Achim Zons – Wer die Hunde weckt

wer-die-hunde-wecktBeschreibung
Als der Journalist David Jakubowicz schwer verletzt in einem Autowrack zu sich kommt, wird ihm klar, dass er Opfer eines Anschlags geworden ist. Die CIA-Agentin neben ihm ist tot. Sie hatte brisante Informationen über eine Militäraktion von extremer Skrupellosigkeit: die Bombardierung eines LKW-Konvois im Norden Afghanistans, die weit über 100 Zivilisten das Leben kostete – die meisten von ihnen Kinder. Die Jagd auf die Verantwortlichen führt Jakubowicz bis nach Afghanistan. Geheimdienst und Regierung versuchen, den Fall zu vertuschen, während die Arbeit für Jakubowicz und seine junge Kollegin Emma Bricks lebensgefährlich wird.

Sprecher
David Nathan

Länge
12 h 10 m

Meine Meinung
Nach 3 Monaten kann ich leider, leider keine Rezension mehr zu diesem Hörbuch schreiben. Es hat mir aber gut gefallen, besonders der schon etwas ältere Protagonist, dem seine Gelenke zu schaffen machten. Trotzdem gab er alles, um den Fall komplett aufzuklären und die Verantwortlichen zu entlarven. Wenn ich mich recht entsinne, dann konnte er auch alle möglichen Sprachen, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Insgesamt habe ich die Geschichte als kurzweilig und spannend in Erinnerung. Meine notierte Bewertung lautet:

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Herzlichen Dank an D>A<V für das Rezensionsexemplar.

Tom Rob Smith – Agent 6

Agent 6Beschreibung
Moskau 1950. Geheimagent Leo Demidow soll dem schwarzen amerikanischen Sänger Jesse Austin ein perfektes kommunistisches Russland vorgaukeln. Austin droht das abgekartete Spiel zu durchschauen, und in letzter Minute kann Demidow einen Eklat verhindern. 15 Jahre später reist Demidows Ehefrau mit den beiden Töchtern zu einem Versöhnungskonzert sowjetischer und amerikanischer Schüler in die USA. Doch am Ende des Abends gibt es mehrere Tote, und nur einer weiß, was wirklich geschah: Agent 6. Und nur einer kann ihn finden: Leo Demidow.

Dietmar Bär gibt in seiner Lesung Leo Demidows brillianter Mischung aus eiskalter Präzision und unkonventionellen Ermittlungsmethoden eine Stimme.

Sprecher
Dietmar Bär

Länge
9 h 20 m (gekürzt)

Meine Meinung
„Agent 6“ ist der letzte Teil der Trilogie. Und eines ist gewiss: Wenn man die Vorgänger-Bücher nicht kennt, dann wird man an diesem Hörbuch keinen Spaß haben.

Der Protagonist ist wieder Leo Demidow, in diesem Band ist auch seine ganze Familie involviert. Die Story an sich fand ich wieder sehr interessant, man erfuhr wieder so einiges über die Machenschaften des damaligen Stalin-Russland. Doch hier geht Demidow und auch seine Familie über die Grenzen hinweg bis nach Amerika.

Zum einen spielt dieser Roman über viele Jahre, zum anderen in vielen verschiedenen Ländern. Ich fand, dass man hier leider gemerkt hat, dass es eine gekürzte Version ist, denn so ab und an dachte ich: Nanu, wie ist er denn jetzt dahin gekommen? Mir hat hier des Öfteren die schlüssige Verbindung zur Vergangenheit gefehlt. Doch wenn man davon absieht, war es wieder eine sehr interessante Geschichte, die mich Stunde um Stunde gebannt lauschen ließ. Es ist zwar nicht wirklich super spannend, aber äußerst interessant.

Dietmar Bär als Sprecher hat mir als Sprecher sehr gut gefallen. Die beiden Vorgänger-Bände wurden zwar von Bernd Michael Lade gesprochen, doch da es bei mir schon ein Weilchen her ist, dass ich diese gehört hatte, störte mich der Sprecherwechsel nicht. Im Gegenteil. Ich liebe Dietmar Bär als Sprecher.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Tom Rob Smith – Agent 6

Siehe auch:

Christian Gailus – Glashaus: Die komplette 1. Staffel

Glashaus - die komplette 1. StaffelBeschreibung
Im Netz tobt ein Krieg. Während die deutsche Bevölkerung noch glaubt, dass das Internet hauptsächlich aus sozialen Netzwerken, Videospielen und Einkäufen besteht, liefern sich Regierungen, globale Konzerne, Hacker sowie das organisierte Verbrechen erbitterte Schlachten über die Vormacht im Cyberspace. Allen voran: Godspeed, eine nebulöse Internet-Erscheinung, die sich durch spektakuläre Cyber-Hacks einen Namen macht. Als Godspeed in Afghanistan eine Aufklärungsdrohne der Bundeswehr abstürzen lässt und das Video medienwirksam ins Internet stellt, sieht sich die deutsche Regierung zum Handeln gezwungen. Ihre Antwort: Glashaus. Eine geheime Sondereinheit, bestehend aus IT-Spezialisten, Polizei und Staatsanwaltschaft, die direkt dem Kanzleramtschef Paul Hofer (Sky du Mont) unterstellt ist. Leiter der SE Glashaus ist der ehemalige BKA-Vize Jörg Warninger (Gunnar Helm), der sich ein Team von Experten zusammenstellt.

Allen voran der ehemalige Polizist und Afghanistan Veteran Mark West (Dominic Raacke), die junge Staatsanwältin Julia Murnau (Felicitas Woll) und der Ex-Hacker Torsten Radinger (Stefan Kaminski). Es dauert nicht lange und das gesamte Team setzt sein Leben aufs Spiel, um Deutschland vor den Bedrohungen durch Godspeed und anderen virtuellen sowie realen Verbrechern zu beschützen.

Glashaus ist die erste Hörspielserie, die eigens für Audible geschrieben und produziert wurde. Verantwortlich für die aufwändige Umsetzung zeichnet sich einmal mehr das Team von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge und die preisgekrönte Regisseurin Johanna Steiner. Mehr als 90 Sprecher wurden für die Serie in Szene gesetzt.

Neben der prominenten Hauptbesetzung und Gaststars wie Sky Du Mont natürlich auch die erste Riege deutscher Sprecher: Uve Teschner, Christiane Marx, Marie Walke, Richard Barenberg, Simone Kabst, Erich Räuker, Valentin Stilu, Gabriele Blum und viele andere…

Sprecher
Diverse (->Hörspiel)

Länge
11 h 28 m

Meine Meinung
Spannung und Action, das bietet „Glashaus: die komplette 1. Staffel“. Ich dachte, ich höre nur mal in die erste Folge rein. Da hatte ich den Salat! Natürlich folgte sofort die 2. und die 3. usw bis ich auch das Staffelende gehört hatte. Spannung und Action sind die Hauptzutaten dieser Staffel. Hinzu kommt Aktualität aus unserer momentanen Welt, eine Bedrohung, die durch das Internet kommt und übermächtig zu sein scheint. Dass hieraus ein erbitterter Kampf um Recht und Ordnung in Deutschland entsteht, ist unumgänglich.

Die Protagonisten sind alle sehr eigen und sehr unterschiedlich und bestens von den Sprechern nicht nur gesprochen sondern richtiggehend inszeniert. Toll.

Durch die abslute Starbesetzung und die perfekte Geräuschkulisse bietet sich einem hier ein Kopfkino, an das ein Film nur schwer herankommt. Ich bin schon sehr gespannt auf die 2. Staffel.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Christian Gailus – Glashaus: Die komplette 1. Staffel

David Ellis – Der falsche Mann

Der falsche MannBeschreibung
Er lebt in seiner eigenen Welt, abgeschottet, scheinbar ohne Empfindung. Doch dann wird der Kriegsveteran Tommy des Mordes an einer Studentin verdächtigt. Er beteuert seine Unschuld, aber alles spricht gegen ihn. Der Anwalt Jason Kolarich übernimmt die Verteidigung: ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen. Als ein prominentes Mafiamitglied umgebracht wird, erhält der Fall eine dramatische Wendung: Kolarich kommt einer mysteriösen Bruderschaft auf die Spur, die einen Anschlag plant. Er braucht Beweise – doch seine Gegner sind übermächtig…

Sprecher
Bodo Primus

Länge
13 h 33 m

Meine Meinung
Die obige Beschreibung ist nicht ganz korrekt. Denn der Verdächtige Tom Stoller beteuert nicht seine Unschuld. Er ist vom Afghanistan-Krieg schwer traumatisiert und sagt lediglich, dass er sich nicht erinnern kann – wenn er überhaupt etwas sagt.

Eine junge Studentin, die nebenbei in einem Rechtsanwaltsbüro arbeitet, wird auf offener Straße ermordet. Ein Schuss genau zwischen die Augen streckt sie danieder. Kurz darauf wird der Obdachlose Tom Stoller festgenommen, da dieser offenbar die Handtasche und die Kette der jungen Frau geklaut hat – neben ihm im Gras liegt die Tatwaffe. Er wird des Mordes angeklagt und bekommt einen Pflichtverteidiger. Die Tante von Tom (Tom hat sonst keine Angehörigen mehr) möchte, dass Jason Kolarich die Verteidigung ihres traumatisierten Neffen übernimmt. Dieser stimmt zu.

Obwohl Tom Stoller nicht redet, wird Kolarich bald klar, dass Tom nicht der Mörder war, sondern dass ihm der Mord angehängt werden soll. Doch wie soll man das beweisen, wenn der Verdächtige nicht redet und der Richter einem nur Steine in den Weg seiner Verteidigungsstrategie legt? Gar nicht so einfach. Doch Kolarich ist beharrlich und deckt mühsam Stück für Stück die Fakten auf. Und was sich zum Schluss für ein Bild daraus ergibt, ist mehr als erschreckend.

Jason Kolarich ist Anwalt. Er ist ein sehr guter Anwalt und damit hält er auch nicht hinterm Berg. Er ist schon recht eingenommen von sich, seiner Art und seinem Können. Anfangs empfand ich das als ein wenig zu angeberisch, aber mit dem Fortgang der Geschichte wurde er mir zunehmend sympathischer und seine eigene Einstellung bewahrheitete sich ja auch. Er ist schon genial.

Die Machtspielchen zwischen Richter, Anwalt und Staatsanwalt – wie sie in den USA wohl auf der Tagesordnung stehen – wurden hier sehr präzise dargestellt. Das fand ich sehr interessant. Denn eigentlich geht es nicht wirklich um Wahrheitsfindung, sondern vielmehr um Macht bzw. Ohnmacht und um Sympathie.

Insgesamt war mir die Story einen Tick zu patriotisch und an manchen Stellen etwas langatmig. Das Ende hat mich dann aber sehr überrascht und hat mir somit sehr gut gefallen.

Den Sprecher Bodo Primus fand ich gut. In meinen Ohren klingt seine Stimme angenehm und er hat die verschiedenen Personen gut herausgearbeitet und unterschieden.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: David Ellis – Der falsche Mann

Siehe auch:

Jochen Rausch – Krieg

KriegBeschreibung
Seit Monaten schon lebt Arnold Steins zurückgezogen inmitten der rauen Welt der Berge und kommt nur gelegentlich runter ins Dorf. Doch so einsam und abgeschieden ist das Leben nicht in dieser verwitterten Almhütte mit all ihren Geheimnissen: In einem Moment der Abwesenheit zerstört ein Fremder die letzten Dinge, die ihm wichtig sind, sein Hund wird brutal verletzt – ein Kampf auf Leben und Tod mit unbekanntem Gegner beginnt. Und auf einmal versteht Arnold, wie alles zusammenhängt: das Schicksal seines Sohnes mit der zerstörerischen Trauer seiner Frau und der eigenen Flucht aus einem Leben, in dem er sich nur ein einziges Mal zur Wehr setzte.

Sprecher
Ulrich Noethen

Länge
6 h 04 m

Meine Meinung
Ich ging aufgrund der von mir im Vorfeld gelesenen Rezensionen mit der Erwartung an dieses Buch, dass es wohl eine Mischung aus „Winter in Maine“ und „Das finstere Tal“ sein würde. Beide Bücher fand ich ausgesprochen gut – da fiel die Entscheidung leicht. Kaum gekauft, hatte ich es auch schon auf den Ohren.

Was mir begegnete: Kurze, prägnante Sätze, die wie Pfeilspitzen auf mich abgeschossen wurden. Zumindest empfand ich es so.

Das Buch beginnt mit zwei Handlungssträngen. Zunächst ergab das für mich keinen Sinn, es dauerte etwas, das muss ich zugeben. Dann wird aus verschiedenen Zeiten heraus erzählt, auch das musste ich erst einmal kapieren. Somit war ich stellenweise ziemlich verwirrt.

Nun zur Geschichte: Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Arnold Steins erzählt. Sein Sohn hat sich freiwillig für den Einsatz in Afghanistan gemeldet. Man erfährt viel über das Bangen der Eltern und über die so sehr erhofften und gleichzeitig auch gefürchteten eMails ihres Sohnes, die der Vater vor der Mutter stets verborgen hält – ihr gegenüber alles schön malt. Es ist eine gänzlich andere, durchaus sehr interessante Art der Kriegsberichterstattung. Das Leiden der Eltern wird eiskalt, aber äußerst überzeugend dargestellt. Hier musste ich des Öfteren schwer schlucken.

Arnolds Zeit auf der Hütte wurde ihm dann auch nicht gerade leicht gemacht. Denn ein Fremder nahm ihm auch den letzten Rest, den er noch hatte.

Ich glaube, um dieses Buch vollständig zu verstehen, muss man es öfters als ein Mal hören. Da es mich aber nicht wirklich packen konnte, verspüre ich auch nicht den Wunsch, diesem Buch gänzlich auf den Grund zu gehen. Auch wenn mich die ein oder andere Aussage wirklich tief getroffen und Eindruck auf mich gemacht hat, so konnte es mich aber trotzdem nicht genug in seinen Bann ziehen.

Schade. Ich hatte mir etwas anderes erhofft.

Ulrich Noethen als Sprecher fand ich sehr passend für diese Geschichte. Er hat wie immer eine sehr gute Leistung hingelegt.

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Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jochen Rausch – Krieg

Fabio Geda – Im Meer schwimmen Krokodile

Beschreibung
„Drei Dinge darfst Du nie im Leben tun, Enaiat, aus keinem Grund: Erstens, Drogen nehmen. Zweitens, zu den Waffen greifen. Versprich mir, dass deine Hand nicht einmal einen Holzlöffel halten wird, wenn er dazu dient, einen Menschen zu verletzen. Drittens, stehlen. Was dein ist, ist dein, was nicht dein ist, nicht. Und merke dir, dass es sich immer zu leben lohnt, wenn man einen Wunsch vor Augen hat wie ein Esel eine Karotte.“

Mit diesen Worten verlässt die Mutter ihr Kind. Sie hat Enaiat außer Landes geschmuggelt, mehr kann sie nicht für ihn tun. Die drei Lebensregeln sind der einzige Kompass des Jungen auf seiner Überlebensreise, die viele Jahre dauert. Also tut er nichts Böses, was auch immer geschieht. Arbeitet, gleich was, und besteht Tag für Tag das Leben, findet Freunde, zieht weiter. Und hat immer einen Wunsch vor Augen…

Sprecher
Robert Stadlober

Länge
202 Minuten

Meine Meinung
Dieses Hörbuch beschreibt die sehr gefährliche mehrjährige Flucht des damals erst 10-jährigen Enaiat. Die Mutter hat ihn aus Afghanistan herausgeschmuggelt, damit er eine Überlebenschance außerhalb des Landes hat. Doch von da an ist der Junge auf sich selbst gestellt, wird von Schlepperbanden in menschenunwürdigen „Behältnissen“ von Ort zu Ort gekarrt. Nicht selten entging er bei diesen Reisen nur knapp dem Tod. Nach (ich glaube) 8 Jahren kommt er endlich in ein Land, in dem er nicht mehr gejagt wird und in dem er leben darf.

Das Buch ist so aufgebaut, dass Enaiat seine Geschichte einem Freund erzählt. Ab und an fragt dieser Freund etwas, aber meist erzählt Enaiat seine Erlebnisse in sehr bildhaften Schilderungen. Es ist also kein wirklicher Dialog, den die beiden führen.

Ich fand diesen Erlebnisbericht derart ergreifend, dass ich nur noch der Geschichte folgen konnte, keine andere Tätigkeit wie stricken oder Computerspiele waren dabei möglich. Wenn ich mir vorstelle, was diese Flüchtlinge alles auf sich nehmen und dann immer wieder Gefahr laufen, einfach wieder abgeschoben zu werden – das ist einfach unmenschlich.

In diesem Buch äußert Enaiat kein einziges Mal, dass er Wut hatte. Das fand ich etwas unglaubwürdig. Denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man bei all seinen Erlebnissen niemals zornig wird. Auch wenn man noch so ein herzensguter Mensch ist.

Den Sprecher fand ich auch nicht so toll. Er sprach verdammt schnell, etwas zu schnell für meinen Geschmack. Ok, es unterstrich zwar das „ständig auf der Flucht sein“, aber oftmals verschluckte er die ersten Buchstaben am Satzanfang.

Fazit: empfehlenswert

Weitere Informationen
Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Fabio Geda – Im Meer schwimmen Krokodile