Joy Fielding – Solange du atmest

Beschreibung
Als Psychotherapeutin mit eigener verkorkster Familiengeschichte glaubt Robin, alle menschlichen Abgründe zu kennen. Doch dann erhält sie eines Tages einen Anruf, der sie völlig aus der Fassung bringt: Jemand habe brutal auf ihren Vater, seine neue Frau Tara und deren Tochter geschossen. Tara erliegt kurz darauf ihren Verletzungen. Robin macht sich auf den Weg in ihren Heimatort. Ihr ist klar, dass es viele Menschen gibt, die einen Grund hätten, ihren Vater zu hassen – allen voran ihre eigene Familie. Aber was für ein Monster schießt auf eine Zwölfjährige?

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Petra Schmidt-Schaller

Länge
10 h 53 m

Meine Meinung
Schon lange habe ich kein Hörbuch mehr von Joy Fielding gehört. Mit ihrem Buch „Solange du atmest“ hatte ich sie dann doch wieder auf meinem Player. Doch schon nach den ersten 3 Stunden überlegte ich, sie wieder herunterzulöschen.

Ich habe selten ein Buch gehört, dass so vollgestopft ist mit wirklich sinnlosen Dialogen. Doch nicht nur völlig sinnlose Dialoge gibt es hier zuhauf, auch Dialoge, die gar keine sind, sondern einfach nur Wiederholungen des zuvor gesagten mit einem Fragezeichen am Ende versehen, füllen dieses Buch. Also einfallsloser geht es kaum noch.

Ich haderte wirklich sehr oft mit mir, ob ich mir das überhaupt weiter anhören sollte. Doch ich hörte weiter, da ich auf ein fulminantes Ende hoffte. Doch auch das Ende fand ich echt nicht gut. Völlig unglaubwürdig in meinen Ohren.

Ja, und als Krönung fand ich auch die Sprecherin nicht so gut. Sie übertrieb es sehr oft mit ihren Emotionen, was das Zuhören zusätzlich erschwerte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Joy Fielding – Solange du atmest

Siehe auch:

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Ruth Ware – Woman in Cabin 10

Beschreibung
Die Journalistin Lo Blackwood nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs an der norwegischen Küste teil. Ein wahrgewordener Traum. Doch in der ersten Nacht erwacht sie von einem Geräusch aus der Nachbarkabine. Sie hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres, ungefähr von der Größe eines menschlichen Körpers. Und die Reling ist blutverschmiert. Lo alarmiert den Sicherheitsoffizier: Die Kabine ist leer. Keine Kleider, kein Blut, und vor allem kein Eintrag ins Passagierregister. Die Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben…

Sprecher
Julia Nachtmann

Länge
11 h 02 m

Meine Meinung in Kürze
Es ist nun schon etwas her, dass ich dieses Hörbuch gehört habe. Eins vorneweg: Es hat mir besser gefallen, als „Im dunklen, dunklen Wald“. Ich fand die Story über weite Strecken sehr spannend, wenn es auch immer wieder sehr langatmige Szenen gab.

Was denn auf dem Kreuzfahrtschiff passiert ist, wollte ich wirklich wissen. Denn sehr seltsam erschienen die Ereignisse durchaus. Wie sich das dann alles entwickelte, hat mir ziemlich gut gefallen, auch wenn es einige Schwachstellen gibt. Insgesamt bin ich sehr zuversichtlich, dass das 3. Buch, welches Ruth Ware hoffentlich schreiben wird (oder schon geschrieben hat?) dann ein voller Erfolg werden wird. Denn eine Verbesserung vom 1. zum 2. Buch finde ich durchaus bemerkenswert.

