkt sie zu 100 % authentisch. Dieses Hörbuch kann ich wirklich rundweg allen empfehlen. Ob man nun eine großer Otto-Fan war/ist oder auch nicht. Diese Biografie macht einfach Spaß und sie zeigt auch auf, dass selbst Otto für seinen Erfolg hart arbeiten musste.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Random House Audio.

Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Otto Waalkes – Kleinhirn an alle – Die große Otto-Biografie

Herzlichen Dank an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Bas Kast – Der Ernährungskompass: Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung

Beschreibung
Der Bestseller im Diät-Dschungel: Was ist gesund, was ist schädlich, wie ernähren wir uns richtig?

Wissenschaftsjournalist Bas Kast bricht, gerade 40-jährig, zusammen. Hat er mit Junkfood seine Gesundheit ruiniert? Eine Ernährungsumstellung soll helfen. Doch was ist wirklich gesund? Kast geht auf eine Entdeckungsreise in die aktuelle Alters- und Ernährungsforschung: Was essen besonders langlebige Völker? Wie nimmt man effizient ab? Lassen sich Altersleiden vermeiden? Kann man sich gezielt „jung essen“? Welche Nahrungsmittel halten wir für gesund, obwohl sie uns sogar schaden? Aus Tausenden sich zum Teil widersprechenden Studien filtert Kast die wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über eine wirklich gesunde Kost heraus.

Zu diesem Titel erhalten Sie eine PDF-Datei, die nach dem Kauf automatisch Ihrer Bibliothek hinzugefügt wird.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Herbert Schäfer

Länge
9 h 47 m

Meine Meinung
Der Ernährungskompass ist ein sehr interessantes Hörbuch für jeden, der wissen will, wie er sich denn nun wirklich richtig ernähren soll, welche Nahrung gut und welche nicht so gut für einen ist.

Im Prinzip läuft es darauf hinaus, sich hauptsächlich vegetarisch zu ernähren und sich ab und an einmal einen „Sonntagsbraten“ gönnen. Zumindest ernährt sich Bas Kast so und es scheint ihm sehr gut damit gehen. Ob das nun wirklich die Königslösung ist, das wird man wohl erst in einigen Jahren wissen. Doch fand ich seine Ausführung sehr interessant und auch seine Schlussfolgerungen daraus durchaus nachvollziehbar.

Sicherlich ist es auch sehr interessant für alle, die mit ihren Diäten schon gescheitert sind. Er widmet sich dem Thema Abnehmen sehr ausführlich.

Den Sprecher fand ich durchaus ok,  ich konnte ihm gut zuhören.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Bas Kast – Der Ernährungskompass: Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung

Hans und Ola Rösling, Anna Rosling Rönnlund – Factfulness

Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist

Beschreibung
Es wird alles immer schlimmer, eine schreckliche Nachricht jagt die andere: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Es gibt immer mehr Kriege, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen. Viele Menschen tragen solche beängstigenden Bilder im Kopf. Doch sie liegen damit grundfalsch. Unser Gehirn verführt uns zu einer dramatisierenden Weltsicht, die mitnichten der Realität entspricht, wie der geniale Statistiker und Wissenschaftler Hans Rosling erklärt. Wer das Hörbuch gehört hat, wird

  • ein sicheres, auf Fakten basierendes Gerüst besitzen, um die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist,
  • die zehn gängigsten Arten von aufgebauschten Geschichten erkennen,
  • bessere Entscheidungen treffen können,
  • wahre Factfulness erreichen – jene offene, neugierige und entspannte Geisteshaltung, in der Sie nur noch Ansichten teilen und Urteile fällen, die auf soliden Fakten basieren.

Zu diesem Titel erhalten Sie eine PDF-Datei, die nach dem Kauf automatisch Ihrer Bibliothek hinzugefügt wird.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
8 h 13 m

Meine Meinung
Factfulness ist ein Buch, das alles mal wieder ins richtige Verhältnis setzt. Wenn man heutzutage den Nachrichten lauscht, hat man ja unweigerlich den Eindruck, dass alles immer schlimmer wird. Doch wenn man dann den Entwicklungen lauscht, von mehreren Jahrhunderten oder auch nur Jahrzehnten wird dieser negative Eindruck ins richtige Licht gerückt. Natürlich sind wir noch weit entfernt von optimal, doch nichts kann von heute auf morgen passieren. Alle großen Veränderungen brauchen natürlich ihre Zeit.

