Steffen Jacobsen – Trophäe (Ein Fall für Lene Jensen und Michael Sander 1)

Beschreibung
Elisabeth Caspersen, steinreiche Erbin eines dänischen Industrieimperiums, findet im Tresor ihres verstorbenen Vaters einen Film, der eine grauenvolle Menschenjagd zeigt. Einer der im Film zu sehenden Jäger hat unverkennbare Ähnlichkeit mit Elisabeths Vater. Um der Sache nachzugehen, heuert sie Michael Sander an, einen exklusiven Privatdetektiv, der auf brisante Fälle spezialisiert ist. Als Sander sich auf die Suche nach der Identität der Opfer macht, stößt er auf eine perfide Welt aus Gewalt und Größenwahn, in der er bald selbst zum Gejagten wird.

Sprecher
Josef Vossenkuhl

Länge
15 h 06 m

Meine Meinung
Gleich mal eines vorneweg: Dieser Thriller ist nichts für zartbesaitete. Was einem hier für eine Geschichte erzählt wird, könnte schlimmer kaum sein. Und so musste ich auch des Öfteren ziemlich schlucken beim Anhören der Story.

Eine Truppe größenwahnsinniger Elitesoldaten ist auch noch nach der Rückkehr aus den verschiedenen Einsatzgebieten eine eingeschworene Gruppe. Sie sind der Meinung, sie können sich alles erlauben, ihnen gehöre die Welt, sie hätten die Macht über alles und jeden.

Lene Jensen von der Polizei untersucht einen rätselhaften Selbstmord eines früheren Elitesoldaten, Michael Sander ist Privatermittler und wird von einer Milliardärin beauftragt, einen auf einer DVD aufgezeichneten Mord aufzuklären. Die privat aufgenommen DVD hat sie im Tresor ihres kürzlich verstorbenen Vaters gefunden.

Und so kreuzen sich die Wege der beiden Ermittler. Die Charaktere der beiden eher außergewöhnlichen Ermittler werden hier sehr gut beschrieben. Sehr schnell wird einem klar, dass man es hier nicht mit 08/15-Charakteren zu hat, sondern dass beide schon sehr harte Typen sind, die sich von Schwierigkeiten und persönlichen Bedrohungen nicht so leicht schockieren oder gar von Ihrem Handeln abhalten lassen.

So nimmt die Story sehr schnell an Spannung zu. Als Hörer stand ich quasi unter Dauer-Adrenalin-Beschuss. Das machte die Geschichte natürlich sehr kurzweilig. Doch stellenweise fand ich schon, dass es vielleicht etwas zu viel des Guten bzw. des Bösen war, was einem hier präsentiert wurde. Die Auflösung ganz am Ende fand ich persönlich etwas unglaubwürdig und eben auch einfach ein bisschen zu viel. Man hätte es auch einfach bei dem „vorherigen“ Ende belassen könnte. Wäre auch schon schlimm genug gewesen. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Mischung zwischen Charakter- und Landschaftsbeschreibung zwischen den Actionszenen. Nach und nach konnte man sich die Personen sehr gut vorstellen, so dass man am Ende ein abgeschlossenes Gesamtbild vor Augen hatte. Nicht so gut hat mir die oben bereits erwähnte Übertriebenheit in manchen Szenen gefallen. Aber insgesamt fand ich „Trophäe“ einen wirklich verdammt guten Thriller, der einmal eine andere Geschichte präsentiert.

Was auch noch positiv zu erwähnen wäre, ist die Tatsache, dass die Story tatsächlich ganz ohne private Liebesdramen der Ermittler auskommt. Hat man ja heutzutage eher selten.

Den Sprecher fand ich ebenfalls sehr gut. So bekommt dieser Thriller von mir eine Wertung von 4,2 Punkten.

Weitere Informationen
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Michael Robotham – Die andere Frau (Joe O’Loughlins 11)

Beschreibung
Joe O’Loughlins neuester Fall

Am frühen Morgen erhält der Psychologe Joe O’Loughlin einen alarmierenden Anruf: Sein Vater William ist Opfer eines brutalen Überfalls geworden und liegt im Koma. Joe eilt ins Krankenhaus. Doch am Bett seines Vaters sitzt nicht Joes Mutter Mary, sondern eine völlig fremde Frau, tränenüberströmt, mit blutbefleckten Kleidern und der absurden Behauptung, William O’Loughlins Ehefrau zu sein. Wer ist sie wirklich? Bekannte, Geliebte, verwirrte Seele – Mörderin? Gegen den Willen der Polizei beginnt Joe, eigene Ermittlungen anzustellen, und muss erkennen, dass man für die Wahrheit bisweilen einen hohen Preis bezahlt.