Julia Nachtmann war wieder sehr gut. Ich mag ihre Stimme einfach und ihre Art, die Sätze zu sprechen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei der D>A<V oder auch bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ruth Ware – Woman in Cabin 10

Herzlichen Dank an D>A<V für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch:

Alice Feeney – Manchmal lüge ich

Beschreibung
Amber ist 35 und mit Paul verheiratet, als eine Nacht ihr Leben schlagartig verändert. Seitdem liegt sie im Koma. Sie kann sich nicht erinnern, was ihr zugestoßen ist, doch sie nimmt alles um sich herum wahr. In ihrem Körper gefangen, ist sie auf die Gespräche ihrer Besucher angewiesen. Statt Antworten zu finden, stellen sich Amber immer mehr Fragen: Was geschah, nachdem sie ihre Jugendliebe zufällig wiedersah? Hat sie den Autounfall in der Weihnachtsnacht wirklich selbst verursacht? Nichts ist gewiss, nur eines weiß Amber: Die Gefahr ist nicht gebannt, jemand bedroht ihr Leben. Und um sich zu retten, muss sie aus dem Koma erwachen.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Vanida Karun

Länge
9 h 29 m

Meine Meinung in Kürze
„Manchmal lüge ich“ ist ein eher lahmer Thriller, bei dem man lange, sehr lange rätselt und auf Spannung wartet. Dann kommt eine Wendung, die ich gleich drei Mal hören musste, um sie wirklich glauben zu wollen. Mir kam es etwas zu konstruiert vor, aber vielleicht bin ich hier auch etwas zu streng. Aber so richtig glaubhaft fand ich es einfach nicht.

So wirklich überzeugen konnte mich dieser Thriller nicht. Es war eher eine unaufgeregte Berieselung, bei der man auf den echten Thrill vergeblich wartet.

Vanida Karun hingegen hat mir sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Alice Feeney – Manchmal lüge ich

Petra Hammesfahr – Hörig

Beschreibung
Für die Presse war er ein Dämon, für Patrizia die große Liebe. Als Heiko Schramm nach einem schweren Raubüberfall zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, brach für sie die Welt zusammen. Erst viel später akzeptierte sie, was alle zu wissen glauben: Dass Heiko sie nie geliebt und nur benutzt hat. Nun, sieben Jahre später, steht er vor ihrer Tür. Beteuert seine Liebe und bittet sie, mit ihm zu kommen. Während ihre Familie alle Hebel in Bewegung setzt, um sie zu finden, erkennt Patrizia nach und nach die Wahrheit…

Sprecher
Nicole Engeln

Länge
7 h 45 m

Meine Meinung
Dieses Hörbuch zu beschreiben, finde ich ziemlich schwierig. Denn die Protagonistin ist in meinen Augen eine sehr schwache Person, die sich von allen Menschen alles vorschreiben lässt und ihnen immer glaubt, egal was man ihr erzählt. Also eine Person, die sehr wenig Selbstvertrauen hat. Und was ihr über Jahre von ihrem Mann eingebläut wurde, nimmt sie als Rettungsanker, als ihr ehemaliger Geliebter aus dem Knast entlassen wird und zu ihr nach Hause kommt und sie mitnimmt – also entführt. Doch sie wehrt sich nicht. Sie vertraut auf ihren Ehemann, das Genie – einst ihr Psychotherapeut.

Die Gedankengänge von Ed – also dem Ehemann und Psychotherapeut – fand ich stellenweise schon ziemlich anstrengend. Doch so sind vermutlich Psychotherapeuten, das kann ich nicht beurteilen.

Das Hörbuch fand ich zwar recht interessant anzuhören, jedoch konnte es mich trotzdem nicht überzeugen. Es ist recht kurzweilig und sowieso sehr kurz mit seinen knapp 8 Stunden, so dass man es schnell durchgehört hat. Doch eine wirkliche Hörempfehlung möchte ich nicht dafür aussprechen. Petra Hammesfahr hat schon bessere Geschichten erzählt.

Nicole Engeln fand ich ganz ok, wenn auch vielleicht etwas zu streng und somit nicht ganz passend zu der unsicheren Protagonistin.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Petra Hammesfahr – An einem Tag im November

Siehe auch:

Tess Gerritsen – Blutzeuge (Maura Isles / Jane Rizzoli 12)

Beschreibung
Sie haben das Böse gesehen – und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen.

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Tanja Geke, Britta Steffenhagen

Länge
10 h 50 m

Meine Meinung
Dieser Thriller hat es wirklich in sich. War mir die Geschichte über eine lange Zeit sehr rätselhaft, wurde ich am Ende wirklich sehr überrascht. Zwar ahnte ich zunehmend etwas, doch so wirklich greifbar wurde es für mich erst recht spät. Die Entwicklung der Geschehnisse bis dahin fand ich sehr kurzweilig und interessant und die Auflösung kam dann auch logisch daher, auch wenn man das lange Zeit so niemals erwartet hätte. Also ich zumindest nicht.

Hatten mir die letzten Bücher von Tess Gerritsen nicht mehr so gut gefallen, so fand ich „Blutzeuge“ endlich mal wieder richtig klasse.

Auch die neuen Sprecherinnen waren mir viel angenehmer als Mechthild Großmann. Mit ihr habe ich meist meine Probleme. Doch diese beiden – Tanja Geke und Britta Steffenhagen – fand ich wirklich sehr gut für diese Geschichte.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Tess Gerritsen – Blutzeuge

Siehe auch:

Menger, Strohmeyer, Weber – Monster 1983 – Die komplette 3. Staffel

Beschreibung
Amy ist zurück in Harmony Bay – und mit ihr das Monster. Cody weiß, dass seine kleine Tochter eine Gefahr für die gesamte Stadt darstellt, und trotzdem kann er es nicht zulassen, dass irgendjemand ihr etwas antut. Eine echte Zerreißprobe bahnt sich an.

Als sich unter den Einwohnern der kleinen Küstenstadt ein merkwürdiges Virus verbreitet, das die Betroffenen unkontrollierbar macht, scheint der Nachtmahr allerdings nicht mehr die einzige Gefahr zu sein. Sheriff Landers muss handeln, um seine Stadt zu retten – und trifft dabei eine folgenschwere Entscheidung…

Sprecher
David Nathan, Luise Helm, Simon Jäger, Nana Spier, Ekkehardt Belle, Andreas Fröhlich  u. a.

Länge
11 h 07 m

Meine Meinung
Die 3. Staffel von Monster 1983 ist eine phantastische Fortführung der vorherigen beiden Staffeln. Spannend, gruselig, kurzweilig und garantiert gut zum Mitzittern! Es war ein krönender Abschluss einer bombastisch gut produzierten Serie.

Ich könnte mir diese Trilogie übrigens sehr gut als TV-Produktion in Serie vorstellen. Selbst ich würde mich dann mal vor den Fernseher setzen und mir das anschauen.

Zu den vielen Sprechern kann ich mich nur wiederholen. Sie waren einfach allesamt erste Sahne.

Insgesamt kann ich Monster 1983 allen ans Herz legen, die es gerne gruselig, spannend und interessant mit dem nostalgischen Flair der 1980er Jahre mögen. Ich finde an dieser Produktion wirklich absolut nichts, was zu bemängeln wäre.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Menger, Strohmeyer, Weber – Monster 1983: Die komplette 3.  Staffel

Siehe auch:

Jeffery Deaver – Der talentierte Mörder (Lincoln Rhyme 12)

Beschreibung
Zwei Wochen nach einem brutalen Mord in Manhattan ist Detective Amelia Sachs dem vermeintlichen Killer dicht auf den Fersen. Sie liefert sich mit ihm eine Verfolgungsjagd in einem Einkaufszentrum in Brooklyn, als es dort zu einem technischen Defekt an einer der Rolltreppen kommt – mit verheerenden Folgen. Die Stufen brechen ein, ein Mann stürzt und wird vom Getriebe zerquetscht.

Kurz darauf erkennen Amelia und ihr Partner Lincoln Rhyme, dass es sich bei dem Ereignis keineswegs um einen Unfall handelte. Der Täter verwandelt Alltagsgegenstände und intelligente Technologien in Mordwaffen – und er plant offensichtlich weitere Anschläge.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
15 h 45 m

Meine Meinung
Seit langer Zeit habe ich mal wieder einen Deaver gehört. Eigentlich geht mir Lincoln Rhyme meist recht schnell auf die Nerven mit seiner überbordenden Schlauheit. Doch hier fand ich ihn tatsächlich ganz erträglich.

Der neueste Fall befasst sich mit einem interessanten und äußerst aktuellen Thema. Nämlich dem Internet der Dinge und den Gefahren, die mit allem Luxus und aller Bequemlichkeit einhergehen. Dieses Thema hat Deaver sehr gut ausgearbeitet und in einen spannenden Thriller gepackt.

Besonders gut haben mir hier zwei Charaktere gefallen: Da haben wir zum einen Vernon, der sehr groß, sehr dürr und dabei immer äußerst hungrig ist.
Auch die Praktikantin von Lincoln Rhyme war toll. Sie konnte Rhyme tatsächlich öfter Paroli bieten, was stellenweise zu sehr amüsanten  Dialogen führte.

Dann gibt es hier noch einige Nebenschauplätze, die aber auch durchweg rätselhaft und interessant in die Geschichte eingewoben wurden.

Auch glänzt diese Geschichte durch sehr spannende Szenenbeschreibungen! Doch hierzu will ich gar nicht zu viel verraten. Aber stellenweise schwitzte ich Blut und Wasser beim Lauschen der Geschehnisse.

Die Auflösung kam dann sehr abrupt. Gut. Ich war darüber sehr überrascht! Mein erster Gedanke war: Nein, das ist jetzt nicht Deavers Ernst. Kurz darauf folgten noch einige Erklärungen, die dann doch alles wieder logisch erscheinen ließen. Die Quintessenz für mich persönlich: Ich habe halt einfach nicht die Klasse von Lincoln Rhyme.

Dietmar Wunder als Sprecher fand ich wieder sehr gut. Ihn mag ich als Sprecher einfach sehr gerne.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Jeffery Deaver – Der talentierte Mörder

Siehe auch:

Lincoln Rhyme-Reihe:

Kathryn Dance-Reihe: 

Andere

Stephen King, Owen King – Sleeping Beauties

Beschreibung
Alle Frauen im Dornröschenschlaf – und der Männeralbtraum beginnt.

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten.

Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, der abgeschlachtet gehört? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt.

Sprecher
David Nathan

Länge
27 h 40 m

Meine Meinung
Was habe ich mich auf dieses Hörbuch gehört. Und was bin ich nun enttäuscht, da ich es nach „gefühlt 100 Stunden“ endlich fertig gehört habe.

Doch eins nach dem anderen.

Den Einstieg in diese Geschichte fand ich schon außergewöhnlich schwierig. Meistens bin ich von Kings Geschichten sofort gefesselt und fühle mich mittendrin im Geschehen. Doch hier fiel mir schon der Einstieg sehr schwer. Es wird geredet und geredet und passiert: Nichts. Okay, dachte ich, dauert dieses Mal halt etwas länger, bis du in die Story findest. Kann ja vorkommen. Ich hörte also weiter.

Kurz vor dem Ende des ersten Drittels (!) empfand ich die Geschichte dann etwas besser, jetzt passierte auch endlich die ein oder andere Begebenheit. Doch die Spannung war immer noch nicht spürbar. Zumindest war aber schon mal meine  Neugierde gekitzelt.

Also weiter mit dem zweiten Drittel. Hier wurde es dann echt strange. Ok, das ist ja nichts ungewöhnliches bei King, strange sind seine Bücher ja alle. Eben das macht seine Geschichten ja auch so außergewöhnlich. Doch zunehmend wurden die Männer immer primitiver, entwickelten sich in Windeseile zurück in eine Entwicklungsstufe, die schon etliche 1000 Jahre zurückliegen dürfte und ergaben sich dem Suff. Ausnahmen bestätigten natürlich die Regel – aber die meisten waren einfach nur noch betrunken und dumm.

Bei den Frauen war es nicht der Alkohol, hier waren es andere Drogen aller Art, insbesondere Aufputschmittel, um bloß nicht einzuschlafen.

Was soll ich denn davon halten? Die eine Hälfte der Menschheit betrunken, die andere auf irgendeinem Trip unterwegs. Gut letzteres wurde nicht ganz so exzessiv beschrieben, wie der männliche Part, doch sehr viel Vernünftiges brachten die völlig übermüdeten und erschöpften Frauen auch nicht mehr zustande – also die wenigen, die überhaupt noch wach waren.

Einzig Evie gab einem Rätsel auf. Denn sie konnte einschlafen und aufwachen wie immer, hatte magische Kräfte, wusste alles – wirklich alles. Da wollte ich schon wissen, was es denn mit ihr auf sich hat. Doch auch hier wurde ich letztendlich enttäuscht – wie ich insgesamt diese Geschichte eine ziemliche Enttäuschung fand.

Diese überbordende Fülle an Klischees fand ich wirklich äußerst anstrengend, die unzähligen Wiederholungen waren mehr als nervig und mit über 27 Stunden war dieses Werk eindeutig um mindestens die Hälfte zu lang.

Ich finde es wirklich sehr, sehr schade. Denn das gewählte Thema hatte sehr viel Potential, um eine wirklich interessante Story daraus zu machen. Stattdessen verpufft hier alles in Staub und Asche und zurück bleibt einzig der Gedanke: Diese über 27 Stunden hätte ich besser nutzen können.

David Nathan war natürlich wieder grandios. Er war der einzige Grund, warum ich dieses „Drama“ überhaupt durchhielt. Ohne ihn hätte ich vermutlich nach der Hälfte resigniert und das Hörbuch gedanklich in den Tiefen der Appalachen begraben.

Und nun komme ich wirklich zum schwierigsten Teil. Wie bewerte ich dieses Hörbuch denn nun? David Nathan bekommt fünf Punkte – keine Frage. Doch die Story? Bei der Geschichte schwanke ich nun zwischen einem und zwei Punkten. Und das kam ja wirklich seit Urzeiten nicht mehr bei mir vor, dass ich einer Geschichte eine derart schlechte Note gab.

Da ich das Thema an sich wirklich gut fand, entscheide ich mich nun letztendlich für zwei Punkte. Sehr schwache zwar, aber doch zwei Punkte. Was für eine Schande. Doch es gab schon früher die eine oder andere Geschichte, dir mir von King nicht gefiel. Das ist zwar eher selten, aber kam schon vor.

Schade finde ich, dass dies die erste Geschichte ist, die Vater und Sohn zusammen geschrieben haben. Owen King schreibt normalerweise unter dem Pseudonym Joe Hill.  Fireman, was ich bis jetzt vom ihm hörte, hatte mir sehr gut gefallen.

Abschließende Gedanken: Wie immer, gilt auch bei diesem Hörbuch, sich seine eigene Meinung zu bilden. Denn ich habe auch durchaus sehr positive Rezensionen dazu gelesen. Mir persönlich ist zwar ein Rätsel, wie diese zustande gekommen sind, aber die Geschmäcker sind verschieden. Und das ist auch gut so.

Mein herzlicher Dank geht an Random House für das Rezensionsexemplar!

Siehe auch:

Kazuaki Takano – 13 Stufen

Beschreibung
Das Erstlingswerk von Kazuaki Takano, der mit „Extinction“ weltberühmt wurde.

Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Kihara und der auf Bewährung entlassene Jun’ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Bestsellerautor Kazuaki Takano erzählt eine fesselnde Geschichte voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten bis hin zum furiosen Showdown.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Sascha Rotermund

Länge
10 h 05 m

Meine Meinung
Als ich vor knapp 3 Jahren „Extinction“ von Kazuaki Takano gehört hatte, war mir schon klar: Dieser Schriftsteller gefällt mir. Jetzt wurde sein Erstlingswerk veröffentlicht. Selbstverständlich landete „13 Stunden“ sofort auf meinem Player.

Dieses Hörbuch ist ganz anders, als sein Bestseller. Aber nicht minder gut! Es gibt hier wesentlich weniger Akteure, doch die, die man kennenlernt, lernt man umso intensiver kennen. In der Hauptsache geht es hier darum, einen wegen Mordes zum Tode verurteilten Mann von dem Strick zu retten, in dem man seine Unschuld beweist. Ein Unbekannter beauftragt einen Anwalt damit, einen Gefängniswärter und einen auf Bewährung entlassenen Mörder dazu zu bringen, diese Aufgabe zu übernehmen. Es winkt eine enorm hohe Erfolgsprämie.

Beide haben ihre guten Gründe, diesen Auftrag anzunehmen. Doch sie haben nur noch drei Monate Zeit, die Beweise, die immerhin schon seit 10 Jahren unentdeckt blieben, doch noch ans Tageslicht zu bringen. Gar nicht so einfach.

Mit immer wieder überraschenden Wendungen wurde ich hier über 10 Stunden in diese schwierige Aufgabe mit einbezogen. Ich begleitete die beiden Herren bei der akribischen Suche und belauschte ihre Gedanken und Gespräche über die Todesstrafe. Und immer wieder wurde ich überrascht, was sie bei ihren Ermittlungen in Erfahrung bringen konnten.

Sehr interessant fand ich auch die Beschreibungen der Gesetzgebung in Japan. Wer nun glaubt, das sei staubtrocken, der irrt. Denn diese Beschreibungen wurden sehr geschickt in die Geschichte eingebaut, so dass sie jeweils zum richtigen Zeitpunkt erklärt wurden.

Sascha Rotermund gefiel mir von Stunde zu Stunde besser. Zunächst blieb er sehr zurückhaltend, wie die Story an sich auch. Doch je mehr Fahrt die Geschichte aufnahm, desto mehr legte sich auch der Sprecher ins Zeug.

Besonders gut haben mir bei dieser Geschichte die beiden Protagonisten gefallen. Ich fand ihre Gespräche bzgl. Schuld und Unschuld, Todesstrafe oder doch besser eine lebenslängliche Strafe und Reue oder auch nicht, äußerst interessant. Es regt selbst zum Nachdenken bezüglich des Themas Todesstrafe an. Die Beschreibungen der Gefühle waren sehr intensiv und glaubhaft dargestellt. Auch waren die sehr außergewöhnlichen Ermittlungen kurzweilig und spannend beschrieben. Es ist eine Geschichte, die einen nach einer gewissen Zeit den Player nicht mehr ausschalten lässt. Zu nervenaufreibend wird die zunehmend schrumpfende Zeit bis zur Hinrichtung. Nicht weniger spannend fand ich die Auflösung was sich damals tatsächlich zutrug.

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Jutta Profijt – Unter Fremden

Beschreibung
In der Flüchtlingsunterkunft am Niederrhein angekommen, glaubt Madiha, dem Krieg in ihrem syrischen Herkunftsdorf entkommen zu sein. Doch dann verschwindet ihr einziger Verbündeter und sie muss erkennen, dass sie auch in ihrer neuen Heimat nicht in Sicherheit ist. In ihrem neuen Krimi widmet sich die Autorin Jutta Profijt einem brandaktuellen Thema, ohne in Klischees zu verfallen. Einfühlsam erzählt sie die berührende Geschichte Madihas und begleitet sie auf ihrer gefährlichen Suche nach der Wahrheit.

Ihr ganzes Leben lang haben andere über Madiha verfügt. Ihr Vater schickt sie nach Deutschland, auf der Flucht nimmt sie ihr Landsmann Harun unter seine Fittiche und in der Flüchtlingsunterkunft angekommen wird sie als Dolmetscherin verpflichtet. Dann, eines Tages, verschwindet Harun, der Mann, der ihr während der beschwerlichen Reise das Leben gerettet hat. Während die Polizei davon ausgeht, dass Harun abgetaucht ist, glaubt Madiha nicht daran. Zumal er ihr kurz vor seinem Verschwinden seinen Spindschlüssel ausgehändigt hat: »Falls mir etwas zustößt«. In der Nacht, nachdem Madiha seinen Spind ausgeräumt und dabei mysteriöse Dokumente entdeckt hat, wird ein Brandanschlag auf sie verübt. Spätestens jetzt ist sie überzeugt, dass Harun, der vor dem Krieg Ingenieur werden wollte, um Brücken zu bauen, nicht freiwillig gegangen sein kann.

Madiha macht sich auf die gefährliche Suche – als Fremde unter Fremden.

Sprecher
Eva Meckbach

Länge
7 h 40 m

Meine Meinung
Krimis gibt es ja wie Sand am Meer. Doch dieser hier ist anders. Denn er wird aus der Sicht von Madiha erzählt. Madiha ist ein weiblicher Flüchtling aus Syrien. Die Beschreibung oben umreißt schon sehr gut, um was es in diesem außergewöhnlichen Krimi geht. Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass man als Deutscher einmal durch die Augen eines Flüchtlings Deutschland erlebt. Doch nicht nur Deutschland im Allgemeinen, sondern auch das Leben in einem Flüchtlingsheim. Klar hat man schon davon gehört, dass hier viele verschiedene Nationen und Glaubensrichtungen zusammen eingepfercht sind und dass das natürlich zu Reibereien führen kann. Doch so genau und gefühlvoll habe ich das noch nie gehört. Man hat hier einen ganz anderen Einblick in eine für uns fremde Welt und dieser Blick macht einiges wesentlich verständlicher. Denn Madiha ist zwar nicht gebildet, sie ist fest in ihren Glauben und ihre Sitten verwurzelt. Und das wird in den verschiedensten Situationen auch sehr verständlich von ihr geschildert. Bei Dingen, bei denen man sich hier nie Gedanken machen würde, gibt es in ihrer Heimat feste Regeln. Kein Wunder also, dass sie uns und wir ihnen immer noch sehr fremd sind, da ja nur recht wenig Gedankenaustausch stattfindet. Die Flüchtlinge sind nun in unserem Land, also sollen sie sich auch entsprechend verhalten. Gar nicht so einfach, wie man spätestens nach der Lektüre dieses Krimis verstehen wird.

Sehr beeindruckend fand ich auch die Entwicklung Madihas, die in dieser Geschichte nicht nur einmal über ihren eigenen Schatten und auch über ihre Glaubenssätze hinweg springen muss. Sie hat in meinen Augen eine erstaunlich positive Entwicklung gemacht. Auch die Schilderung der Freundschaft mit dem kleinen Jungen, der sie eigentlich beklauen wollte, fand ich toll beschrieben.

Doch nicht nur die vielen Einblicke in eine fremde Welt haben mich hier begeistert. Auch der Kriminalfall, den es hier zu lösen gilt, ist äußerst interessant, kurzweilig und spannend erzählt. Zwar am Ende zunächst verstörend, doch andererseits auch wieder Hoffnung gebend. Vielleicht ist es ja nur Wunschdenken von Jutta Profijt, doch nachvollziehbar und ja auch durchaus stellenweise wünschenswert finde ich es schon.

Zum Thema Action möchte ich zu diesem Krimi sagen: Es ist eigentlich eher ein leiser Krimi, der durch den besonderen Blickwinkel äußerst interessant wird. Doch gibt es auch einige Tote zu beklagen, die Madiha bei ihrer Suche nach Harun begleiten.

Mir hat die Mischung zwischen Krimi und Roman äußerst gut gefallen. Denn es ist endlich mal wieder ein Krimi, dessen Handlung ich nicht am nächsten Tag schon wieder fast vergessen habe. Von all den zum Zeitpunkt des Hörens zwar spannenden Unterhaltungskrimis hebt sich dieser eindeutig hervor. Denn er geht einfach tiefer, hinterlässt Spuren in den eigenen Gedanken und wirkt noch lange nach.

Eva Meckbach als Sprecherin war mir neu. Von ihr habe noch nie ein Hörbuch gehört. Doch ihre Premiere in meinen Gehörgängen hat sie bravourös gemeistert. Ich fand sie sehr passend. Ihre Stimme ist angenehmen und unaufgeregt.

Schon lange hat es kein Krimi mehr auf meine Bestenliste geschafft. Doch dieser hier ist ein klarer Fall für meine Top-Lieblings-Liste.

Langsam wird es wirklich unheimlich. Hatte ich eine ewig lange Durststrecke was wirklich außergewöhnliche Hörbücher betrifft, ist dies nun schon das 4. innerhalb kürzester Zeit. Ich bin begeistert!

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei „Der Audio-Verlag“ Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jutta Profijt – Unter Fremden

Herzlichen Dank an den Audio-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Siehe auch: