Anne Youngson – Das Versprechen, dich zu finden

Beschreibung
Tina und Anders hatten einmal andere Wünsche ans Leben. Jetzt sind sie Anfang sechzig und haben beide gerade jemanden verloren, der ihnen sehr nahestand und der eine Lücke hinterlässt, die zu füllen ihnen unmöglich scheint. Und auch ihre Hoffnungen und Träume haben sie mit den Jahren aus den Augen verloren – das Leben zog vorbei, und dieser eine Moment kam nie.

Tina und Anders sind sich noch nie begegnet, doch durch Zufall beginnen sie einen Briefwechsel. Sie teilen Glück und Sorgen, tauschen sich über Familie und Arbeit, Kunst und Natur aus. Durch ihre Freundschaft entwickeln sie bald einen Hunger nach Veränderung, der es ihnen unmöglich macht, wieder in ihre alte Rolle zurückzukehren.

Sprecher
Andrea Sawatzki, Wolfram Koch

Länge
7 h 27 m

Meine Meinung
Tina lernt Christian durch einen Zufall kennen. Mit Anfang 60 schreibt sie an einen Museumsleiter, dessen Museum sie als Kind schon besuchen wollte. Da er natürlich nicht mehr lebt, erhält sie Antwort von seinem Nachfolger, einem ebenfalls um die 60-jährigen Mann. Daraus entwickelt sich unverhofft eine innige Brieffreundschaft. Sind die Briefe anfangs noch recht allgemein und Moorleichen und Landschaften betreffend, so werden sie zunehmend privater und vertrauter. Bis die beiden bald eine äußerst innige Beziehung in Form von Briefen führen. Denn gesehen haben sie sich noch nie.

Mir hat die Art der Briefe sehr gut gefallen. Beide könnten kaum unterschiedlichere Laben führen und doch vereint sie ein zartes Band des gegenseitigen Verstehens. Die Freude auf den nächsten Brief des jeweils anderen steigert sich immer mehr, bis plötzlich und völlig unvorhergesehen Tina den Briefwechsel beenden will. Ohne Begründung. Einfach so. Das kann Christian natürlich überhaupt nicht verstehen und bohrt nach – jedoch auf eine sehr feinfühlige Art, so dass ihre Briefe doch wieder aufgenommen bzw. weitergeführt werden. Hier wird es dann sehr tragisch.

Waren die Briefwechsel anfangs noch banalen Themen gewidmet, so wurden sie später hin immer vertrauter. Mir hat dieser Aufbau sehr gut gefallen. Und ich fand ihn absolut glaubwürdig! Denn ich hatte auch solch einen Freund, mit dem ich über Jahre – zwar keine Briefe – aber E-Mails austauschte. Bei uns war die Entwicklung exakt so, wie hier in diesem Buch geschrieben. Leider ist mein E-Mail-Freund dieses Jahr im viel zu jungen Alter von 60 Jahren verstorben. Joschi, ich werde dich nie vergessen! (Dieser absolut private Einschub musste jetzt sein – in Gedenken an ihn.)

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist ruhig, manchmal trivial, manchmal aber auch voller Emotionen.

Andrea Sawatzki und Wolfram Koch hier als Sprecher auszuwählen, fand ich die absolut richtige Wahl! Die beiden waren spitzenmäßig.

PS: Den Original-Titel finde ich wesentlich treffender: Meet me at the Museum. Auch das englische Cover gefällt mir viel besser.

Eine Hörprobe sowie weitere Informationen gibt es bei Audible.de
Und hier geht es direkt zum Hörbuch: Anne Youngson – Das Versprechen, dich zu finden

Christina Dalcher – VOX

Beschreibung
Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringt ihr uns nicht! Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als einhundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr. Schon bald jedoch kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmutes, ihrer Träume beraubt. Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen und erhält eine Gelegenheit…

Ich habe „VOX“ als Warnung geschrieben, als Warnruf gegen eine Politik der Geschlechtertrennung, aber auch, um zu zeigen, wie sehr unsere Persönlichkeit und Menschlichkeit von unserer Sprache abhängt. Ich habe mir selbst die schreckliche Frage gestellt: „Was wäre, uns würde dieses Vermögen genommen?“

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
9 h 47 m

Meine Meinung
Als ich die Beschreibung las, war ich zunächst schockiert und dann wollte ich es natürlich sofort hören. Denn dieser Gedanke, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen, ist ja nun mehr als schockierend. Was sind schon 100 Wörter?

Doch leider finde ich, dass hier einiges an Potenzial verschenkt wurde. Denn der Grundgedanke ist ja ohne Frage unglaublich gut. (Ich will hier gar nicht ins Interpretieren kommen.) Doch die Umsetzung fand ich stellenweise wirklich etwas schwierig nachvollziehbar. Der Plot an sich war zwar klar, doch es gab hier einige (für meinen Geschmack zu viele) Stellen, die meiner Meinung nach nicht wirklich gut ausgearbeitet waren.

Insgesamt fand ich die Geschichte als Mahnung zwar unheimlich wichtig und lohnend, doch ich hatte mir wirklich mehr davon erhofft.

Dennoch möchte ich es allen empfehlen. Denn die Botschaft dahinter ist ohne Frage unglaublich wichtig.

Andrea Sawatzki war natürlich unglaublich gut.

PS: Diese kurze Rezension umfasst ohne diesen Satz hier 147 Wörter.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Christina Dalcher – VOX

Jilliane Hoffman – Insomnia

Beschreibung
Verstört und mit Schnittwunden am ganzen Körper taumelt Mallory Knight in eine Biker-Bar in Süd-Florida. Zwei Tage lang war die 17-jährige Schülerin spurlos verschwunden. Mallory behauptet, dem „Hammermann“ entkommen zu sein, einem Serienkiller, der bereits ein Dutzend Teenagermädchen entführt und mit seinen schrecklichen Werkzeugen zu Tode gequält hat.

Aber als Special Agent Bobby Dees sie befragt, verstrickt sich Mallory in Widersprüchen. Warum lügt sie? Und was geschah wirklich in der Nacht, als sie verschwand? Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen vermisst, und Mallory muss erkennen, dass Lügen tödliche Folgen haben können.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
12 h 38 m

Meine Meinung
Jilliane Hofman ist bekannt dafür, dass sie mit schrecklich beschriebenen Szenen nicht gerade zurückhaltend ist. So auch hier wieder. Man sollte also nicht zu zart besaitet sein, wenn man sich diesen spannenden Thriller anhören möchte.

Sehr ausführlich wird hier aber auch beschrieben, was mit einem passiert, wenn man öffentlich lügt. Dass man anschließend von der ganzen Welt verabscheut wird und dass einem niemand mehr glaubt. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht… Doch weiter könnte man auch sagen: Die Geister die ich rief…

Mir hat die Idee und der Aufbau ziemlich gut gefallen. Abgesehen von einigen Wiederholungen und meiner Meinung nach zu oft beschriebenen Zweifeln, war der Plot insgesamt recht kurzweilig und spannend. Auch gab es hier einige sehr überraschende Wendungen, die ich so nicht immer erwartet hätte. Und als zum Ende hin dann noch eine Wendung gab, dachte ich schon, ich hätte mit meiner bereits lange gehegten Vermutung doch recht. Ob das allerdings zutrifft, werde ich hier natürlich nicht verraten. Den Spaß überlasse ich dir ganz allein. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass auch du … nun lassen wir das.

Die Personen fand ich gut beschrieben. Typisch amerikanisch, sowohl im Denken als auch im Handeln. Aber so sollte es ja auch sein, wenn man sich einen amerikanischen Thriller anhört.

Andrea Sawatzki gefiel mir als Sprecherin sehr gut. Ich finde ihre Stimme sehr angenehmen und kann ihr problemlos auch über Stunden zuhören.

Insgesamt ist Insomnia also ein Thriller, der brutal, kurzweilig und durchaus zu empfehlen ist. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten.

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Jilliane Hoffman – Insomnia

Siehe auch:

Fiona Barton – Die Witwe

Die WitweBeschreibung
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe. Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht. Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen.

Sprecher
Andrea Sawatzki, Dietmar Wunder, Tanja Geke, Uve Teschner, Monika Oschek

Länge
10 h 49 m

Meine Meinung
Ein Sonntag in England – Wenn man ein fast 11 Stunden langes Hörbuch in einem Rutsch hört, dann muss es spannend sein. Und oh ja, dieses Hörbuch ist spannend. Es ist ein wahres Verwirrspiel – wem kann man glauben, wem nicht? Wer sagt nun die Wahrheit, wer nicht? Ist die Protagonistin wirklich total naiv oder ist sie das nicht? Ist ihr Mann ein Mistkerl oder nicht? Hat er es getan oder nicht?

Dieses Verwirrspiel der Gefühle und Gedanken fand ich grandios beschrieben. Als Hörer ist man ständig hin und her gerissen, was man nun denken soll, wem man nun glauben soll. Die Beschreibung der Protagonisten war dermaßen genial gemacht, dass man sich seiner eigenen Gefühle derer gegebenüber niemals wirklich sicher sein konnte. Das fand ich außergewöhnlich gut in diesem Buch.

Somit kam natürlich nie Langeweile auf. Ich lauschte und lauschte und konnte das Hörbuch wirklich keine Sekunde abschalten. Ich wollte unbedingt wissen, wie es endete. Am Ende des Tages wusste ich es dann endlich. Und ja, auch das Ende hat mir sehr gut gefallen.

Die verschiedenen Sprecher haben der Geschichte dann nochmals das i-Tüpfelchen aufgesetzt. Jeder hat seinen Part äußerst engagiert und grandios gesprochen.

Deshalb bekommt dieses Hörbuch seine verdienten 5,0 Pingu-Punkte.

s5g5

Weitere Informationen
Weitere Informationen gibt es u. a. bei Audible.de. Und hier geht es direkt zur Hörprobe und zum Hörbuch: Fiona Barton – Die Witwe

Angela Marsons – Silent Scream: Wie lange kannst du schweigen? (Kim Stone 1)

Silent ScreamBeschreibung
Detective Inspector Kim Stone, West Midlands Police. Vierunddreißig, schlagfertig, kompromisslos. Nicht immer freundlich, nicht immer fair, nicht immer regelkonform. Ihre Mutter lebt in der geschlossenen Psychiatrie, doch wie es der alten Schlange geht, interessiert Kim nicht. Als eine Schuldirektorin in ihrer Badewanne ertränkt und kurz darauf ein Mann mit aufgeschnittener Kehle gefunden wird, finden Kim Stone und ihr Team heraus, dass beide in einem inzwischen geschlossenen Kinderheim gearbeitet haben.
Auf dem brachliegenden Grundstück sollen Ausgrabungen durchgeführt werden. Liegt im lehmigen Boden ein Geheimnis verborgen? Doch um ihm auf den Grund zu kommen, muss sich Kim den Dämonen ihrer eigenen Kindheit stellen…

Sprecher
Andrea Sawatzki, Christian Berkel

Länge
9 h 17 m

Meine Meinung
Mit Kim Stone hat Angela Marsons ist eine sehr interessante Persönlichkeit erfunden. Kim hat ihre Ecken und Kanten und doch konnte ich nicht anders, als sie einfach zu mögen. Denn sie wirkt einfach verdammt echt.

Der erste Fall, um den sich Kim Stone nun kümmern muss, hat es auch gleich mächtig in sich. Es ist absolut keine leichte Kost und für all zu zartbesaitete sicher nicht die beste Wahl der Lektüre. Doch für alle anderen, die gerne deftige Thriller hören, ist dieses Hörbuch genau das Richtige. Es ist sehr kurz kurzweilig und durch die beiden hervorragenden Sprecher, die sich schon in mehreren Hörbüchern als „Meisterduo“ präsentiert haben, gibt es auch immer wieder Abwechslung stimmlicher Natur, die dieser Thriller zwar nicht unbedingt gebraucht hätte, ihm aber auch keineswegs geschadet haben.

Ich wurde jedenfalls über die gesamte Länge bestens unterhalten und immer wieder überrascht und entsetzt, ob der Geschehnisse, Verbindungen und Verknüpfungen, die sich im Laufe der Geschichte auftaten.

Beste Thrillerunterhaltung ist hier garantiert.

s5g5

Weitere Informationen
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Andrea Sawatzki – Der Blick fremder Augen

Der Blick fremder AugenBeschreibung
Als eine reiche Immobilienbesitzerin mit durchtrennter Kehle aufgefunden wird, hat Kommissarin Melanie Fallersleben zunächst keine heiße Spur.
Nichts lässt erahnen, dass hinter dem Mord eine gequälte Seele steckt. Ein Mensch, der sich beständig beobachtet fühlt und dessen brutale Taten, geboren aus Verzweiflung und Schuldgefühl, durch ein allzu normales Leben gut verborgen sind. Weitere Tote folgen… und erste verstörende Botschaften an die Ermittlerin treffen ein.
Der Mörder scheint die Kommissarin zu beobachten, die Rollen von Jäger und Gejagtem verschwimmen…

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
6 h 54 m

Meine Meinung
Die 50-jährige Kommissarin Mel Fallersleben kämpft mit der Einsamkeit. Ihr Assistent Steffen Müller ist Veganer und 20 Jahre jünger als sie. Mel kann ihn nicht so richtig einschätzen, eigentlich nervt er sie anfangs nur. Jedoch schleicht er sich im Verlauf der Geschichte dann doch ein wenig in ihr Herz.

Kathi und Bernd sind glücklich, sie ist hochschwanger, doch dann verliert sie ihr Kind. Danach ändert sich alles. Kathi macht eine sehr sonderbare Veränderung durch. Sie fühlt sich ständig beobachtet und traut sich kaum noch vor die Tür. Bernd, der wirklich alles versucht, um ihre Ehe wieder in normale Bahnen zu lenken, ist langsam am Ende seiner Kräfte. Als Bernd sie dann eines Abends betrügt, eskaliert alles.

Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zunächst wird eine Tote gefunden hat. Mel ist ratlos, es gibt keine Spuren. Dann wechselt die Perspektive und es werden Rückblicke in Kathies Vergangenheit erzählt.

Überhaupt spielt das Beobachten eine große Rolle in diesem Krimi. Denn auch Mel selbst beobachtet mit dem Fernglas ihren alten Nachbarn, der einsam nur mit seinem Hund als treuesten Freund sein Leben fristet.

Als dann weitere Morde geschehen, versteht Mel und auch der Hörer langsam die Zusammenhänge. Spätestens dann schnürt es einem die Kehle zu und man sollte seine Herztropfen parat haben, falls man welche nehmen muss.  Und dann steht der Mörder plötzlich vor Mels Tür.

Ich war einmal mehr begeistert von Andrea Sawatzki. Sie ist derart vielfältig begabt, das ist nun wirklich bald unglaublich. Diesen Krimi hat sie sorgfältig aufgebaut, von Minute zu Minute spannender werden lassen, so dass die Story am Schluss mit einem Showdown endete. Auch die zerrissenen Gefühle von Kathie wurden glaubhaft beschrieben. Toll. Mir hat dieser etwas andere Krimi außerordentlich gut gefallen. Denn er ist außergewöhnlich gut geschrieben.

Und wer hätte diese  Geschichte besser lesen können, als Andrea Sawatzki selbst? Von mir gibt es also eine klare Hörempfehlung.

s5g5

Weitere Informationen
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Siehe auch: 

Jilliane Hoffman – Samariter

SamariterBeschreibung
Faith Sounders‘ Leben ist perfekt. Als liebenswerte Ehefrau und Mutter lebt sie den Traum einer Bilderbuchfamilie in Südflorida – bis sie zusammen mit ihrer vierjährigen Tochter Zeugin einer Entführung wird. Und dabei einen entscheidenden Fehler macht. Sie tut… nichts. Auch als der Vorfall an die Öffentlichkeit gerät, schweigt Faith weiterhin – ganz im Gegensatz zu ihrer Tochter. Die schafft es, den Täter zu identifizieren, und wird zur Heldin, ihre Mutter zur feigen Außenseiterin. Doch Faith hat an jenem Abend noch etwas beobachtet: einen zweiten Täter. Während der seiner Zeugin gefährlich nahe kommt, haben die Ermittler große Mühe, ihr noch irgendetwas zu glauben.

Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
12 h 27 m

Meine Meinung
Oh mein Gott. Ich wollte nicht in Faiths Haut gesteckt haben. Eigentlich wollte Faith bei ihrer Schwester übernachten, doch da sie sich mit ihr und ihrem Mann gestritten hat, schnappt sie sich ihre kleine Tochter, und fährt – obwohl sie Alkohol getrunken hat – doch mitten in der Nacht nach Hause. Irgendwo im Nirgendwo sieht sie eine junge Frau, die sie bittet, doch ihre Autotür aufzumachen und ihr zu helfen. Dann sieht sie noch 2 Männer! Sie hat Angst, ihre Gedanken rasen hin und her, was soll sie nur tun? Sie fährt davon, ohne der Frau zu helfen. Sie beschließt, ihrem Mann nichts von dem nächtlichen Vorfall zu erzählen. Sie plagen Gewissensbisse. Doch jetzt noch zur Polizei gehen? Sie weiß ja nicht einmal, in welchem Ort das war. So schweigt sie beharrlich. Bis ihre kleine Tochter im Fernsehen die Frau wiedererkennt und das ihrem Papa sagt. Fortan gerät Faith immer tiefer in einen Strudel, aus dem es kein Entkommen mehr gibt.

Ich fand diesen Thriller zutiefst menschlich. Es wurden hier hervorragend persönliche Fehlentscheidungen, die einem unendlich leid tun aber eben nicht mehr zu ändern sind, dargestellt. Auch die gnadenlose Gerichtsverhandlung und die Verhöre fand ich leider äußerst glaubhaft und realitätsnah.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war das doch sehr ausgeprägte „Gejammer“ über eine Affäre, die ihr Mann vor Urzeiten einmal hatte. Das war mir eindeutig zu viel. Besonders am Anfang musste ich mich deshalb ziemlich durch die Geschichte quälen. Doch das wurde später durch die heiklen Entwicklungen und wirklich gut beschriebenen Zwickmühlen wieder gut gemacht. Trotzdem muss ich dafür einen Pingu-Punkt abziehen, da es einfach viel zuviel Gejammer war.

Andrea Sawatzki als Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Sie hat dieses Hörbuch wirklich perfekt gesprochen. Durch ihre Interpretation des Textes konnte man sich sehr gut in die Gefühlswelt der Protagonistin hineinversetzen.

s5g4

Weitere Informationen
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Siehe auch:

Ursula Poznanski – Stimmen (Beatrice Kaspary 3)

StimmenBeschreibung
Ein junger Arzt wird tot im Behandlungsraum einer Psychiatrie gefunden. Auf seiner Brust sind kunstvoll bunte Plastikmesser drapiert, und in seinem Hals steckt eine Stahlschiene. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Mann bereits tot war, bevor er von dem Metall durchbohrt wurde. Den Kommissaren Beatrice Kaspary und Florin Wenninger bleibt nichts anderes übrig: Sie müssen alle Personen auf der Station befragen.

Doch die Ärzte sind nicht sehr redselig und die Patienten schwer gestört. In dieser bedrückenden Atmosphäre eskalieren die Gefühle, nicht nur die der Patienten, sondern auch die zwischen Florin und Beatrice. Dann stirbt eine Patientin…

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
7 h 47 m

Meine Meinung
Nach „Fünf“ und „Blinde Vögel“ war ich sehr gespannt auf den neuen Krimi mit den beiden Ermittlern Kaspary und Wenninger. Dieses Mal spielt die Story in einer Psychiatrie, in der ein Arzt ermordet aufgefunden wurde. Das Umfeld, in dem das Ermittlerduo ihre Nachforschungen anstellen müssen, ist alles andere als gesprächig. Die meisten Patienten sind nicht in der Lage, klare Auskünfte zu erteilen und die Ärzteschaft schweigt ebenfalls lieber, als dass sie hilfreich wären. Doch Kaspary ist nicht nur eine gute Zuhörerin, nein sie kann auch sehr gut beobachten. Und dies bringt sie letztendlich auf die Lösung des Falles.

„Stimmen“ empfand ich wieder als einen sehr guten Krimi, der jedoch nicht ganz so rasant los rast, wie die beiden Vorgänger. Nichtsdestotrotz fand ich die Sisyphos-Arbeit, durch die sich Beatrice zusammen mit ihrem Kollegen Florin kämpft, sehr interessant. Das Ende kam vielleicht nicht völlig überraschend, man ahnte schon, wohin es vermutlich führen würde, trotzdem fand ich es gut und schlüssig.

Auch der Einbau des Privatlebens von Beatrice Kaspary hat mir gut gefallen. Es war nicht zu dominant und doch ein sehr wichtiger Teil des Gesamtbildes.

Von „Stimmen“ war ich nicht ganz so begeistert, wie von den beiden ersten Teilen, und doch war es eine kurzweilige Krimiunterhaltung.

Andrea Sawatzki wächst mir immer mehr ans Herz als Hörbuchsprecherin. Sie hat das wieder toll gemacht.

s5g4

Weitere Informationen
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Siehe auch: 

Andrea Sawatzki – Von Erholung war nie die Rede

Von Erholung war nie die RedeBeschreibung
Im Nachhinein kann man Gundulas Entscheidung, mit ihrer Schwiegermutter Susanne in die Ferien zu fahren, als durchaus leichtsinnig bezeichnen. Aber die Verlockung eines sonnenwarmen, harmonischen Urlaubs auf Norderney war stärker als die Vernunft.

Doch schon die Überfahrt verläuft alles andere als reibungslos, es regnet Bindfäden – und dann steht auch noch ihre liebeskranke Mutter Ilse in der Hotellobby. Ihr derangierter Zustand aber ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die amourösen Schicksalsschläge, die Gundula in diesem Urlaub treffen.

Sprecher
Andrea Sawatzki

Länge
4 h 56 m

Meine Meinung
„Von Erholung war nie die Rede“ ist ein wunderbares Buch, um sich selbst ein wenig vom eigenen Streß zu erholen. Gundula und ihre Familie. Der ein oder andere mag schon bei „Tief durchatmen, die Familie kommt“ Bekanntschaft mit ihnen gemacht haben. Herrlich überdreht wird hier von einem Urlaub berichtet, der chaotischer kaum sein könnte. Schwiegermutter Susanne hat bei einem Rätsel diese Reise gewonnen. Einzige Bedingung, um diese Reise anzutreten zu können, ist, dass ein Reisetagebuch geschrieben wird – natürlich zugunsten des Marmeladenherstellers. Ein Interview und Familienfotos – nun auch das gehört dazu. Eigentlich ja nicht ganz so schwierig. Doch bei Gundulas Familie ein schier unmögliches Unterfangen.

Natürlich wird diese Geschichte wieder auf herrlich witzige Weise beschrieben, es hagelt gerade so urkomische Situationen und Szenen. Das Grinsen ist hier über die ganze Länge nicht aus dem Gesicht zu bekommen.

Andrea Sawatzki als Sprecherin ihres eigenen Textes passt natürlich ganz hervorragend. Sie liest die gesamte Geschichte äußerst gekonnt und pointiert. Somit ist „Von Erholung war nie die Rede“ ein herrliches Büchlein, um dem eigenen Alltag für eine Weile zu entfliehen.

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Weitere Informationen
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Siehe auch: 

Jean-Philippe Blondel – 6 Uhr 41

6 Uhr 41Beschreibung
Cécile sitzt im Zug, der Platz neben ihr ist frei, ein Mann setzt sich. Cécile erkennt ihn sofort: Philippe Leduc – vor fast dreißig Jahren war sie mit ihm zusammen. Und auch Philippe hat Cécile sofort erkannt. Doch sie schweigen – beide. Soll er sie ansprechen? Was könnte sie – nach all den Jahren – zu ihm sagen? Was wäre gewesen, wenn… Wer hat sich diese Frage nicht schon gestellt?

Jean-Philippe Blondel hat daraus eine wunderbare Komödie gemacht, in der wir uns alle wiederfinden.

Sprecher
Andrea Sawatzki, Christian Berkel

Länge
3 h 49 m

Meine Meinung
Cécile und Philippe sitzen im Zug zufällig nebeneinander. Sie kennen sich von früher, hatten einmal eine Beziehung, die übel zu Ende ging. Erzählt werden hier die Erinnerungen der beiden – jede für sich. Jeder aus seiner Sicht der Dinge. Stück für Stück setzt sich so also zusammen, was damals passiert ist. Und auch die Gegenwart, sprich, in welches Leben es sie verschlagen hat, wird erzählt.

Man sitzt nun also mit den Stöpseln im Ohr da, lauscht der Story und stellt sich die Situation vor. Schon skurril. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen fand ich auch sehr interessant. Hier und da gab es auch durchaus witzige Szenen und Formulierungen, ich musste öfters schmunzeln. Nicht zuletzt wegen der genialen Leistung des Paares Andrea Sawatzki und Christian Berkel.

Mich hat diese kurze Reise in die Vergangenheit von Cécile und Philippe ziemlich gut unterhalten. Und auch den Schluss fand ich stimmig und passend.

s5g4

Weitere Informationen
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