Sehr interessant fand ich den Fragebogen, den der Autor ganz zu Beginn des Hörbuches vorstellt. Dieser ist auch auf der beigefügten PDF-Datei enthalten. Man sollte sich wirklich im Vorfeld hinsetzen und diesen Fragebogen ausfüllen. Anschließend wird man nicht schlecht staunen, wie es auf unserer Welt heute wirklich aussieht im Vergleich zum eigenen Eindruck.

Für alle Skeptiker der Statistiken: Ich gehöre auch eher zu der Kategorie: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Doch selbst das ist zu negativ gesehen, wie man in Verlaufe des Buches feststellen wird.

Ich bin froh, dass ich mir dieses wirklich sehr interessante Hörbuch angehört habe. Denn meine Sicht auf die Welt hat sich dadurch tatsächlich in ein positiveres Licht verändert.

Uve Teschner als Sprecher für solch ein Hörbuch ist ja erst einmal etwas ungewohnt, kennt man ihn doch meist nur von Thrillern her.  Doch auch für dieses Sachbuch passt er perfekt. Er beherrscht einfach seinen Job.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Hans und Ola Rösling, Anna Rosling Rönnlund – Factfulness

John Bargh – Vor dem Denken: Wie das Unbewusste uns steuert

Beschreibung
Hat der Mensch einen freien Willen? Was bedeutet Bauchgefühl? Warum steckt in den Köpfen kleiner Mädchen bereits die Überzeugung, sie könnten kein Mathe? Und wieso werden Konservative nach einer Grippeimpfung liberaler?

Der renommierte Sozialpsychologe John A. Bargh definiert das Unbewusste: ein permanent aktiver Arbeitsmodus unseres Geistes, der neben dem Bewusstsein existiert, mit ihm interagiert und uns hilft zu überleben. Erst wenn wir die Macht des Unbewussten und die Grenzen des freien Willens akzeptieren, können wir lernen, Handlungsmuster zu überwinden und Denkfallen auszuweichen.

Sprecher
Elmar Börger

Länge
14 h 14 m

Meine Meinung
14 Stunden die für mich wie im Flug vergingen. Ich liebe Hörbücher, in denen  spannende und interessante Untersuchungen über das menschliche Verhalten beschrieben werden. In diesem Hörbuch waren sehr viele für mich völlig neue Versuchsreihen aufgeführt. Und jede einzelne verblüffte mich aufs Neue.

Hauptaugenmerk wurde hier natürlich auf das Unbewusste gelegt. Sehr interessant finde ich die Quintessenz, dass man seinen unbewussten Geist gezielt aktivieren kann. Viele Beispiele wurden aufgeführt, wie man durch zielgerichtetes Aktivieren wesentlich effektiver und erfolgreicher sein Leben meistern kann. Doch eines ist auch klar – vortäuschen kann man seinem unbewussten Geist nichts. Man muss es schon wirklich ernst meinen. Dann wird unser Geist und unser Unterbewusstsein zu einem unschlagbaren Team.

Ganz sicher werde ich dieses Hörbuch noch ein zweites Mal hören.

Elmar Börger als Sprecher hat mir auch sehr gut gefallen. Angenehme Stimme, passende Betonung. Was will man mehr.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: John Bargh – Vor dem Denken: Wie das Unbewusste uns steuert

Sy Montgomery – Rendezvous mit einem Oktopus

Beschreibung
Sie haben drei Herzen, acht Fangarme mit 1600 Saugnäpfen, der Mund gleich Schnabel sitzt in der Achselhöhle oder, bei anderer Betrachtungsweise, zwischen den Beinen. Ihr Biss kann giftig sein, sie können Tinte verspritzen und sich mit ihrem schlabberigen, knochenlosen Körper, der sich bis auf Autogröße ausstrecken kann, durch ein organgengroßes Loch zwängen. Das hört sich auf Anhieb nicht gerade nach einem sympathischen Zeitgenossen an. Und doch hat Sy Montgomery die Oktopoden Athena, Octavia und Kali rasch lieben gelernt. Und offenbar nicht nur sie, denn ihr preisgekröntes Buch „Rendezvous mit einem Oktopus“ eroberte weltweit die Bestsellerlisten. Bei Bonnevoice ist das Hörbuch erschienen, einfühlsam gelesen von Sophie von Kessel.

Vor über 500 Millionen Jahren haben sich die Abstammungslinie der Oktopoden und die des Menschen voneinander getrennt. Ihr Aussehen, ihr Körper könnten sich nicht grundlegender vom Menschen unterscheiden. Riesenkraken sind der Inbegriff der Andersartigkeit, und doch ist es möglich, eine Beziehung zu ihnen herzustellen. Die Naturforscherin Sy Montgomery tauchte regelrecht ein in die faszinierende Welt dieser schlauen Wunderwesen – erst nur mit den Armen ins Becken im Aquarium von New Hampshire, später mit dem ganzen Körper beim Tauchen im Golf von Mexiko.

Berührend, kenntnisreich und unterhaltsam erzählt die Autorin von ihren Begegnungen und Erlebnissen mit den heimlichen Stars der Meere und ihren engagierten Pflegern. Man erfährt, dass sich Oktopoden rasch langweilen, beschäftigt werden wollen und spielen, je nach Laune Farbe und Form ändern, Menschen unter anderem am Geschmack ihrer Haut erkennen, Zu- und Abneigung ausdrücken können. Sie lernen komplizierte, unterschiedliche Schraubverschlüsse zu öffnen, haben unglaubliche Kräfte und man muss bei Riesenkraken in Aquarien immer damit rechnen, dass sie unfassbar findig im Ausbüchsen sind. Letzteres kann ihnen mitunter zum Verhängnis werden.

Vielleicht geht man mit Skepsis an das Thema heran, ist in kurzer Zeit komplett abgetaucht und fasziniert, kann kaum glauben, was man da über diese klugen, fremden Lebewesen erfährt – und isst am Ende nie wieder Oktopussalat.

Sprecher
Sophie von Kessel

Länge
10 h 30 m

Meine Meinung
„Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery ist kein rein wissenschaftliches Buch über das Verhalten von Oktopoden. Vielmehr ist es eine leidenschaftliche Geschichte darüber, wie sich Sy Montgomery mit verschiedenen Oktopoden sehr eng befreundete und welche Gefühlsregungen sowohl in ihr als auch in dem jeweiligen Oktopus vor sich gingen.

Äußerst interessant fand ich ihre Schilderungen, wenn sich die vielen Saugnäpfe der diversen Arme der Tiere um ihre Arme schlangen und wie sie ihre Zuneigung zeigten. Sehr lustig fand ich hingegen, wie sie den Menschen, die sie nicht mochten, ihre Abneigung zeigten. Es endet meist: Klatschnass.

Sehr interessant fand ich auch, dass Oktopoden gänzlich farbenblind sind, aber trotzdem auf äußerst spektakuläre Weise ihre Farbe ändern können. Sie können sich hervorragend an ihre Umgebung farblich anpassen. Es wird spekuliert, dass sie über ihre Haut „Farben sehen“ können. Doch das ist noch nicht belegt. Aber ganz sicher ist, dass sie durch ihre Farbwechsel auch Gefühle ausdrücken.

Sy Montgomery erzählt hier leidenschaftlich von vielen Begebenheiten, alle in Verbindung mit den intelligenten Tintenfischen. Ich fand das äußerst interessant und kurzweilig und kann es nur empfehlen.

Die Sprecherin passte auch sehr gut zum Inhalt. Kurz: Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Bonnevoice-Hörbuchverlag. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Sy Montgomery – Rendezvous mit einem Oktopus

Herzlichen Dank an den Bonnevoice-Hörbuchverlag für das Rezensionsexemplar.

Franca Parianen – Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Die Hirnforschung entdeckt die großen Fragen des Zusammenlebens

Beschreibung
Verstehe sich, wer kann!

Liebe und Zuneigung, Schuld und Schadenfreude, Wut und Nachsicht – unsere Gefühle werden vom Gehirn gesteuert. Doch was genau passiert in unserem Kopf, wenn wir streiten, lieben oder schmollen? Sind wir noch gutherzig, wenn wir’s danach auf Facebook posten? Wo lauern die Denkfehler, die uns das Zusammenleben so schwer machen? Wie überlebt das Gehirn ein Arbeitsessen oder ein Paargespräch? Und wo wir gerade dabei sind: Wäre eine einsame Insel nicht doch die bessere Option?

Franca Parianen meint: Wenn wir uns, unsere Gefühle und unsere Mitmenschen besser verstehen lernen wollen, müssen wir unser Gehirn besser verstehen – und dabei hilft sie uns mit wissenswerten Fakten und vielen Anekdoten, die neben Erkenntnisgewinn auch große Unterhaltung versprechen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Corinna Dorenkamp

Länge
9 h 13 m

Meine Meinung
Es ist eher selten, dass man bei einem Hörbuch, das 9 Stunden dauert, gleich 18 Stunden Spaß hat. Wie das? Ich habe es zweimal hintereinander gehört. Denn die Sprecherin saust derart schnell durch den Inhalt, dass man (oder zumindest ich) die teilweise wirklich sehr anspruchsvollen Themen beim ersten Durchgang gar nicht richtig erfassen kann. Beim zweiten Mal hören, hört man dann das, was man beim ersten Schnelldurchgang vor lauter Geschwindigkeitsrausch nicht komplett verstanden hat.

Die Autorin hat dieses Buch mit viel Humor gespickt. Somit ist es nicht nur sehr lehrreich, sondern auch noch sehr witzig anzuhören. Die Sprecherin hat diesen Humor perfekt in Szene gesetzt. Stellenweise denkt man, man lauscht einem Comedy-Hörbuch. Und da Comedy meist ja auch einen gewissen Anspruch hat, widerspricht sich das in keinster Weise. Im Gegenteil. Ich mag es, wenn komplizierte Themen nicht so trocken und langweilig aufbereitet sind. Mir fällt dann das Zuhören und Verstehen viel leichter.

Es waren nun nicht alle genannten Versuchsreihen neu für mich, doch das bleibt natürlich nicht aus, wenn man schon mehrere Hörbücher zu diesem Thema gehört hat. Und doch war hier noch sehr viel Überraschendes für mich dabei, was ich in noch keinem anderen Hörbuch gehört hatte.

Über die Bewertung habe ich mir lange Gedanken macht. Nicht zum Inhalt, der bekommt klare 5 Punkte, doch zur Sprecherin. Denn sie saust wirklich in einem Affenzahn durch das Buch. Doch insgesamt hat mir ihre Art sehr gut gefallen und sie passte sehr gut zum Inhalt dieses humorvollen Sachbuches. Auch wenn ich es wegen ihr zweimal hören musste, um alles zu erfassen, so hat es mir doch sehr gut gefallen, wie sie das Hörbuch sprach. Deshalb bekommt auch sie 5 Punkte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Franca Parianen – Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Karsten Brensing – Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen

Beschreibung
Was Tiere denken.

Delfine rufen sich beim Namen, und Orcas leben in einer über 700.000 Jahre alten Kultur. Entenküken bestehen komplizierte Tests zum abstrakten Denken, und Schnecken drehen freiwillig Fitnessrunden im Hamsterrad. Hunde bestrafen Unehrlichkeit, doch können vergeben, wenn man sich entschuldigt. Spinnen treffen ihre Berufswahl auf Grundlage ihrer Persönlichkeit und individueller Vorlieben.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
10 h 45 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch wird jedem gefallen, der Tiere liebt und sich dafür interessiert, wozu Tiere wirklich in der Lage sind. Ich fand das äußerst interessant. Vor allem, weil hier einmal auch von ganz anderen Tieren berichtet wird, als den üblichen „Kandidaten“. Natürlich sind diese aber auch dabei. So berichtet Karsten Brensing z. B. von Raben, die in Japan die Gunst der roten Ampeln ausnutzen, um sich ihre Nüsse knacken zu lassen, ohne dabei in Lebensgefahr zu geraten. Oder auch von Orcas, die lieber aussterben, als die Regeln ihrer uralten Kultur zu brechen.

Sehr amüsant fand ich die Beschreibung von Bären, die in Kamschatka Kerosin schnüffeln. Die Kersosin-Fässer liegen dort ungesichert für die Hubschrauber bereit, da die Landschaft einfach riesengroß ist und sie Nachschub brauchen. Die Bären sind ganz begeistert von diesem wahrhaft betörenden Geruch.

Auch widerlegt er die These, dass Delfine allzu gerne mit Menschen schwimmen würden. Vielmehr können sie den Menschen einfach kaum entkommen, wenn sie in einem kleinen Becken eingesperrt sind. Ach und wenn ich schon bei den Delfinen bin, dann gibt es hier durchaus auch Rabaukengangs, die gezielt ein Weibchen entführen, um es dann tagelang zu vergewaltigen.

Ich könnte hier noch zig weitere Beispiele geben, doch das will ich mir sparen. Hör dir dieses faszinierende Hörbuch lieber selbst an, um aus dem Staunen nicht mehr herauszukommen.

Richard Barenberg als Sprecher fand ich wieder einmal sehr passend. Egal ob er Romane oder Sachbücher spricht, ich mag seine Stimme und seine Art der Interpretation.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es u. a. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karsten Brensing – Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen

Elinor Lipper – Elf Jahre meines Lebens: Eine Frau in sowjetischen Gefängnissen und Lagern

Beschreibung
In diesem bewegenden Werk liest Silvia Höhne die Geschichte von Elinor Lipper. Elf Jahre lang saß sie in sowjetischen Gefängnissen und Lagern. In ihrem intelligenten Bericht legt sie Zeugnis ab über ein Kapitel der deutschen Geschichte, das beinahe vergessen wurde. Mit ihrem Erzählstil, der den Hörer in den Bann zieht, berichtet sie von den Menschen, die an die Grenzen des überhaupt Vorstellbaren getrieben wurden und dabei eine unvorstellbare Leidensfähigkeit zeigten. Und während sie uns ihre Geschichte erzählt, entsteht durch ihre Worte ein konkretes historisches Dokument, das kein Gemüt kalt lässt.

Elinor Lipper wurde 1912 in Brüssel als Tochter von deutsch-jüdischen Eltern geboren. Um Medizin zu studieren, zog sie 1931 nach Deutschland, wo sie Kommunistin wurde. Nachdem Hitler an die Macht kam, ging sie nach Italien und erhielt 1935 durch ihre Ehe die Schweizer Staatsbürgerschaft. 1937, zwei Monate nachdem sie nach Russland gezogen war, wurde sie festgenommen und wegen Verdacht auf anti-revolutionäre Aktivitäten für fünf Jahre Zwangsarbeit verurteilt. Nach elf Jahren Sibirischer Sklaverei wurde sie freigelassen. In späteren Jahren war sie als Zeugin Teil des Prozesses gegen David Rousset, in dem die Frage um Sklavenarbeit im sowjetischen Russland hinterfragt wurde.

Sprecher
Silvia Höhn

Länge
11 h 07 m

Meine Meinung
Der Kloß steckt tief in meinem Hals fest. Elinor Lipper erzählt hier von einer Episode ihres Lebens, die schlimmer wohl kaum hätte sein können. Noch ein klitzeklein wenig schlimmer und sie hätte ihre Geschichte wohl nicht mehr erzählen können. Denn  dann hätte sie die verschiedenen sibirischen Arbeitslager, in die sie während ihrer 11 Jahre Haft gesteckt wurde, wohl nicht überlebt.

Elinor Lipper beging einen fatalen Fehler. Sie wurde1937 überzeugte Kommunistin und zog hoffnungsfroh nach Russland. Doch dort wurde sie bereits nach zwei Monaten wegen Verdachts auf konter-revolutionäre Aktivitäten inhaftiert. Zunächst auf 5 Jahre, doch diese verlängerten sich auf insgesamt 11 Jahre des Leidens, des Martyriums, der grausamsten Menschenverachtung und härtesten Arbeit. Schnell musste sie feststellen, dass die Konter-Revolutionäre noch weniger Ansehen genossen, als die schlimmsten Verbrecher in den Arbeitslagern. Als Konter-Revolutionär eingestuft zu sein, war gleichzusetzen mit dem untersten Abschaum der Menschheit. Selbst Mörder genossen mehr „Ehre“ und „Freiheiten“ als Konter-Revolutionäre. Und das fatale daran: Sie kam ja aufgrund ihrer politischen Überzeugung des Systems nach Russland.

Die Essensrationen waren natürlich ein wichtiges Thema in ihrem Leben. Was sie dort täglich bekam, näherte sich einem „Hauch von nichts“ an. Und das bei extremst schwerer körperlicher Arbeit. Wenn man seinen Soll von 100 % und darüber nicht erreichte, wurde diese kümmerliche Essensration dann auch noch gekürzt, so dass man zwangsläufig noch schwächer wurde und in der Folge natürlich noch weniger in der Lage war, sein tägliches Soll zu erfüllen. Es war ein täglicher Kampf ums blanke Überleben.

Ich könnte hier endlos von grausamen, menschenverachtenden Bestrafungen und Behandlungen berichten, doch das kann Elinor Lipper wesentlich besser als ich.

Diese Biografie ist sehr nüchtern gehalten. Sie klingt meist wie ein unbeteiligter, zurückhaltender Bericht, manchmal gleicht sie einer Aufzählung von Fakten. Und eben genau diese zurückhaltende Art des Erzählens lässt den Hörer dieser Geschichte nochmals fassungsloser und erschrockener in seinem Sessel tiefer sinken. Denn es ist einfach unvorstellbar, was diese Frau erlebt und vor allem überlebt hat! Und es ist unglaublich, was Menschen alles ertragen können. Wobei man natürlich die vielen, vielen, viel zu vielen Menschen nicht vergessen sollte, die diese Arbeitslager nicht mehr lebend verlassen konnten. Opfer gab es unzählige, eine genaue Zahl ist jedoch unbekannt. Ein einzelner Mensch zählte im Russland unter Stalin ja nichts. Warum also Statistiken darüber führen.

Eigentlich dachte ich, dass ich über die Stalin-Zeit schon sehr viel gehört und gelesen habe und dass mich so schnell nichts mehr schockieren könnte. Doch diese Biografie kommt in ihrer nüchternen Schlichtheit so eindringlich daher, dass ich mich an kein anderes Werk erinnere, das solch eindringliche Bilder in ihrer nackten Grausamkeit schildert, wie dieses. Und das ist alles wahr! Das ist kein Thriller. Es ist ein Stück Geschichte, das tatsächlich passiert ist. Umso wichtiger, dass es nun endlich zu Papier gebracht und vertont wurde.

Silvia Höhn als Sprecherin dieser Biografie hätte nicht besser passen können. Sie hat diesen Text wirklich mit Perfektion gesprochen.

Von mir bekommt dieses Hörbuch eindeutig 5 Sterne und natürlich wird es ab sofort auch auf meiner Bestenliste zu finden sein.

Weitere Informationen
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Richard David Precht – Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

Beschreibung
Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?

Dass unsere Welt sich gegenwärtig rasant verändert, weiß inzwischen jeder. Doch wie reagieren wir darauf? Die einen feiern die digitale Zukunft mit erschreckender Naivität und erwarten die Veränderungen wie das Wetter. Die Politik scheint den großen Umbruch nicht ernst zu nehmen. Andere warnen vor der Diktatur der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley. Und wieder andere möchten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und zurück in die Vergangenheit.

Richard David Precht skizziert dagegen das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter. Ist das Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kannten, überhaupt ein Verlust? Für Precht enthält es die Chance, in Zukunft erfüllter und selbstbestimmter zu leben. Doch dafür müssen wir jetzt die Weichen stellen und unser Gesellschaftssystem konsequent verändern. Denn zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen, liegt in der Natur des Menschen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Bodo Primus

Länge
8 h 30 m

Meine Meinung
„Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ ist ein weiteres, meiner Meinung nach sehr wichtiges Buch, aus der Feder von Richard David Precht.

Zitat: „Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?“ finde ich einen äußerst interessanten Denkansatz. Denn momentan scheinen ja die meisten einfach nur mehr oder weniger gespannt zu warten, was denn die Zukunft so bringen mag. Dass dies vielleicht nicht ganz die richtige Einstellung an diesem wichtigen Scheidepunkt ist, erklärt Precht hier wieder für jeden leicht verständlich.

Besonders hervorheben möchte ich seine Gedanken bezüglich des „BGE – des bedingungslosen Grundeinkommens“. Bisher fand ich die Idee zwar durchaus klasse, konnte mir aber nicht recht vorstellen, wie man das realisieren könnte. Precht erklärt, wie es funktionieren kann und dass es für unsere Zukunft wohl kaum einen Weg daran vorbei geben wird. Denn wenn die meisten Arbeitsplätze einfach nicht mehr da sind, wie sollen dann die Menschen überleben (also zumindest in den Industriestaaten)?

Ich fand seine Gedankengänge bzgl. des BGE äußerst interessant und überlegenswert. Doch dieses Buch beschäftigt sich natürlich nicht nur mit dem Thema BGE. Viele weitere zu bedenkende Themen für unsere Zukunft werden hier angesprochen.

Insgesamt bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass dieses Hörbuch auf meine Bestenliste gehört.

Bodo Primus als Sprecher fand ich auch klasse, auch wenn ich dieses Hörbuch lieber von Precht selbst gelesen angehört hätte. Aber man kann ja nicht alles haben.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Richard David Precht – Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

Siehe auch:

Holger Volland – Die kreative Macht der Maschinen

Warum künstliche Intelligenzen bestimmen, was wir morgen fühlen und denken

Beschreibung
Leben oder gelebt werden? Immer klügere Algorithmen beeinflussen, wen wir lieben, welche Nachrichten wir lesen und ob wir einen Kredit bekommen. Bilder malen wie Rembrandt, preisgekrönte Romane schreiben oder Musik komponieren – Algorithmen scheinen einfach alles zu können.

Holger Volland beschreibt, wie sich Künstliche Intelligenz bereits in unser Leben und unsere Kultur eingeschlichen hat – und was das mit uns macht. Sind Algorithmen kreativer als wir? Was können wir sie getrost für uns machen lassen – und was besser nicht? Wo lauert Gefahr für uns? Anhand vieler Beispiele aus unserem Alltag erklärt er, wo und wie KI uns persönlich betrifft. Er beschreibt, wie sie uns davon abhält, zur Wahlurne zu gehen oder wie sie psychische Krankheiten an der Telefonstimme erkennt. Und genauso entschieden sagt er uns, wo wir auf Kontrolle und Einflussnahme achten müssen – weil wir nur so selbst über unser zukünftiges Leben bestimmen und Herr im (digitalen) Haus bleiben können.

Seiten
253

ISBN-10
3407865090

Verlag
Beltz

Meine Meinung
Heute stelle ich ausnahmsweise mal ein Buch vor, welches mich in letzter Zeit sehr begeistert hat. „Die kreative Macht der Maschinen“ gibt einen guten Überblick, wozu Computer heute bereits in der Lage sind und in Zukunft vermutlich sein werden. Es geht hier viel um Kunst und Kultur, aber natürlich werden auch andere Bereiche sehr ausführlich beleuchtet.

Diese interessante Mischung machte für mich das Lesen sehr kurzweilig, wobei es auch gleichzeitig eine Menge Wissen vermittelt. Für mich war das Lesen ein Genuss und brachte mich nicht selten zum Staunen.

Von mir bekommt dieses Buch das Prädikat: lesenswert!