Sprecher
Johannes Steck

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Joe O’Loughlin durchlebt gerade eine wirklich schwere Zeit. Nicht genug, dass seine Frau nicht mehr lebt und er mit den beiden Kindern alleine zu Recht kommen muss, nein, da erhält er auch noch die Nachricht, dass sein Vater Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Mit schweren Hirnverletzungen liegt er im Krankenhaus. Doch am Krankenbett sitzt nicht seine Mutter, nein, es ist eine ihm gänzlich unbekannte Frau, die auch noch behauptet, Williams Ehefrau zu sein. Puh, das muss man erst einmal im Kopf ordnen. Nach einem Gespräch mit der Fremden wird ihm schnell bewusst, dass sie William wirklich sehr nahe gestanden haben muss, denn sie weiß Einzelheiten aus seinem Leben, die sie nur über William erfahren haben kann. Doch wie soll man diese junge und anziehende Frau einordnen?

Im Verlauf der Geschichte kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, die Joe komplett an seinem Leben und seinen festen Überzeugungen zweifeln lassen. Wer war sein Vater wirklich? Anscheinend ein gänzlich anderer Mensch, als wie er ihn immer gesehen hatte. Das muss man erst einmal verdauen.

Dieser Thriller birst nun nicht an Spannungsbögen und gefährlichen Szenarien, doch er ist durchgehend interessant, rätselhaft und legt erst nach und nach seine Karten auf den Tisch. Das hält einen bei der Stange und man will natürlich immer weiter hören, um endlich auf die Lösung dieses mysteriösen Überfalls und der außergewöhnlichen Lebensweise des Familienvaters zu stoßen.

Insgesamt ist „Die andere Frau“ eine empfehlenswerte Story, die nur selten Längen aufweist und an zwischenmenschlichen Beziehungen und Dramen nicht geizt.

Johannes Steck als Sprecher hat mir hier wieder sehr gut gefallen.

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Kristina Ohlsson – Sündengräber (Frederika Bergmann 6)

Beschreibung
Das große Finale für Alex Recht und Fredrika Bergman!

Ein Mann wird in seinem Sessel erschossen aufgefunden – mit dem Ehering seiner Tochter am Finger. Ein Bestatter sucht verzweifelt nach seinem verschwundenen Bruder. Eine Frau kämpft darum, die Kontrolle über ihr Leben zu behalten, während ihr Mann von Tag zu Tag gefährlicher wird… Fredrika Bergman und Alex Recht erkennen einen Zusammenhang zwischen diesen Fällen. Sie begeben sich auf eine Spurensuche, die in die Vergangenheit führt – zu Sünden, die längst begraben schienen, und doch tödlicher denn je sind.

Sprecher
Uve Teschner

Länge
11 h 57 m

Meine Meinung
Das Finale der Frederik-Bergmann-Reihe fand ich mächtig nervenaufreibend! Anfangs fand ich die vielen Namen zwar ziemlich verwirrend, doch im Verlauf der Story konnte ich dann alle zuordnen, ohne nochmals von vorne beginnen zu müssen. Aber man sollte schon sehr aufpassen. Denn hier gibt es wirklich viele Beteiligte – und viele Tote! Und ständig hatte ich Angst, dass es noch mehr werden würden.

Währenddessen tappten Alex und Frederika ziemlich lange im Dunkeln . Natürlich war man auch als Hörer ebenfalls völlig ratlos, wer denn hier sein Unwesen treibt und sich scheinbar wahllos Opfer aussucht, die er umbringt.

Schön fand ich auch die Fährte, die in eine völlig falsche Richtung gelegt wurde. Das erhöhte nochmals meinen Adrenalinspiegel und brachte noch mehr Aufregung in den ganzen rätselhaften Fall.

Mir haben die beiden Protagonisten Alex und Frederika natürlich wieder sehr gut gefallen. Ich fand, Kristina Ohlsson hat überhaupt die mitwirkenden Personen wieder sehr gut dargestellt – sehr menschlich und glaubwürdig. Den Fall an sich fand ich auch äußerst interessant. Anfangs zwar etwas schleppend, doch es wurde immer spannender, so dass mein Abend später endete, als er eigentlich sollte.

Das Ende – ja das Ende. Eigentlich will ich dazu gar nichts schreiben. Denn da würde ich Gefahr laufen, etwas zu verraten. Und das will ich auf keinen Fall.

Nervenaufreibend fand ich auch Uve Teschner. Nicht durchgehend, das sicherlich nicht. Aber wenn er anfängt zu schreien, könnte ich mittlerweile echt wahnsinnig werden. Ich kenne kaum eine Stimme, die mir unangenehmer in den Ohren schrillt, als Teschner wenn er schreit. Aber damit scheine ich ja alleine auf weiter Flur zu stehen. Doch bei mir geht es mittlerweile echt soweit, dass ich mir zweimal überlege, ob ich ein Hörbuch, welches er spricht, überhaupt hören will.

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Siehe auch: 

Frederik-Bergmann-Reihe:

Matin-Benner-Reihe (zweiteilige Serie):

Jeffery Deaver – Der Komponist (Lincoln Rhyme 13)

Beschreibung
Er komponiert den Todeswalzer – zum Klang deiner letzten Atemzüge.

Am helllichten Tag wird auf einer Straße in der New Yorker Upper East Side ein Mann überwältigt und entführt. Als einzige Spur bleibt am Tatort ein Galgenstrick in Miniaturgröße zurück. Kurz darauf sorgt ein Video im Internet für Aufsehen: Man sieht live dabei zu, wie dem aufgehängten Opfer langsam die Luft abgeschnürt wird. Seine verzweifelten Atemzüge bilden den Hintergrund zu einem düsteren Musikstück. Als in Neapel eine ähnliche Entführung stattfindet, reisen der Forensik-Experte Lincoln Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs nach Italien und nehmen die Verfolgung auf. Denn solange der Täter nicht gefasst ist, wird die Musik des Grauens nicht verklingen…

Sprecher
Dietmar Wunder

Länge
14 h 20 m

Meine Meinung in Kürze
Mir hat die Geschichte ziemlich gut gefallen, da sie einem zwar den Schrecken in die Knochen jagt, aber doch recht blutlos über die Bühne geht. Die Idee mit den „Röchel-Kompositionen“ fand ich sehr außergewöhnlich und interessant. Wie man allerdings anhand der zusammengestellten chemischen Liste als Hörer irgendetwas daraus schließen sollte, ist mir ein Rätsel. Aber dafür haben wir ja ein Glück Rhyme, der hat das dann für uns übernommen.

Die Auflösung fand ich interessant und auch nachvollziehbar, sofern man auch nur irgendetwas an diesem Thriller nachvollziehbar finden kann. Ich fand den Komponisten eine spannende und kurzweilige Unterhaltung, die zwar ziemlich abgedreht, aber trotzdem hörenswert ist.

Dietmar Wunder als Sprecher war wieder ganz wunderbar.

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Lincoln Rhyme-Reihe:

Kathryn Dance-Reihe: 

Andere

Val McDermid – Schwarzes Netz

Beschreibung
Hochspannung garantiert: Ein neuer Fall für Carol Jordan und Tony Hill – die Bestseller-Reihe von Erfolgsautorin Val McDermid

In McDermids neuntem Thriller um das Ermittlerduo Hill/Jordan ist der Polizeipsychologe Tony Hill mit einer mysteriösen Serie von Selbstmorden konfrontiert. Stets sind es Frauen, die mitten im Leben stehen, mit ihren prononcierten Meinungen jedoch einen Shitstorm von Internet-Trollen hervorgerufen und diesen offenbar nicht verkraftet haben. Merkwürdig nur, dass sie alle den Freitod berühmter Schriftstellerinnen wie Sylvia Plath, Virginia Woolf oder Anne Sexton imitieren und sich deren Werke jeweils in der Nähe der Toten finden.

DCI Carol Jordan ist unterdessen zurück in ihrem alten Job bei der Polizei und bekommt ein neues Team, mit dem sie im Norden Englands schwere Fälle aufklären soll. Die rätselhafte Serie von Suiziden wird für sie zur Nagelprobe.

Val McDermid, geboren 1955, arbeitete lange als Dozentin für Englische Literatur und als Journalistin bei namhaften britischen Tageszeitungen. Heute ist sie eine der erfolgreichsten britischen Autorinnen von Thrillern und Kriminalromanen. Ihre Bücher erscheinen weltweit in mehr als vierzig Sprachen.

Sprecher
Wolfgang Berger

Länge
13 h 22 m

Meine Meinung in Kürze
Der 9. Teil der Reihe ist zwar auch sehr spannend und kurzweilig, doch es dauerte meiner Meinung nach echt verdammt lange, bis es wirklich spannend wurde. Doch dann konnte ich nicht mehr aufhören zu hören.

Das Anhören lohnt auf jeden Fall!

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Stephen Williams – Tuesday Falling

Sie zerstörten ihr Leben, … nun nimmt sie Rache!

Beschreibung
Ihr Name ist Tuesday – und sie nimmt unerbittliche Rache an Vergewaltigern und Gangstern. Wie eine Naturgewalt schlägt sie aus dem Verborgenen zu, nur um sofort wieder zu verschwinden. Für die Menschen in London wird Tuesday bald zur Heldin, doch die Polizei fahndet nach ihr.

Detective Inspector Loss wird mit dem Fall betraut – ein ausgebrannter Kommissar, der noch immer unter dem unaufgeklärten Mord an seiner Tochter vor drei Jahren leidet. Fast ist es, als ob der Fall für ihn bestimmt sei… Kann es sein, dass Tuesday den Schlüssel zur Wahrheit über seine Tochter besitzt?

Sprecher
Katja Sallay

Länge
8 h 09 m

Meine Meinung
Jung, brutal, gnadenlos. Tuesday lebt im Untergrund, genauer gesagt in den stillgelegten U-Bahn-Schächten in den tiefen Gemäuern von London. Ihr Ziel: Rache. Ihr Plan: Gnadenlos. Ihre Durchführung: Eiskalt.

Wenn man sein Leben liebt, sollte man sich besser nicht mit Tuesday anlegen. Oder genauer gesagt, man sollte bei ihr nicht in Ungnade fallen. Denn das könnte schmerzhaft bis tödlich enden. Tuesday hat einen Entschluss gefasst. Denn scheinbar keiner hilft den Opfern der Problemviertel in London, also muss sie sich dieser Aufgabe annehmen. Mit ihrem Handeln versetzt sie ein ganzes Stadtviertel in Angst und Schrecken. Zumindest zittern bald die, die sonst die Übermacht haben und normalerweise eben genau diese Angst und diesen Schrecken unter der Bevölkerung verbreiten. Die Gangs, die gnadenlos durch die Straßen ziehen und sich alles nehmen, was sie wollen. Das lässt die bisherigen Opfer der Gangs hoffen, ja, ein wenig aufatmen.

Ein Zitat aus dem Hörbuch dazu: „Lilly Rose kann unter ihren Tränen kaum aufhören zu lachen“.

Während Tuesday also unerkannt in London die Gangster jagd und bestraft, versucht DI Loss Tuesday zu stoppen. Doch dieses junge Wesen scheint sich nach jeder ihrer Taten in Luft aufzulösen. Es scheint ein unlösbarer Fall zu werden. Doch er versucht verzweifelt, Tuesday zu finden und sie zu stoppen. Denn nicht nur, dass diese Art von Selbstjustiz nicht geduldet werden kann, er hat auch den Verdacht, dass Tuesday der Schlüssel zum immer noch ungeklärten Tod seiner eigenen Tochter sein könnte.

Das Ende deutet stark darauf hin, dass dies eine Serie werden könnte. Oder zumindest, dass es einen weiteren Teil geben könnte. Darauf freue ich mich schon sehr.

Katja Sallay passte meiner Meinung nach sehr gut zu Tuesday und zur gesamten  Story überhaupt. Die Parts um Tuesday sind frech und rotzig geschrieben und entsprechend von ihr vertont, die anderen Teile sind auch sehr gut von ihr eingesprochen.

Was mir noch sehr gut an diesem Hörbuch gefallen hat, ist die historische Beschreibung der U-Bahn-Schächte, ihre Entstehung, ihre Bauweise, ihr Ausgänge und die entsprechenden Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Auch werden die sozialen Brennpunkte der Stadt sehr gut und glaubhaft beschrieben. Ich denke, das trifft nicht nur auf London zu. Vermutlich gibt es solche Viertel in jeder größeren Stadt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es beim Ronin Hörverlag oder auch bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Stephen Williams – Tuesday Falling

Herzlichen Dank an den Ronin Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Sebastian Fitzek – Der Insasse

Der Insasse200Beschreibung
Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sich sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Doch die Ermittler haben keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Da macht ein Kommissar dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in den Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie ein, als falscher Patient, mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie möglich kommt und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.

Sprecher
Simon Jäger

Länge
9 h 13 m

Meine Meinung
Ich muss gestehen, ich ging mal wieder mit großer Skepsis an dieses Hörbuch heran. Denn eigentlich will ich Sebastian Fitzek nicht mehr hören, da er mich einfach schon oft enttäuscht hat. Doch dann kann ich die Finger doch nicht davon lassen. Denn seine Ideen sind ja halt einfach immer klasse. Und es sind ja nicht die Ideen, die mir nicht gefallen, sondern eher die Durchführung.

Diese Geschichte aber fand ich mal wieder so richtig gut. Ok, es ist natürlich ein irrsinniger Plan, sich in eine Psychiatrie einweisen zu lassen, wenn man völlig gesund ist. Aber hey, ich hatte ja ein Buch von Fitzek in Händen. Also alles soweit völlig „normal“.

Den Verlauf der Geschichte fand ich durchweg spannend. Es gab so einige Wendungen mit denen ich im Traum nicht gerechnet hätte – in realen Gedanken natürlich auch nicht – aber die hatten es in sich. Immer wieder wurde die Geschichte rätselhafter und ich fieberte zunehmend mit dem Protagonisten mit, der sich immer mehr in einer aussichtslosen Situation befand. Doch selbst all diese Wendungen brachten mich nicht im Entferntesten auf eine leise Ahnung, wohin das alles führen sollte! Somit kam das Ende für mich absolut überraschend und ich war verblüfft. Echt.

Simon Jäger war natürlich wieder richtig gut in seiner Rolle. Die beiden gehören einfach zusammen wie David Nathan zu Stephen King.

Fitzeks Nachwort fand ich dieses Mal auch echt klasse. Hör es dir bis zum Schluss an, es lohnt sich 😉

Ja, und somit bekommt „Der Insasse“ tatsächlich die volle Punktzahl von mir!

 

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Siehe auch:

Andreas Eschbach – NSA – Nationales Sicherheits-Amt

Beschreibung
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet…

Sprecher
Laura Maire

Länge
22 h 14 m

Meine Meinung
Grandios! Schon alleine die Idee fand ich klasse. Klar, wird in einem Krieg – zu im 2. Weltkrieg – viel mit Überwachung gemacht. Doch was wäre gewesen, wenn man damals schon die Technik von heute gehabt hätte?

Mir hat dieses Gedankenspiel sehr gut gefallen. Vor allem auch in Hinsicht auf unsere Zukunft. Eschbach hat uns hier ganz deutlich vor Augen geführt, welche Gefahren unser heutige sehr unbedachte Umgang mit dem Internet birgt. Er hat hier Episoden angeführt, auf die man erst einmal kommen muss. Aber abwegig fand ich diese auf keinen Fall! Und oben drein, hat Eschbach hier nur einfachste „Strickmuster“ angeführt, die noch weit entfernt von den heute tatsächlichen Möglichkeiten sind.

Doch selbst wenn man sich vom Internet weitgehend fernhält, man ist durchsichtig, ob man will oder nicht.

Dazu war diese Geschichte keine Minute langweilig. Im Gegenteil, die über 22 Stunden vergingen wie im Flug, und ich hörte wirklich in jeder freien Minute, die ich erübrigen konnte.

Unsere Protagonistin Helene war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Klasse fand ich auch ihre Berufsbezeichnung: Programmstrickerin. Denn das Programmieren war eine typische Frauenarbeit, wie das Kochen oder eben die Haus- und Handarbeit. Für Männer war das nichts, diese niedere Tätigkeit.

Nett fand ich auch seine Andeutung auf „Teufelsgold“.

Laura Maire als Sprecherin hat mir als Stimme zum Hörbuch auch äußerst gut gefallen. Ich bin nun kein ausgesprochener Fan von ihr, manchmal ist sie mir einen Tick zu schrill. Aber hier fand ich sie richtig klasse.

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Siehe auch:

Karl Olsberg – Das KALA-Experiment

Beschreibung
Der Physiker Hans Ichting wird nur wenige Tage, nachdem die Videobloggerin Nina Bornholm ihn interviewt hat, tot aufgefunden. Nina zweifelt an der offiziellen Darstellung eines Selbstmords und beginnt zu recherchieren. Bald wird klar, dass Ichting in den USA an einem streng geheimen Projekt mitgearbeitet hat. Doch jemand will um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit über das KALA-Experiment ans Licht kommt. Während sich überall auf der Welt unerklärliche Ereignisse häufen, wird immer deutlicher, dass die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht. Doch wie kann man ein zukünftiges Ereignis verhindern, dessen verheerende Auswirkungen bereits jetzt spürbar sind?

Sprecher
Wolfgang Wagner

Länge
10 h 25 m

Meine Meinung
Das war mal wieder ein Hörbuch genau nach meinem Geschmack. Man konnte sich bei den Ereignissen so richtig schön das Hirn verknoten. Beispiel gefällig? Eine Frau schuftet in ihrer Kneipe. Ihr Mann ist ihr mal wieder so gar keine Hilfe. Dann liegt er da plötzlich vor ihr. Tot! Ach du Schreck! Und dann kommt eben diese Frau nach Hause und da hört sie ihren Mann schon vom Flur aus im Schlafzimmer schnarchen. Wie kann denn das sein? Solche Ereignisse kommen hier häufig vor, immer mal wieder in die Story eingestreut.

Doch den roten Faden durch die Geschichte zieht eigentlich die Bloggerin Nina, die einen berühmten Physiker interviewte, der kurz darauf Selbstmord verübte. Dies kann die Bloggerin nicht glauben und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch ihre Neugierde ist nicht ganz ungefährlich für sie.

Dass sie hier natürlich irgendwann auf das KALA-Experiment stößt, dürfte klar sein. Doch was sich hinter diesem mysteriösen Namen verbirgt, werde ich hier natürlich  nicht verraten. Will ja keinem die Spannung nehmen.

Mir hat die Story jedenfalls wieder richtig gut gefallen, die sich Olsberg hier wieder hat einfallen lassen. Über weite Strecken sehr rätselhaft und stets gleichbleibend spannend. Das Ende ist vielleicht etwas kurz und abrupt geraten, fand ich aber nicht so dramatisch.

Wolfgang Wagner als Sprecher hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

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Siehe auch:

Melanie Raabe – Der Schatten

Beschreibung
Du bringst den Tod. Du weißt es nur noch nicht.

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Mit gutem Grund. Aus freien Stücken.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht…

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Katja Bürkle, Melanie Raabe

Länge
10 h 19 m

Meine Meinung
Die Geschichte fängt sehr interessant an. Kaum ist die Journalistin Norah nach Wien gezogen, begegnet ihr auch schon eine Bettlerin, die ihr mitteilt, dass sie am 11. Februar einen Arthur Grimm töten wird. Ja, das ist doch mal eine Ansage. Doch warum sollte sie das tun? Sie kennt keinen Arthur Grimm und jemanden umbringen wird sie ganz sicherlich auch nicht.

Doch dann geschehen seltsame Dinge. Sie hat das Gefühl, dass jemand in ihrer Wohnung war. Sie will zum Arzt, den sie äußerst willkürlich ausgesucht hat und just in diesem Haus hängt ein Firmenschild mit der Aufschrift Arthur Grimm. Die seltsamen Geschehnisse häufen sich und Norah zweifelt immer mehr an ihrem Verstand, bis sie der Sache langsam auf die Schliche kommt.

Was ich zunächst ja wirklich spannend und interessant fand, entwickelte sich zunehmend als eine leider äußerst konstruierte Geschichte. Ich will hier nicht zu viel verraten, doch ich fand das – je weiter die Geschichte fortschritt – immer schwächer. Zwar ganz ok vom Ansatz her, aber die Durchführung konnte mich leider wieder einmal nicht überzeugen.

Die Hauptsprecherin fand ich sehr gut, Melanie Raabe fand ich ganz ok.

Weitere Informationen
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Siehe auch: