Steffen Jacobsen – Lüge (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 3)

Beschreibung
Die dänische Gesellschaft Nobel Oil kennt keine Skrupel, sich die gigantischen Rohstoffvorkommen in der grönländischen Diskobucht zu sichern. Die Einwohner sind alarmiert, Umweltaktivisten agieren zunehmend rabiat. Als der Chef-Geologe des Bohrungsgeländes tot aufgefunden wird und ein USB-Stick mit brisanten Informationen verschwindet, werden Kommissarin Lene Jensen und Ermittler Michael Sander angeheuert, den Fall aufzuklären. Alle Spuren verweisen auf einen Täter aus der militanten Umweltaktivisten-Szene. Doch scheinen diese Hinweise fingiert zu sein, und Jensen und Sander beginnen, auf eigene Faust zu ermitteln. Bis sie erkennen, dass sie nur Bauernopfer sind in einem unerbittlichen Kampf um Geld, Prestige und Macht.

Sprecher
Josef Vossenkuhl

Länge
12 h 18 m

Meine Meinung in Kürze
Dieser 3. Teil hat mir bisher am besten gefallen. Das Thema fand ich äußerst interessant und die brutale Gewalt hielt sich hier etwas in Grenzen, wenn natürlich auch dieser Teil nicht gänzlich ohne Gewalt auskommt. Aber es kommt ja immer auf die Dosis an.

Insgesamt fand ich „Lüge“ einen sehr interessanten und kurzweiligen „Öko-Thriller“, der in meinen Ohren wie im Flug verging.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Steffen Jacobsen – Lüge (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 3)

Siehe auch:

Romy Hausmann – Liebes Kind

Beschreibung
Schockierend, berührend, unvorhersehbar: Ein Thriller-Debüt der Extraklasse.

Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen „Zirkulationsapparat“. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und der Alptraum geht weiter. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich nun zurückholen will, was ihm gehört.

Sprecher
Leonie Landa, Ulrike C. Tscharre, Heikko Deutschmann

Länge
12 h 39 m

Meine Meinung
Wow! Was für ein Thriller! Das konnte ich schon lange nicht mehr zu einem Thriller sagen. Aber dieser hier hebt sich wirklich von den anderen irgendwie immer gleich aufgebauten Thrillern um Klassen ab.

Von Anfang an ist man von dieser Geschichte gefesselt. Keine Minute ist langweilig, kein Wort überflüssig. Alles passt perfekt. Die vielen Wendungen in der Story bringen  zusätzlich enormes Tempo in die Story und sorgen immer wieder für unkontrollierbares Herzrasen.

Sehr gut fand ich auch die verschiedenen Sprecher. Zum einen passen sie stimmlich absolut perfekt und zum anderen erleichtern sie das Hören enorm, da man so immer genau weiß, wer gerade erzählt.

Ich bin von diesem Thriller wirklich restlos begeistert und kann ihn mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Somit landet seit langer Zeit mal wieder ein Thriller auf meiner Bestenliste.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Romy Hausmann – Liebes Kind

Simon Beckett – Die ewigen Toten

Beschreibung
Verlorene Orte. Vergessene Tote.

Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren stillgelegt, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche gefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Tote, das sieht David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als beim Versuch, die Leiche zu bergen, der Boden des baufälligen Gebäudes einbricht, entdeckt der forensische Anthropologe ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…

Sprecher
Johannes Steck

Länge
13 h 11 m

Meine Meinung
Nach sehr langer Zeit habe ich mir mal wieder einen Simon-Beckett-Thriller angehört. Und doch war mir die Figur David Hunter direkt wieder präsent. Dieser Fall führt David in ein verlassenes Krankenhaus, das in Kürze abgerissen werden soll. Doch auf dem Dachboden wurde eine mumifizierte schwangere Frau gefunden. Als dann bei der Bergung der Leiche der Boden des Dachbodens zum Teil einstürzt, wird ein Zimmer entdeckt, dass weder Fenster noch Türen hat. Sich allerdings drei Betten mit zwei Toten darin befinden. Und schon beginnt das Drama. Alles wird genauestens untersucht, die Überreste aufs Gründlichste untersucht. Hier gibt es noch etliche Nebenstränge, die nicht uninteressant sind, allerdings hier nicht erwähnt werden sollen.

Bei den Alleingängen von David Hunter gerät er schnell in Lebensgefahr und man kann gar nicht anders, als mit ihm mitzuzittern. Ich fand das äußerst spannend beschrieben. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich das Thema Forensik nicht mehr ganz so prickelnd interessant finde, wie früher. Es ist zwar nach wie vor erstaunlich, was man anhand solch alter menschlicher Überreste alles feststellen kann, doch so richtig gepackt haben mich diese Beschreibungen nicht mehr. Da fand ich das beschriebene Umfeld wesentlich spannender.

Johannes Steck, den ich eigentlich sehr gerne als Sprecher habe, hat mich hier nicht ganz überzeugen können. Meiner Meinung nach hat er hier sämtlichen Frauen eine furchtbare Stimme verpasst, die man gar nicht als Frau identifizieren konnte. Das hat mich sehr gestört. Aber den Rest hat er prima gemacht.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Simon Beckett – Die ewigen Toten

Siehe auch:

David Hunter:

Andere:

Andreas Brandhorst – Ewiges Leben

Beschreibung
Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag: Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat.

Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen…

Sprecher
Richard Barenberg

Länge
20 h 04 m

Meine Meinung in Kürze
Es ist sicherlich eine gute Idee, mit dem sich das Buch befasst, doch so wirklich gepackt hat mich die Story leider nicht. Ich kann gar nicht genau beschreiben, woran das lag, was mir gefehlt hat, aber irgendwie hat hier bei vielem einfach das Quentchen gefehlt, dass mich in Begeisterung versetzt hätte.

Nichtsdestotrotz ist es eine interessante Geschichte, die zwar auch einige Länge aufweist, aber insgesamt doch recht unterhaltsam ist.

Richard Barenberg fand ich wieder sehr gut. Ich habe ihn mittlerweile als sehr guten Sprecher zu schätzen gelernt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Brandhorst – Ewiges Leben

Siehe auch:

Steffen Jacobsen – Bestrafung (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 2)

Beschreibung
Dänemark verliert seine Unschuld, als ein Selbstmordattentäter im Tivoli, dem beliebtesten Vergnügungspark des Landes, eine Bombe zündet. Mehr als Tausend Menschen finden den Tod. Doch niemand bekennt sich zu dem Anschlag, und die Ermittlungen laufen ins Leere. Bis Kommissarin Lene Jensen eine Verbindung zu einem vermeintlichen Selbstmord im U-Bahnhof Nørreport herstellt. Gemeinsam mit Privatdetektiv Michael Sander geht sie der Sache auf den Grund. Sie finden Schreckliches.

Sprecher
Josef Vossenkuhl

Länge
14 h 12 m

Meine Meinung in Kürze
Auch die Fortsetzung von „Trophäe“ ist wieder spannungsreich und spart nicht an  Toten. Aber gut, mit einem Bombenanschlag im Tivoli, dem größten Freizeitpark Dänemarks, hat man natürlich gleich eine Menge Morde begangen.

Zunächst muss hier Lene Jensen alleine in diesem verzwickten Fall von Terror ermitteln, erst ab ca. der Hälfte tritt auch Michael Sander in Erscheinung.

Insgesamt ist die Fortsetzung auch wieder kurzweilig und abwechslungsreich. Auch hier hat man irgendwie ständig Angst.

Josef Vossenkuhl hat mir auch hier wieder gut gefallen.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Steffen Jacobsen – Bestrafung (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 2)

Siehe auch:

Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen

Beschreibung
Schweig, um zu leben. Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an – aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr. Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder. Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist – und dass sie in großer Gefahr schweben…

Sprecher
Simon Jäger

Länge
9 h 55 m

Meine Meinung
Dieser Thriller hat mich köstlich amüsiert. Das lag aber weniger an der Story als vielmehr am Sprecher Simon Jäger, der diesen Psychothriller eher wie eine Komödie gelesen hat, als wie einen spannenden Killerroman. Fand ich das gut? Naja, ich fand es lustig, aber nicht passend. Denn immerhin kommen hier einige Personen auf grausame Weise um.

Aber zurück zur Story. Das Landei Leni kommt nach Hamburg, um ein Praktikum als Lektorin in einem Verlag anzutreten. Ziemlich zu Beginn lernt sie eine Urlauberin kennen, die nach Hamburg gekommen ist, um sich einen Millionär zu angeln. Nun, unterschiedlicher könnten die beiden jungen Frauen kaum sein. Doch wie sich herausstellt, wohnen sie in der gleichen Wohnung, die beide über eine der modernen Zimmervermittlungsagenturen gemietet haben. Nach einem furchtbaren Abend für Leni und einem supertollen Abend im gleichen angesagten Hamburger Club, ist die Freundin am nächsten Tag spurlos verschwunden. Und schon macht sich unser Landei Sorgen. Parallel dazu beobachtet der kürzlich erst wohnungslos gewordene Freddy einen grausamen Mord in einem Auto. Und so kreuzen sich die Wege von Leni und Freddy und beide gehen der Sache genauer auf den Grund. Natürlich geraten sie dabei selbst in Lebensgefahr.

Es ist sicherlich eine nette Idee, allerdings fand ich vieles an den Haaren herbeigezogen und sehr klischeehaft dargestellt. Aber trotzdem war die Story spannend und ziemlich temporeich. Aber wirklich vom Hocker gerissen hat sie mich nicht. Und dies in Verbindung mit der komödienartigen Präsentation von Simon Jäger lässt mich dem Hörbuch insgesamt nur 4,0 Punkte geben. Naja, was heißt nur, 4,0 von 5,0 ist auch noch ganz schön gut.

Für Fans von Fitzek und Co. ist dieses Hörbuch sicherlich ein Muss. Ja, ich dachte eigentlich öfters, dass dies sehr Fitzeks Schreibe gleicht. Winkelmann kannte ich bisher anders.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Andreas Winkelmann – Das Haus der Mädchen

Siehe auch: 

Ivar Leon Menger – Ghostbox. Der Tod ist nicht das Ende (Staffel 1)

Beschreibung
Schon seit Wochen ist Lena Gruenwald (Yvonne Greitzke) auf der Suche nach der perfekten Story, um endlich als Redakteurin beim Berliner Tagesspiegel übernommen zu werden. Dabei wird die junge Journalismus-Praktikantin von einem Thema ganz besonders angezogen: dem Jenseits. Auch auf Lenas privatem Youtube-Kanal dreht sich alles nur um Geister, Ouija-Boards oder Tarotkarten. Doch eines Tages kommt die Dreiundzwanzigjährige dem Tod näher, als sie geahnt hätte – beginnend mit einer unerwarteten Nachricht aus Heidelberg: Ihr Bruder, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, hat sich aus unerklärlichen Gründen das Leben genommen.

Widerwillig reist Lena in die romantische Touristenstadt am Neckar, um seinen Nachlass zu regeln. Dabei stößt sie auf ein dunkles Geheimnis – eine revolutionäre, hochgeheime Forschung an der Uniklinik Heidelberg, an der auch ihr Bruder mitgearbeitet hat. Um die Hintergründe seines Selbstmords besser zu verstehen, begibt sich Lena auf eine gefährliche Recherche-Reise, bei der sie nicht nur ihren Verstand zu verlieren droht, sondern auch ihr Leben …

Sprecher
Diverse – Hörspiel

Länge
10 h 30 m

Meine Meinung
Stelle dir vor, du warst vor kurzem in der Heidelberger Uniklinik als Patient wegen einer OP. Du kennst die Umgebung, du kennst die Klinik, du weißt, wo alles ist. Und dann stelle dir weiter vor, du bekommst dieses Hörbuch auf Ohren. Und dieses Hörbuch spielt eben genau in dieser Uniklinik, in der du vor kurzem warst. Du nickst bei all den Beschreibungen kräftig mit dem Kopf, weil du ja selbst gerade dort warst und alles perfekt beschrieben wird. Und stelle dir dann das Grauen vor, das dich befällt, wenn du erfährst, was sich dort in der Geschichte zugetragen hat. Und dann vereinbare dort einen Termin für eine weitere anstehende OP. Schluck, ich glaube, ich warte damit noch etwas 😉 Eigentlich geht es mir doch ziemlich gut 😉

Doch nun zur  Story selbst: ich fand das eine klasse Idee, wenn vielleicht auch nicht mehr ganz neu. Ich will hier nicht verraten, um was es geht, will keinem die Spannung nehmen, auch wenn dies recht bald in der Story klar wird. Doch welch eine Szenerie sich Ivar Leon Menger hier ausgedacht hat, fand ich wirklich einzigartig – naja, und stellenweise auch sehr grausam und auch etwas skurril. Aber richtig, richtig gut. An Spannung mangelt es hier keine Sekunde. Und durch die vielen einzelnen Sequenzen wird einem erst nach und nach klar, wohin die Reise eigentlich gehen wird. So stellen sich vorher nichtssagende Sätze plötzlich in einem ganz anderen Licht dar und es wird einem das ganze perfide Ausmaß erst ziemlich zum Schluss klar.

Toll aufgebaut, spannend umgesetzt und mit den verschiedenen Sprechern zu einem perfekten Hörerlebnis inszeniert. Ich könnte mir die Ghostbox übrigens auch sehr gut als Film vorstellen. Das wäre sicherlich auch sehr gut.

Sehr nett fand ich die Einspielung mit Ranga Yogeshwar und auch die Nachricht im Hintergrund, dass Sebastian Fitzek bei einer Buchpremiere betrunken von der Bühne gefallen sei, fand ich amüsant.

Insgesamt bin ich wirklich sehr begeistert von dieser neuen Reihe aus der Feder von Ivar Leon Menger und kann es kaum abwarten, bis die nächste Staffel erscheinen wird.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Ivar Leon Menger – Ghostbox. Der Tod ist nicht das Ende (Staffel 1)

Randbemerkung: 1999 habe ich das Buch „Homo s@piens – Leben im 21. Jahrhundert – Was bleibt vom Menschen? “ von Ray Kurzweil gelesen. Hier wird auch dieses Thema behandelt. Damals konnte und wollte ich das nicht glauben, es erschien mir zu abgehoben, zu absurd. Doch heute? Heute nicht mehr.

Siehe auch:

Monster 1983:

Ghostbox:

Sonstiges:

Steffen Jacobsen – Trophäe (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 1)

Beschreibung
Elisabeth Caspersen, steinreiche Erbin eines dänischen Industrieimperiums, findet im Tresor ihres verstorbenen Vaters einen Film, der eine grauenvolle Menschenjagd zeigt. Einer der im Film zu sehenden Jäger hat unverkennbare Ähnlichkeit mit Elisabeths Vater. Um der Sache nachzugehen, heuert sie Michael Sander an, einen exklusiven Privatdetektiv, der auf brisante Fälle spezialisiert ist. Als Sander sich auf die Suche nach der Identität der Opfer macht, stößt er auf eine perfide Welt aus Gewalt und Größenwahn, in der er bald selbst zum Gejagten wird.

Sprecher
Josef Vossenkuhl

Länge
15 h 06 m

Meine Meinung
Gleich mal eines vorneweg: Dieser Thriller ist nichts für zartbesaitete. Was einem hier für eine Geschichte erzählt wird, könnte schlimmer kaum sein. Und so musste ich auch des Öfteren ziemlich schlucken beim Anhören der Story.

Eine Truppe größenwahnsinniger Elitesoldaten ist auch noch nach der Rückkehr aus den verschiedenen Einsatzgebieten eine eingeschworene Gruppe. Sie sind der Meinung, sie können sich alles erlauben, ihnen gehöre die Welt, sie hätten die Macht über alles und jeden.

Lene Jensen von der Polizei untersucht einen rätselhaften Selbstmord eines früheren Elitesoldaten, Michael Sander ist Privatermittler und wird von einer Milliardärin beauftragt, einen auf einer DVD aufgezeichneten Mord aufzuklären. Die privat aufgenommen DVD hat sie im Tresor ihres kürzlich verstorbenen Vaters gefunden.

Und so kreuzen sich die Wege der beiden Ermittler. Die Charaktere der beiden eher außergewöhnlichen Ermittler werden hier sehr gut beschrieben. Sehr schnell wird einem klar, dass man es hier nicht mit 08/15-Charakteren zu hat, sondern dass beide schon sehr harte Typen sind, die sich von Schwierigkeiten und persönlichen Bedrohungen nicht so leicht schockieren oder gar von Ihrem Handeln abhalten lassen.

So nimmt die Story sehr schnell an Spannung zu. Als Hörer stand ich quasi unter Dauer-Adrenalin-Beschuss. Das machte die Geschichte natürlich sehr kurzweilig. Doch stellenweise fand ich schon, dass es vielleicht etwas zu viel des Guten bzw. des Bösen war, was einem hier präsentiert wurde. Die Auflösung ganz am Ende fand ich persönlich etwas unglaubwürdig und eben auch einfach ein bisschen zu viel. Man hätte es auch einfach bei dem „vorherigen“ Ende belassen könnte. Wäre auch schon schlimm genug gewesen. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Mischung zwischen Charakter- und Landschaftsbeschreibung zwischen den Actionszenen. Nach und nach konnte man sich die Personen sehr gut vorstellen, so dass man am Ende ein abgeschlossenes Gesamtbild vor Augen hatte. Nicht so gut hat mir die oben bereits erwähnte Übertriebenheit in manchen Szenen gefallen. Aber insgesamt fand ich „Trophäe“ einen wirklich verdammt guten Thriller, der einmal eine andere Geschichte präsentiert.

Was auch noch positiv zu erwähnen wäre, ist die Tatsache, dass die Story tatsächlich ganz ohne private Liebesdramen der Ermittler auskommt. Hat man ja heutzutage eher selten.

Den Sprecher fand ich ebenfalls sehr gut. So bekommt dieser Thriller von mir eine Wertung von 4,2 Punkten.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Steffen Jacobsen – Trophäe (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 1)

Siehe auch:

Michael Robotham – Die andere Frau (Joe O’Loughlins 11)

Beschreibung
Joe O’Loughlins neuester Fall

Am frühen Morgen erhält der Psychologe Joe O’Loughlin einen alarmierenden Anruf: Sein Vater William ist Opfer eines brutalen Überfalls geworden und liegt im Koma. Joe eilt ins Krankenhaus. Doch am Bett seines Vaters sitzt nicht Joes Mutter Mary, sondern eine völlig fremde Frau, tränenüberströmt, mit blutbefleckten Kleidern und der absurden Behauptung, William O’Loughlins Ehefrau zu sein. Wer ist sie wirklich? Bekannte, Geliebte, verwirrte Seele – Mörderin? Gegen den Willen der Polizei beginnt Joe, eigene Ermittlungen anzustellen, und muss erkennen, dass man für die Wahrheit bisweilen einen hohen Preis bezahlt.

Sprecher
Johannes Steck

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Joe O’Loughlin durchlebt gerade eine wirklich schwere Zeit. Nicht genug, dass seine Frau nicht mehr lebt und er mit den beiden Kindern alleine zu Recht kommen muss, nein, da erhält er auch noch die Nachricht, dass sein Vater Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Mit schweren Hirnverletzungen liegt er im Krankenhaus. Doch am Krankenbett sitzt nicht seine Mutter, nein, es ist eine ihm gänzlich unbekannte Frau, die auch noch behauptet, Williams Ehefrau zu sein. Puh, das muss man erst einmal im Kopf ordnen. Nach einem Gespräch mit der Fremden wird ihm schnell bewusst, dass sie William wirklich sehr nahe gestanden haben muss, denn sie weiß Einzelheiten aus seinem Leben, die sie nur über William erfahren haben kann. Doch wie soll man diese junge und anziehende Frau einordnen?

Im Verlauf der Geschichte kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, die Joe komplett an seinem Leben und seinen festen Überzeugungen zweifeln lassen. Wer war sein Vater wirklich? Anscheinend ein gänzlich anderer Mensch, als wie er ihn immer gesehen hatte. Das muss man erst einmal verdauen.

Dieser Thriller birst nun nicht an Spannungsbögen und gefährlichen Szenarien, doch er ist durchgehend interessant, rätselhaft und legt erst nach und nach seine Karten auf den Tisch. Das hält einen bei der Stange und man will natürlich immer weiter hören, um endlich auf die Lösung dieses mysteriösen Überfalls und der außergewöhnlichen Lebensweise des Familienvaters zu stoßen.

Insgesamt ist „Die andere Frau“ eine empfehlenswerte Story, die nur selten Längen aufweist und an zwischenmenschlichen Beziehungen und Dramen nicht geizt.

Johannes Steck als Sprecher hat mir hier wieder sehr gut gefallen.

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Michael Robotham – Die andere Frau

Siehe auch: 

Kristina Ohlsson – Sündengräber (Frederika Bergmann 6)

Beschreibung
Das große Finale für Alex Recht und Fredrika Bergman!

Ein Mann wird in seinem Sessel erschossen aufgefunden – mit dem Ehering seiner Tochter am Finger. Ein Bestatter sucht verzweifelt nach seinem verschwundenen Bruder. Eine Frau kämpft darum, die Kontrolle über ihr Leben zu behalten, während ihr Mann von Tag zu Tag gefährlicher wird… Fredrika Bergman und Alex Recht erkennen einen Zusammenhang zwischen diesen Fällen. Sie begeben sich auf eine Spurensuche, die in die Vergangenheit führt – zu Sünden, die längst begraben schienen, und doch tödlicher denn je sind.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Das Finale der Frederik-Bergmann-Reihe fand ich mächtig nervenaufreibend! Anfangs fand ich die vielen Namen zwar ziemlich verwirrend, doch im Verlauf der Story konnte ich dann alle zuordnen, ohne nochmals von vorne beginnen zu müssen. Aber man sollte schon sehr aufpassen. Denn hier gibt es wirklich viele Beteiligte – und viele Tote! Und ständig hatte ich Angst, dass es noch mehr werden würden.

Währenddessen tappten Alex und Frederika ziemlich lange im Dunkeln . Natürlich war man auch als Hörer ebenfalls völlig ratlos, wer denn hier sein Unwesen treibt und sich scheinbar wahllos Opfer aussucht, die er umbringt.

Schön fand ich auch die Fährte, die in eine völlig falsche Richtung gelegt wurde. Das erhöhte nochmals meinen Adrenalinspiegel und brachte noch mehr Aufregung in den ganzen rätselhaften Fall.

Mir haben die beiden Protagonisten Alex und Frederika natürlich wieder sehr gut gefallen. Ich fand, Kristina Ohlsson hat überhaupt die mitwirkenden Personen wieder sehr gut dargestellt – sehr menschlich und glaubwürdig. Den Fall an sich fand ich auch äußerst interessant. Anfangs zwar etwas schleppend, doch es wurde immer spannender, so dass mein Abend später endete, als er eigentlich sollte.

Das Ende – ja das Ende. Eigentlich will ich dazu gar nichts schreiben. Denn da würde ich Gefahr laufen, etwas zu verraten. Und das will ich auf keinen Fall.

Nervenaufreibend fand ich auch Uve Teschner. Nicht durchgehend, das sicherlich nicht. Aber wenn er anfängt zu schreien, könnte ich mittlerweile echt wahnsinnig werden. Ich kenne kaum eine Stimme, die mir unangenehmer in den Ohren schrillt, als Teschner wenn er schreit. Aber damit scheine ich ja alleine auf weiter Flur zu stehen. Doch bei mir geht es mittlerweile echt soweit, dass ich mir zweimal überlege, ob ich ein Hörbuch, welches er spricht, überhaupt hören will.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei  Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Kristina Ohlsson – Sündengräber (Frederika Bergmann 6)

Siehe auch: 

Frederik-Bergmann-Reihe:

Matin-Benner-Reihe (zweiteilige Serie):