Franca Parianen – Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Die Hirnforschung entdeckt die großen Fragen des Zusammenlebens

Beschreibung
Verstehe sich, wer kann!

Liebe und Zuneigung, Schuld und Schadenfreude, Wut und Nachsicht – unsere Gefühle werden vom Gehirn gesteuert. Doch was genau passiert in unserem Kopf, wenn wir streiten, lieben oder schmollen? Sind wir noch gutherzig, wenn wir’s danach auf Facebook posten? Wo lauern die Denkfehler, die uns das Zusammenleben so schwer machen? Wie überlebt das Gehirn ein Arbeitsessen oder ein Paargespräch? Und wo wir gerade dabei sind: Wäre eine einsame Insel nicht doch die bessere Option?

Franca Parianen meint: Wenn wir uns, unsere Gefühle und unsere Mitmenschen besser verstehen lernen wollen, müssen wir unser Gehirn besser verstehen – und dabei hilft sie uns mit wissenswerten Fakten und vielen Anekdoten, die neben Erkenntnisgewinn auch große Unterhaltung versprechen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Corinna Dorenkamp

Länge
9 h 13 m

Meine Meinung
Es ist eher selten, dass man bei einem Hörbuch, das 9 Stunden dauert, gleich 18 Stunden Spaß hat. Wie das? Ich habe es zweimal hintereinander gehört. Denn die Sprecherin saust derart schnell durch den Inhalt, dass man (oder zumindest ich) die teilweise wirklich sehr anspruchsvollen Themen beim ersten Durchgang gar nicht richtig erfassen kann. Beim zweiten Mal hören, hört man dann das, was man beim ersten Schnelldurchgang vor lauter Geschwindigkeitsrausch nicht komplett verstanden hat.

Die Autorin hat dieses Buch mit viel Humor gespickt. Somit ist es nicht nur sehr lehrreich, sondern auch noch sehr witzig anzuhören. Die Sprecherin hat diesen Humor perfekt in Szene gesetzt. Stellenweise denkt man, man lauscht einem Comedy-Hörbuch. Und da Comedy meist ja auch einen gewissen Anspruch hat, widerspricht sich das in keinster Weise. Im Gegenteil. Ich mag es, wenn komplizierte Themen nicht so trocken und langweilig aufbereitet sind. Mir fällt dann das Zuhören und Verstehen viel leichter.

Es waren nun nicht alle genannten Versuchsreihen neu für mich, doch das bleibt natürlich nicht aus, wenn man schon mehrere Hörbücher zu diesem Thema gehört hat. Und doch war hier noch sehr viel Überraschendes für mich dabei, was ich in noch keinem anderen Hörbuch gehört hatte.

Über die Bewertung habe ich mir lange Gedanken macht. Nicht zum Inhalt, der bekommt klare 5 Punkte, doch zur Sprecherin. Denn sie saust wirklich in einem Affenzahn durch das Buch. Doch insgesamt hat mir ihre Art sehr gut gefallen und sie passte sehr gut zum Inhalt dieses humorvollen Sachbuches. Auch wenn ich es wegen ihr zweimal hören musste, um alles zu erfassen, so hat es mir doch sehr gut gefallen, wie sie das Hörbuch sprach. Deshalb bekommt auch sie 5 Punkte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Franca Parianen – Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

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Karsten Brensing – Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen

Beschreibung
Was Tiere denken.

Delfine rufen sich beim Namen, und Orcas leben in einer über 700.000 Jahre alten Kultur. Entenküken bestehen komplizierte Tests zum abstrakten Denken, und Schnecken drehen freiwillig Fitnessrunden im Hamsterrad. Hunde bestrafen Unehrlichkeit, doch können vergeben, wenn man sich entschuldigt. Spinnen treffen ihre Berufswahl auf Grundlage ihrer Persönlichkeit und individueller Vorlieben.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
10 h 45 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch wird jedem gefallen, der Tiere liebt und sich dafür interessiert, wozu Tiere wirklich in der Lage sind. Ich fand das äußerst interessant. Vor allem, weil hier einmal auch von ganz anderen Tieren berichtet wird, als den üblichen „Kandidaten“. Natürlich sind diese aber auch dabei. So berichtet Karsten Brensing z. B. von Raben, die in Japan die Gunst der roten Ampeln ausnutzen, um sich ihre Nüsse knacken zu lassen, ohne dabei in Lebensgefahr zu geraten. Oder auch von Orcas, die lieber aussterben, als die Regeln ihrer uralten Kultur zu brechen.

Sehr amüsant fand ich die Beschreibung von Bären, die in Kamschatka Kerosin schnüffeln. Die Kersosin-Fässer liegen dort ungesichert für die Hubschrauber bereit, da die Landschaft einfach riesengroß ist und sie Nachschub brauchen. Die Bären sind ganz begeistert von diesem wahrhaft betörenden Geruch.

Auch widerlegt er die These, dass Delfine allzu gerne mit Menschen schwimmen würden. Vielmehr können sie den Menschen einfach kaum entkommen, wenn sie in einem kleinen Becken eingesperrt sind. Ach und wenn ich schon bei den Delfinen bin, dann gibt es hier durchaus auch Rabaukengangs, die gezielt ein Weibchen entführen, um es dann tagelang zu vergewaltigen.

Ich könnte hier noch zig weitere Beispiele geben, doch das will ich mir sparen. Hör dir dieses faszinierende Hörbuch lieber selbst an, um aus dem Staunen nicht mehr herauszukommen.

Richard Barenberg als Sprecher fand ich wieder einmal sehr passend. Egal ob er Romane oder Sachbücher spricht, ich mag seine Stimme und seine Art der Interpretation.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es u. a. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Karsten Brensing – Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen

Elinor Lipper – Elf Jahre meines Lebens: Eine Frau in sowjetischen Gefängnissen und Lagern

Beschreibung
In diesem bewegenden Werk liest Silvia Höhne die Geschichte von Elinor Lipper. Elf Jahre lang saß sie in sowjetischen Gefängnissen und Lagern. In ihrem intelligenten Bericht legt sie Zeugnis ab über ein Kapitel der deutschen Geschichte, das beinahe vergessen wurde. Mit ihrem Erzählstil, der den Hörer in den Bann zieht, berichtet sie von den Menschen, die an die Grenzen des überhaupt Vorstellbaren getrieben wurden und dabei eine unvorstellbare Leidensfähigkeit zeigten. Und während sie uns ihre Geschichte erzählt, entsteht durch ihre Worte ein konkretes historisches Dokument, das kein Gemüt kalt lässt.

Elinor Lipper wurde 1912 in Brüssel als Tochter von deutsch-jüdischen Eltern geboren. Um Medizin zu studieren, zog sie 1931 nach Deutschland, wo sie Kommunistin wurde. Nachdem Hitler an die Macht kam, ging sie nach Italien und erhielt 1935 durch ihre Ehe die Schweizer Staatsbürgerschaft. 1937, zwei Monate nachdem sie nach Russland gezogen war, wurde sie festgenommen und wegen Verdacht auf anti-revolutionäre Aktivitäten für fünf Jahre Zwangsarbeit verurteilt. Nach elf Jahren Sibirischer Sklaverei wurde sie freigelassen. In späteren Jahren war sie als Zeugin Teil des Prozesses gegen David Rousset, in dem die Frage um Sklavenarbeit im sowjetischen Russland hinterfragt wurde.

Sprecher
Silvia Höhn

Länge
11 h 07 m

Meine Meinung
Der Kloß steckt tief in meinem Hals fest. Elinor Lipper erzählt hier von einer Episode ihres Lebens, die schlimmer wohl kaum hätte sein können. Noch ein klitzeklein wenig schlimmer und sie hätte ihre Geschichte wohl nicht mehr erzählen können. Denn  dann hätte sie die verschiedenen sibirischen Arbeitslager, in die sie während ihrer 11 Jahre Haft gesteckt wurde, wohl nicht überlebt.

Elinor Lipper beging einen fatalen Fehler. Sie wurde1937 überzeugte Kommunistin und zog hoffnungsfroh nach Russland. Doch dort wurde sie bereits nach zwei Monaten wegen Verdachts auf konter-revolutionäre Aktivitäten inhaftiert. Zunächst auf 5 Jahre, doch diese verlängerten sich auf insgesamt 11 Jahre des Leidens, des Martyriums, der grausamsten Menschenverachtung und härtesten Arbeit. Schnell musste sie feststellen, dass die Konter-Revolutionäre noch weniger Ansehen genossen, als die schlimmsten Verbrecher in den Arbeitslagern. Als Konter-Revolutionär eingestuft zu sein, war gleichzusetzen mit dem untersten Abschaum der Menschheit. Selbst Mörder genossen mehr „Ehre“ und „Freiheiten“ als Konter-Revolutionäre. Und das fatale daran: Sie kam ja aufgrund ihrer politischen Überzeugung des Systems nach Russland.

Die Essensrationen waren natürlich ein wichtiges Thema in ihrem Leben. Was sie dort täglich bekam, näherte sich einem „Hauch von nichts“ an. Und das bei extremst schwerer körperlicher Arbeit. Wenn man seinen Soll von 100 % und darüber nicht erreichte, wurde diese kümmerliche Essensration dann auch noch gekürzt, so dass man zwangsläufig noch schwächer wurde und in der Folge natürlich noch weniger in der Lage war, sein tägliches Soll zu erfüllen. Es war ein täglicher Kampf ums blanke Überleben.

Ich könnte hier endlos von grausamen, menschenverachtenden Bestrafungen und Behandlungen berichten, doch das kann Elinor Lipper wesentlich besser als ich.

Diese Biografie ist sehr nüchtern gehalten. Sie klingt meist wie ein unbeteiligter, zurückhaltender Bericht, manchmal gleicht sie einer Aufzählung von Fakten. Und eben genau diese zurückhaltende Art des Erzählens lässt den Hörer dieser Geschichte nochmals fassungsloser und erschrockener in seinem Sessel tiefer sinken. Denn es ist einfach unvorstellbar, was diese Frau erlebt und vor allem überlebt hat! Und es ist unglaublich, was Menschen alles ertragen können. Wobei man natürlich die vielen, vielen, viel zu vielen Menschen nicht vergessen sollte, die diese Arbeitslager nicht mehr lebend verlassen konnten. Opfer gab es unzählige, eine genaue Zahl ist jedoch unbekannt. Ein einzelner Mensch zählte im Russland unter Stalin ja nichts. Warum also Statistiken darüber führen.

Eigentlich dachte ich, dass ich über die Stalin-Zeit schon sehr viel gehört und gelesen habe und dass mich so schnell nichts mehr schockieren könnte. Doch diese Biografie kommt in ihrer nüchternen Schlichtheit so eindringlich daher, dass ich mich an kein anderes Werk erinnere, das solch eindringliche Bilder in ihrer nackten Grausamkeit schildert, wie dieses. Und das ist alles wahr! Das ist kein Thriller. Es ist ein Stück Geschichte, das tatsächlich passiert ist. Umso wichtiger, dass es nun endlich zu Papier gebracht und vertont wurde.

Silvia Höhn als Sprecherin dieser Biografie hätte nicht besser passen können. Sie hat diesen Text wirklich mit Perfektion gesprochen.

Von mir bekommt dieses Hörbuch eindeutig 5 Sterne und natürlich wird es ab sofort auch auf meiner Bestenliste zu finden sein.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elinor Lipper – Elf Jahre meines Lebens: Eine Frau in sowjetischen Gefängnissen und Lagern

Richard David Precht – Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

Beschreibung
Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?

Dass unsere Welt sich gegenwärtig rasant verändert, weiß inzwischen jeder. Doch wie reagieren wir darauf? Die einen feiern die digitale Zukunft mit erschreckender Naivität und erwarten die Veränderungen wie das Wetter. Die Politik scheint den großen Umbruch nicht ernst zu nehmen. Andere warnen vor der Diktatur der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley. Und wieder andere möchten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und zurück in die Vergangenheit.

Richard David Precht skizziert dagegen das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter. Ist das Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kannten, überhaupt ein Verlust? Für Precht enthält es die Chance, in Zukunft erfüllter und selbstbestimmter zu leben. Doch dafür müssen wir jetzt die Weichen stellen und unser Gesellschaftssystem konsequent verändern. Denn zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen, liegt in der Natur des Menschen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Bodo Primus

Länge
8 h 30 m

Meine Meinung
„Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ ist ein weiteres, meiner Meinung nach sehr wichtiges Buch, aus der Feder von Richard David Precht.

Zitat: „Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?“ finde ich einen äußerst interessanten Denkansatz. Denn momentan scheinen ja die meisten einfach nur mehr oder weniger gespannt zu warten, was denn die Zukunft so bringen mag. Dass dies vielleicht nicht ganz die richtige Einstellung an diesem wichtigen Scheidepunkt ist, erklärt Precht hier wieder für jeden leicht verständlich.

Besonders hervorheben möchte ich seine Gedanken bezüglich des „BGE – des bedingungslosen Grundeinkommens“. Bisher fand ich die Idee zwar durchaus klasse, konnte mir aber nicht recht vorstellen, wie man das realisieren könnte. Precht erklärt, wie es funktionieren kann und dass es für unsere Zukunft wohl kaum einen Weg daran vorbei geben wird. Denn wenn die meisten Arbeitsplätze einfach nicht mehr da sind, wie sollen dann die Menschen überleben (also zumindest in den Industriestaaten)?

Ich fand seine Gedankengänge bzgl. des BGE äußerst interessant und überlegenswert. Doch dieses Buch beschäftigt sich natürlich nicht nur mit dem Thema BGE. Viele weitere zu bedenkende Themen für unsere Zukunft werden hier angesprochen.

Insgesamt bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass dieses Hörbuch auf meine Bestenliste gehört.

Bodo Primus als Sprecher fand ich auch klasse, auch wenn ich dieses Hörbuch lieber von Precht selbst gelesen angehört hätte. Aber man kann ja nicht alles haben.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Holger Volland – Die kreative Macht der Maschinen

Warum künstliche Intelligenzen bestimmen, was wir morgen fühlen und denken

Beschreibung
Leben oder gelebt werden? Immer klügere Algorithmen beeinflussen, wen wir lieben, welche Nachrichten wir lesen und ob wir einen Kredit bekommen. Bilder malen wie Rembrandt, preisgekrönte Romane schreiben oder Musik komponieren – Algorithmen scheinen einfach alles zu können.

Holger Volland beschreibt, wie sich Künstliche Intelligenz bereits in unser Leben und unsere Kultur eingeschlichen hat – und was das mit uns macht. Sind Algorithmen kreativer als wir? Was können wir sie getrost für uns machen lassen – und was besser nicht? Wo lauert Gefahr für uns? Anhand vieler Beispiele aus unserem Alltag erklärt er, wo und wie KI uns persönlich betrifft. Er beschreibt, wie sie uns davon abhält, zur Wahlurne zu gehen oder wie sie psychische Krankheiten an der Telefonstimme erkennt. Und genauso entschieden sagt er uns, wo wir auf Kontrolle und Einflussnahme achten müssen – weil wir nur so selbst über unser zukünftiges Leben bestimmen und Herr im (digitalen) Haus bleiben können.

Seiten
253

ISBN-10
3407865090

Verlag
Beltz

Meine Meinung
Heute stelle ich ausnahmsweise mal ein Buch vor, welches mich in letzter Zeit sehr begeistert hat. „Die kreative Macht der Maschinen“ gibt einen guten Überblick, wozu Computer heute bereits in der Lage sind und in Zukunft vermutlich sein werden. Es geht hier viel um Kunst und Kultur, aber natürlich werden auch andere Bereiche sehr ausführlich beleuchtet.

Diese interessante Mischung machte für mich das Lesen sehr kurzweilig, wobei es auch gleichzeitig eine Menge Wissen vermittelt. Für mich war das Lesen ein Genuss und brachte mich nicht selten zum Staunen.

Von mir bekommt dieses Buch das Prädikat: lesenswert!

Axel Hacke – Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen

Beschreibung
Ein kurzes, hoch aktuelles Hörbuch über die alte, immer wieder neu zu stellende Frage: Wie lebt man richtig, mit sich selbst und mit anderen?

Sprecher
Axel Hacke

Länge
4 h 06 m

Meine Meinung in Kürze
Axel Hacke spricht hier Themen an, die wirklich momentan sehr im Argen liegen und die dringend überdacht und auch ausgesprochen werden müssen, damit immer mehr Menschen wachgerüttelt werden und vielleicht doch mal anfangen, selbst nachzudenken und nicht immer nur „nachplappern“, was ihnen vorgesetzt wird.

Dieses Hörbuch ist eine schonungslose Bestandsaufnahme, wie weit es mittlerweile mit Werten wie Respekt, Wertschätzung und Anstand gekommen ist und stellt damit klar, in welchem desolaten Zustand unser menschlicher Umgang momentan ist. So gebündelt am Stück angehört, denkt man sich: In solch einer Welt will ich nicht leben! Und im nächsten Moment denkt man: Verdammt, in genau dieser Welt lebe ich!

Meiner Meinung nach ist dieses Hörbuch wirklich eine wichtige Ist-Darstellung, was Menschen sich gegenseitig antun, wenn Werte wie Anstand und Respekt als antiquiert angesehen werden und somit kaum noch Beachtung finden.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich nicht in allen Punkten mit Axel Hacke übereinstimme. Denn Zensur finde ich nicht den richtigen Weg, um Probleme aus der Welt zu schaffen.

Insgesamt aber hat mir dieses Hörbuch sehr gut gefallen und es wäre wirklich wünschenswert, dass es sich ganz viele Leute anhören.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Rolf Dobelli – Die Kunst des guten Lebens: 52 überraschende Wege zum Glück

Beschreibung
Seit der Antike haben sich Menschen immer wieder die Frage nach dem guten Leben gestellt: Wie soll ich leben? Was macht ein gutes Leben aus? Welche Rolle spielt das Schicksal? Welche Rolle spielt das Geld? Ist das gute Leben eine Sache der Einstellung oder geht es vielmehr um das Erreichen von Lebenszielen? Ist es besser, nach Glück zu streben oder Unglück zu umschiffen? Jede Generation stellt sich diese Fragen neu. Die Antworten sind im Grunde stets enttäuschend. Warum? Weil man immer auf der Suche nach dem einen Prinzip ist, dem einen Grundsatz, der einen Regel. Doch diesen heiligen Gral des einfachen Weges gibt es nicht.

Auf verschiedenen Gebieten fand in den letzten Jahrzehnten eine stille Revolution des Denkens statt. In den Wissenschaften, in der Politik, in der Medizin und in vielen anderen Bereichen hat man erkannt: Die Welt ist viel zu kompliziert, als dass wir sie mit einer großen Idee oder einer Handvoll Prinzipien erfassen könnten. Wir brauchen einen Werkzeugkasten von mentalen Modellen, um die Welt zu verstehen. Es ist an der Zeit, einen solchen Werkzeugkasten auch für das praktische Leben zusammenzustellen. Voilà. Hier finden Sie 52 gedankliche Werkzeuge, die Ihnen ein gutes Leben zwar nicht garantieren, es aber wahrscheinlicher machen.

Sprecher
Frank Stöckle

Länge
6 h 47 m

Meine Meinung
Rolf Dobelli schreibt in diesem Buch: „Es interessiert mich nicht mehr, was meine Leser von meinen Büchern denken oder ob sie ihnen gefallen“. Nun gut, wenn das so ist, muss ich ja auch kein Blatt vor den Mund nehmen. Interessiert ihn ja eh nicht – meine unbedeutende Meinung. Und da wären wir schon beim 1. Kritikpunkt: Immer und immer wieder hämmert er einem ein, dass es völlig unbedeutend ist, was man tut. Denn in 100 Jahen würde das eh keinen mehr interessieren. Letzteres ist sicherlich in den meisten Fällen richtig. Doch vielleicht interessiert es gerade jetzt einen interessierten Hörbuchhörer, der sich überlegt, dieses Hörbuch zu kaufen.

Meine Meinung dazu: Wenn du im Geld schwimmst und dir keinerlei Gedanken um deine Existenzsicherung machen musst, dann nur zu. Dann sind vielleicht die ein oder anderen recht netten Gedanken für dich dabei.

Falls du aber zu der Gesellschaftsschicht zählt, die täglich hart für ihr Geld arbeiten muss und sich nicht immer und zu jeder Zeit alles leisten kann, dann lass dir gesagt sein: Finger weg von diesem Buch! Es macht dich nur wütend und letztendlich ärgerst du dich, dein hart verdientes Geld in solch ein Werk investiert zu haben. Wie du mit solchen Tipps zu einem guten Leben kommen willst, ist mir jedenfalls schleierhaft.

Das fängt schon gleich ungefähr so an: „Ob ein Bier nun 2 Euro mehr oder weniger kostet, interessiert mich nicht mehr. Die Kurse meiner Aktien schwanken täglich wesentlich höher, also ist es unbedeutend.“ Für ihn mag das zutreffen, ich besitze nicht eine einzige Aktie. Mein Fazit: Wie der Aktienkurs schwankt, interessiert mich nicht. Ob das Bier 2 Euro mehr oder weniger kostet hingegen schon.

Eine weitere Aussage von Dobelli: „Geld macht nicht glücklich.“ Doch sein absoluter Guru – Waren Buffet – , den er ständig zitiert und für alle möglichen Gedankengänge her nimmt, scheint sein größtes Vorbild zu sein. Jeder weiß, dass Warren Buffet wirklich ein „armer Schlucker“ ist. Welch ein Zufall.

Dann noch das Beispiel mit den Bewerbern: Aus Unternehmersicht: Wenn du 100 Bewerber hast, interviewe die ersten 37 und notiere dann den Besten aus dieser Gruppe. Dann die nächsten 37 und nochmals. So wirst du den besten Arbeitnehmer finden. Ganz einfach. Da mag ja vielleicht was dran sein – das kann ich nicht beurteilen. Er hat es auch mit einer mathematischen Formel belegt: Anzahl der Bewerber durch e. Doch dann kommt wieder der Gipfel der Abgehobenheit: „Auch Sie als Bewerber schlagen viel zu schnell zu, wenn Ihnen einen Job angeboten wird.“ Seine Aussage in etwa: „Suchen Sie sich unter 10 Jobs den besten aus, lassen Sie sich Zeit bei Ihrer Entscheidung. Überstürzen Sie nichts!“ Aha. Mich würde ja interessieren, wie der Planet heißt, auf dem Herr Dobelli wohnt.

Oder dann seine Aussage: „Allgemeinbildung braucht man heute nicht mehr. Spezialisieren Sie sich auf einem Gebiet, das Sie wirklich gut können und lernen Sie hier immer mehr hinzu. Aber um Gottes willen schauen Sie nicht über den Tellerrand! Das überfordert Ihre geistige Kapazität und bringt Ihnen gar nichts.“ Weiter sagt er: „Sie sind kein Steinzeitmensch mehr, als alle ihre Äxte und Beile selbst herstellten – es keinen Beilhersteller gab, zu dem man ging, um sich ein neues Beil zu kaufen. Die Zeiten sind vorbei. Sie müssen sich spezialisieren auf Teufel komm raus – alles andere ist uninteressant. Dafür gibt es andere Spezialisten“ – man könnte auch sagen: Fachidioten.

Lieber Herr Dobelli, ein Blick über den Tellerrand würde gerade Ihnen nicht schaden. Dann würden Sie vielleicht plötzlich erkennen, dass die Welt um Sie herum anders tickt, als Sie es sich in Ihrem Schreibzimmer vorstellen mögen. Ich mal mir die Welt, wie sie mir gefällt, bei Pipi Langstrumpf geht das durch. Aber hier?

Was mich auch noch furchtbar aufregte war seine Aussage über namhafte Erfinder und deren absolute Entwertung. „Hätte er es nicht erfunden, hätte es ein anderer getan. Unsere Welt sähe heute ganz genauso aus.“ Hier hat er etliche Beispiele aufgeführt. Mit jedem Namen wurde ich entsetzter. Er banalisiert deren Entdeckungen, Erfindungen und Genialitäten zu Unwichtigkeiten, mein Gott, es scheint ihn tatsächlich zu nerven, dass man heute noch die Namen Edison und Einstein kennt. Aber er ist sich ja sicher: In 100 Jahren hat es damit auch ein Ende und keiner kennt mehr diese Namen. Also warum anstrengen? Da sei dann mal die Frage erlaubt, ob Herr Dobelli tatsächlich glaubt, dass es Einstein oder Edison darum ging, dass die Weltbevölkerung auch in 200 Jahren noch ihre Namen kennt?

Nun gut, ich könnte hier noch einige Beispiele anführen, bei denen ich nur kopfschüttelnd zuhörte. Doch eine nette Passage gab es in diesem Buch auch. Sie ist zwar nicht neu, aber etwas nettes möchte ich doch auch schreiben. Also: Zwei Abteilungen in einem Unternehmen sind sich spinnefeind und können schon bald fast nicht mehr zusammen arbeiten, was aber sehr wichtig für das Unternehmen ist. Dann tauscht man die Abteilungsleiter aus, jeder sieht jetzt einmal die Probleme der anderen Abteilung und schon kommt mehr Verständnis auf. Ja, die Schuhe der anderen. Doch auch das ist ja nun keine neue bahnbrechende Erkenntnis, sondern ein uraltes Sprichwort…

Überhaupt sind in diesem Hörbuch kaum eigene Gedankengänge zu verzeichnen. Er erzählt eigentlich nur von diesen und jenen Personen, die diese oder jene Erfahrung gemacht haben, insbesondere natürlich Warren Buffet. Er präsentiert also so gut wie nichts eigenes, alles ist nur aus den verschiedensten Büchern zusammengesucht und vorgetragen.

Wenn man in einer finanziellen Situation ist, dass man ein Ein-Millionen-Euro-Projekt (seine Aussage: er sollte eine Biografie schreiben) ablehnen kann, weil es einem zu anstrengend ist und man aus seinem Kompetenzbereich heraustreten und mal über den Tellerrand hinausschauen müsste, dann freut mich das wirklich für denjenigen. Wenn man aber ein Buch auf den Markt bringt und es nicht kenntlich macht, dass es lediglich für die oberen 10.000 der Bevölkerung vielleicht hier und da ein paar neue Anregungen gibt, dann finde ich das gelinde gesagt unverschämt, anmaßend und egozentrisch. Doch ein Glück interessiert das alles Herrn Dobelli ja nicht mehr. So what?

Mich hingegen interessieren ab nun auch Herrn Dobellis Gedankenergüsse nicht mehr. Ganz sicher werde ich mir kein weiteres Hörbuch von ihm anhören. Ich bin nur froh, dass ich dieses Hörbuch nicht gekauft habe, sondern dass ich es geschenkt bekommen habe. Ich würde sonst um jeden einzelnen vertanen Cent weinen.

Zu dem Sprecher Frank Stöckle möchte ich sagen: Er hat die selbstverherrlichende Überheblichkeit des Autors sehr gut vertont.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals solch einen Verriss geschrieben zu haben. Denn einen gewissen Respekt vor den Autoren und deren Mühe sollte man meiner Meinung nach immer haben. Doch da es auch ihm absolut an Respekt vor seiner Hörer-/Leserschaft fehlt, darf man das dann schon mal tun.

Ps.: Seine Aussagen habe ich aus dem Gedächtnis rezitiert, kann also sein, dass das ein oder andere Wort etwas anders lautete.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Gregor Gysi – Ein Leben ist zu wenig: Die Autobiographie

Beschreibung
So offen und persönlich wie noch nie: die Autobiographie!

Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. Hier erzählt er von seinen zahlreichen Leben: als Anwalt, Politiker, Autor, Moderator und Familienvater. Seine Autobiographie ist ein Geschichts-Buch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht.

Kaum ein deutscher Politiker wurde so geschmäht, kaum einer schlug sich so erfolgreich durchs Gestrüpp der Anfeindungen – hin zu einer anerkannten Prominenz: In seiner Autobiographie erzählt Gregor Gysi von seiner Kindheit und Jugend, schildert seinen Weg zum Rechtsanwalt, gibt Einblicke in sein Verhältnis zu Dissidenten („Bahro war mein spannendster Fall.“) und in die Spannungsfelder an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion. Vor allem aber berichtet er von der erstaunlichen Wendung, die sein Leben mit dem Herbst 1989 nahm: Der Jurist wird Politiker. „Einfach wegrennen, das wollte ich nie“, sagt Gysi und trifft damit einen Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten.

Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben, und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören.

„Mit Namen will ich nicht langweilen, und merken kann man sich das eh alles nicht. Erstaunlich, was sich im Laufe so vieler Jahre alles ereignet, wer auf wen treffen und welche Zufälle einander kreuzen müssen, damit irgendwann das eigene Leben entstehen und hervortreten kann.“ aus: „Ein Leben ist zu wenig“

Sprecher
Gregor Gysi

Länge
7 h

Meine Meinung
Ich fand diese Autobiografie äußerst interessant. Besonders spannend fand ich, wie es dazu kam, dass er Vorsitzender der SED-PDS-Partei wurde. Das erklärte für mich vieles, was mir nicht bekannt war. Wie er sich dann politisch und auch persönlich weiterentwickelte finde ich äußerst interessant und ja auch bewundernswert.

Diese Autobiografie ist sehr kurzweilig geschrieben, viele Anekdoten aus einem spannenden und aufreibenden Leben erzählt er hier. Und immer kommt auch sein Humor zum Vorschein. Gerade die abschließenden Worte des Hörbuches haben mich laut auflachen lassen.

In meinen Augen ist er ein Mann und vor allem ein Politiker mit Rückgrat. So mancher aktueller Politiker könnte sich hier gerne etwas abschauen. Namen möchte hier nicht nennen, die kann sich wohl jeder selbst denken.

Da es ja nun natürlich auch ein politisches Buch ist, das auch eindeutig in eine politische Richtung deutet, möchte ich hier nicht unbedingt eine Hörempfehlung für alle aussprechen. Doch wer sich für die jüngere Deutsche Geschichte hautnah interessiert, der sollte sich dieses wirklich interessante Hörbuch nicht entgehen lassen.

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass er das Hörbuch selbst gesprochen hat. Das machte die Autobiografie sehr authentisch.

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Auch interessant in diesem Zusammenhang:

Elisabeth Sandmann – Der gestohlene Klimt – Wie sich Maria Altmann die goldene Adele zurückholte

Beschreibung
Die wahre Geschichte einer unglaublichen Frau, die sich nicht beirren lässt und in einem fast aussichtslosen Kampf am Ende gewinnt und Gerechtigkeit erfährt.

Mitten im Ersten Weltkrieg wird Maria Altmann in Wien in eine wohlhabende jüdische Familie hineingeboren. Ihre Tante Adele Bloch-Bauer geht bei dem Maler Gustav Klimt ein und aus, der sie 1907 porträtiert: das berühmte Bildnis der Goldenen Adele! Mit dem Einmarsch der Nazis wird der gesamte Besitz geraubt und den Bloch-Bauers bleibt von der einstmals großen Kunstsammlung buchstäblich nichts. Als sich die Erben nach 1945 um eine Rückgabe bemühen, sehen sie sich konfrontiert mit Lügen und Intrigen, die sie in ihrem vollem Ausmaß erst 50 Jahre später erkennen. Maria Altmann beschließt mit fast 84 Jahren den Staat Österreich von den USA aus zu verklagen, um die gestohlenen Klimt-Bilder zurückzubekommen.

Elisabeth Sandmann, Verlegerin des gleichnamigen Verlags, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema der gestohlenen Kunstwerke. Die ausgezeichnet recherchierte Geschichte wird von Lilly Forgách berührend und fesselnd gesprochen – spannend bis zur letzten Minute.

Sprecher
Lilly Forgách

Länge
153 m

Meine Meinung
Restitution, was bedeutet das eigentlich? Laut Wikipedia: „Unter Restitution versteht man die Rückerstattung geraubter, enteigneter und zwangsverkaufter Kulturgüter.“

Dass sich die Nazis im zweiten Weltkrieg mit großer Gier an die Besitztümer der Juden heranmachten und sich alles unter den Nagel rissen, was sie kriegen konnten, ist wohl weitläufig bekannt. Dass dies nicht rechtmäßig sein kann, versteht sich von selbst. Doch die Gesetzeslage sah dies lange Zeit nicht so.

In diesem äußerst interessanten Hörbuch erzählt Elisabeth Sandmann vom Kampf der Maria Altmann, deren jüdische Familie in Wien all ihrer Besitztümer beraubt wurde. Darunter auch ein Gemälde von Gustav Klimt, welches der Künstler von Marias Tante Adele Bloch-Bauer angefertigt hatte. Bekannt ist dieses Gemälde als „Die goldene Adele“. Eines der bedeutensten Werke von Klimt.

Sehr spannend werden hier die Anstregungen erzählt, die Maria aus den USA heraus unternimmt, um an eben dieses Gemälde zu gelangen. Österreich stellt sich jedoch quer, sieht sich als rechtmäßigen Besitzer des Gemäldes und Österreich spielt auf Zeit. Denn Maria ist natürlich schon recht betagt, als sie den Prozess anstrebt. Die ausschlaggebende Wende kommt durch das Testament Adeles ans Licht. Doch als dann letztendlich ein Schiedsgericht bestehend aus drei österreichischen Richtern besteht, dachte ich, nun sei alles verloren, alle Mühe vergebens gewesen. Doch manchmal siegt doch die Gerechtigkeit – auch wenn es über ein halbes Jahrhundert dauert.

Lilly Forgách als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen.

Es gibt einen Film über eben dieses Thema. Er heißt „Die Frau in Gold“ und ist eine sehr gute Verfilmung, die sich fast 1:1 mit Hörbuch deckt. Natürlich bekommt man im Hörbuch noch mehr Details mitgeteilt, doch der Film ist auch durchaus sehr beeindruckend und empfehlenswert.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Bonnevoice-Hörbuchverlag Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Elisabeth Sandmann – Der gestohlene Klimt – Wie sich Maria Altmann die goldene Adele zurückholte

Herzlichen Dank an den Bonnevoice-Hörbuchverlag für das Rezensionsexemplar!

Ranga Yogeshwar – Nächste Ausfahrt Zukunft: Geschichten aus einer Welt im Wandel

Beschreibung
Ein neuer und frischer Blick auf unsere Welt im Wandel: Für Ranga Yogeshwar ist die eigene unmittelbare Erfahrung entscheidend. Aus dieser Sicht blickt der bekannte Wissenschaftsjournalist auf eine zunehmend globalere Welt, die digitalen Umbrüche oder die Veränderungen der Medien, betrachtet die neue Rolle der Frau oder den Wert alter Kulturgüter. In dieser Welt des Umbruchs gibt es durchaus besorgniserregende Entwicklungen.

In einigen Bereichen wird es dringend Zeit, dass wir den momentan eingeschlagenen Kurs überdenken und ändern. Doch ein reflektierter Fortschritt birgt auch eine großartige Chance: Zum ersten Mal in der Geschichte ist es uns möglich, die eigene Welt auf direkte Weise zu verändern.

Ein informatives, aber auch sehr unterhaltsames Hörbuch.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Ranga Yogeshwar

Länge
12 h 17 m

Meine Meinung
In diesem sehr interessanten Buch spricht Ranga Yogeshwar sehr viele Themen an. Diese hier nun alle auch nur kurz anzusprechen, wäre wirklich zu viel des Guten. Deshalb halte ich mich hier absolut kurz: Höre es dir an! Es ist sachlich fundiert, kurzweilig und interessant geschrieben und auch gesprochen und es bleibt einem wirklich lange im Gedächtnis. Es rüttelt einen wach für einige Entwicklungen in unserer Welt, die man normalerweise einfach nur registriert, aber sich vielleicht nicht weiter Gedanken darüber macht. Ranga Yogeshwar greift hier viele (natürlich lange nicht alle – wie auch) solcher Themen auf und rüttelt an unserem Verstand.

Eine klare Hörempfehlung von mir.

Seiner Stimme lausche ich auch sehr gerne. Sehr kultiviert, deutlich und sehr sympathisch finde ich seine Art, zu sprechen. Was ich witzig fand: Ich weiß nicht, wie du „Qu“ aussprichst. Also bei mir klingt das dann  ausgesprochen wie ein „Kw“. Doch er spricht es wirklich wie ein „Qu“ aus. Doch dies ist nur etwas, das mir aufgefallen ist. Es ist keineswegs eine Kritik.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ranga Yogeshwar – Nächste Ausfahrt Zukunft: Geschichten aus einer Welt im Wandel