Preisverleihung: Deutscher Hörbuchpreis 2015

Deutscher Hörbuchpreis 2015Am 11. März 2015 ist es wieder soweit. Zum dreizehnten Mal werden an diesem Abend – dem feierlichen Auftakt der lit.COLOGNE – die besten Hörbücher des Vorjahres ausgezeichnet. Außerdem wird der HörKules, der Publikumspreis des deutschen Buchhandels, vergeben sowie das Hörbuch des Jahres der hr2-Hörbuchbestenliste prämiert.

Durch den Abend führt Götz Alsmann, für die musikalische Unterhaltung sind Mike Herting, Deborah Woodson und die Soulmates am Start.

Wer nicht live dabei sein kann, muss nicht traurig sein. Denn die Preisverleihung wird ab 20.05 Uhr live im Radio auf WDR5, hr2-kultur, NDR Kultur und Antenne Saar übertragen. Ab 22.03 Uhr auf SWR2. Und wer auch den visuellen Eindruck bekommen möchte, der kann es sich am 14. März ab 23:45 Uhr im WDR-Fernsehen anschauen.

Vor 2 Jahren war ich live bei der Preisverleihung dabei. Ich kann nur sagen: es lohnt sich! Deshalb am besten gleich mal im Terminkalender notieren!

Wer die Preisträger sind und alle weiteren Informationen zur Preisverleihung findest du auf der Website des Deutschen Hörbuchpreises.

Meine Hörbuch-Highlights im Jahr 2014 und ein paar Zahlen

Rund 1.300 Stunden Hörvergnügen

Das Jahr 2014 war wieder ein tolles Hörbuchjahr! 146 Hörbücher habe ich gehört, die insgesamt knapp 1.300 Stunden meiner Freizeit mit spannenden Inhalten füllten.

Meine Highlights in 2014
(ohne eine Wertung innerhalb dieser Liste)

Dies ist nur eine kleine Auswahl von 15 Hörbüchern, die mich in 2014 – neben ganz vielen anderen – nachhaltig beeindruckt haben.

Hörzeiten

Hörbücher insgesamt: 146
Das sind in Hörstunden: Knapp 1.300

Zum Vergleich:

Ich arbeite in einer 40 Stunden-Woche, habe 6 Wochen Urlaub im Jahr. Das sind 1.840 Arbeitsstunden.

D. h.: Ich habe in 2014

Gearbeitet: 1.840 Stunden
Hörbuch gehört: 1.300 Stunden
Differenz: 540 Stunden mehr gearbeitet, als Hörbuch gehört!
Mit diesem Ergebnis bin ich nicht zufrieden. -> Daran muss sich in 2015 etwas ändern 😉

Länge der Hörbücher

Das längste Hörbuch dauerte 33,5 Stunden (Der Distelfink) gefolgt von knapp 24 Stunden (Der Jesus-Deal) und 20 Stunden (Malevil).

Das kürzeste Hörbuch dauerte 13 Minuten und hieß “Humanic Park“. Hörbücher, die nur eine Stunde plus ein paar Minuten dauerten, waren es insgesamt 4 Stück.

Hörbücher die länger als 10 Stunden dauerten, waren es 62.

Ich wünsche dir einen guten Rutsch in ein tolles und hoffentlich spannendes Jahr 2015!

Liebe Grüße
Die Ute / Pingu1000

Siehe auch:

Spannende Renovierungsarbeiten

Großprojekt: Küchenrenovierung

Renovieren soll spannend sein? Ja – wenn man die richtigen Hörbücher dabei hört. Und das habe ich getan – zumindest größtenteils.

Vor 13 Jahren zog ich in meine Wohnung ein. Eine Küche war schon drin. Beige, auch der Fliesenspiegel in beige. Ich fand die Küche zwar sehr praktisch – weil sehr groß und gut durchdacht – aber eben hässlich von der Farbe her. Nun gut. Die Überlegung, eine neue Küche einzubauen, kam überhaupt nicht auf, da sie eben noch top in Schuss war (10 Jahre alt) und auch sehr funktionell.

Jetzt schaute ich mir also 13 Jahre diese Küche in beige an. Hm, sie wurde nicht hübscher… Ende April fasste ich den Entschluss: Die Küche muss anders werden. Eine neue Küche kann ich mir nicht leisten. Also musste ich aus dem Vorhandenen das beste machen. Ich setzte mir ein Limit von 250 €. Damit wollte ich meine Küche aufmöbeln. Geht nicht denkst du? Geht doch 🙂

Das war meine alte Küche:

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Ich schaute im Internet nach – klar. Youtube war da eine gute Anlaufstelle.
Hier sah ich, wie man mit Folie seine Möbel bekleben konnte. Streichen kam ja nicht in Frage, da Kunststoffoberfläche. Hm, folieren? Wie damals mit der hässlichen PVC-Folie? Doch heute sind die Folien anders. Nicht mehr nur hässlich und störrisch, es gibt schöne und gut zu verarbeitende Folien – wie ich herausfand.

Also habe ich zunächst Folie gekauft. Und zwar diese: http://www.amazon.de/gp/product/B00BQFU1HA/ref=oh_details_o05_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

Your Design Klebefolie - Oracal 621 - 63cm Rolle - 10m (Laufmeter) - Dunkelrot | Klebefolien für Möbel, 1oracal-621-10m-63cm-06-kl

Ich kaufte sie in dunkelrot und weiß. Denn meine Accessoires sind alle in rot und ich liebe rot. Hell sollte meine Küche aber auch werden. Denn sie hat nur ein kleines Fenster. Eigentlich nur ein Kellerfenster, obwohl ich im Erdgeschoss wohne. Doch direkt vor meiner Nase steht eine Halle – nur ca. 30 cm entfernt. Na, und auf diese Wand will man nun wirklich nicht schauen. Ergo ist das Fenster sehr klein und weit oben in meiner Küche. Licht ist also eher Mangelware. Die beige Einrichtung verbesserte den Eindruck einer „Dunkelkammer“ nicht unbedingt.

Ich fing mit den Schubladen neben dem Backofen an. Denn hier hatte ich die größten Bedenken, ob die Folie auch der Hitze stand halten würde. Nach einigen Tests war ich sicher: Die Folie hält bombenfest, löst sich nicht ab, bleibt wie sie ist. Perfekt. Also bearbeitete ich Abend für Abend nach der Arbeit weitere Fronten. Abschrauben, gründlich reinigen und Folie aufkleben.

Was man dazu braucht:

Die Folie, einen Cutter, einen Verkleberakel mit Filz, ein Lineal, eine Schere und ein gutes Hörbuch auf den Ohren.

Und so wird es gemacht:

Als erstes: Hörbuch einschalten.

Dann: Front abschrauben, Griffe abschrauben, Oberfläche gründlich reinigen und trocknen lassen. Während dessen:

Front abmessen und die Folie zuschneiden. Ich habe an allen Seiten 4 bis 5 cm dazugegeben, da die Folie ja noch um die Kante herumgehen soll und man es nie, wirklich nie schafft, die Folie exakt gerade auf die Oberfläche zu legen. Dann hat man noch etwas Spielraum.

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Die Folie möglichst gerade auf die Oberfläche legen, der Cutter sollte Greifweite sein.

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Jetzt fängt der etwas heiklere Teil an: Die Folie wird von unten nach oben verarbeitet, nicht von links und rechts. D. h. man zieht unten über die gesamte Breite das Papier auf der Rückseite ein kleines Stück ab und befestigt die Folie locker am unteren Ende. Dann schiebt man mit dem Rakel die Folie gleichmäßig über die Breite weiter nach oben. Wieder etwas Papier lösen, weiter mit dem Rakel.

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Das macht man nun über die gesamte Länge, bis die Oberfläche komplett und bläschenfrei foliert ist. Falls sich doch kleine Bläschen bilden, kann man die Folie meist wieder etwas abziehen und mit dem Rakel korrigieren, falls es einem rechtzeitig auffällt.

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Jetzt muss man die Front umdrehen und auf die Folienseite legen. Tipp: Am besten ein Handtuch unterlegen, damit keine Kratzer passieren.
Auf der Rückseite schlitzt man nun die Ecken der Folie diagonal ein.

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 Zuerst verklebt man nun die „Kopf- und Fußseite“ der Front und legt das übrige Dreieck um die Ecke herum. Dann vervollständigt man das Ganze mit der Verklebung der restlichen beiden Seiten.

Jetzt schneidet man mit dem Cutter die überstehende Folie ab.

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Zum Schluss dreht man die Front wieder um, tastet mit dem Finger nach den Löchern für die Griffschrauben und sticht mit dem Cutter zwei kleine Löcher in die Folie. Das ergibt dann eine saubere Verschraubung der Griffe, ohne dass die Schraube „mit Gewalt“ durch die Folie stoßen muss und evtl. eine unschöne Verarbeitung um die Griffe herum entsteht.

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Zugeben, die erste Front ist etwas heikel, aber dann wird es immer leichter. Man erkennt sehr schnell die Kniffe, wie es am besten funktioniert.
Tipp noch zum Schluß: Am besten mit der kleinsten Frontfläche beginnen, falls verschiedene Größen zur Auswahl stehen! Da geht es nämlich am einfachsten.
Und das war es auch schon.

Tag für Tag wurde meine Küche heller und schöner. Ok, es war viel, sehr viel Arbeit – aber mit einem guten Hörbuch auf den Ohren, ist das überhaupt nicht schlimm. Denn spätestens nach der zweiten Front wurde das Folieren zur Routine und ich konnte mich voll und ganz auf die Hörbücher konzentrieren. Herrlich.

Dann war die Küchenfront vollständig foliert. Toll war das Ergebnis! Ich war echt stolz. Was mich aber noch immens störte, war der beige Fliesenspiegel. Der musste weiß werden. Ich überlegte… ok, eine Platte andübeln. Oder aber Fliesen streichen. Doch: Kann man Fliesen streichen? Youtube half auch hier wieder weiter. Es gab da einen Film, der das Fliesen lackieren als total einfach darstellte. Ok, den Lack wollte ich kaufen. Doch als ich bei Amazon die Rezensionen las, wurde ich blass. 130 Euro sollte der Lack kosten und die Verarbeitung war wohl mehr als schwierig und das Ergebnis bei den meisten auch eher mittelprächtig bis schlecht. Hm. Nein, das wollte ich ja nun auch nicht. Wenn schon, dann sollte es schön werden.

Ich suchte also weiter und stieß auf folgenden Fliesenlack von Wilckens: http://www.amazon.de/gp/product/B005IDLKYE/ref=oh_details_o07_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

Preis: 22,94 € zzgl. 4,95 Versandkosten

Den Preis fand ich ok, die Rezensionen waren durchweg positiv, ich wurde mutig. Ich bestellte den Lack. Doch leichte Angst hatte ich schon, ob das denn auch wirklich klappen und ich das auch hinbekommen würde. Naja, dachte ich mir – wenn es nix wird, kannst du immer noch eine Paneele andübeln;-)

Zur Vorbereitung auf das Fliesen lackieren, setzte ich den Geiger Anlauger http://www.amazon.de/gp/product/B003G2P770/ref=oh_details_o06_s00_i00?ie=UTF8&psc=1 ein.

Geiger 70 Jahre SE 1 Fett entferner Anlauger mühevolles Anschleifen entfällt 500g

Ich habe gelernt: Fasse niemals nicht in Anlauger ohne Handschuhe! Ok, meine Hand ist wieder gut – viel Bepanthen und Handcreme haben alles wieder gerichtet. 😉

Der Anlauger hat jedenfalls seine Arbeit auch an den Fliesen bestens erledigt. Dann habe ich den Lack auf die beigen Fliesen aufgetragen. Die Fugen habe ich mit dem Pinsel gestrichen, den Rest dann mit einer Rolle verteilt. Immer ca. 50 cm-weise habe ich mich vorgearbeitet. Fugen pinseln, den Rest mit der Rolle verteilen.

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Schon nach dem ersten Durchgang sah meine Küche ganz anders aus! Man sollte den Lack dann 12 Stunden trocknen lassen, dann konnte man ihn ein zweites Mal lackieren. Am nächsten Tag habe ich die Prozedur also wiederholt und das Ergebnis war einfach bombastisch:

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Meine alte und meine „neue“ Küche im Vergleich:

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Die Kosten:

Für das Grobe:

Folie: 93,77 € + Filzrakel: 2,82 € + Cutter: 4,74 €
Alpina Weiß: 58,50 € + Feinkrepp zum Abkleben: 10,50 €
Anlauger: 10,35 €
Fliesenlack: 28,39 €

Für die Accessoires: 

Metall-Lack für die Bilderrahmen: 8,25 €
Passepartout für große Bilderrahmen: 15,05 €
Schränkchen als Ersatz für das Gitter: 43,89 € (-> Belohnung für mich und meine Arbeit, war nicht eingeplant)

Für die Kleinigkeiten: 

Abdeckfolie, Pinsel, Lackier-Set etc: ca. 20 €

D. h. insgesamt hat mich meine neue Küche ca. 300,00 € gekostet. 

Damit habe ich mein geplantes Budget zwar um 50 € überschritten (Schränkchen war ja nicht eingeplant). Aber dafür ist sie auch 100 Mal schöner geworden, als ich es mir in meinen kühnsten Träumen vorgestellt hatte.

Und was hat das mit Hörbüchern zu tun?

Ganz einfach. Mit einem spannenden Thriller oder Krimi oder Roman auf den Ohren lässt es sich ganz mühelos stundenlang arbeiten, ohne dass man die Lust verliert. Man tut einfach, was getan werden muss und wird dabei bestens unterhalten.

Folgende Hörbücher habe ich während des Renovierens gehört:

Das waren 13 Hörbücher, die zusammen ca. 134 Stunden dauerten… Ja, es war viel Arbeit. 

Aber hätte ich diese Bücher gelesen und nicht gehört, wäre meine Küche nach wie vor beige und hässlich. 😉

Meine Hörbuch-Highlights im Jahr 2013 und ein paar Zahlen

1.605 Stunden Hörvergnügen

Das Jahr 2013 war ein tolles Hörbuchjahr! 163 Hörbücher habe ich gehört, die insgesamt 1.605 Stunden meiner Freizeit mit spannenden Inhalten füllten.

Meine Highlights in 2013
(ohne eine Wertung innerhalb dieser Liste)

Dies ist nur eine kleine Auswahl von 18 Hörbüchern, die mich in 2013 – neben ganz vielen anderen – nachhaltig beeindruckt haben.

Hörzeiten

Hörbücher insgesamt: 163
Das sind in Hörstunden: 1.605
Das sind in 24-Stunden-Tagen: 67

Zum Vergleich:

Ich arbeite in einer 40 Stunden-Woche, habe 6 Wochen Urlaub im Jahr. Das sind 1.840 Arbeitsstunden.

D. h.: Ich habe in 2013

Gearbeitet: 1.840 Stunden
Hörbuch gehört: 1.605 Stunden
Differenz: 235 Stunden mehr gearbeitet, als Hörbuch gehört
-> Daran muss sich in 2014 etwas ändern 😉

Länge der Hörbücher

Das längste Hörbuch dauerte knapp 34 Stunden (Abenteuer Box) gleich gefolgt von 29 Stunden (Das Mädchen, das den Himmel berührte) und 28 Stunden (Der Name des Windes). Auf Platz 4 kam mit etwas über 25 Stunden „Das Wesen der Dinge und der Liebe„.

Das kürzeste Hörbuch dauerte 1 Stunde, 3 Minuten und hieß „Nur ein Schneehase„. Hörbücher, die nur eine Stunde plus ein paar Minuten dauerten, waren es insgesamt 8 Stück.

Hörbücher die länger als 10 Stunden dauerten, waren es 68.

Ich wünsche dir einen rasanten Rutsch in ein tolles und hoffentlich spannendes Jahr 2014!

Liebe Grüße
Die Ute / Pingu1000

Siehe auch:

Hörbuch + Handarbeit = Perfekt

20131109_142308Ein Beispiel

Ein Beispiel, was man beim Hörbuch hören so alles nebenbei erledigen kann, seht Ihr im Bild nebenan. Diese Brücke ist 80 cm breit und 120 cm lang. Sie umfasst ca. 15.000 Knoten und ich benötigte insgesamt ca. 65 Stunden dafür.

65 Stunden in denen ich viele Hörbücher gehört habe. Spannende, interessante, lehrreiche und lustige Hörbücher. Für meinen Geschmack sind Handarbeit und Hörbuch hören das perfekte Duo für verregnete Herbstabende. Hätte ich die Bücher gelesen, hätte ich jetzt die Brücke nicht. Denn lesen und handarbeiten geht einfach nicht.

Natürlich kann man auch alles mögliche andere tun, während man ein Hörbuch auf den Ohren hat. Z. B. kochen, essen, putzen, baden, spazieren gehen usw. usf. Und was machst du am Liebsten, während du spannenden Geschichten lauschst?

Liebe Grüße
@Pingu1000

Kleine Änderungen in meinen Blogeinträgen

Bewertung zukünftig in Pingu-Punkten (kurz PPs)

Meine Bewertung habe ich jetzt etwas verfeinert. Es gibt nicht mehr nur eine Gesamtbewertung. Vielmehr werden jetzt Sprecher und Story gesondert bewertet, was dann zur Gesamtbewertung führt. Auch sind es jetzt keine Sterne mehr, sondern Pingu-Punkte. Die Wertung geht wie bisher auch von 1 (grottenschlecht) bis 5 (super toll). In der Gesamtbewertung gibt es nun auch Kommazahlen.

Dies muss so sein, da ich die Wertigkeit von  Sprecher und Story nicht 50:50 werte. Warum? Ich denke, hier ist die Frage nach dem Huhn und dem Ei eindeutig geklärt. Ohne Buch hätte der Sprecher nichts, was er vortragen könnte.

Ich möchte damit die Leistung und die Wichtigkeit des Sprechers in keinster Weise schmälern, aber für mich und mein Empfinden steht die Story im Vordergrund.

Eine 50:50-Wertung würde meine Meinung nicht klar wiederspiegeln. Ich habe das an einigen Hörbüchern durchgerechnet und bin zu dem Schluss gekommen, dass folgende prozentuale Einteilung meine Gewichtung ziemlich genau trifft:

20 % Sprecher und 80 % Story. 

Das sieht dann zukünftig für ein Buch, bei dem mir z. B. der Sprecher sehr gut gefiel (5), ich die Geschichte aber nur mittelmäßig (3) fand, folgendermaßen aus:

Gesamtwertung: 3,4 Pingu-Punkte. 

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Oder wenn die Story toll (5) war, der Sprecher aber nur 3 Punkte erreicht hat:

Gesamtwertung: 4,6 Pingu-Punkte.

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Hätte ich eine 50:50-Bewertung würden beide Hörbücher 4 Pingu-Punkte erhalten. Das würde ein unklares Bild ergeben.

Die Farben ergeben sich aus der Bewertungsskala:

  • 5 Pingu-Punkte: grün
  • 4 Pingu-Punkte: orange
  • 3 Pingu-Punkte: blau
  • 2 Pingu-Punkte: lila
  • 1 Pingu-Punkt: rot

Die Zuordnung in die Bewertungsgruppe erfolgt wie bisher. D. h., Hörbücher die z. B. 4,0 oder 4,2 etc. PPs erreicht haben, findest du in der Bewertungsgruppe 4.

Keine direkten Hörproben mehr

Audible.de hat im September 2013 seine Website komplett neu aufgesetzt. Dies hat viele Vorteile, aber eben auch den Nachteil, dass die Hörproben nun eingebettet sind und nicht mehr verlinkt werden können.

Sicherlich haben viele Besucher meines Blog bereits festgestellt, dass meine bisher eingefügten Links zu den Hörproben auch nicht mehr funktionieren. Es öffnet sich nicht mehr direkt die Hörprobe, vielmehr landet man auf der neuen Startseite von audible.de.

Nun habe ich aber einige hundert Links zu Hörproben bei audible.de in meinen Artikeln. Diese werde ich nach und nach herauszunehmen. Bis es aber soweit ist, ein kleiner Tipp: Wenn du dir die Hörprobe anhören möchtest, dann klicke entweder oben auf das Hörbuch-Cover oder auf den eingefügten Link zum Hörbuch (am Ende des Blogbeitrags). Denn dadurch gelangst du direkt zum Hörbuch und nicht auf die Startseite. Das erspart dir zumindest die Sucheingabe nach dem Hörbuch.

Liebe Grüße
Die Ute (@Pingu1000)

„Todestitel“ – Wer soll da noch durchblicken?

TodestitelIch bin verwirrt. 

Wie man auf meinem Blog unschwer erkennen kann, höre ich gerne Krimis und Thriller. Doch so langsam muss ich wirklich gestehen, dass ich mit den vielen gleichartigen Titeln durcheinander komme. Ich habe meine Hörbuchliste mal zum Spaß nach „Tod“ und „tot“ durchforstet. Das Ergebnis findest du in der unten stehenden Liste. 92 Hörbücher, die „Tod“ oder „tot“ im Titel tragen. Wie soll man die denn noch auseinander halten?

Im Buchladen stehe ich oft verunsichert da und weiß nicht, ob ich das Hörbuch nun schon habe oder nicht. Beim Einkauf im Internet ist es zwar einfacher, da ich dann in meiner schlauen Liste nachschauen kann, aber ohne diese Liste bin ich komplett aufgeschmissen.

Oft werde ich von Bekannten gefragt, welchen Thriller oder Krimi ich denn empfehlen könnte. Ich habe festgestellt, dass ich spontan fast nie einen Titel mit „Tod“ oder „tot“ empfehle, da ich mir immer unsicher bin, welche Geschichte sich denn noch gleich hinter welchem der Titel verbarg. Das ist doch schade! Denn nur weil die Titel so ähnlich sind, sind es die Storys dahinter ja nicht – nur: ich kann sie ad hoc nicht mehr zuordnen! Und da es noch genug andere – meiner Meinung nach einprägsamere – Titel für Krimis und Thriller gibt, schlage ich dann meist diese Bücher vor.

Wenn ich mich nun frage, warum die Verlage wohl so gerne den Begriff „Tod“ oder „tot“ im Titel vergeben, dann komme ich zu dem Schluss: Es wird sich wohl gut verkaufen. Es suggeriert ja genau das, was man als Hörer oder Leser von einem Thriller oder Krimi erwartet. Aber – frage ich mich dann weiter – ich erwarte das ja eh! (Ausnahmen bestätigen die Regel – klar) Warum also muss es schon im Titel stehen? Wäre ein anderer aussagekräftigerer Titel nicht wesentlich sinnvoller? Ein Titel, der sich während der Story erschließt und man sich somit noch an die jeweilige Geschichte erinnern kann?

Bei Romanen geht es doch meistens auch!

Deshalb meine Bitte an die Autoren/Verlage: Bitte etwas mehr Kreativität bei der Titelfindung!

Nun bin ich gespannt, ob es dir lieber Leser/liebe Leserin dieses Beitrags auch oft so geht, oder ob ich doch besser zum Doc gehen und mich auf Alzheimer testen lassen sollte.

Hier die Liste der Titel

  1. Ake Edwardson – Bis der Tod uns scheidet
  2. Alex Berg – Der Tod wartet nicht
  3. Alex Berg – Am Anfang war der Tod
  4. Alex Berg – Unsterblich wie der Tod
  5. Andrea Schacht – Die Sünde aber gebiert den Tod
  6. Andreas Franz – Das Todeskreuz
  7. Andreas Franz – Tod eines Lehrers
  8. Andreas Franz – Jung, blond, tot
  9. Andreas Winkelmann – Bleicher Tod
  10. Andy Lettaus – Robert Lady – WHY? Geschichten vom Tod
  11. Anthony Horowitz – Die fünf Tore – Band 1 – Todeskreis
  12. Ariana Franklin – Die Totenleserin
  13. Arnaldur Indridason – Todeshauch
  14. Boris Akunin – Der Tote im Salonwagen
  15. Cody McFadyen – Der Todeskünstler
  16. Colin Cotterill – Der Tote im Eisfach
  17. Colin Cotterill – Dr. Siri und seine Toten
  18. Cornelia Funke – Tintentod
  19. Damien Echols – Mein Leben nach der Todeszelle
  20. Darja Donzowa – Bis das dein Tod uns scheidet
  21. Dennis Ehrhardt – Sonderberg & Co. und der Tote im Rhein
  22. Donato Carrisi – Der Todesflüsterer
  23. Douglas Presten – Lincoln Child – Cult – Spiel der Toten
  24. Edgar Allen Poe – Die Maske des roten Todes
  25. Eliot Pattison – Der Berg der toten Tibeter
  26. Elisabeth Herrmann – Zeugin der Toten
  27. Elizabeth George – Wer dem Tode geweiht
  28. Frank Schätzing – Tod und Teufel
  29. Friedrich Dürrenmatt – Der Tod des Sokrates
  30. Georg Bücher – Dantons Tod
  31. Glenn Cooper – Die Namen der Toten
  32. Guillermo Arriaga – Der süße Duft des Todes
  33. Günter Krieger – Freitod
  34. Hakan Nesser – Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod
  35. Hakan Nesser – Der Tote vom Strand
  36. Henning Mankell – Eiskalt wie der Tod
  37. J. D. Robb – Der Tod ist mein
  38. James McFetridge – Unendlicher Tod
  39. James Patterson – Todesstunde
  40. James Patterson – Rosenrot Mausetot
  41. Jay Asher – Tote Mädchen lügen nicht
  42. Jean Christophe Grangé  – Choral des Todes
  43. Jean-Louis  Glineur – Todesangst in der Nordeifel
  44. Jeff Lindsay – Des Todes dunkler Bruder
  45. J. K. Rowling – Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
  46. J. K. Rowling – Ein plötzlicher Todesfall
  47. John Harvey – Verführung zum Tod
  48. John Verdon – Die Handschrift des Todes
  49. Josh Bazell – Schneller als der Tod
  50. Joy Fielding – Nur der Tod kann dich retten
  51. Karen Rose – Todesschrei
  52. Kate Rhodes – Im Totengarten
  53. Kathy Reichs – Totenmontag
  54. Kathy Reichs – Totgeglaubte leben länger
  55. Kathy Reichs – Der Tod kommt wie gerufen
  56. Linda Castello –  Die Zahlen der Toten
  57. Lisa Jackson – Chry – Meine Rache ist dein Tod
  58. Magdalen Nabb – Tod im Frühling
  59. Marie von Ebner-Eschenbach – Die Totenwacht
  60. Michael Connelly – Kalter Tod
  61. Nicci French – Seit er tot ist
  62. Nick Stone – Todesritual
  63. P. D. James – Der Tod kam schnell
  64. Peter James – Nicht tot genug
  65. Peter James – Und morgen bist du tot
  66. Peter James – So gut wie tot
  67. Paul Cleave – Der Tod in mir
  68. Paul Cleave – Die Toten schweigen nicht
  69. Paul Cleave – Die Totensammler
  70. Paul Cleave – Das Haus des Todes
  71. Paul Cleave – Der siebte Tod
  72. Petra Busch – Zeig mir den Tod
  73. Philip K. Dick – Irrgarten des Todes
  74. Ralf Kramp – Der neunte Tod
  75. Sabine Thiesler – Die Totengräberin
  76. Sandra Lüpkes – Jürgen Kehrer – Zweites Leben, zweiter Tod
  77. Silvia Kaffke – Totenstill
  78. Simon Beckett – Die Chemie des Todes
  79. Sjöwall – Wahlöö – Die Tote im Götakanal
  80. Sophie McKenzie – Seit du tot bist
  81. Stanislaw Lem – Der weisse Tod
  82. Stephen King – Todesmarsch
  83. Stephan Ludwig – Zorn. Tod und Regen
  84. Steve Mosby – Tote Stimmen
  85. Tana French – Totengleich
  86. Terry Pratchett – Gevatter Tod
  87. Tess Gerritsen – Totengrund
  88. Tess Gerritsen – Scheintot
  89. Vincent Kliesch – Der Todeszauberer
  90. Vincent Kliesch – Der Prophet des Todes
  91. Vincent Kliesch – Bis in den Tod hinein
  92. Wilfried Huisman – Rendevous mit dem Tod

… und dies ist nur die kleine Auswahl, die in meinem Hörbuchregal steht – es gibt ja noch 2, 3 andere…
(nicht alles sind Krimis oder Thriller)

Meinungen? Erfahrungen? Ich bin gespannt und freue mich auf einen regen Austausch!

Liebe Grüße
Die Ute

Gibt es wirklich Schutzengel?

Abschiedsbrief an Flo

Liebe Flo,

auf diesem Weg möchte ich gerne ein paar letzte Worte an dich richten – auch wenn das nicht ganz richtig ist. In meinen Gedanken werde ich noch sehr oft, sehr lange und sehr viel mit dir reden, spielen, streiten, schmusen, dir beim Schnurren zuhören und natürlich auch Machtkämpfe ausüben.

Vor ziemlich genau einem Jahr, am 27.04. musste ich Abschied von meiner geliebten Travis nehmen. Sie wurde 21 ½ Jahre alt. Das war hart, sehr hart. Aber es war ein Alter bei dem ich wusste und mich auch darauf vorbereiten konnte, dass irgendwann der Tag des Abschieds kommen würde. Trotzdem war ich todtraurig. Ich wollte nie wieder eine Katze, denn die Trauer, die ich fühlte, war so überwältigend, so herzzerreißend und so grausam, dass ich das nicht nochmals durchleben wollte.

Doch die Stille und die Einsamkeit, die ich nach der heftigsten Zeit der Trauer empfand, brachte mich dazu, doch nochmals innezuhalten und nachzudenken. Und irgendwann beschloss ich: Ich will nicht ohne eine Katze leben! Meine Schwester und ihre Frau ahnten das bereits früher als ich und „reservierten“ vorsorglich für mich dich, meine süße Flo. Du wurdest fünf Tage vor Travis‘ Tod geboren. Und somit habt ihr fünf gemeinsame Tage auf dieser Welt verbracht, ohne voneinander zu wissen.

20120916_165908Als ich dann meine Überlegungen „Nicht ohne eine Katze“ meiner Schwester gegenüber erwähnte, erzählte sie mir von dir, Flo! Schwarz/weiß, frech, süß ohne Ende und klitzeklein – hui, mein Herz machte einen kleinen Sprung. Als ich dich dann zum ersten Mal sah, als du noch bei deiner Mama warst, mein Gott, wie hast du das gemacht? Ich hab dich angeschaut und geliebt. Und du hast mich angeschaut und kamst direkt zum mir. Der Pakt fürs Leben war in diesem Moment geschlossen.

Doch warum – verdammt – dauerte dieser Pakt nur ein Jahr? Und zwar exakt ein Jahr? Denn am Montag, den 22.04.2013, hattest du Geburtstag. Deinen ersten Geburtstag! Und laut meinen Berechnungen hätte es sehr gut sein können, dass du genau an deinem ersten Geburtstag deine Babys bekommst! Ich hatte am Samstag zuvor mein Wohnzimmer in ein Katzenbaby-Großwerd- und Spielzimmer verwandelt. Ich hatte dir zwei verschiedene kuschelige Kisten zum Gebären eingerichtet.  Die eine mochtest du glaub ich lieber als die andere – ich ließ trotzdem beide drinnen. Kuschelige Höhlen waren sie beide und früher oder später wären sie spätestens von Karla oder Paul oder wem auch immer (ich hatte bereits viele Namen parat – wusste ja nicht, wie viele Babys es werden würden) genutzt worden.

Doch was passiert?! Ich muss dich an deinem ersten Geburtstag und hochschwanger tot von der Straße auflesen! Überfahren! Gott verdammt! Das darf doch nicht wahr sein!

Liebe Flo, du warst eine wahrhaft wundervolle Katze! Du hast deine Freiheit über alles geliebt! Und die Freiheit, die du20120908_185329 gebraucht und geliebt hast, habe ich dir auch gegeben. Immer furchtbar bangend, aber vielmehr natürlich auch immer voller Hoffnung, dass alles gut gehen möge. Diesen verdammt langen Winter hast du gehasst – du mochtest die Kälte genauso wenig wie ich auch. Und dann: die Temperaturen werden endlich etwas wärmer, du und ich – wir beide – waren im Glück! Was sollte einen da noch in der Wohnung halten? Natürlich nichts! Letztendlich fatal…

Liebe Flo, du hast in 0,nix alle Menschen verzaubert, die dir begegneten. Alle schlossen dich sofort ins Herz. Und zwar so tief ins Herz, dass jetzt sehr, sehr viele Menschen um dich weinen und fassungs- und sprachlos sind, ob deines Schicksals.

Vielleicht triffst du da, wo du jetzt bist, ja auf Travis und auf Miles. Die beiden wohnten auch sehr lange Zeit mit mir zusammen. Ich fände es toll, wenn ihr eine WG gründen und euch Geschichten aus eurem Leben erzählen würdet. Dann würden mir hier wahrscheinlich öfters mal die Ohren klingeln. Das fände ich toll!

Machs gut meine Süße – du hast mich tagtäglich mit deiner Lebensfreude und deiner unbändigen Energie angesteckt und mich immer wieder zum Lachen gebracht. Es war eine tolle Zeit mit Dir!

Danke.

Liebe Grüße
Deine Mama

11. Deutscher Hörbuchpreis 2013 – und wir waren dabei

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14. Februar 2013 – Mittagspause:
Wie immer öffne ich ziemlich gelangweilt meine Post – sind ja meist nur Rechnungen und Werbung. Doch an diesem Tag ist ein äußerst interessanter Umschlag dabei. Vom WDR! An mich persönlich! Ich öffne neugierig den Umschlag und halte eine Einladung zum Deutschen Hörbuchpreis 2013 in Händen! Ich muss zweimal hinschauen, um das zu realisieren.

Ich lese, was da alles drauf steht – schlagartig habe ich ein Problem: ‚Um Abendkleidung wird gebeten!‘ Im Geiste durchforste ich meinen Kleiderschrank. Oh Schreck: Ich habe nichts zum Anziehen!

14. Februar 2013 – abends:
Mist, die Veranstaltung findet in Köln statt, das ist verdammt weit weg von meinem Wohnort. Da kann ich abends nicht wieder nach Hause fahren. Doch dieses Problem besteht nur sehr kurz. Denn Myriam und Arthur Gelderblom haben ebenfalls eine Einladung. Und sie wohnen ganz in der Nähe von Köln. Die beiden laden mich direkt ein, bei ihnen zu übernachten. Ok, Problem 1 ist gelöst. Problem 2 – die Kleiderfrage – besteht nach wie vor.

15. Februar 2013 – tagsüber:
Bei der Arbeit 2 Tage Urlaub eingereicht.

16. Februar 2013 – abends:
Shoppen im Internet. Schnell ist ein schmucker Hosenanzug gefunden und bestellt. Dieser kommt nach 2 Tagen. Bei der Anprobe stellt sich heraus, dass die Hose viel zu weit ist – aber dank der weltbesten Schneiderin (meiner Mutti), ist auch das kein Problem.

19. Februar 2013 – abends:
Anprobe des geänderten Hosenanzugs: Passt perfekt.

20. Februar bis 04. März 2013:
Vorfreude, große Vorfreude, riesige Vorfreude!

05. März 2013 – tagsüber:
Ich werde nervös. Ich war noch nie bei solch einem festlichen Anlass. Und schon gar nicht bei einer Veranstaltung, die in 5 Radiosendern live und 2 Tage später im Fernsehen übertragen wird. Die Nervosität steigt.

05. März 2013 – abends:
Ute, mach dich nicht verrückt! Du bist dort Zuschauer! Alles ist gut. Du solltest aber langsam mal anfangen zu packen…

06. März 2013 – morgens:
Gemütlich Kaffee trinken, ausgiebig baden. Gegen 11.00 Uhr starte ich in Richtung Köln. Gegen 14.00 Uhr treffe ich bei Myriam und Arthur Gelderblom ein. Freudige Begrüßung und Kennenlernen der beiden neuen Mitbewohner Mylady und MissIggy – zwei zuckersüße Katzen.

Wir trinken Kaffee, reden, spielen mit den Katzen. Dann geht’s ans Aufhübschen. Auch das ist erstaunlich schnell über die Bühne.

06. März 2013 – 17:45 Uhr:20130306_190610
Wir drei sitzen aufgebretzelt im Auto und starten in Richtung Köln. Kurze Zeit später stecken wir im dicksten Berufsverkehr fest. Ich werde immer nervöser, da ich keine Ahnung habe, wie weit es noch ist. Arthur bleibt gelassen: ‚Ist nicht weit – wir sind gleich dort.‘ Er behält Recht.

Um kurz vor 19.00 Uhr sind wir am Funkhaus Wallrafplatz. Ein kurzer Abstecher um die Ecke, damit ich als Touri den Kölner Dom fotografieren kann. Dann wieder zurück zum Funkhaus.

06. März 2013 – 19:00 Uhr:
Wir laufen gebührend über den roten Teppich und zeigen stolz unsere Einladungen vor. Wir werden mit Namen begrüßt und erhalten Sitzkärtchen – Reihe 8 bis 24 – freie Platzwahl.

Da wir spätestens um 19.40 Uhr im Saal sein sollen und wir noch Zeit haben, bleiben wir zunächst im Foyer, trinken etwas und essen ein paar Häppchen, die netterweise gereicht werden.

06. März 2013 – 19:35 Uhr:
Jetzt wird es aber Zeit. Wir gehen in den Saal. Der ist schon sehr gut gefüllt, es gibt nur noch in den hinteren Reihen freie Plätze für uns. Wir setzen uns. Fast jeder hat sein Handy in der Hand, twittert und fotografiert was das Zeug hält. Um 19.55 Uhr betritt Dieter Moor die Bühne und motzt das Publikum an: „War ja wieder klar! Ihr solltet um 19:40 Uhr spätestens sitzen, da es eine Live-Übertragung ist. Aber nein, hier ist noch ein Geräuschpegel, der keine Live-Übertragung zulässt!“ Motz, motz, motz. Wir werden ganz still. Dann grinst Dieter Moor, meint: „Na also, geht doch.“ Dann gibt er uns noch die Anweisung, alle Handys auszuschalten. Also nicht den Flugzeugmodus an – nein, ganz auszuschalten. Sonst gibt es Störungen bei der Übertragung. Schweren Herzens schalte ich mein Handy aus. Aber ein Bild konnte ich vorher doch noch schnell machen.

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06. März 2013 – 20:05 Uhr:
Pünktlich beginnt die Live-Übertragung im Radio. Die beiden Moderatoren Katty Salié und Dieter Moor betreten die Bühne. Sofort bricht tosender Applaus los, so dass man die Begrüßungsworte der beiden Moderatoren kaum verstehen kann. Macht aber nix – es weiß ja eh jeder, um was es geht.

Am Piano sitzt der musikalische Leiter des WDR Mike Herting und sorgt für leichte Untermalung. Und er hat sichtlich Spaß an seiner Aufgabe.

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Dann geht es auch gleich los mit der Verleihung des ersten Preises.
(Wenn du auf die Bilder klickst, kommst du auf die jeweilige Seite des Hörbuchpreises. Hier gibt es jeweils ein Hörbeispiel, eine Kurzbeschreibung des Hörbuches, die Begründung der Preisträgerjury, die Begründung der Nominierungsjury und Informationen zum Preisträger selbst.) 

Er wird verliehen in der Kategorie:„Bester Interpret“

Sibylle Bergmit dem Hörbuch von
Sibylle Berg: „Vielen Dank für das Leben“
Der Preisträger ist: Gustav Peter Wöhler

Gustav Peter Wöhler ist live vor Ort und liest einen Ausschnitt aus dem Hörbuch.

Nach der Lesung wird Herr Wöhler interviewt und er bekommt seine Trophäe überreicht.

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Gleich geht es weiter mit der nächsten Preisverleihung:

Kategorie: „Bestes Kinderhörbuch“

Zorgamazoomit dem Hörbuch von: Robert Paul Weston
Übersetzung: Uwe-Michael Gutzschhahn
Hörbuch: „Zorgamzoo“
Sprecher: Martin Baltscheit
Verlag: Silberfisch im Hörbuch Hamburg Verlag

Auch Martin Baltscheit war live dabei und hat eine Szene aus diesem komplett gereimten Hörbuch vorgetragen.  Und das hat mich derart begeistert, dass ich mir (wieder zuhause) das Kinderhörbuch direkt gekauft und angehört habe. Ich war begeistert! Meine Rezension hierzu gibt es hier:
Robert Paul Weston – Zorgamazoo

Selbstverständlich wurde auch Martin Baltscheit interviewt.

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Den nächsten Preis gibt es in der Kategorie: „Bestes Sachhörbuch“

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Den Preis gewann „Der Heilige Pillendreher. Ein elektroakustisches Hörbuch“ von Jean-Henri Fabre
Sprecher: Gertd Heidenreich
Verlag: Buchfunk
Musik: Robert Rehnig

Hier war der Sprecher nicht vor Ort. Es wurde ein kleiner Film über den Mistkäfer eingespielt, der mit dem Ton des Hörbuches hinterlegt war. Den Preis nahm David Fischbach stolz entgegen.

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Danach folgte eine musikalische Unterhaltung durch das Ensemble Spark.

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Weiter ging es im Programm in der Kategorie: „Beste Interpretin“

AugustMit dem Hörbuch von
Christa Wolf „August“
Preisträgerin: „Dagmar Manzel“

Dagmar Manzel war ebenfalls live dabei und hat einen Auszug aus dem Hörbuch vorgetragen. Sehr ergreifend.

Und dann, dann lag ich schier unterm Sessel vor Lachen.

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Der nächste Preis ging in der Kategorie: „Das besondere Hörbuch / Beste Unterhaltung“

Känguruan Marc-Uwe Kling mit „Die Känguru-Chroniken. Live und ungekürzt“
Verlag: Hörbuch Hamburg

Marc-Uwe Kling liest seine Lieblingsepisode aus dem Hörbuch, die betitelt ist mit „Theorie und Praxis“. Auch diese Lesung hat mich derart begeistert, dass ich mir das Hörbuch kaufte und sofort hörte. Ich habe Tränen gelacht!

Meine Rezension dazu gibt es hier:
Marc-Uwe Kling – Die Känguru-Chroniken: Live und ungekürzt

Ein sehr amüsantes kurzes Interview folgte mit dem Autor und Sprecher.

Anschließend kam die absolute Ernüchterung.

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Der nächste Preis wurde verliehen in der Kategorie: „Beste verlegerische Leistung“

Erzählerstimmenfür das Hörbuch „Erzählerstimmen – Die Bibliothek der Autoren“
von „Christiane Collorio, Michael Krüger und Hans Sarkowicz (Hg.)
Verlag: „Der Hörverlag“

Hier war natürlich keiner der Sprecher live auf der Bühne, da viele ja bereits tot sind. Es handelt sich hier um reine Archivaufnahmen.

Den Preis nahmen Claudia Baumhöfer und Christiane Collorio entgegen.

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Weiter ging es mit der Verleihung des „HÖRkulino“.

Der Preisträger war hier noch nicht im Vorfeld bekannt und wurde erst an diesem Abend verkündet.

GespensterDer „HÖRkulino“ ging an das Hörbuch:
„Gespenster gibt es doch“
von Kate und M. Sarah Klise
Verlag: „Audiolino“

Hierzu gab es ein kurzes Video mit dem Hörbuchtext hinterlegt. Das war schön gemacht.

Den Preis nahm Rainer Gussek (Regisseur und Verleger) entgegen.

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Weiter ging es mit dem „HörKules“

ZiemlichGewonnen hat
„Ziemlich beste Freunde: Das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo“
von: Philippe Pozzo di Borgo
Sprecher: Frank Röth

Der Sprecher Frank Röth nahm den Preis entgegen und las auch einen Ausschnitt aus dem Hörbuch.

Zur Info: Das Hörbuch ist nicht die Vorlage für den äußerst bekannten und gleichnamigen Film.

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Und dann war auch schon die letzte Verleihung:

In der Kategorie: „Bestes Hörspiel“ und „Hörspiel des Jahres der hr2-Hörbuchbestenliste“

Ulyssesshat gewonnen: „Ulysses“
von: „James Joyce“
Verlag: „Der Hörverlag / SWR, DLF“

Den Preis nahmen die Herren Manfred Hess und Klaus Buhlert entgegen.

Sie wurden natürlich kurz interviewt und anschließend las Corinna Harfouch sehr enthusiastisch aus dem Hörspiel vor.

Ihr Vortrag hat mich dann doch neugierig gemacht. Ich hatte mit diesem Hörbuch zwar schon einmal begonnen, aber bereits nach ca. 10 Minuten aufgegeben. Arthur Gelderblom, der das Hörspiel bereits gehört hatte, meinte zu mir, dass der Anfang sehr anstrengend sei, dann aber besser weitergehen würde. Der Vortrag von Corinna Harfouch zeigte dies eindrucksvoll. Ich werde es also nochmals versuchen.

Nach diesem Vortrag beendete das Ensemble Sparks diesen wundervollen Abend mit einer weiteren musikalischen Einlage.

Doch damit war noch nicht Schluss. Wieder draußen im Foyer wurden alle Gäste mit Essen und Trinken vom Feinsten verwöhnt. Auch die Preisträger und diverse bekannte Gesichter aus dem Fernsehen liefen umher. Wenn ich mehr fernsehen würde, könnte ich hier vielleicht auch Namen nennen. So leider nicht.

Nach einer kurzen Stärkung traf ich dann auch noch einen langjährigen Hörbuchfreund von mir, den ich bisher aber nur über das Internet kannte und noch nie live gesehen hatte. Das war zu all den bisherigen Highlights ein weiteres i-Tüpfelchen des Abends.

Gegen 23:30 ging es zurück, es gab noch lange Gespräche in der Küche von Myriam und Arthur Gelderblom bis wir um 1:30 Uhr schließlich todmüde aber glücklich in die Betten fielen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück musste ich dann leider schon den Rückweg antreten, da ich am nächsten Tag wieder arbeiten musste.

Fazit:

Die Verleihung des 11. Deutschen Hörbuchpreises 2013 war für mich ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.

Zum Einen empfand ich die Einladung als eine wirkliche Ehre für meine langjährige Leidenschaft als Hörbuchhörerin und Bloggerin. Zum Anderen war es aber auch äußerst interessant, eine derartige Übertragung live erleben zu dürfen. Dachte ich doch immer, dass die Moderatoren alles im Griff hätten (zeitlich), so wurde ich hier eines Besseren belehrt. Rannte doch ständig ein Mann (war es der Produktionsleiter oder der Regisseur? Oh Gott, ich kenne mich beim Thema TV überhaupt nicht aus) mit Schildern am Bühnenrand auf und ab und gab den Moderatoren Anweisungen… ja, was auf den Schildern stand, weiß ich nicht wirklich. Nur einmal sagte Frau Collorio während ihres Interviews: „Da läuft ständig einer herum und hält ein Schild hoch, auf dem steht, dass nichts mehr ginge. Aber es geht doch noch alles“. So oder so ähnlich jedenfalls. Dies ist in der TV-Aufzeichnung nicht zu sehen. Überhaupt ist die TV-Sendung 25 Minuten kürzer. Die Preisverleihung ging bis 22:00 Uhr. Die Sendung ist aber „nur“ 1,5 Stunden lang.

Erstaunlich finde ich, dass die Kürzungen in der TV-Aufnahme so dermaßen gut eingebaut sind, dass mir – bis auf den oben erwähnten Ausspruch von Frau Collorio – keine Kürzungen aufgefallen sind. Die Jungs verstehen ihr Handwerk wirklich sehr gut.

Hach, es war ein toller Abend. Und ich würde mich gerne persönlich bei der Person bedanken, der ich diese Einladung zu verdanken habe. Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, wem ich sie zu verdanken habe. Vielleicht meldet sich der nette Gönner / die nette Gönnerin bei mir? Ich würde mich sehr freuen.

Ich bin dabei: Hörbuch-Challenge 2013

Hörbuch-Challenge 2013Hörbuch-Challenge 2013
Seit Jahren höre ich nun Hörbücher, habe aber noch nie an einer Challenge teilgenommen! Warum eigentlich nicht, frage ich mich jetzt im Nachhinein? Jedenfalls werde ich nun im Jahr 2013 endlich an meiner ersten Hörbuch-Challenge teilnehmen. Und ich freu mich richtig darauf.

Organisiert und durchgeführt wird diese Challenge von der Buchkolumne und der Büchernische in Verbindung mit dem Argon-Verlag.

Die Regeln sind ganz einfach. Klickt einfach auf das Bild oder auf Hörbuch-Challenge 2013 und schon erfahrt ihr, wie man mitmachen kann.

An dieser Stelle möchte ich ein ganz herzliches DANKESCHÖN an die Organisatoren für ihr Engagement aussprechen! Denn so eine Challenge zu stemmen, ist verdammt viel Arbeit! 

Ich freue mich auf ein spannendes Hörbuch-Jahr 2013.